Gibt es hier Mamis ...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von julia.hufnagel 08.03.10 - 20:18 Uhr


die nachts stillen und tagsüber die Flasche geben?

Tagsüber muss ich meinem kleinen Mann zufüttern, weil es sonst nur genörgel gibt und er alle halbe Stunde was zu Essen haben möchte. Gebe ich ihm eine Flasche, ist er für ruhig und zufrieden.
Habe schon etliche Liter Stilltee und Malzbier getrunken, meine Brust vor dem Stillen angewärmt etc.pp.

Da habe ich mir überlegt, ob ich tagsüber die Flasche mit Pre-Nahrung füttern kann und nachts ihn aber weiter voll stillen, denn nachts macht er kein Theater.
Noah ist jetzt 3 Monate alt.
Könnte mir vorstellen, dass es vielleicht zu einem Milchstau kommen könnte?

Belehrt mich eines besseren! :-)

LG,

Julia + Noah (09.12.09)

Beitrag von spaofhair 08.03.10 - 20:29 Uhr

ich hab von Anfang an am Abend eine Flasche zugefüttert, da ich nach 3 Monaten wieder arbeiten musste. hatte Angst das er die Flasche nicht nimmt... mit 3 monaten bekamm er Tagsüber die Flasche und verweigerte sehr bald die Brust....
überleg es dir gut, denn mir tut es sehr sehr leid, meinen Schatz nicht mehr so nahe zu haben...
es gibt immer diese Wachstumsschübe...
es hat 3 monate super mit der 1. Flasche geklappt...
wenn du es vielleicht mal versuchst eine Mahlzeit auszulassen und durch die Flasche ersetzt.... dieses immer zur selben Zeit, dann ist es auch ein wenig erholung und es heißt noch nicht, das dein Schatz länger anhält... aber bei uns war es so... er hat um 19 Uhr seine Flasche bekommen und wurde erst um 3-4 Uhr morgends munter. wir begannen im 5. Monat mit der Beikost, so war die nächste Mahlzeit weg... aber das ist Ansichtssache und das soll jeder selber entscheiden.. Aber komplett umsteigen und ab und zu die Brust macht deine Milchproduktion dann nicht mit.. die Gefahr eines Milchstaus ist riesig... geschweige den dein Zwerg wird sich an das bequeme Essen schnell gewöhnen


lg

Beitrag von julia.hufnagel 08.03.10 - 20:34 Uhr

Mein kleiner hat in der 2. Lebenswoche komplett die Flasche bekommen, weil er auf der Intensiv-Station lag, zu Hause habe ich dann trotzdem vollstillen können, ist also nicht zu einer Saugverwirrung gekommen.

Die Schwestern dort meinten, er sei ein absolutes Brustkind und mit der Flasche hat er zu wenig im Mund.

Ich habe abends das Gefühl, wenn er eine Flasche Pre bekommt, dass er dann wesentlich zufriedener einschläft, vorher hatten wir ein riesen Tohowabohu, dass so an die 2-3 Stunden gedauert hat, bis er endlich völlig erschöpft eingepennt ist.

Ich möchte weiterhin stillen.
Aber ich möchte dass mein Sohn auch satt wird und ich nicht immer nachm Stillen noch 60-100ml reinpumpen muss.

Irgendwie verzickt.

Beitrag von lissi83 08.03.10 - 20:33 Uhr

Hi!

Alsooooooooooooooooooooooooo;-)

Dein Vorhaben könnte der erste Weg zum Abstillen sein!
Milchstau wäre eventuell möglich, wenn du ganz plötzlich, alle Stillmahlzeiten am Tag weglässt! Das wäre aber auch sehr unangenehm, du kämst ohnehin wahrscheinlich nicht ums Austreichen oder so drum rum!

Um den 3. Monate haben die kleinen einen Schub, der es in sich hat! Sehr anstrengend für die Mama, aber nicht unnormal, dass sie dann so häufig an die Brust möchten!
Stillen hat ja auch nicht unbedingt nur was mit hunger zu tun! Auch während eines Schubs wird noch intensiver nach der Nähe der Mutter gesucht! Dein Kind genießt es ganz sicher ! Auch wenn du den Eindruck hast, er ist nur nörgelig! Auch eine begleiterscheinung eines Schubs!

Zu viel vom Stilltee und Malz, kann auch kontraproduktiv sein#aha

Du schreibst, dass du deinem Kind auch mal die Flasche gibts...hm#kratz genau das könnte schon die Ursache sein...deine Milchmenge stellt sich so nicht optimal auf den Bedarf des Kindes ein...sagen wir mal, es liegt nicht am Schub, dann liegt es viell. daran, dass du aus dem Grund zu wenig Milch hast und dein Kind tatsächlich nicht satt wird! In der nacht, ist aber genug da, da du dann nach dem Bedarf stillst...?!?!

