Durcheinander

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von lieber schwarz 08.03.10 - 21:13 Uhr

Ich bin seit 7 Jahren verheiratet, seit 10 Jahren mit dem Mann zusammen. Wir haben eine Tochter (fast 4). Und wir haben uns verloren. Mittlerweile finde ich ihn unattraktiv und will nicht mehr. Die Liebe ist weg.

Trennung? Ja, aber ich weiß nicht wie. Ich habe kein Geld. Ich habe keinen Job. Ich finde keinen Job, der mit den Kindergartenzeiten meiner Tochter zusammenpasst. Unterhalt von meinem Mann zu kassieren ist für mich undenkbar. Das geht mir alles schon seit Wochen... Monaten durch den Kopf.

Und dann... am Freitag... treffe ich einen Mann. DEN Mann. Ich weiß nichts... nicht viel.... über ihn. Ich weiß nicht, ob er eine Freundin hat. Ich weiß aber, dass er ein Freund sein kann, nur ein Freund, das würde mir reichen. Wir haben uns blendend verstanden und es gibt nicht viele Menschen, von denen ich das sagen würde. Ich bin kompliziert. Er lebt 400 km von hier entfernt. Ich weiß nicht genau wo, aber ich könnte ihn finden. Egal... er geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich habe mich zurückgehalten, aber ich bereuhe es. Ich wünschte, ich hätte mit offenen Karten gespielt und ihm alles erzählt. Ich wünschte, er hätte mich mitgenommen. Einfach weg hier. Das ist verantwortungslos, aber es ist ja auch nur in meinem Kopf. Ich habe es nicht getan. Bin nicht abgehauen. Jetzt ist er weg und ich werde ihn vielleicht in einem Jahr wiedersehen. Vielleicht. Und vorher nur dann, wenn ich ihm hinterherfahre. Das geht aber nicht, außer ich lasse hier alles zurück, zumindest zeitweise.

Das klingt alles total bescheuert. Wie eine 14jährige. Ich bin nicht 14, ich bin Mitte 30. Aber ich habe mich verknallt, bis über beide Ohren. Und der Gedanke, dass er weg ist, bricht mir das Herz. Ich heule immer wieder, wenn ich allein bin. Ich kann das niemandem sagen... niemandem... scheiße.

Beitrag von MirjaMa 08.03.10 - 21:31 Uhr

Hey . . . fühl dich mal ganz doll gedrückt. #liebdrueck

Ich hatte auch mal solche "Flausen" im Kopf, konnte mich nicht wehren. Gefühlsmäßig entfernte ich mich immer weiter von dem Vater meines Kindes, monatelang. Ich schwieg und träumte vor mich hin. Schwärmte für einen Mann, den ich nicht wirklich kannte, den ich eigentlich gar nicht wollte. Irgendwann konnte mein Ex meine Gefühlskälte nicht mehr ertragen, er beendete die Beziehung.

Heute, fast drei Jahre später . . . ich weine fast täglich . . . ich habe meine Familie verloren. Bin alleinerziehend und trauere dem Mann hinterher, mit dem ich mein, unser, Wunschkind bekam.

Manchmal kann man sich einfach nicht gegen Gefühle wehren, ich konnte es auch nicht. Es musste erst ein dritter kommen, bis ich von einem Tag auf den anderen von dem "Unbekannten" los kam. Bekloppt. #klatsch

Ich bereue es zu tiefst, auch wenn es immer noch präsent ist, dass ich damals einfach nicht anders konnte.

Aber heute würde ich mit meinem Partner über mein "Gefühlschaos" sprechen. GANZ KLAR

Tu' es #liebdrueck #klee

Beitrag von lieber schwarz 08.03.10 - 22:18 Uhr

"Aber heute würde ich mit meinem Partner über mein "Gefühlschaos" sprechen. GANZ KLAR"

Mein Partner spricht nicht mehr mit mir, wenn es Probleme gibt. Entweder gibt es dann Stress oder er ignoriert mich.

"für einen Mann, den ich nicht wirklich kannte, den ich eigentlich gar nicht wollte."

Doch ich WILL. MUSS aber nicht. FREUND würde mich reichen.

"Bin alleinerziehend und trauere dem Mann hinterher, mit dem ich mein, unser, Wunschkind bekam. "

Realistisch betrachtet war es eher MEIN Wunschkind. Und: Warum ist eigentlich immer FRAU alleinerziehend.


Sorry, für meine Ehrlichkeit. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass unser Kind bei meinem Mann lebt. Er auch. Allerdings weiß er nicht wirklich, was das bedeutet. Er behauptet es nur und ich habe Bock es ihm klarzumachen.

Beitrag von luci82 08.03.10 - 21:37 Uhr

>>. Und wir haben uns verloren<<

sieht dein mann das denn genauso?

