Ich kann nicht mehr

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von mummy8100 09.03.10 - 15:26 Uhr

Hallo

Ich bin alleinerziehend von einemSohn 9 Jahre zum Vater besteht kein Kontakt.

Mein Sohn regt mich auf ich muss sagen ich hab kein Bock mehr auf ihn. Es gibt hier Regel die beachtet er nicht macht was er will .

Fängt mit Kleinigkeiten an sein Gesicht waschen nee macht er nicht

seine Sachen aufräumen.

Wenn ich was sage ist er genervt ,macht er aber trotzdem nicht was ich sage.

Die Schule neeeeee ist auch nicht wichtig, kommt auf die Hauptschule sagt schon alles.

Er kann sogar nicht richtig von der Tafel abschreiben ,macht nur Rechtschreibfehler.

Aber will alles haben.

Ich will nicht mehr und hab auch kein Bock ,weil es einfach nicht besser wird.

Beitrag von simone_2403 09.03.10 - 15:35 Uhr

Hallo

Kann es sein das du den Draht zu deinem Kind "verloren" hast weil du mit der ganzen Situation etwas überfordert bist?

Ich lese nichts aber auch rein garnichts liebevolles aus deinen Zeilen,er liest sich so kalt und da stellt sich mir tatsächlich die Frage wann du deinem Sohn das letzte mal gesagt hast das du ihn lieb hast,das er etwas (auch wenns Kleinigkeiten sind) gut gemacht hat oder du ihn einfach mal nur so in den Arm genommen hast.

Ich weiß jetzt nicht was für einen RAt du dir erhoffst,ob dir jemand schreoben soll,gib ihn ins Heim oder aber ob du auf Hilfe hoffst damit sich die Situation zwischen dir und deinem kind entspannt.

lg

Beitrag von xbienchenx 09.03.10 - 15:46 Uhr

Es gibt in jeder Stadt eine Familienhilfe! Geh dort hin und lass dich beraten.

Du suchst die Fehler bei deinem Kind. Das ist komplet falsch! Denn du erziehst ihn. Das was aus deinem Kind wird, liegt allein in deinen Händen. Wenn dein Sohn nichts befolgt, nicht aufräumt, ihm alles egal ist, dann hast du wohl all die Jahre etwas falsch gemacht und ihm wohl viel zu oft alles durchgehen lassen. Das was aus unseren Kindern wird, so wie sie sind...all das ist unser Wek. Ein Kind ist nicht von Grund auf böse...wir machen es zu dem was es ist!

Ich kann dir nur raten dir Hilfe zu suchen. Allein wirst du das nicht schaffen und dein Kind verlieren. Soweit muss es nicht kommen! Du liebst doch deinen Sohn, auch wenn er dich momentan "ankotzt".

Beitrag von mummy8100 09.03.10 - 15:51 Uhr

Danke ja da hast du Recht und ich liebe mein Sohn natürlich und sag es ihm auch.

Aber ehrlich hab ich Angst zu einer Familienhilfe zu gehen, mir ist das penlich weil ich ja anscheinend zu blöd bin mein Sohn zu erziehen.

Beitrag von xbienchenx 09.03.10 - 15:58 Uhr

Ach das ist quatsch!Du bist doch nicht zu blöd....nein im Gegenteil, du suchst doch schon nach Hilfe! Das ist doch schon ein gutes Zeichen und ein guter Anfang!
....ich versteh dich ja.Ich würde mir auch blöd vorkommen. Ich denke der erste Schritt ist der schwerste. Dann gehts wie von alleine. Denk dir das einfach mal so: die machen das jeden Tag ein paar mal. Für diese Leute ist das völlig normal zu helfen.

Oder du schaust mal nach einem Buch. Vll kann dir ja hier jemand ein gutes Buch vorschlagen.

Beitrag von simone_2403 09.03.10 - 16:14 Uhr

Wer sagt dir denn das du zu blöde bist und warum hast du Angst dir Hilfe zu holen?Hast du Angst davor als "Versager" da zu stehen? Als Versager kannst du dich betrachten wenn du NICHTS gegen deine Situation unternimmst und dich der Überforderung stillschweigend hingibst.

