Frage zum Unterhalt

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von banija 09.03.10 - 10:30 Uhr

Hallo,


ich bin seit August letzten Jahres von meinem Ex getrennt. Wir haben zwei gemeinsame Kinder. Damals haben wir uns aufgrund seines doch e´her geringen Einkommens einvernehmlich aus 250€ UNterhalt geeinigt, da ich ganz gut verdiene und so auch einsehe, dass ich den größeren Anteil leiste.
Nun ist es aber so, dass er fast jeden Monat kommt und fragt, ob ich auf den Unterhalt bzw. einen Teil verzichten könne, da Weihnachten und Geburtstage der Kinder ihn finanziell viel gekostet hätten ( als ob das bei mir nicht so wäre ;-) ) Ich habe nun gesagt, dass ich das nicht kann ( ich zahle alle Nachforderungen (Betriebskosten...) alleine und schaffe es einfach wirklich nicht.
Nun drohte er mir an, alle Geschenke und einkäufe, die er macht, wenn die kinder bei ihm sind anzurechnen ( dazu muss man sagen, dass die Kids max. aller drei bis vier wochen für eine Nacht bei ihm und seiner neuen Freundin sind, ). Desweiteren beabsichtigt er, ein eigenes Konto einzurichten und ich soll dann mit Quittungen vorweisen, was ich mit dem Unterhalt gemacht habe. Ich weiß ja, dass das nicht geht, aber nun zu meiner Frage:

Ist es möglich, beim Jugendamt einfach nur zu vereinbaren, dass die 250€ ( wie vorher vereinbart) "eingetrieben " werden oder geht es dann immer um den Unterhalt lt. Tabelle? denn, wenn ich das veranlasse, habe ich hier keine ruhige Minute mehr und das verkrafte ich momentan nicht.

Sorry, für die Länge des Beitrages, aber vielleicht hat ja jemand nen Tipp?

LG Banija

Beitrag von zwiebelchen1977 09.03.10 - 10:34 Uhr

Hallo


Was soll das denn? Er kann nicht anrechnen, was er den Kindern kauft. Er muss trotzdem Unterhalt normal weiter zahlen. Auch brauchst du nicht nachweisen, was du mit dem Geld machst.

Ich würde zum Ja gehen und eine Beistandschaft einrichten lassen. Auch würde icheine Offenlegung seiner Einkünfte fodern, damit er den Unterhalt zahlt, den er muss. Denn er steht deinen Kindern zu.

Bianca

Beitrag von banija 09.03.10 - 10:37 Uhr

Hallo Bianca,

das weiß ich ja, dass das den Kindern zu steht, aber wir hatten uns damals so geeinigt und ich hab das auch als okay empfunden, weil ich ihn ja auch nicht an den Rand der Existenz bringen wollte, aber scheinbar war es der falsche weg.

Ich ärgere mich irgendwie auch über mich selbst, dass ich zur zeit nicht die nötige Kraft aufbringe, um mich dem wirklich in vollem Umfang zu stellen. Ich denke einfach, wenn ich das mit dem Unterhalt übers JA regele, dass er dann aus lauter Knatz den Kontakt zu den Kids abbricht und mein Sohn leidet wirklich unter der Trennung - es ist so furchtbar mit anzusehen :-(

Aber ich werde nachher mal zum JA gehen und mich erkundigen, mal sehen, was da zu machen ist.

LG und danke
Banija

Beitrag von kruemlschen 09.03.10 - 10:51 Uhr

Hallo Banija,

Du hast natürlich die Möglichkeit beim JA eine Beistandschaft einzurichten, die kümmern sich dann aber um den Unterhalt der den Kindern lt. Tabelle zusteht und nicht um die persönliche Vereinbarung. Denn mit Einrichten der Beistandschaft gibst Du die Verantwortung für die rechtlichen Ansprüche bzgl. des Unterhalts Deiner Kinder an das JA ab.
So zumindest meine Info, man berichtige mich wenn ich falsch liege.

Du kannst natürlich einen Anwalt damit beauftragen sich um den Unterhalt zu kümmern den ihr vereinbart habt, das kostet aber natürlich etwas.

Ich würde an Deiner Stelle dem KV mitteilen, dass er auf Grund seiner Situation und der Tatsache, dass Du ihm mit dem Unterhalt freundlicherweise entgegengekommen bist, lieber mal die Füße still halten sollte und sich an Eure Vereinbarung zu halten hat. Andernfalls kann er sich in Zukunft auch gerne mit dem JA auseinander setzen die dann eben die den Kindern rechtlich zustehende Unterhaltssumme einfordern werden. Er hat also die Wahl.

ICH würde mich vom KV ganz sicherlich nicht unter Druck setzen lassen wenn ich ihm schon entgegen gekommen bin.

Gruß Krüml

Beitrag von banija 09.03.10 - 10:58 Uhr

Hallo Krüml,

genau das habe ich neulich gemacht. das ende vom lied war, dass er, als unser sohn krank wurde und er frei hatte, zu mir meinte, er hilft mir da jetzt auch nicht, da ich ihm ja auch nicht mit dem Unterhalt entgegenkomme. Also viel ist da von ihm an Verständnis nicht zu erwarten. Erf denkt wirklich, er ist der arme, ausgenommene Ex.
Er versteht einfach nicht, dass es hier zum seine Pflicht zu zahlen geht. diesen Monat habe ich z.B. noch gar nichts bekommen und rechne auch nicht mehr damit.