Ich wäre an deiner Stelle sehr vorsichtig. Du bist in einer Situation, in der du nicht weiterkommst. Aber dann kommt die "Lösung". Quasi der Ritter der die Prinzessin aus ihrer misslichen Lage rettet ;-)

Ordne erst dein Leben, suche dir eine Job, trenne dich, mach alles was du tun wolltest BEVOR du ihn kennengelernt hast. Und wenn du dann immer noch etwas für ihn empfindest, würde ich auf ihn zugehen.

lg Luise

Beitrag von lieber schwarz 08.03.10 - 21:55 Uhr

Mein Mann meint: Wenn ich ein Problem mit ihm hätte, dann müsste ich die Konsequenzen ziehen. Was soll das bitte heißen? Dass es ihm egal ist?!? Er weiß aber ganz genau, dass ich nicht einfach weg kann. Ich habe große Lust ihm eine Lektion zu erteilen und ihm mit dem ganzen Scheiß eine Weile im Stich zu lassen. Meine Tochter würde so oder so leiden. Ob Mama nun geht oder der Papa, sie wäre die Leidtragende. Warum muss immer die Mama als Alleinerziehende enden? Für den Papa wäre es in dieser Situation viel einfacher. Ich würde ihm nicht auf der Tasche liegen. Ich würde mein Leben ordnen und dann wieder als Mama zur Verfügung stehen.


"Quasi der Ritter der die Prinzessin aus ihrer misslichen Lage rettet"

Du weißt gar nicht wie wahr das ist. Nicht nur bildlich gesprochen. Mein Ritter war nämlich wirklich einer... mehr will ich dazu nicht sagen.


"Ordne erst dein Leben, suche dir eine Job, trenne dich, mach alles was du tun wolltest BEVOR du ihn kennengelernt hast."

Das Ding ist, dass mein Ritter bzw. der Arbeitgeber meines Ritters mir einen Job bieten würde. Wir könnten zusammen sein und ich hätte einen Job. Ich müsste nur reisen und das geht mit Kind nicht, zumindest wäre es nicht kindgerecht. Ob mein Ritter auch mein Prinz wird, ist mir eigentlich egal. Ich wünsche ihn mir als (platonischen) Freund. Aber wie soll ich das anstellen? Ich müsste mein Leben komplett ändern und ich brauche dafür ein paar Wochen Zeit ohne Kind. So sieht es aus. Dass ich mein Kind unendlich vermissen würde ist völlig klar, aber anders wird es einfach nicht gehen. Ich finde keinen Job, wenn ich nur 3 Stunden Zeit am Vormittag habe. Und mein Mann wird mich bei der Suche nicht unterstützen, weil er damit sein eigenes "Grab" gräbt.

Das ist alles so seltsam... wie Schicksal. Ich glaube nicht daran, ich glaube nicht an Ritter, ich bin Realist. Und ich bin das allererste Mal in meinem Leben völlig ratlos.

Beitrag von asimbonanga 08.03.10 - 21:40 Uhr

Hallo,
das klingt nach Realitätsflucht.
Du bist Mutter und Mitte 30-was soll das.
Such dir einen Job und trenne dich von deinem Mann.
Du kannst deinen Schwarm vielleicht in einem Jahr wieder sehen? Gut, jetzt ist sowieso nicht der richtige Zeitpunkt -oder spekulierst du auf den Märchen-Prinzen der dich rettet ? Träum weiter.
Tolle Prinzessin: Mitte 30 ,ohne Job und eigenem Geld, nicht mal getrennt u.s.w.
Naja.............immer leichtesten Weg gehen ist bequem.

L.G.

Beitrag von lieber schwarz 08.03.10 - 22:05 Uhr

Ich finde keinen Job. Ich versuche es schon einige Monate. Ich bin zu unflexibel durch die Kindergartenzeiten und mein Mann hilft mir dabei nicht. Ist doch logisch.

"Naja.............immer leichtesten Weg gehen ist bequem."

Leicht ist der Weg nicht: Ich packe ein paar Sachen und verschwinde. Ich habe ein paar Euro und eine Bleibe. Vielleicht hilft mir der Prinz. Vielleicht auch nicht. Ein Freund wäre er auf jeden Fall. Das ist kein Traum... Einen Job habe ich dort auch auf jeden Fall. Aber ich muss flexibel sein. Soll ich vielleicht mit Kind verschwinden? In eine unbestimmte Zukunft? Das Ding ist ja, dass ich mir erstmal etwas aufbauen möchte und mein Kind hier in der gewohnten Umgebung bleibt. Danach schauen wir mal.

Beitrag von valentina.wien 08.03.10 - 23:06 Uhr

Du solltest BEVOR du diese Schritte einleitest unbedingt eine (Paar-)Therapie machen.
Das klingt alles wirklich sehr unausgegoren und wirr.

Ein "paar Sachen packen" und verschwinden, Kind und Mann zurück lassen... das ist eine Flucht. Und als erwachsene Frau mit Verantworten, solltest du dich ehrlich und ernsthaft fragen wovor du flüchtest.

Was du gerade im Begriff bist zu tun ist NICHT gut für dich. Das ist ein selbstzerstörerisches Verhalten.

Beitrag von lieber schwarz 09.03.10 - 08:03 Uhr

Paar-Therapie, sehr witzig. Was soll ich da alleine?