Tu dir einen Gefallen und ruf bei der EB an die haben die richtigen Adressen und dort wird keiner als Unfähig hingestellt.Ängste,Sorgen und Nöte werden dort ernst genommen und man bekommt die Hilfe die alle Beteiligten brauchen.

lg

Beitrag von deinemudder 09.03.10 - 17:57 Uhr

Nö. Gibt halt nur keiner zu, wenn er mal wirklich "keinen bock" mehr hat.
Aber ich behaupte, dass es den meisten mitunter so geht. Mir auf jeden fall.
Ich behaupte sogar, dass die wirklich "nette" zeit, die man mit kindern hat, höchstens 5 % der gesamtzeit ausmachen. Gut, das sind dann die augenblicke, an die man sich später gern erinnert ;-)

Ich finde, wenn man zugeben kann, dass man keine lust mehr hat, und sich irgendwie überfordert fühlt, dann ist das schon mehr, als viele andere eltern leisten können. Und familienhilfen gibt es genau für die leute, die sich das eingestehen können und dinge, die schieflaufen, ändern wollen.
Peinlich sollte es eher denen sein, die *nicht* hilfe annehmen, wenn sie sie brauchen.

Grüße
Alex

Beitrag von braut2 09.03.10 - 15:46 Uhr

Dein Sohn bockt mit Dir. Hast Du Dich gefragt warum er all diese Dinge macht oder Schwierigkeiten in der Schule hat?
habt ihr euch schonmal Hilfe geholt?
Die Dinge die Du so schreibst können doch nicht alle Dinge sein die Dich so wütend und desinteressiert machen oder?

Beitrag von mansojo 09.03.10 - 15:46 Uhr

>>Er kann sogar nicht richtig von der Tafel abschreiben ,macht nur Rechtschreibfehler<<

wurde mal ein Sehtest gemacht?


wann wurdest Du denn so gefühllos Deinem Kind gegenüber?

>>ich hab keinen Bock mehr auf ihn>>

wie wäre es mit der Familienhilfe?

wann habt ihr das letzte mal was schönes zusammen unternommen?

gibt es denn gar nix was Dir an Deinem Sohn gefällt?

LG

Beitrag von mummy8100 09.03.10 - 15:54 Uhr

Natürlich gibt es Sachen die mich stolz machen und mir an meinem Sohn gefällt.

Unternehmen tun wir auch viel zusammen das letzte mal dieses WE.

Ich bin dann gefühlos wenn ich nicht mehr weiter weiss überfordert bin.

Mein Sohn hat eine Brille. Waren erst zur Kontrolle beim Augenarzt.

Beitrag von mansojo 09.03.10 - 15:59 Uhr

doch alles nicht so schlimm;-)

laßt Euren Frust nicht aneinander aus

#blume

Beitrag von xxtanja18xx 10.03.10 - 18:31 Uhr

Schon mal was von Lese und Rechtschreibschwäche gehört?

Beitrag von espirino 09.03.10 - 15:48 Uhr

Hallo,

einen richtigen Rat hab ich nicht für dich, mir scheint aber, du willst auch nicht wirklich einen hören, sonderen den Zauberstab, der deine Wünsche erfüllt.

Setzt du dich von Zeit zu Zeit mit deinem Sohn hin und redest mit ihm, was ihm wichtig ist und was dir wichtig ist?

Das du keinen Bock mehr auf ihn hast klingt sehr bedenklich. Es zeugt davon, daß du ihn aufgibst? Bevor er richtig angefangen hat selbstständig zu werden?

Klar ist, wer etwas will muß dafür auch etwas tun. Das gilt für ihn, aber auch für dich. Körperpflege gehört zum Leben und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Rechtschreibfehler passieren nun mal, dafür lernt mans ja. Es soll ja auch Lese-/Rechtschreibschwächen geben.

Wie soll er lernen ehrgeizig zu werden, wenn du schon sagst er machts eh falsch?

Vielleicht versetzt du dich in deinen Sohn hinein und stellst dir vor, deine Mutter würde schon mit so einer Grundhaltung auf dich zukommen? Wieviel Bock hättest du dann noch irgendwas zu machen?

LG Jana

Beitrag von manavgat 09.03.10 - 16:00 Uhr

Bei manchen Frauen frage ich mich, warum sie Mutter geworden sind.

Kinder machen (Erziehungs-)arbeit. Wende Dich an eine Erziehungsberatungsstelle.


