Zur Oma oder nicht?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von indigia 09.03.10 - 12:57 Uhr

Hallo an alle,

Ich weiß nicht was ich tun soll oder vielleicht bin ich einfach nicht objektiv. Also, ich hatte nie ein gutes Verhältnis mit meiner Mutter. Sie hat uns früher geschlagen und sie hat sich nie wirklich um uns gekümmert. Einmal hat sie mich sogar gewürgt, sie hat mir und meinen Geschwistern gedroht uns die Schuld für ihre Fehler gegeben und und und.... :-[ Ich bin eigentlich ganz schön sauer auf sie. Jetzt bin ich schwanger und seit ein paar Tagen schreibt sie mir andauernd und sagt sie möchte mich sehen. Irgendwie habe ich Angst das sie mir etwas antut, doch anderseits ist sie ja trotzdem meine Mutter und vielleicht hat sie sich ja verändert. Oder vielleicht hat sie die Nachricht das sie Oma wird ein bisschen zum Nachdenken gebracht. #gruebel

Irgendwie möchte ich sie schon besuchen und auch mal meine kleinen Bruder sehen (5 Jahre alt). Ich habe schon gedacht das mich jemand begleiten könnte, doch niemand will das. #schmoll Meine Geschwister und mein Freund wollen davon nichts hören, sie glauben ihr kein Wort und sie sagen es wäre unvernünftig mich und das Baby in eine mögliche Gefahr zu bringen.

Ich habe aber die ganze Zeit Schuldgefühle und ich weiß nicht was ich machen soll. Alleine hinzugehen traue ich mich nicht und ich möchte auch nichts meinen Freund verbergen. :-(

Beitrag von bibuba1977 09.03.10 - 12:59 Uhr

Wie waere es denn, wenn du dich erst mal auf einen Kaffee oder ein Essen triffst. Auf neutralen Boden eben. Dann kannst du dir erst mal anhoeren, was sie ueberhaupt moechte und ihr koennt euch ggf. allmaehlich wieder annaehern.

LG
Barbara

Beitrag von indigia 09.03.10 - 13:12 Uhr

Alleine traue ich mich einfach nicht. Ich würde sowieso nicht bei ihr Zuhause gehen. Ich habe auch Angst das sie in der Öffentlichkeit "ausrastet". Einmal hat sie meine Schwester in der Schule geschlagen und niemand hat ihr geholfen. Ich kann sie nicht einfach "vergessen" oder wie meine Geschwister ignorieren. :-( Sie ist trotzdem unsere Mutter, doch meine Geschwister wollen das nicht einsehen, oder vielleicht hänge ich zuviel an ihr oder vielleicht erwarte ich einfach zuviel von ihr..

Beitrag von naulai 09.03.10 - 13:24 Uhr

Wenn du Angst hast, dann lass es. Mit Angst wird es nicht besser. Und wenn deine Mama sich wirklich geändert hat, läßt sie dir alles Zeit der Welt und respektiert deine Entscheidung.
Und wenn du hilfe braucht, dann hilft dir vielleicht ProFamilia oder der Weiße Ring. Die sind für sowas auch zuständig.
LG und lass dir kein schlechtes Gewissen machen

Beitrag von naulai 09.03.10 - 13:02 Uhr

#liebdrueck
Ich kann dich verstehen, würde wahrscheinlich auch den Wunsch haben, meine Mutter, aber vor allem meinen Bruder mal zu sehen.
Wie wärs, wenn du dich in der Öffentlichkeit mit ihr triffst, da wird sie dir sicher nichts tun. Auf neutralem Boden mal nen Kaffee trinken oder ein Eis essen gehen???
#liebdrueck
LG Isabell

Beitrag von beatesommer 09.03.10 - 13:02 Uhr

Hi,
na das ist schon eine sehr verzwickte Lage.
Überleg dir vielleicht erst mal, ob du wirklich wieder Kontakt haben möchtest.
Wenn ja, dann würde ich das erste Treffen auf keinen Fall bei einem von euch zu Hause machen.
Trefft euch irgendwo in der Öffentlichkeit in einem Cafe zu Kuchen und Kaffee, oder in einem Restaurant oder so.
Das ist unverfänglich und es sind genug Leute um dich rum.
Und dann kannst du immer noch weiter sehen.
ich denke, wenn du es so machst, hat auch keiner was dagegen.