Mei Tipp wenn du weiter stillen möchtest: stillen, stillen, stillen! Nach Bedarf-janz wichtig!! Flaschen weglassen! Viel Hautkontakt beim Stillen! Wechselstillen (während einer Mahlzeit mehrmals die Seite wechseln, sofern das Kind es mitmacht! Vorher wärmen ist schon gut! Das sollte nach ein paar wenigen Tagen dann die Sache "wuppen" :-) probiers einfach!

lg

Beitrag von julia.hufnagel 08.03.10 - 20:38 Uhr

Ich habe ja vorher nach Bedarf gestillt und erst letzten Freitag mit der Flasche angefangen, weil ich 5 Tage hintereinander ein totales Schreikonzert hatte, immer Abends, wenn es ins Bett sollte. Vorher hat das prima funktioniert.

Gestillt - ins Bett. Ende.

Aber seit Sonntag vor einer Woche habe ich das Gefühl, er wird nicht satt.
Er zieht und zieht und hat mir an der einen Seite schon ein Bluterguss ge"zutscht".

Und dann brüllt er wieder und mir tun schon die Brüste weh.

Ich bin irgendwie verzweifelt.

Beitrag von lissi83 08.03.10 - 20:47 Uhr

Nee nee, nicht verzweifeln#liebdrueck was du schreibst ist ganz normal!

Wenn es seit einigen Tagen erst so ist, dann kann man noch mehr davon ausgehen, dass es an einem Schub liegt! Dann haben die Mäuse eben mehr hunger und die Brust braucht ne kurze Zeit um sich an den erhöhten Bedarf zu gewöhnen!
Das funktioniert aber nur, wenn man ganz nach Bedarf stillt! Ja, es ist anstrengend diese Zeit!

Vor allem am Abend....das ist bei gaaaaanz vielen Mamas so!
Google hierzu mal : Clusterfeeding oder auch Lagerfeuerstillen!

Ist alles normal!

Wenn du einen Bluterguss hast, versuche noch optimaler und bewusster anzulegen!

Tja und was : Gestillt-ins Bett. Ende. ....angeht...
Luxus wenn es so ist, genießen und damit rechnen, dass sich das immer wieder ändert;-)

Beitrag von julia.hufnagel 08.03.10 - 20:54 Uhr

Ich geb ihm ja die Pulle eh nur Abends, wenns ins Nest geht.

Ich hab erst gedacht meine Brüste explodieren dann und hab mich schon aufs Ausstreichen mental vorbereitet.
Aber erst zur Stillmahlzeit um 4Uhr nachts hatte ich das Gefühl, dass sie wieder so richtig "voll" sind.

Ist wirklich anstrengend. Aber es gibt diese Schübe ja nicht umsonst, Entwicklungsfortschritte sind ja auch Fortschritte für uns Mütter.

Danke für deine aufbauenden Worte.
#liebdrueck

Tut richtig gut.

Beitrag von lissi83 08.03.10 - 21:03 Uhr

Ja, ist richtig was du zu den Schüben sagst! Meist machen die kleinen aber auch erst einen Schritt zurück bevor sie dann 3 nach vorne gehen:-)

Die Brust muss sich auch nicht "richtig voll" anfühlen, es ist trotzdem Milch da, auch wenn es sich so anfühlt als sei sie leer! DIe Brust ist übrigens nie ganz leer, auch wenn das Kind gerade dauernuckeln betrieben hat;-)

Halt einfach noch etwas durch...im Normalfall gibt sich das bald!

Das Stillen ist zwar das Natürlichste was es gibt aber Mama, Kind und Brust müssen sich erst aufeinander einstelln und zum Team werden! Stillen will eben auch geübt sein! Bald klappt es im Schlaf!

lg

Beitrag von julia.hufnagel 08.03.10 - 21:13 Uhr

Meinst du denn, ich sollte die Abendflasche auch gänzlich weg lassen?

bzw. Dann nachfüttern, wenn er n absolutes Schreikonzert veranstaltet?

Nochmal solche 5 Tage halt ich beim besten Willen nicht durch.
Soll nicht schwach klingen, aber ich habe als Mensch und Mutter auch meine Grenzen.
Und für mich ist eine starke Mutter, eine Frau, die ihre Grenzen kennt und weiß, sich nicht völlig aufzuuopfern.


LG!