Habe keinen Bock mehr auf mein Kind...


Alternativ: gib in ab in eine Pflegefamilie, dann kümmerst sich wenigstens jemand.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mummy8100 09.03.10 - 16:04 Uhr

Ich kümmere mich sehr gut um mein Kind und ihm geht es sehr gut.

Aber ich bin momentan überfordert und nicht jeder ist perfekt.

Klar hört sich das schlimm an wenn man schreibt das man kein Bock mehr hat.


Beitrag von jazzbassist 09.03.10 - 16:18 Uhr

Wenn Sie sich überfordert fühlen, würde ich ihnen Empfehlen, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Setzen Sie sich einfach mal vor einem Schreibblock und notieren sich ganz in Ruhe bei einem Glas Rotwein, wo sie bei ihrem Sohn die Schwierigkeiten sehen und dann geben Sie jedem Punkt eine klare Priorität. Regen Sie sich über Kleinigkeiten nicht mehr auf, das gibt die nötige Kraft für die wichtigen Dinge.

Ihr Sohn ist 9 Jahre alt und kann bereits sehr selbstständig und verantwortungsvoll handeln; nutzen Sie das einfach aus. Auch wenn das in einem Alltag - der von Schwierigkeiten geplagt ist - oftmals untergeht, steckt in Kindern mehr, als diese ihren Eltern oftmals zeigen.

Ein 9-Jähriger ist als genug, sich um die Körperhygiene selbst zu kümmern. Machen Sie kein Problem mehr raus, dann gibt es auch kein Problem mehr, über das man sich aufregen müsste. Sagen Sie ihm, dass er jetzt ein großer Junge ist und die Mama da nicht mehr hinterher rennt; Thema erledigt. Wenn er wirklich mal unangenehm riecht, sagen Sie ihm das ins Gesicht: "Schatz, du stinkst". Er wird das mit 9 Jahren verstehen. Wenn er dann nicht duschen geht, ist das auch nicht weiter tragisch - er ist alt genug. Sprechen Sie ihn friedlich abends, wenn sie ihn ins Bett bringen und die Lage etwas entspannter ist, einfach mal friedlich drauf an. Was würde er wohl in der Schule von einem anderen Jungen denken, der stinkt oder schmutzig ist? Er wird bestimmt nicht wollen, dass andere Kinder genau das von ihm denken. Sie brauchen sich hier gar nicht auf einen Machtkampf einlassen.

Sachen aufräumen? Mit ihm eine klare Regelung treffen. Sein Kinderzimmer ist sein Zimmer, dass muss er aufräumen. Ob er das tut oder nicht, interessiert sie nicht mehr. Wenn Sie am Abend noch Spielzeug von ihm im Wohnzimmer oder sonst wo finden, landet das erstmal in einem blauen Sack und wird im Keller deponiert. Da brauchen Sie sich gar nicht mehr drüber aufzuregen und genau das gibt ihnen Kraft, sich um die wichtigeren Themen zu kümmern. Sein Zimmer darf natürlich nicht verwahllosen - aber - unordnung ist absolut in Ordnung. Wenn Sie meinen, dass es zu viel ist, sagen sie im ganz klar: "Schatz, ich Räume morgen, wenn du in der Schule bist, dein Zimmer auf. Alles, was ich dann "platzlos" auf dem Boden finde, wird dann in einem blauen Sack landen und geht an ein Waisenhaus. Zwingen Sie ihn also nicht, sein Zimmer aufzuräumen oder rennen da gar hinterher. Das kostet nur kraft. So ein Kinderzimmer ist für sie in 15 Minuten wieder aufgeräumt; was für ihn den Nachteil hat, dass er dann ein paar Sachen vermissen wird. Das wird ihm höchsstens einmal passieren. So ist es viel einfacher, als da jeden Tag hinterherzurennen.

Wenn Sie in Alltagssituationen häufiger aneinander geraten, versuchen sie, ein bisschen mehr Abstand zueinander zu finden. Wenn er z.B. in keinem Sportverein o.ä. ist, suchen Sie etwas, was ihren Sohn spass machen würde. Dort bekommt er kontakt zu anderen Kindern, ist Nachmittags gut aufgehoben und trotzdem glücklich und sie können öfters mal durchatmen. Die Erfahrung hat hier gelehrt, dass glückliche Kinder wesentlich einfacher zu pflegen sind, da sie einfach wesentlich seltener an ihre Eltern geraten.