LG

Beitrag von zwiebelchen1977 09.03.10 - 11:01 Uhr

Hallo

Dann mache es übers JA. Im übrigen darfst du rein rectlich auch nicht auf den Unterhalt, den er zahlen müsste, verzichten.

Gehe zum Ja, die kümmern sich dann darum, das er den nterhalt nach seinem EInkommen zahlt.

Bianca

Beitrag von banija 09.03.10 - 11:04 Uhr

ja, das werde ich machen, anders wirds scheinbar nichts. mensch, ich dachte, nach 10 Jahren kriegt man das gemeinsam auf die reihe.
Aber scheinbar nicht...

Beitrag von kruemlschen 09.03.10 - 11:38 Uhr

Hallo,

mach Dich frei von ihm und organisiere Deinen Alltag so, dass Du nicht auf seine Unterstützung angewiesen bist.
Damit wirst Du erpressbar und das nutzt er ja jetzt schon wunderbar aus.

Ich würde ihn zu einem vernünftigen Gespräch bitten, vllt. über einen Mediator (das JA stellt hier kostenlos jemanden zur Verfügung) und versuchen das Ganze im Guten mit ihm zu klären. Wird er ausfallend und ist nicht im Stande ruhig und erwachsen zu bleiben, brichst Du das Gespräch ab und sagst ihm Du setzt nun eben den rechtsanspruch EURER Kinder durch.

Ich kann ja verstehen, dass Du keinen Stress willst, aber den hast Du doch jetzt schon und irgendwann musst Du dem ein Ende setzen. Je früher desto besser.

LG Krüml

Beitrag von petra1982 09.03.10 - 11:29 Uhr

Wie arm ist das denn? Also wenn er sich superteuere Geschenke nicht leisten kann soll er kleinere Geschenke machen, und Weihnachten und Geburtstage sind einmal im Jahr das wird er doch verkraften?

Ich würde es an einen Anwalt geben und es festlegen lassen. Ansonsten macht er Hugo mit dir. Und er sollte mal überlegen wem er da schadet....Kommt noch das er wieder alle Geschenke zurück haben will.....

Beitrag von manavgat 09.03.10 - 11:58 Uhr

st es möglich, beim Jugendamt einfach nur zu vereinbaren, dass die 250€ ( wie vorher vereinbart) "eingetrieben " werden oder geht es dann immer um den Unterhalt lt. Tabelle? denn, wenn ich das veranlasse, habe ich hier keine ruhige Minute mehr und das verkrafte ich momentan nicht.


Dein Schmusekurs ist nicht zielführend.

Ich würde ihn von einer Anwältin anschreiben lassen, dass es 2 Möglichekeiten gibt:

entweder er zahlt pünktlich den vereinbarten Unterhalt ohne Einschränkungen.

oder

Du machst den Mindestunterhalt lt. Düsseldorfer Tabelle sowie Sonderbedarf geltend.

Das dürfte ihn eher beeindrucken!

Gruß

Manavgat

Beitrag von matw 09.03.10 - 12:18 Uhr

Ach, wie ich das kenne! Jedes Gläschen, was er verbrauchte in der Umgangszeit wurde abgezogen, dazu anteilig Stromkosten für das Kind!
Arm, arm!
Das JA hat mir schließlich knallhart erklärt, dass ich VERPFLICHTET!!! bin, den korrekten Unterhalt als Vormund für mein Kind einzutreiben! Im Extremfall könnte meine Tochter mit 18 ausrechnen lassen, was sie mal hätte bekommen müssen und es von mir dann fordern, weil ich dieser Pflicht nicht nachgekommen bin!! Es ist IHR Unterhalt!! Mit der Beistandschaft wird ja gerade ermittelt, was er zu zahlen in der Lage ist, demnach ist es doch sogar in seinem Interesse! Wenn er halt nur einen Prozentsatz vom Mindestunterhalt in der Lage ist aufzubringen, dann muss er auch nicht mehr zahlen!
Bei uns ist es nun durch diese ganze Klüngelei inzwischen so, dass ein Gericht alles festgelegt hat (das JA hat dann den Prozess angestrengt) und der Unterhalt nicht von ihm gezahlt wird, wie er denkt, sondern der berechnete Betrag von seinem Lohn gepfändet wird! Wenn Dein Ex nicht will, dass es soweit kommt (der Arbeitgeber ist dann natürlich im Bilde, was er abzieht!!), dann sollte er schön die Bälle flach halten!
Gruß Silly

Beitrag von fibila 09.03.10 - 14:23 Uhr

Du MUSST es NICHT, aber ich würde ihm ruhig 1x eine Kostenaufstellung geben, dann sieht er schnell, wie schnell 250 € im Monat weg sind! ;-) lg

Beitrag von banija 10.03.10 - 19:52 Uhr

Hallo, das habe ich schon mehrfach versuchtz, aber er glaubt immer noch, das ich mir von 50€ für 2 Kinder nen bunten mache.
ich werde das jetzt auf jeden fall von einer dritten Person (JA oder Anwalt) in die Hsnd nehmen lassen. es geht einfach nicht mehr anders.
Danke für die antworten

Banija

Beitrag von anja96 09.03.10 - 20:50 Uhr

Hallo,

nehme keine Rücksicht auf ihn und richte eine Beistandschaft für Deine beiden Kids ein. 250 Euro monatlich ist ja sehr sehr wenig für 2 Kinder und ich denke, daß er sicher mehr zahlen muß.

Du bist verpflichtet, Dich um den Unterhalt Deiner Kinder zu kümmern, da sie es selbst noch nicht können.

LG, Anja