Rehe jagen....

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von marta100 09.03.10 - 17:43 Uhr

Hallo Zusammen,

na, wer von euch hat den ultimativen Tipp für mich???#ole

Alles, worauf mein neun Monate alter Hund (Mini Australian shepherd) sonst wirklich schon super hört, wie "halt", "bleib", Hundepfeife etc. ist komplett ausgeschaltet, wenn er ein Reh sieht.

Leider kommt das (wir wohnen dicht am Wald) relativ häufig vor. Manchmal hab ich geradezu das Gefühl, die Rehe warten schon auf ihn!#rofl

Aber im Ernst, erstens: Ich will nicht, das er Rehe jagt!!!
Zweitens: Ich mach mir auch Sorgen, letzes Mal war er fast eine Stunde verschwunden!

Also, wie kann man ihm am besten beibringen das zu lassen?? Und immer an der Leine im Wald ist ja auch irgenwie keine befriedigende Lösung. Oder liegt es vor allem nur an der "Pubertät" und es gibt sich bald??

Freu mich über eure Antworten!;-)

Beitrag von dominiksmami 09.03.10 - 17:51 Uhr

Huhu,

im Moment steuern wir ja ohnhin mal wieder mit riesen Schritten auf die Brut- und Setzzeit zu, da gehört jeder Hund an die Leine...überall und gerade in Feld UND Wald.

Danach könnte gezieltes Schleppleinentraining helfen, denke ich. Am besten mit Hilfe von jemandem der darin erfahren ist.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von farina76 09.03.10 - 18:14 Uhr

Ganz ehrlich, sowas finde ich furchtbar.

Menschen die sich als tierlieb bezeichnen weil sie ein Haustier haben aber denen es lieber ist Hundi kann sich mal austoben aber dafür rennt halt ein Reh in wilder Todesangst durch die Gegend, bei dem Wetter auch noch, bricht sich vielleicht irgendwo noch ein Bein und verreckt dann elendig. Aber ist ja nicht schön wenn Hundi an der Leine ist, dafür können ruhig ein paar Rehe Todesangst haben.

Nach dem ersten solchen Vorfall wäre mein Hund sofort an der Leine gewesen und wär da nicht mehr runter gekommen.

Hunde die jagen gehören in Gebieten mit Wild an die Leine. Und im Wald ist sowieso Leinenpflicht. Nimm eine Schleppleine und lass ihn auf keinen Fall vom Weg runter. Auch an der Schleppleine nicht ins Dickicht lassen, da leben auch Tiere die Angst haben und ihre Ruhe wollen.

Unser Jäger kriegt da regelmäßig Tobsuchtsanfälle. Ich habe ihn mal getroffen da hat er gerade ein schwangere Rehkuh die mit gebrochenem Bein dalag gefunden. Und der ist wirklich tolerant. Der hat nämlich garnichts dagegen wenn Hunde die am Weg laufen von der Leine sind, er hat seinen Hund auch von der Leine der würde aber auch nie selbständig jagen.

Mach ein Anti-Jagd-Training. Und so lange lass ihn an der Leine. Um so öfter er Erfolg hat umso schwieriger bis unmöglich wird es ihm das abzugewöhnen.

So lange er nicht an der Schleppleine parat bei Fuß steht sobald er ein Reh sieht kommt er von der Schleppleine nicht runter. Basta!

Verständnislose Grüße

Sabine

Beitrag von windsbraut69 10.03.10 - 06:20 Uhr

Ich kann Dir nur zustimmen.
Hinzu kommt der auf Sparflamme geschaltete Stoffwechsel im Winter und die extreme Futterknappheit dieses Jahr. Die Tiere leben gerade so am Limit, dass allein der Energieverbrauch einer solchen Hetzjagd meist schon ein Todesurteil bedeutet.