Das ihr Sohn auf die Hauptschule kommt, ist sicherlich nicht vorteilhaft. Er kann trotzdem einen Realschulabschluss hinkriegen und es auf einer weiterführenden Schule schaffen. Wichtig ist hier nur, dass Sie nicht aufgeben, weil sie sich schon über das Gesicht waschen so sehr aufregen, dass ihnen hier - an den wichtigen Stellen - dann schon die nötige Kraft fehlt. Ihr Sohn ist noch zu Jung, um die Wichtigkeit einer guten Schulausbildung gänzlich zu verstehen. Sie können hier leider nichts erzwingen, ihn aber in vielerlei hinsicht helfen.

Wenn Sie merken, dass ihr Sohn Probleme mit der Rechtschreibung hat, ist der aller aller einfachste lernansatz, einfach in eine Buchhandlung zu fahren und ein spannendes Buch für ihren Sohn zu finden, dass er lesen kann. Je mehr er ließt, des so besser wird sein Sprachverständnis und damit auch seine Rechtschreibung. Es ist auch ganz einfach, Kinder zum lesen zu motivieren - völlig ohne zwang und völlig freiwillig. Eigentlich wollen alle Kinder abends länger aufbleiben. Ihr Sohn wird sicherlich eine feste Uhrzeit haben, wo er ins Bett muss. Erlauben Sie ihn einfach, eine halbe Stunde länger aufzubleiben. Einzige Bedingung: Er muss ruhig im Bett liegen und darf lesen. Wenn Sie ein spannendes Buch gefunden haben, wird er es ganz von selbst lesen. Da es wesentlich schöner ist, als schon schlafen zu gehen.

Das ein 9-Jähriger alles haben möchte, finde ich nichts ungewöhnliches. Er geht nämlich mit 30 anderen gleichaltrigen in eine Schulklasse und das eine Kind hat schon ein Handy, das andere Kind einen DS, das andere Kind einen eigenen Fernseher etc. etc. Und - am liebsten wollen die Kids natürlich alles haben. Klären Sie ihn hier über den Wert von Geld auf; das geht mit Taschengeld am einfachsten. Wenn er etwas haben möchte, überlegen sie mit ihm mal gemeinsam, wie lange er sein Taschengeld dafür sparen müsste. Je nach Höhe sollte die Mami natürlich unterstützend eingreifen. Wir können von einem 9-Jährigen schwerlich verlangen, dass er sich von 12 Euro monatlichen Taschengeld eine WII für 200 Euro zusammenspart. Schon aber, dass er z.B. 50 Euro spart und die Mami den Rest dann dabei gibt. Wenn er in der Zwischenzeit dann einen DS haben möchte, müssen Sie ihn halt fragen, was von beiden ihm wichtiger ist. Dieser Ansatz ist viel leichter, als sich einfach nur darüber aufzuregen, dass so ein Kind irgendwie nie zufrieden ist.

Beitrag von mummy8100 09.03.10 - 16:25 Uhr

Vielen Dank ich sehe jetzt einige Sachen mit anderen Augen! #danke für ihre Mühe!!!

LG Mummy

Beitrag von rose1980 10.03.10 - 09:09 Uhr

Guten morgen

Ich finde Ihre Beiträge hier im Forum wirklich toll und hilfreich.
Möchte mich auch für Ihre Antwort auf meinen Beitrag bedanken #danke

Wie ich jetzt gerade Ihre Antwort zu diesem Thema gelesen habe, musste ich ein wenig schmunzeln, weil ich daran dachte wie meine Mutter es damals mit mir machte.

Wenn wir nicht aufgeräumt haben, so wie sie es wollte, stürmte sie meist ins Zimmer, und warf alle sachen durch den Raum, und der Kleiderschrank wurde komplett entleert #schwitz
naja, und dann durften wir solange nicht aus dem Zimmer bis es aufgeräumt war.