Alles Gute
LG Beate Et-7

Beitrag von brille09 09.03.10 - 13:03 Uhr

Hallo,

ich verstehe total, dass du deine Mutter sehen willst und ich finde es ein völlig normales Verhalten - auch wenn ihr kein gutes Verhältnis hattet. Und ich finde, dein Freund sollte das zumindest akzeptieren. Gerade, wenn man selber Mutter wird, hat man vielleicht das Bedürfnis, seine eigenen Wurzeln zurückzuverfolgen, etwas mehr. Rede nochmal mit ihm, nicht zweifelnd, sondern sag ihm, du willst es und erwartest seine Unterstützung zumindest für einen einzigen Versuch. Wenn er nicht mit will, verstehe ich das zwar. Aber wie wäre es denn, wenn ihr euch in einem Café oder so treffen würdet? "Neutrale" Orte sind für schwierige Begegnungen sowieso am allerbesten, weil sich keiner "mehr zu Hause" fühlt als der andere. Sonst ist immer einer im Vorteil. Außerdem kann man im Café nicht so leicht laut werden und antun kann sie dir da schlecht was.

Lg und viel Mut.
Brille

Beitrag von indigia 09.03.10 - 13:26 Uhr

Das ist ja das Problem. Ich würde mich nicht bei ihr Zuhause treffen. Doch ich habe Angst das sie auch in der Öffentlichkeit ausrastet. Sie hat einmal meine Schwester in der Schule geschlagen und hat damals hat ihr keiner geholfen.
Ich kann meinen Freund ja verstehen. Er war immer für mich da, hat nie etwas gesagt wenn es Probleme gab und meine Schwester bei uns schlief. Er sagt er kann einfach das Bild von meiner Schwester nicht vergessen (als wir sie zur Ersten Hilfe gebracht haben weil sie meine Schwester geschlagen hat) und er möchte nicht das mir das auch passiert. :-(

Beitrag von naulai 09.03.10 - 13:34 Uhr

Schau mal in deiner VK nach...

Beitrag von sunshine2077 09.03.10 - 13:04 Uhr

Ich würd auch sagen triff dich mit ihr auf neutralem Boden, in einem netten Kaffee, Restaurant, etc. Zum einen könnt ihr unter 4 Augen versuchen euch anzunähern und du bist in der Öffentlichkeit, so dass nichts passieren wird. Zudem hat so jeder die Möglichkeit das Treffen abzubrechen wenn es ihm zu viel wird!
Ich drück dir die Daumen

Lg sunshine

Beitrag von penneloppe 09.03.10 - 13:04 Uhr

Hallo,

wenn du schon jetzt so ungute Gefühle hast, würde ich an deiner Stelle auch nicht allein zu ihr gehen. Ein Treffen auf neutralem Boden wäre sicher die bessere Alternative, wenn du denkst, dass sie sich verändert hat und es wirklich ehrlich mit dir meint.
Eine schwierige Situation, aber hör unbedingt auf dein Gefühl und lass die Schuldgefühle dahin, wohin sie gehören. Dorthin, wo der Pfeffer wächst. Du bist ihr Kind und hast überhaupt keinen Grund, Schuldgefühle ihr gegenüber zu haben.

Alles Gute für dich.
Penneloppe

Beitrag von betzedeiwelche 09.03.10 - 13:08 Uhr

So eine Mutter hatte ich auch, hab vor schon 2 Jahren den kontakt beendet und es geht mir wesentlich besser. Sie hat zum Schluß sogar ihr eigenen kinder gegeneinander aufgehetzt und so auch ihrem eigenen Enkel den sie auch nicht wirklich herzlich behandelt geschadet da war dann schluss bei mir. Ich kann Dir nur von mir aus sagen wenn ich es verhindern kann wird meine Mutter mein Kind nicht sehen auser auf Fotos von Verwanten denn ich werde nicht die Gefahr laufen das sie meinem kind aus so etwas antut. GLG Betzy

Beitrag von sternchen.4 09.03.10 - 13:09 Uhr

Ich würde auch sagen, trefft euch in einem Cafe in der Stadt und hör dir an was sie zu sagen hat.