Beitrag von lissi83 08.03.10 - 21:28 Uhr

Ach mensch, das klingt absolut nicht schwach!
Natürlich kommt man auch als Mutter - noch besonders als ganz junge Mama mit Schlafmangel und Hormonüberschuß, an seine Grenzen!

Hm, ja ich würde die Flasche weglassen! Bei mir war es genauso! Ich habe am Abend nur gestillt und gestillt! Kurze Pausen und dann ging es weiter! Ich ging auch auf dem Zahnfleisch! Ich habe in der Zeit auch daran gedacht, mal ne Flasche zu geben weil ich so fertig war! Bei uns wurde daraus nix, da Lenia die Pulle nicht angerührt hat! Mir blieb nix anderes übrig als zu stillen! Und im nachhinein, als die schwere Zeit vorbei war, war ich so froh, dass ich so durchgehalten hab!

Vielleicht könntest du abends wenn du müde wirst, dich einfach ins Bett legen mit deinem Baby und dann im liegen weiter stillen! Ich habe dann im Halbschlaf gestillt!

Wenn du nicht magst, dass dein Baby dann die ganze Nacht in deinem Bett bleibt, kannst du es ja dann später ins eigene legen, aber so wären die Abendstunden viell. etwas erholsamer für dich!

Ja, ansonsten hast du recht, wenn du es nicht aushälst, dann wird es sicher besser sein am Abend ne Flasche zu geben, bevor du völlig kaputt bist, denn das bringt euch beiden ja schließlich auch nix!

Nun, das musst du entscheiden, du weißt am besten wie viel Kraft du noch hast und wo deine Grenze ist!

Beitrag von julia.hufnagel 08.03.10 - 21:33 Uhr

Danke. :-)

Es ist gut, wenn das Geschriebene mal objektiv betrachtet wird, zudem noch einige Erfahrungswerte und eine sachliche, eigene Meinung können neuen Mut geben, eine neue Denkrichtung und Anstoß zum Nachdenken sein.

Dafür vielen Dank.

LG!

Beitrag von crazydolphin 08.03.10 - 20:33 Uhr

hallo!!

Also ich mache das seit 1,5 wochen. abends, nachts und morgens stillen und tagsüber flasche. ( siehe beitrag oben) ich hab das gefühl, dass sie von flasche länger satt ist, aber ich stille trotzdem weiterhin...

zm milchstau. ich dachte die ersten 2 tage ich sterbe... allerdings hab ich gleich 2 mahlzeiten mit der flasche umgestellt statt langsam zu machen... selber schuld. naja nach 3 tagen war alles wieder gut und die brust hat sich umgestellt. wenn ich es gar nicht mehr ausgehalten hab, hab ich ausgestrichen. das war aber je nur einmal am tag...

Beitrag von julia.hufnagel 08.03.10 - 20:40 Uhr

Danke dir.

Das Gefühl hatte ich bis jetzt Abends auch, wenn er die Pulle intus hatte, war Ruhe.

Nachts reicht ihm anscheinend meine MuMi.

Komisches Kind. :-)

Beitrag von crazydolphin 08.03.10 - 20:45 Uhr

also ich hab das eigentlich nur gemacht, weil sie so viel gezickt hat und ich keine nerven mehr hatte. wollt eigentlich komplett abstillen... habs mir aber anders überlegt. naja jedenfalls kommt sie nachts alle 4 std wie immer und bei flasche 4,5-5 std und abends verpennt sie seit 2 tagen die brust, weil sie dann erst nach 5-6 stunden kommt... dachte auch, dass sie nicht satt wird. aber so ein theater wie du das hast hatte ich auch nicht... ich vermute aber wirklich dass es bei deinem sohn ein schub ist... probier mal stillhütchen! die benutz ich seit 3 wochen und hab keine probleme mehr. vor allem schont es die brustwarzen ;-)

Beitrag von julia.hufnagel 08.03.10 - 20:49 Uhr

Letzte Woche war ich auch drauf und dran zu sagen: LMAA.

Echt, ich hätte den ganzen Abend heulen können. Vor Verzweifelung, Wut und hab mich schlecht gefühlt, könnte mein Kind nicht ernähren usw.

Ich hab am Freitag die U4 bei der KÄ und die werde ich auch nochmal belöffeln, meine Hebamme, die ich heute angerufen habe, meinte: Ja, dann gib ihm halt abends was dazu. Aber versuch das erst wenn er an beiden Brüsten gut und kontinuierlich getrunken hat und nicht dabei einpennt. Und wenn er dann das Leiden Christi spielt, eben noch was nachfüttern.

Mit Stillhütchen komme ich gar nicht klar. :-D