LG

Beitrag von hanna21lars 09.03.10 - 18:55 Uhr

Hund an die leine und trainieren. wenn du pech hast wird er abgeknallt und dann is das geheule groß. Lass ihn an der leine bis er hört. Guter rat von mir an dich. Unser Jäger schiesst alles was mehr als 300 m vom herrchen bzw frauchen rum rennt. Also viel glück

lg hanna 16ssw

Beitrag von petra1982 10.03.10 - 08:19 Uhr

Ernsthaft? Mein Mann ist Jäger und er sagt, grundsätzlich dürfen Hunde und Katzen die mehr als 300 meter vom nächsten bewohnbaren Gebäude entfernt sind auch erlegt werden dürfen. Aber bei Hunden ist zu unterscheiden welche Rasse, kann es ein Blinden- Dienst- oder Gebrauchshund sein darf der Abschuss nicht erfolgen. Desweiteren muss der Hund körperlich in der Lage sein flüchtendes Wild zu töten. Somit fallen die meisten Rassen aus. Der Hund der TE würde allerdings als Gebrauchshund zählen, aber trotzdem sollte sie Ihn anleinen.

Beitrag von windsbraut69 10.03.10 - 14:39 Uhr

Wozu "gebraucht" Otto Normalverbraucher denn bitte einen Mini-Aussie???

Bei uns wird netterweise zwischen Rassehund und Mix unterschieden aber ein Hund, der direkt beim Hetzen erwischt wird, wird nicht verschont. Dafür habe ich auch volles Verständnis.

Gruß,

W

Beitrag von ratatouille 09.03.10 - 19:02 Uhr

Oha! Das würde ich nicht so spaßig sehen!
Kann gut sein, daß dein Hund mal "abgeknallt" wird.
Vor Jahren hatte ich ein ziemlich blödes Erlebnis mit meiner damaligen Hündin.
Sie, sonst immer die Ruhe selbst und nie mehr als 5m von mir entfernt, ist mal einem Reh hinterher. Das war im Wald neben einem Reh-Gehege. Plötzlich stand eins außerhalb (keine Ahnung, ob ausgebüxt oder ein "wildes", was mal "Guten Tag" sagen wollte). Sie spurtet los, alles Rufen und Pfeifen nix genützt (was sonst immer klappte!) das Reh in seiner Panik voll gegen den Zaun gerannt und auf dem Boden gelegen. Ich sah nur noch, wie sie sich fletschend auf das Reh stürzte...#schock...in dem Moment fiel ein Schuß...#schock...der Förster fütterte gerade die Rehe im Gehege und schrie mich an, ich solle SOFORT den Hund an die Leine nehmen!
Ich weiß bis heute noch nicht, ob das nur ein Warnschuß war, oder ob er einfach sein Ziel verfehlt hat!#zitter

Seitdem bin ich extrem vorsichtig. Mein jetziger Hund, ein Saluki (gezüchtet für die Hasen- und Gazellenjagd...und Gazellen sind bekanntlich schneller als Rehe) ist im Wald grundsätzlich angeleint. Noch so ein Erlebnis kann ich echt nicht brauchen, vor allem wäre es sicher, daß er das Reh auch kriegt...und dann??

LG

Beitrag von becky100 09.03.10 - 19:15 Uhr

Sorry aber bei uns werden wildernde Hunde (und das ist deiner in dem Falle)
erschossen #schock

Also definitiv an die Schleppleine, dass geht gar nicht, wenn erst die Jungtiere da sind und er eins erwischt??

Beitrag von kja1985 09.03.10 - 19:54 Uhr

Äh, dein Hund (wohlbemerkt, ein Aussie, kein Jagdhund) war schon eine Stunde zum Jagen weg und du lässt ihn trotzdem fröhlich freilaufen???

Ich habe einen BEAGLE, wenn der nur einmal ausser Sichtweite laufen würde hätte er die nächsten Monate Schleppleinenzwang. Verstehe nicht, wie man die Erziehung so schleifen lassen kann.

Beitrag von glu 09.03.10 - 19:55 Uhr

Anleinen!

Wenn Du ihn rennen lassen willst geh auf eine Hundewiese oder einen Hundeplatz, Agility bietet sich da an!

lg glu

Beitrag von honeygirly18 09.03.10 - 22:48 Uhr

Und immer an der Leine im Wald ist ja auch irgenwie keine befriedigende Lösung.