So wie Sie es geschrieben haben, mit dem aufräumen, mache ich es auch bei meinem grossen.
Und es klappt wirklich...ok, meistens räumt er dann erst auf wenn man nicht mehr durchkommt, aber dann um so gründlicher ;-)

LG Tanja

Beitrag von xyz74 10.03.10 - 14:01 Uhr

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Wenn wir nicht aufgeräumt haben, so wie sie es wollte, stürmte sie meist ins Zimmer, und warf alle sachen durch den Raum, und der Kleiderschrank wurde komplett entleert
naja, und dann durften wir solange nicht aus dem Zimmer bis es aufgeräumt war.
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Das kenne ich #rofl

Kommentar meiner Schwester als Muttern meine Schränke und alles andere auf meinem Zimmerboden verteilt hatte:

"Na, wenigstens hat sie Deine Sachen IM Zimmer gelassen!
Meine hat sie in Gänze aus dem Fenster geworfen!"#cool

Beitrag von jazzbassist 10.03.10 - 14:36 Uhr

Und ich dachte immer, ich hätte die einzige Mutter, die die Unterwäsche ihrer kids mal im Vorgarten verteilt hat... Sie hat uns trotzdem nicht untergekriegt #huepf

Beitrag von xyz74 10.03.10 - 14:39 Uhr

Nein, Herr Jazzbassist! Sind Sie nicht ;-)

Aber ganz ehrlich!
Ich find das Cool!
Meine Mutter hat das exakt 1x angedroht und dann umgesetzt!
Das nenn ich konsequent!
Nicht so ein wischi-waschi-gutschi-gutschi-Erziehungsstil!
Wir wussten wenigsten woran wir waren und konnten uns auf unsere Mutter verlassen.

Beitrag von jazzbassist 10.03.10 - 17:46 Uhr

Ich hätte große Bedenken dabei, wenn mein Sohn lediglich etwas tun respektive unterlässen würde, weil wir ihm ansonsten das Leben schwer machen. Ich halte es für viel sinnvoller, wenn er den Sinn oder Hintergrund gewisser Dinge verstanden hat und es dann deswegen tut oder unterlässt. Und selbst - wenn er mit seinen 11 Jahren einiges noch nicht verstehen kann, er es einfach dann deshalb macht, weil wir ihn drum gebeten haben. Das funktioniert erschreckend gut, auch wenn es erziehungstechnisch oftmals sicherlich weitaus anstrengender ist.

Aber ich könnte ihn niemals ruhigen gewissens alleine durch London schreiten lassen, wenn ich wüsste, dass der einzige Grund, warum er nicht blind über eine Strafe rennt, der ist, weil er ansonsten von seinen Eltern Stubenarrest bekommen würde. Denn dann gäbe es für ihn keinen Grund mehr, nicht blind über die Straße zu rennen, wenn wir nicht mehr dabei sind.

Beitrag von lisabet 09.03.10 - 16:28 Uhr

Hallo,

vielleicht solltest du dir Rat bei einer Erziehungshilfe suchen. So eine Institution gibt es in jeder größeren Stadt.

LG Lisa

Was mir unter den Nägeln brennt...Was kann dein Sohn den besonders gut?

Beitrag von mummy8100 09.03.10 - 16:33 Uhr

Mein Sohn kann gut Fussball spielen, er ist hilfsbereit ist gerne für seine Freunde da und hilft wo er kann.

Er ist ein freundlicher lieber Kerl.

Wo ich vor 2 krank war hat er sich ganz lieb um mich gekümmert hat sogar den Haushalt gemacht also gespült und aufgeräumt. Wie ein Grosser.
Da habe ich ihm als Dankeschön eine Karte geschenkt mit "Gemeinsam sind wir stark" und hab mich nochmal schriftlich bedankt.

Beitrag von lisabet 09.03.10 - 17:11 Uhr

Oft schreibt man aus einer bestimmten Situation heraus. Das gibt dem Geschriebenen eine bestimmte Farbe. Als Leser verleitet es voreilige Schlüsse über den Schreiber zu ziehen.

Ich denke es ist kein Zeichen des mütterlichen Versagens sich Hilfe bei einer Erziehungsberatung zu holen. Vielleicht benötigt ihr nur einen kleinen "Stups" um wieder zueinader zu finden. Oder es kann auch eine langjährige Hilfe für euch sein. Ich wünsche dir alles Gute und ein wenig Ruhe. Manchmal hat man einfach keine Bock mehr. Liest sich wahrscheinlich schlimmer als es gemeint war.

LG Lisa

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