Wie wieder näher kommen?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von hm 09.03.10 - 14:59 Uhr

Also ich versuche mich mal kurz zu fassen.
Vor ca. 2 Jahren hatte ich das Gefühl, meinen Mann nicht mehr so zu lieben, wie es eigentlich sein sollte (sah ihn als Freund, mehr nicht).
Vor ca. 1 Jahr habe ich nach langem Grübeln mit ihm gesprochen, ihm das so mitgeteilt und mich räumlich mit unseren beiden Kindern von ihm getrennt.
Wir sind wieder zusammen gekommen (vielleicht zu schnell? nach ca. 1 1/2 Monaten in meiner Wohnung). Die erste Zeit war wieder schön, ich war glücklich. Das war ungefähr 5 Monate so. Nun zweifel ich schon wieder, möchte es aber irgendwie nochmal mit aller Macht versuchen, ihm eine Chance geben, nicht einfach alles so wegwerfen.
Wir verstehen uns gut, lachen, streiten ...
ABER ich kann seine Nähe schwer ertragen. Mag es nicht, wenn er mich küsste, möchte nicht mit ihm schlafen.
Wie kann ich ihm denn wieder näher kommen? Seine Nähe zulassen?
Ich kann doch nicht einfach alles so wegschmeißen!?
Meine Gefühlskälte merkt er natürlich, hat mich schon öfter drauf angesprochen, aber was soll ich ihm sagen?

Beitrag von xyz74 09.03.10 - 15:25 Uhr

wie viel eigenes Leben hast DU innerhalb Deiner Beziehung?

Beitrag von hm 09.03.10 - 15:28 Uhr

Also ich bin öfter mal von zu Hause weg. Mache 2x die Woche Fitness, arbeite auch mal länger und bin ca. 1x die Woche beim "Weibertreff".
Mein Mann hat keine Hobbies, ist meist zu Hause, hat aber auch nicht das Bedürfnis groß loszugehen.
Das ist dann natürlich auch öfter ein Streitpunkt bei uns.

Beitrag von xyz74 09.03.10 - 16:12 Uhr

DAS könnte das Problem bei euch sein.
Ich kenne das von einem Ex.
Er war auch eher der Stubenhocker, ich dagegen gern unter Menschen.
Ich hab mit der Zeit auch das Interesse an körperlicher Nähe verloren.
Zu dem Zeitpunkt hab ich nur die Zusammenhänge nicht erkannt.
Das kaum erst viel später.
Ich fand ihn einfach langweilig.
Er hatte durch dieses Stubenhocken nichts spannendes an sich.
Es gab nichts zu entdecken. Was hätte er mir auch erzählen können?

Weißt Du was ich meine?

Ich gehöre zu den Frauen, die auch gern ein bisschen jagen.
Nicht im Sinne von Fremdgehen, auf keinen Fall. Ich bin treu wie Gold.
Aber ein Mann darf nicht langweilig werden. Ich brauche einen der mich geistig fordert. Der selber aktiv ist, einen offenen Geist hat, beweglich ist. Damit meine ich nicht nur körperlich, sondern einfach geistig wendig.

Das alles konnte mein Ex nicht bieten.
Nun gut, ich hatte den Vorteil, dass wir keine Familie hatten.
Daher war es einfacher für mich, mich zu trennen.
Mit ein Grund war, dass er anfing über Heirat und Familie zu reden und ich bei dem Gedanken fast gek... habe.
Hart aber sein Heiratsantrag war der Grund mich zu trennen.
Da wurde mir ganz klar, dass ich diesem Mann nicht schwören kann "In guten wie in schlechten Zeiten. Bis das der Tod uns scheidet!"

Beitrag von diewildehilde 09.03.10 - 16:31 Uhr

Warum willst Du mit einem Mann zusammenbleiben, dessen Nähe Dir unangenehm ist? Kannst Du das auf Dauer ertragen, ohne dass Du daran zerbrichst?

Meine Meinung:
Lieber aus den richtigen Gründen getrennt, als aus den falschen Gründen zusammen.