Ich mache alles falsch

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von 060800 09.03.10 - 18:43 Uhr

Hallo

Bin ganz neu hier bei Urbia ,bin alleine mit meinem Sohn 10 Jahre und habe viele Fehler gemacht.

Ich habe ihn total angeschnauzt gesagt das er blöd ist ein Loser ist das er nichts kann und ein Asch ist das ich ihn ins Heim stecke und in die Förderschule stecke.

Das er genauso blöd ist wie sein Vater und das er einfach nichts kann und habe auch die Hand erhoben.

Ab und an bin ich einfach so aggresiv und mache ihn fertig was mir auch leid tut.

Ich habe Angst das er später psychische Probleme bekommt.

Ich fühle mich schlecht und habe total versagt als Mutter.

Kann ich das noch gut machen?

Ich liebe mein Sohn warum bin ich so ein Idiot.

Beitrag von marion2 09.03.10 - 18:48 Uhr

Hallo,

gesetzt den Fall, es gibt dich wirklich:

Hole dir Hilfe bei einem Kinderpsychologen.

Sowas stecken Kinder nicht einfach so weg und da du offenbar auch Probleme hast, solltest auch du zu einem Psychologen gehen.

LG Marion

PS: Idioten sind wir alle Mal.

Beitrag von 060800 09.03.10 - 18:52 Uhr

Es gibt mich wirklich, geht das auch ohne ein Psychologen ich schäme mich so.

Beitrag von marion2 09.03.10 - 19:06 Uhr

Wenn du Probleme mit den Zähnen hast, gehst du zum Zahnarzt. Wenn die Seele schmerzt, gehst du zum Psychologen.

Das sind ganz normale Ärzte.

Beitrag von jazzbassist 09.03.10 - 19:20 Uhr

Mein Spatz ist 11 und ich weiß, dass sich diese Altersgruppe Sachen, die sie von Eltern hören, sehr zu herzen nehmen. Das ist einerseits total toll, weil man Kindern so viel positives im Leben sagen kann und das auf die kindliche Entwicklung ebenso positiv wirkt. Auch erziehungstechnisch ist das oftmals ganz magisch, weil selbst ein: „Du bist doch schon ein großer Junge“ viele Alltagsprobleme urplötzlich lösen kann, wenn man einem Kind damit Vertrauen entgegenbringen kann. Leider wirkt das bei negativen Dingen, die wir Kinder sagen, noch viel intensiver. Denn aus den Augen eines 10-Jährigen - wenn selbst schon die Mutter ihn (wörtlich) aufgegeben hat - wer soll ihm dann noch helfen können?

Auch die längste Reise - und hat man sich noch so sehr verlaufen - beginnt mit dem ersten Schritt in die richtige Richtung. Es ist immer schwer, den aus einem Beitrag mit 8 Sätzen herauszufiltern. Ich finde die Punkte, die Sie aufgezählt haben, ungefiltert zugegebenerweise ziemlich bedrückend. Rein von ihrem geschriebenen Wort würde ich Ihnen also schon nahe legen, hier professionelle Hilfe aufzusuchen; sei es beim Jugendamt, einer Erziehungsberatung oder anderen Einrichtungen wie die Caritas. Um einfach mal mit einem objektiven Betrachter von Gesicht zu Gesicht zu sprechen.

Hier müssen einfach Sie selbst einmal aufarbeiten, was eigentlich passiert ist und wie es soweit kommen konnte; das ist leider etwas, was sie alleine nicht werden hinbekommen. Und auch ihr Sohn muss leider einmal aufarbeiten, was passiert ist und auch verstehen, dass er nicht die Ursache für das geschehene ist. Auch dies ist etwas, was Sie als Auslöser aller Wahrscheinlichkeit nach nicht alleine hinbekommen werden.