"Und als erwachsene Frau mit Verantworten, solltest du dich ehrlich und ernsthaft fragen wovor du flüchtest."

Was is das für eine Frage? Ich flüchte vor dem ganzen Blödsinn hier und vor allem vor einem total trägen Mann, der den ganzen Tag eine Fresse zieht.

"Was du gerade im Begriff bist zu tun ist NICHT gut für dich. Das ist ein selbstzerstörerisches Verhalten. "

Nö, eher Selbsterhaltungstrieb.

Beitrag von valentina.wien 09.03.10 - 12:01 Uhr


Wie alt bist du eigentlich? Und dein Kind? Was für eine Ausbildung hast du und was für ein Job wäre das?

Beitrag von asimbonanga 09.03.10 - 00:27 Uhr

Warum verschwinden? Willst du wirklich einfach so aus dem Leben deines Kindes verschwinden?Das klingt alles unausgegoren.

Beitrag von lieber schwarz 09.03.10 - 08:16 Uhr

Na ja, soll ich sie jetzt aus dem Kindergarten reissen, 400 km mit ihr fahren, keine Wohnung, kein Job? Da ist doch wohl die bessere Alternative, dass sie erstmal hier bleibt, ihren geregelten Tagesablauf hat und bei ihr erstmal alles so weiter läuft. Ich will sie ja nicht endgültig verlassen. Ich will nur erstmal mein Leben sortieren und Geld verdienen. Und dann sehen wir weiter.

Traurig wäre sie ja so oder so, ob Papa weg ist oder Mama... Sie wäre dann nur nicht dem ganzen Stress ausgesetzt und bei Papa hätte sie es finanziell auch besser. Der sorgt dann nämlich nur noch für zwei statt für drei.

Beitrag von passiert 08.03.10 - 21:59 Uhr

Oh man, lass dich mal drücken.

So was passiert. Immer mal wieder.

Meinem Mann ist das passiert. Er hat sich in eine andere verliebt. Als ich es dann beendet habe ist er aufgewacht.

Manchmal will man garnicht vorm Partner weg sondern vor der Allgemeinsituation.

Stell dir mal deinen Partner vor, total verliebt und glücklich mit einer anderen die ihn nicht wegstößt. Lässt dich das wirklich kalt? Denk mal an eure glücklichen Zeiten, damals als ihr euch ineinander verliebt habt. Was hat dich damals an deinem Partner angezogen?

Vielleicht bist du nur mit dir unzufrieden weil du keinen Job findest und dich nur noch als Mutter fühlst. Tu was für dich. Such dir ein Hobby. Mach dich selbst glücklich und erwarte nicht von deinem Partner dass er dich glücklich macht.

Und noch einen Tip hab ich für dich. Kauf dir mal das Buch: Lieb dich selbst und es ist egal wen du heiratest. Da wird ziemlich gut beschrieben wie man sich so verrennt in die Situation, bei einem anderen Partner wird alles anders.

Beitrag von schwarzesetwas 08.03.10 - 22:14 Uhr

Oh danke.
Nach dem Buch hab ich wahnsinnig lange gesucht!
Heißt es tatsächlich so?

Hab in nem Artikel was mal drüber gelesen und bei Amazon nichts passendes gefunden.

Beitrag von lieber schwarz 08.03.10 - 22:14 Uhr

"Was hat dich damals an deinem Partner angezogen?"

Etwas, was er heute nicht mehr tut. Er hat mich geliebt, gekuschelt, gestreichelt. Und vor allem hat er mit mir geredet.


"Vielleicht bist du nur mit dir unzufrieden weil du keinen Job findest und dich nur noch als Mutter fühlst."

Ich liebe es, Mutter zu sein. Wir sind eine Familie, aber wir sind kein Paar. Wir streiten nicht, aber wir lieben uns auch nicht. Wir kümmern uns um unser Kind. Wir spielen zusammen. Aber abends ist es sehr einsam hier. Und ich habe ja einen Job, aber davon kann ich nicht leben. Ich kann davon meine Krankenversicherung nicht bezahlen.


"Such dir ein Hobby."

Wie viele denn noch?



Ist nett gemeint, aber das hilft mir alles nicht. Und das Buch kenne ich. Das ist Schwachsinn. Ich brauche keinen Partner, ich brauche aber einen Freund. Keine Ahnung... ich sag, ja, ich bin kompliziert.

Beitrag von issy1 09.03.10 - 08:29 Uhr

... einen mann den du kaum kennst und der 400 km weit weg wohnt. eine aussicht auf einen fast job. der mann zu hause tut eh nichts mehr, ach ja und das kind ( hätt ich fast vergessen#klatsch ) wird ja so oder so leiden ...

hört sich toll an ! worauf wartest du ?

du willst keine tipps, sondern eine art absolution das es okay ist für das was du willst.

und es ist okay ... ein kind kann auch beim vater leben.

also pack deine sachen und viel glück ...

Beitrag von lieber schwarz 09.03.10 - 08:43 Uhr

"du willst keine tipps, sondern eine art absolution das es okay ist für das was du willst. "

Nö, nur ein bißchen auskotzen.