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Forum: Politik & Philosophie

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Beitrag von le-cochon 09.03.10 - 18:21 Uhr

Was ich ja nie verstehen werde, und gerade wieder einmal durch die Hotline der DB (direkt erreicht man da nie jemanden, man sourced out..) erfahren habe, ist die Tatsache, dass es bis heute für den Reisenden finanziell günstiger ist, ein Auto zu benutzen, als mit der Bahn zu reisen.
Ich setze hier mal meinen Fall voraus, in dem es keine Bahncard gibt, keine Familienvergünstigungen etc.

Wenn ich doch in allen Fällen mehr bezahlen muss, um mit der Bahn zu reisen, dabei noch länger brauche, um mein Ziel zu erreichen, und ich mich auch noch selbst drum kümmern muss, wie ich vom Bahnhof zu meinem wirklichen Ziel gelange, was zum Geier machen die Marketing-Leute der DB dann den ganzen Tag?

Warum gehört diese Frage in "Politik" ?
Gegenfrage: Ist die Bahn tatsächlich zu 100% privatisiert?

Beitrag von marion2 09.03.10 - 18:39 Uhr

Hallo,

wenn man dann noch drüber nachdenkt, dass ein voll besetzter PKW umweltschonender fährt als eine Bahn...

und einen direkt von Tür zu bringt,

du aber ÖKO-Steuer aufs Benzin zahlst,

dann....

ergeben sich noch mehr politische Fragen.

Gruß Marion

Beitrag von grafzahl 09.03.10 - 19:33 Uhr

Wenn ich mich heute entschließe, mit meiner Frau mit einem bestimmten Zug am 8. Juni von Hamburg nach München zu fahren, zahle ich 58 € und benötige für die Fahrt ca. 5 1/2 Stunden. Zeitlich ist das mit dem Auto nicht zu schaffen und mit 58 € komme ich auch nicht aus.

Wenn wir aber spontan morgen fahren müssen, zahlen wir 258 € - das ist mal ´ne Ansage.

Dass die Bahn zu teuer ist, sieht man, wenn wieder so eine Verkaufsaktion bei Lidl läuft und die Tickets wie warme Semmeln verkauft werden.

Leider ist die Erkenntnis, dass man mit einer Preissenkung den Gewinn steigern kann, bei den Bahnbeamten noch nicht wirklich angekommen.

Wirklich schade, weil ich eigentlich gerne mit der Bahn fahre.

Wenn ich mal Rentner bin, werde ich mir eine Bahncard 100 für die 1. Klasse gönnen und 1 Jahr völlig sinnbefreit durch Deutschland touren...

Beitrag von le-cochon 09.03.10 - 20:12 Uhr

"... am 8. Juni von Hamburg nach München zu fahren, zahle ich 58 € und benötige für die Fahrt ca. 5 1/2 Stunden... "

Unter uns Schwestern, wenn ich 2011 eine Reise buchen wollte, dann würde ich mich über den Rabatt freuen, aber ich bin leider auf einen kurzfristigen Termin angewiesen.
Dumm, dass die Bahn da nur auf normale Tarife verweisen kann, die mehr als 100 Prozent über den "ach so billigen" Sonderangeboten liegen...
Was nützen mir die, wenn ich ein halbes Jahr vorher buchen muss??

Über Marketing-ideen lässt sich ja sicher streiten, aber die haben ja weder Ideen noch ein Marketing und das Schienennetz..
..
,..
ach, ich bin schon still!

Beitrag von grafzahl 09.03.10 - 20:20 Uhr

Ich gebe ja zu, dass man schon an den Haaren herbeigezogene Fälle konstruieren muss, damit die Bahn attraktiv ist...

Ich hoffe, dass das Schienennetz in 25 Jahren nicht vollständig verrottet ist. Schließlich will ich ja dann durch Deutschland fahren.

Beitrag von gunillina 10.03.10 - 06:29 Uhr

Ich bin mir sicher, in 25 Jahren werden ganze Abschnitte stillgelegt, weil sie saniert werden müssen. Was na klar nicht voraussehbar gewesen ist und natürlich auch auf den Fahrpreis umgelegt werden wird...
Wer weiss, ob du dir die Bahncard 100 in 25 Jahren noch leisten kannst...
Heute sind es ICE-Achsen, die gaanz plötzlich doch einmal gewartet werden sollen, morgen sind es die Gleise, da kannst du drauf wetten.
:-)

Beitrag von dominiksmami 09.03.10 - 20:21 Uhr

>>Wenn ich mal Rentner bin, werde ich mir eine Bahncard 100 für die 1. Klasse gönnen und 1 Jahr völlig sinnbefreit durch Deutschland touren... <<

da möchte ich dann aber eine Menge Ansichtskarten bekommen *g*

Beitrag von unipsycho 10.03.10 - 20:28 Uhr

Also ich bezahl als Student 27 EUR für ne Abo-Monatskarte bei der Bahn (Semesterticket rausgerechnet). ich spar mir die Kosten für ein Auto und in der Stadt sind die Verbindungen optimal. Ich fahr oft und gern mit der Bahn.

Bahncard 25, oder 50 ist absolut erschwinglich und lohnt sich oft schon nach 4-5 Fahrten (100km-Strecke).

Was ich nicht mag ist, dass die Bahn ihre Preise selbst festlegen darf, ich finde, dass sie verstaatlicht werden soll, da sie eine absolute Monopolstellung hat.
Außerdem frage ich mich, wie bei den öffentlichen Verkehrsmitteln ein Wettbewerb zustande kommen soll. #kratz Schließlich fahre ich mit meiner Bahn-Abo-Karte ebenfalls mit Bus und Straßenbahn. Ich wäre sehr unzufrieden, wenn ich 3-4 Fahrkarten mit mir herumtragen müsste, weil jede Institution einen anderen Fahrpreis anbietet. #klatsch