Mein Sohn malt nicht gern-ein Fall für den Kinderpsychologen???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mamavonllj 09.03.10 - 10:44 Uhr

Mein Sohn, 5 Jahre, ist im Kindergarten, kommt nächstes Jahr in die Schule, da er im November erst 6 wird. Nun ist es so, dass er absolut ungern malt und es daher auch nicht so wirklich gut kann. Ich persönlich find´s nicht so schlimm, ich denke Jungs malen generell vielleicht nicht so gern wie Mädchen. Unsere Kinderärztin macht mich aber total irre deswegen, ich soll jeden Tag zwei Mal eine halbe Stunde mit ihm malen!! Da hat er gar keine Lust drauf! Ausserdem meint sie, ich solle ihn beim Kinderpsychologen vorstellen, wegen nem Verhaltenstest! Was haltet Ihr davon? Bin ziemlich verunsichert!#kratz

Beitrag von chaoskati 09.03.10 - 10:51 Uhr

#klatsch Schmarrn!!!
Was soll das?
Jedes Kind ist anders und diese Richtlinien, was man angeblich aus einer Zeichnung vom Kind rauslesen kann, gibt es bestimmt auch in anderen Sachen zu finden.

Ich rege mich über sowas auf und finde, man sollte unsere Kids endlich als Individuen leben lassen und nicht alles immer pauschalisieren, was die Entwicklung angeht!

Gruß K.

Beitrag von susischaefchen 09.03.10 - 10:56 Uhr

Mein Sohn ist total unmusikalisch, will auf keinen Fall zur musikalischen Früherziehung ...... ist er jetzt auch "unnormal"

und dann gibt es noch die Sportmuffel .... Gemüseverweigerer ...... usw.

Was ich meine, jedes Kind/Mensch ist anders, lass Dich nur nicht verunsichern ....... ich male auch nicht gerne ......


LG Sabine

Beitrag von sternenzauber24 09.03.10 - 10:56 Uhr

Also ganz ehrlich?
Heutzutage gehen manchen echt die Latten durch. Soll zum Psychologen, weil er nicht gern MALT????

Also mein Sohn wird jetzt 6 im April, er ist Super in Konzentration, Sprache, liegt überall weiter. Er macht alles gern mit, ist Sozial und strengt sich an. Was er nicht mag ist malen und basteln, der Kinderarzt stellte dann fest, das er aus der Schulter raus etwas krampft und die Feinmotorik etwas hinkt. Wir haben dann ein bißchen geübt, er soll ja auch lernen das es auch Dinge gibt die sein müßen, die man aber halt nicht so gern macht. Auch die Kigagärtnerin hat mit ihm täglich etwas geübt, und jetzt kann er richtig toll malen und auch schreiben. Es wird nie sein größtes Hobby, er ist mehr gern in bewegung und kann dafür rechnen, lesen und sowas. Aber er zeigt willen und hat sich verbessert. Ich würde dem nicht viel beimessen, außerdem malen gerade Jungen manchmal nicht so gerne. Daran kann man feilen, aber bitte doch mit Liebe und vernunft, und nicht immer direkt zum Psychologen. Ich Persönlich kann schön und gerne zeichnen und malen, basteln hingegen mag ich überhaupt nicht. Von daher mach Dich nicht verrückt, es sind doch noch Kinder, und ich würde ihm ein paar tolle Stifte kaufen und dann ab und an etwas mit ihm malen. Bloß kein zwang, und auch nicht jeden Tag.

LG, Julia

Beitrag von angelblueeyes 09.03.10 - 10:57 Uhr

Also zum Kinderpsychologen würde ich ihn nicht schicken und zwei mal ne halbe Stunde am Tag find ich nur Quälerei, für Mama und Kind.
Ich würd es einfach mal mit anderen Materialien versuchen. Mal ihr normal nur mit Buntstiften? Wenn ja, versucht es doch mal mit Wachsmalern, Kreide (egal ob Tafel oder draußen), Fingerfarbe oder Wasserfarben. Oder bastelt etwas, was er hinterher anmalen kann. Mein Sohn (5,5) hat neulich eine Rakete aus Klorollen gebastest und sie hinterher mit Acrylfarbe angemalt. Außerdem hat er die Tafel von IKEA mit dem Whiteboard auf der Rückseite.
Einfach mal andere Materialien verwenden, auch der Untergrund darf mal was anderes sein. Vielleicht das Fenster mit Fingerfarben anmalen oder mal auf einem Keilrahmen mit Acrylfarbe.
Vielleicht ist ihm das "normale" malen auf Papier einfach zu langweilig.

LG
angel

Beitrag von braut2 09.03.10 - 10:57 Uhr

Ein Verhaltenstest weil er nicht gern malt?????????
#schock#kratz
Ich würd mal zu nem anderen KiA gehen.

Beitrag von bine3002 09.03.10 - 11:13 Uhr

Na ja, malen gilt bei manchen Ärzten als wichtiger Anhaltspunkt, um die Entwicklung eines Kindes zu beurteilen. Ein Schulkind sollte z. B. ein Haus und einen Baum malen können und zwar auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Wenn Kinder Personen malen, dann durchlaufen sie dabei eine ganz bestimmte Entwicklung. Es geht nicht darum, ob die Person schön gemalt ist, aber ein Schulkind sollte z. B. einen Körper und Finger malen während ein kleineres Kind noch Kopffüßer (oder Strahlenmenschen) malt. Daran kann man dann den Entwicklungsstand ablesen.