Ich kann dich verstehen wenn dir das alles schwer fällt, aber vielleicht kannst du irgendwann verzeihen.

Beitrag von keep.smiling 09.03.10 - 13:29 Uhr

Oja oje, du bist erst 20, also ist das alles sicherlich recht frisch oder?

Warum sollte sich deine Mutter geändert haben - so viel Zeit ist doch nicht vergangen.

Warum hast DU Schuldgefühle?

Warum will sie dich ausgrechnet jetzt sehen?

Wenn du sie triffst, wird das schon aufregend und anstrengend für dich werden, da solltest du schon mal aufpassen in deinem Zustand.

Wenn sie sich nun nur für dich interessiert, weil du ein Kind erwartest, ist das Interesse an dir ja nicht echt sondern gilt mehr dem Kind.

Und wenn deine Geschwister und dein Freund dagegen sind, würde mir das auch zu denken geben.

Dass du das nicht heimlich machen möchtest, finde ich gut und dabei solltest du auch bleiben.

Es lastet dir schwer auf der Seele, also zu sagen, schieb das noch ein paar Monate raus, macht wohl wenig Sinn.

Wie schreibt sie dir denn? Emails? Briefe? SMS?
Wenn ihr euch mailt...vielleicht kann es ja erst mal dabei bleiben und dann kanst du wenigstens so mal deine Ängste ansprechen.

Auf keinen Fall solltest du sie treffen und so tun, als wäre die Welt in Ordnung. Du bist sehr verletzt worden und da gibt es wohl einiges aufzuarbeiten und zu klären (und es ist fraglich ob man das in einer SS tun sollte...).

Und wenn du sie doch unbedingt treffen willst, würde ich einen neutralen Ort wählen, ein Café zB, das ist für euch beide neutral und du kannst jederzeit wieder gehen.

LG ks

Beitrag von akak 09.03.10 - 14:11 Uhr

Hallo,
also meine Eltern haben sich nicht geändert. Ich bin jetzt 35. Aber ich bin auch immer wieder nach Hause gegangen. Wohl verbunden mit der Hoffnung, alles wäre jetzt anders. Besser. Man würde auf einmal angenommen werden, geliebt werden. Letztendlich wurde man ja doch nur benutzt. Die Mutter reinigt heute noch ihr schlechtes Gewissen indem sie meint zeigen zu können: Hey schaut mal; meine Tochter kommt mich besuchen. Bei uns ist heile Welt.
Und mein Vater - zu dem habe ich den Kontakt ganz abgebrochen. Er wird mir nie sagen: Hey, das hast du alles toll gemacht. Du bist was. Du kannst was. Aber er bekommt dieses Gefühl nicht mehr befriedigt - ich habe nämlich keinen Kontakt mehr zu ihm und das wurmt ihn sehr. Hätte ich Kontakt, hätte er wieder jemanden, den er rund machen könnte.

Ich habe allerdings erst mit Ende 20er - so mit 28 Jahren begriffen, das das die Lösung für mich ist. Also kein Kontakt oder auf ein minimum begrenzter Kontakt.

Schuldgefühle brauchst DU jedenfalls keine haben. Glaub mir. Anke

Beitrag von indigia 09.03.10 - 14:35 Uhr

Ich weiß ja auch nicht wieso ich ständig von "neu" anfangen will. Irgendwie schaffe ich es nicht wie meine Geschwister einfach "loszulassen". Ich habe auch früher gedacht sie hat sich geändert und jetzt wäre alles anders... Dann dachte ich es liegt vielleicht an mir, dann wiederum wollte ich ihr helfen und dachte wir könnten zusammen eine Lösung finden. Schuldgefühle habe ich wegen meiner Kleinen. Ich denke die ganze Zeit, wenn sie sich verändert hat und wenn sie wirklich meine Kleine liebt ist es dann immer noch in Ordnung wenn ich ihr den kontakt mit der Oma vorenthalte...