Diesen Satz finde ich einen absoluten Witz. Mein Hund hat eine Zugleine und wenn wir mit ihr spazieren gehen ist sie NUR an der Leine weil sie auch einen Jagdtrieb hat. Sie war einmal ohne Leine als wir sie bekommen haben und nachdem bei ihr das Hirn und Gehör komplett aus ist wenn sie ein Tier sieht bleibt sie draußen nur an der Leine. Alles andere fänd ich den Wildtieren und auch meinem Hund gegenüber unverantwortlich!

1. will ich nicht das mein Hund ein Reh jagt und in Todesangst versetzt und sich dieses dabei vielleicht sogar noch verletzt

2. will ich nicht das ein Jäger meinen Hund abknallt.

Wir lassen unseren Hund im Hof oder im Garten rennen und da kann sie sich dann richtig austoben. Da ist das grundstück eingezäunt da kann nichts passieren.

Ich finde solange dein Hund nicht hört solltest du ihn angeleint lassen!
Wenn dein Hund einen ausgeprägten Jagdinstinkt hat kann es soagar sein dass du ihn nie von der Leine lassen kannst. Dann besorgt dir halt ne lange Schleppleine oder eine Zugleine damit kann dein Hund dann trotzdem toben und weng rennen aber du hast ihn immer noch im Griff....

LG

Beitrag von biggi420-1 09.03.10 - 23:42 Uhr

Hallo Martha,
unser Charly(Golden Retriever) hat es unlängst auch gemacht.Das arme Reh, tat mir echt leid.
Ich habe meiner Hundetrainerin davon erzählt und um Rat gefragt,denn die echt heftige Zeit kommt ja erst noch......seit dem laufe ich mit ihm IMMER nur mit der Schleppleine......etwas anderes kommt nicht in Frage...habe es mir in einer Einzelstunde genau zeigen lassen und nun hat er Pech...jagen geht gar nicht....
Es klappt mehr als gut an der Leine......sind wir außerhalb der Gefahrenzone.....kann er mal ohne Leine laufen.....und man merkt aber trotzdem er hört so gut wie mit Schleppleine.......
Ansonsten hilft nur noch Vertreibung...auch wenn es hart sein würde......da müßte ER durch.....würde ich auch knallhart durchziehen.....
LG
Birgit

Beitrag von windsbraut69 10.03.10 - 06:19 Uhr

Doch, solange er nicht sicher abrufbar ist, gehört er imemr an die Leine, kann ja eine lange Schleppleine sein.

Dass er aber stundenlang hinter Rehen her hetzt (Du weißt, dass das in der aktuellen Jahreszeit ein Todesurteill für das Tier ist?), geht auf gar keinen Fall. Da wäre mir das Wild in dem Fall wichtiger als der Freilauf meines "ungezogenen" Hundes.

Ich bin mir wg. der genauen Daten nciht sicher aber abgesehen von der großen Futterknappheit momentan durch Schnee gibt es auch während der Brut- und Setzzeit Leinenzwang, der durchaus seine Berechtigung hat.

Gruß,

W

Beitrag von petra1982 10.03.10 - 08:14 Uhr

Durch den Wald musst du jeden Hund anleinen, ob dieser nun einen Jagdtrieb hat oder nicht. Und an deiner Stelle würde ich Ihn auch anleinen. Unserer ist ein Jagdhund und geht auch gern Rehen nach, und wir haben eine sehr lange Suchleine da hat er trotzdem viel Freiheit.

Beitrag von marta100 10.03.10 - 08:47 Uhr

Guten Morgen,

erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Trotzdem würde ich gerne noch etwas zu einigen Antworten von euch sagen:

Ich habe hier einfach noch nach eventuellen Tipps gefragt, die ich noch nicht ausprobiert haben könnte und muss mir sicher nicht auf diese Art und Weise anhören, dass Hunde keine Rehe jagen dürfen.
Das weiß ich selber, genau deswegen will ich es ja unbedingt ändern!:-[

Auch ist mein Hund kein Hund, der nicht hört - im Gegenteil! Bis auf die Sache mit den Rehen hört er auf jedes wichtige Grundkommando und ist ist der "Streber" der Hundeschule. ( Leider war dort aufgrund der Wetterlage nun lange kein Betrieb, sonst hätte ich auch dort längst um Rat fragen können.