Nebenher ist das Malen ja auch eine gute Möglichkeit für Kinder, ihre Gefühle auszudrücken. Und wenn ein Kind nicht gern malt, dann wird der ein oder andere Arzt da gleich was rein interpretieren.

Ich würde aber auch kein Kind dazu drillen unbedingt zu malen. Ich würde Möglichkeiten zur verfügung stellen: Verschiedene Stifte und Farben, buntes Papier, Bastelmaterial und fertig. Entweder er nutzt es dann oder eben nicht.

Beitrag von kleinjano 09.03.10 - 11:41 Uhr

Hallo,

Sind das jetzt zwei Baustellen, oder eine?
Sollt ihr zum Psychologen, weil er ungern malt (dann wäre ein Ergotherapeut wohl angebrachter) oder liegt da "außerdem" etwas anderes im Argen?

So völlig gleichgültig wäre mir das Mal-Thema nicht. Da Sicherheit in der Feinmotorik für den Schulstart schon sehr entlastend ist. Auch wenn's noch über ein Jahr dauert, aber von heute auf morgen geht das eben nicht.
Dieses 2x eine halbe Stunde klingt aber schon sehr nach Mühsal und Langeweile. Falls dir das spielerische Heranführen selbst nicht so liegt erkundige dich doch nach Aktivitäten von Kindergruppen o.Ä. (bei uns gäbe es da was).

Nicht irre machen lassen!
LG kleinjano

Beitrag von lisabet 09.03.10 - 12:33 Uhr

Wichtig ist das er weiß das an jeder Hand fünf Finger sind, das die Sonne gelb ist usw.. Ob das Bild dann anschließend als schön emfunden wird liegt im Auge des Betrachters.

LG Lisa

Beitrag von schullek 09.03.10 - 12:47 Uhr

hallo,

was die kiä sagt, finde ich absolut albern. wenn jedes kind alles mögen muss, um normal zu sein, sind alle kinder irre.

allerdings solltest auch du nicht verallgemeinern. auch jungs malen nicht zwangsläufig nicht gerne. meiner ist 4,5 und malt wie ein weltmeister. sehr gerne und ausdauernd.

lg

Beitrag von hayartim 09.03.10 - 14:39 Uhr

Sehr merkwürdig.

Meine großen Jungs malten weder gern noch gut. (den Weißkopfseeadler für das Bioprojekt der 7. Klasse habe ich gemalt- unkommentiert;-))Sie sind (waren) beide auf dem Gymnasium und ich würde sie als schlau und lebenstüchtig bezeichnen.
Der Kleine malt gern. In meiner Erinnerung kamen mir die Großen intelligenter, im Sinne von weiter, vor in diesem Alter. Kann natürlich täuschen.
Also wenn es weiter keine Beanstandungen gibt, würde ich dieser Aussage keine Bedeutung zu messen.

Viele Grüße H.

Beitrag von sandi1907 09.03.10 - 14:46 Uhr

hahahahaha.......nur weil er nicht malt??
Ich bügel nicht gerne...mussich nun auch zum Test?

LG

Beitrag von linagilmore80 09.03.10 - 15:48 Uhr

Und meine Tochter hasst Gesellschaftspiele - und da hat mir der Kindergarten eine Ergotherapie empfohle: Gut dass hier der KiA gestreikt hat.

Manchmal wird doch zuviel versuch zu therapieren, was nicht zu therapieren ist...

Verrückte Welt.

Beitrag von claudi1234 09.03.10 - 19:15 Uhr

Hallo,

also dann kannst Du Felix (4,5 Jahre) auch gleich mit beim Psychologen anmelden. Der malt nämlich auch so gut wie gar nicht :-D

Wir waren vor ein paar Wochen zum Test für die Vorschule. Da wurde Felix eine Stunde auf "Herz und Nieren" geprüft. Unter anderem sollte er auch malen. Naja.....er malte ein Männchen....aber einen s.g. "Kopffüßler"....ohne Hals, Bauch etc. Der Schuldirektor meinte nur, dass wäre nicht schlimm, ich sollte halt nur ab und an bis zum Sommer mit ihm üben. Bei der U8 bei der Kinderärztin hat er auch nicht gemalt. Da hat er sich eigentlich komplett verweigert. Aber auch darüber wurde nichts Negatives gesagt.

Und ich selbst mache mir da überhaupt gar keine Gedanken drum. Irgendwann kommt schon das Interesse am Malen. Spätestens in der Schule wohl. Also, da setze ich mich gar nicht unter Stress. Solltest Du auch nicht machen.

Meine Güte, was ist dass bloß für eine Kinderärztin. Da würde ich mal ganz schnell wechseln

LG

Claudia + Felix

Beitrag von mischu 09.03.10 - 20:00 Uhr

Ich hab das durch! Ich hab auf den Arzt gehört und bin dem Malstreik auf den Grund gegangen. Festgestellt wurde, dass mein Sohn ein umgeschulter Linkshänder ist, Malen ihn angestrengt hat, er deshalb nicht gern malte und daher auch Defizite in der Graphomotorik auftraten. Er bekommt seit etwa einem halben Jahr Ergotherapie und er macht ständig Fortschritte. Im Nachhinein ärgere ich mich nur darüber, nicht eher auf den Arzt gehört zu haben.