Was ist denn so in den letzten Tagen / Wochen / Monaten / Jahren vorgefallen, dass es scheinbar zu solch (mein Sohn würde ‚krassen’ sagen) Zwischenfällen gekommen ist? Das entwickelt sich ja eigentlich nicht mal so von heute auf morgen; wie sieht es mit ihrem eigenen Hintergrund (Eltern etc.) aus? Im Regelfall deuten solche Äußerungen darauf hin, dass man so etwas selbst in der Kindheit erlebt hat, dann sollte man das unbedingt in Zusammenarbeit mit jemanden, der sich darin auskennt, aufarbeiten. Ich habe so auch einige Aspekte meiner Kindheit aufgearbeitet, um zu vermeiden, dass ich meinen Sohn jemals damit konfrontiere.

Beitrag von sweety03 09.03.10 - 19:25 Uhr

Hallo,

ich glaube, dass jeder Mutter im Laufe ihrer "Mütterkarriere" mal etwas Verbales raus rutscht, was besser ungesagt hätte bleiben sollen. Ist mir leider auch schon passiert, und ich fühlte mich echt mies.
Ich habe dann mit meiner Tochter lange darüber gesprochen und mich entschuldigt.
Du scheinst generelle Probleme zu haben, die nicht unbedingt etwas mit Deinem Sohn zu tun haben. Hast Du Ärger mit seinem Vater? Bist Du seinetwegen verletzt oder frustriert. Es klingt für mich so, als ob Du Deinen Sohn als Blitzableiter benutzt und Deine Wut und Aggressionen an ihm auslässt.
Hol Dir professionelle Hilfe. Zum einen sprich mit Deinem Hausarzt, dass er Dir eine Überweisung für einen Psychologen ausstellt und zum anderen wende Dich an eine Erziehungsberatung.
Wie sieht Dein soziales Netzwerk aus? Hast Du Familie oder Freunde, die Dich unterstützen? Ich kann mir vorstellen, dass die alleinige Verantwortung für ein Kind eine Mutter sehr an ihre Grenzen bringen kann. Kümmert sich der Vater um ihn?
Versuch bitte, solche verbalen Attacken zu unterlassen. Sie können ihn so doll prägen, dass er wirklich später starke Probleme und Komplexe bekommt.

Sweety

Beitrag von 060800 09.03.10 - 19:30 Uhr

Zu seinem Vater besteht kein Kontakt.mein Sohn kennt sein Vater nicht. Meine Eltern wohnen von uns 100km weiter weg.Ich habe hier zwar Bekannte und meine Freunde wohnen auch weiter weg bin hier mit allem allein.

Beitrag von mutterschaf 09.03.10 - 19:55 Uhr

Hi!
Ich finde ebenfalls, Du solltest Dir von Therapeuten helfen lassen. Die können Dir beibringen, Dich besser zu beherrschen und Deine Wut anders zu leiten.
Dafür braucht man sich nicht schämen. Im Gegenteil, wenn Du es in Angriff nimmst kannst Du stolz auf das Ergebnis sein.
Du brauchst es ja nicht an die große Glocke hängen, wenn es Dir peinlich ist.
Aber Du solltest es wirklich machen, Deinem Sohn zuliebe und Dir zuliebe.
LG,
Sandra

Beitrag von connie36 09.03.10 - 22:48 Uhr

entschuldige dich bei ihm. rede mit ihm, warum du so reagiert hast,und das es falsch war. das er ein kluger junge ist, und du das auch weisst.
suche dir hilfe, frustbewältigungstherapie.
lg conny

Beitrag von sternsurferin67 10.03.10 - 07:16 Uhr

Das mit den Phsychologen wurde dir ja schon geraten.Kannst du vieleicht versuchen dich vieleicht irgendwie abzulenken wenn deine aggressionen wieder übermächtig werden?Zum Beispiel einmal ums Haus laufen dich unter die Dusche stellen...?So was hilft manchmal.

Beitrag von xxtanja18xx 10.03.10 - 18:28 Uhr

Für den fall, das du kein Fake bist....finde ich es mutig, das du hier schreibst.

Such dir hilfe...und das schnell....

Ja ich finde du hast als Mutter total versagt, sorry...aber wenn man so mit seinem kind umgeht, und sich keine hilfe sucht und lieber immer so weiter macht, habe ich keine Netten worte übrig.