-Ein eingezäuntes Grundstück, wie in einer Antwort empfohlen, ist toll, hat aber leider nicht jeder.
- Agility werden wir machen, wenn er dazu alt genug ist, sprich mit zwölf Monate.
-Selbstverständlich läuft er nach dem zweiten Vorfall im Moment an der Schleppleine! Mit dem Ergebnis, dass ich mir alle paar Minuten von anderen Hundebesitzern( deren Hunde mit Sicherheit schlechter hören als meiner) die Frage anhören muss, warum mein armer Hund denn an der Leine laufen muss....Ich bin anscheinend die Einzige in unserer Gegend, die sich um die Rehe Gedanken macht!!!

In diesem Sinne,
nette Grüße ;-)

Beitrag von petra1982 10.03.10 - 09:13 Uhr

hallo

mein hund hört sonst auch nur wie deiner nicht wenn er denn jagdtrieb entwickelt, der wie bei dir auch im wald erst eintritt. Tricks gibt es da keine, es gibt so lange Leinen die nehmen wir für unseren die sind ca 10 meter lang.

Kümmer dich nicht drum was andere sagen, dein Hund wird dann eventuell nicht vom Jäger erschossen ;-)

Beitrag von marta100 10.03.10 - 15:28 Uhr

:-D, ja, wir haben auch 5m und 10m Leine, damit bin ich jetzt auch immer im Wald unterwegs. Blöd nur, das er damit ständig irgendwo hängenbleibt. Ist das bei euch auch so?

Und nen Jäger, Förster etc. hab ich hier bei uns im Wald seit wir hier wohnen (sieben Jahren !)noch nie einen gesehen.... Vielleicht würde das mal helfen, damit sich auch andere mal Gedanken machen!:-[

Liebe Grüße!;-)

Beitrag von petra1982 10.03.10 - 16:02 Uhr

ja aber dann lass ich sie los ruf ihn zu mir und somit entwurstelt es sich wieder :-)

Beitrag von dominiksmami 11.03.10 - 11:36 Uhr

Huhu,

das mit den Schleppleinen lernen die Hunde meist.
Wolf ist anfangs auch an jedem Strauch hängengeblieben, mittlerweile passiert i hm das nur noch sehr selten.

Ich habe für ihn eine 20 Meter Leine, da hat er wenn er erst zurückbleibt und dann Gas gibt immerhin wenigstens 40 m um mal was flotter unterwegs zu sein *g* wir kommen so sehr gut zurecht.

Hier sieht man den Förster auch sehr selten und da er praktisch immer in Zivil und mit Hund unterwegs ist halten die meisten ihn für einen Spaziergänger *g*, nur weil seine Tochter eine Schulkameradin meines Sohnes ist, weiß ich überhaupt das er der Förster hier ist *g*

lg

Andrea

Beitrag von booo 12.03.10 - 09:09 Uhr

>>>das mit den Schleppleinen lernen die Hunde meist. <<<

Ja, dass sie MIT hören müssen;-)

Meine wissen den unterschied genau......

Beitrag von honeygirly18 10.03.10 - 14:15 Uhr

Hallo *gg*

Ich war wohl die mit der Idee eines eingezäunten Grundstückes *gg*. Wir haben auch leider keinen Garten das würde mir auch vieles erleichtern. Aber wir rufen in unserer Hundeschule an die haben ein großes Grundstück das auch voll eingezäunt ist mit denen rede ich dann ob ich kommen darf und wenn sie grad keine Kurse haben fahr ich rüber und lass meine Hündin dort rennen....

Wir haben mit meinen Eltern zusammen 3 Hunde meine und der jüngere von meiner Mutter sind in der Hundeschule auch richtige streber, aber leider haben die so einen ausgeprägten Jagdinstinikt das wir die nur an der Leine rennen lassen können. Ist für uns auch nicht schön aber für die Rehe und das Leben unserer Hunde auf jeden Fall besser *gg*

LG

übrigens mein Beitrag war nicht böse gemeint ;-)

Beitrag von marta100 10.03.10 - 15:29 Uhr

:-D Meiner auch nicht!

Liebe Grüße!;-)