salze fürs unruhige pferd?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von mausmadam 09.03.10 - 19:50 Uhr

die stallbesitzerin von dem stall, wo meine pferde stehen, sagte, dass mein haffi sehr unruhig und sehr ängstlich im gelände ist und sie möchte ihm salze geben

wer kennt das?
hilft das?
wie lange muss er die nehmen?
was kostet da?

Beitrag von celini13 09.03.10 - 21:30 Uhr

Hallo,

ich kenne mich zwar nicht mit der Anwendung am Pferd aus, aber Fakt ist, dass Schüssler Salze nur helfen, wenn man daran glaubt.... Ich denke nicht, dass dies ein Lösungsansatz wäre, um ein Pferd ruhig zu bekommen.
Wie alt ist dein Pferd denn? Wie lange wird er denn schon geritten? Ist er bei dir unruhig oder wenn er von anderen geritten wird?
Ich selber habe (hatte) ein sehr unruhiges Pferd, die ich durch reiten, reiten und nochmals reiten, durch Bodenarbeit und Vertrauensaufbau ruhig und ausgeglichen bekommen habe. Sie ist ein gutes Geländepferd geworden mit viel Vertrauen in ihre Reiter (allerdings sind dies nur 2 - ich und mein Mann). Mittlerweile habe ich sie auch schon 11 Jahre. Seid einigen Monaten ist ein Pony dazugekommen, das auch noch vor allem Angst hat (dies ist erst 3 und noch nicht geritten). Bei ihr fange ich auch, wie mit meinem Großpferd damals, gerade mit Bodenarbeit und Führtraining an, außerdem kommt sie als Handpferd mit um viel kennenzulernen. Vielleicht wäre das ja was für dein Haffi. Achja, wann ist er denn ängstlich, wenn er allein im Gelände ist oder auch in der Gruppe? Wie lange kommt er auf die Koppel, steht er in einer Gruppe? Ich denke, wenn man Probleme mit einem ängstlichenPferd hat, dann hilft auf lange Sicht betrachtet wirklich nur artgerechte Haltung und Beschäftigung, damit das Pferd soviel wie möglich kennenlernt. Und natürlich mss der Reiter auch ein paar Atmungstechniken beherrschen, mit denen er sich selbst beruhigen kann.

Beitrag von mausmadam 09.03.10 - 22:04 Uhr

Er steht mit vielen anderen Pferden und seinem langjährigen Shettyfreund in einer Stallanlage. Tagsüber sind sie alle auf einer großen Wiese, nachts im Stall.
Er geht als Handpferd mit, eine Pferdetherapeutin unterrichtet meine Schwester, wenn sie ihn reitet.
Meine Schwester reitet schon ewig.
Ich kann ihn zur Zeit nicht reiten, muss meine SS-Pfunde loswerden #hicks
Er ist noch relativ jung, war aber immer schon ängstlich.
Zu mir hat er Vertrauen, es gibt ja einige Übungen, mit denen man dies trainieren kann. Wenn ich über die Wiese lief, lief er mir mit gesenktem Kopf hinterher, er kommt sofort beim rufen etc, und das, obwohl ich konsequent OHNE Leckerlie arbeite.
Bei gutem Verhalten loben, bei schlechten Ignorieren, bei Angst immer und immer wieder damit kofrontieren, ohne ihn zu strafen, wenn er nicht möchte, aber loben, wenn er es gut macht. Beim longieren immer mal wieder eine Stange hingelegt zur Aufmerksamkeitsförderung und so weiter
So hab ich mit ihm gearbeitet bis ich mit den Zwillis schwanger wurde, aber ängstlich war er schon immer.

Beitrag von celini13 10.03.10 - 09:32 Uhr

Also hat deine Schwester Probleme mit dem Haffi, du weniger oder? Da hilft wirklich bloß geduldig weiter machen. Es ist wirklich eine Frage des Alters. Gut, es gibt immer mal Pferde, die schon in jungen Jahren abgebrüht sind und dann gibt es halt die anderen.... Hat dein Haffi Araber drin? Meine Stute ist ein Trakehner mit Vollblutanteil, und das merkt man halt. Jetzt ist sie fast 17, sie ist ruhiger gewurden und lässt sich meistens gut händeln, aber wenn sie Lust hat, dann erschrickt sie auch vor einem Spatz. Das ist einfach ihr Wesen. Ich persönlich finde, dass man gewisse Züge seines Pferdes einfach akzeptieren muss. Wie du schon selber schreibst, Rumgehampel halt ignorieren und mit beängstigenden Situationen immer wieder konfrontieren. Ist es auch die Therapeutin, die dir die Anwendung mit den Salzen empfiehlt? Man verdient damit ja auch kein schlechtes Geld, und wie gesagt, die sind nicht wirksamer als Placebos... Ein Placeboeffekt beruht halt rein in dem Glauben darin, weil man ja irgendwas macht, dass es einfach besser werden muss... Überlege dir gut, ob das die Ausgabe wert ist. Versuche im Internet mal wissenschaftliche Artikel darüber zu lesen, aber nicht von Therapeuten oder Leuten, die das Zeug vertreiben...
Hast du mal die Bücher von Monty Roberts gelesen? Ich finde, dass da auch gute Ansätze für den Umgang mit Angsthasen sind. Aber vieles bringt die Zeit... Achja, ich habe, als mein Pferd noch jünger war, es vorm Reiten massiert und bestimmte Druckpunkte an Ohren und Widerist stimuliert, die eine beruhigende Wirkung haben. Hab das auch irgendwo gelesen gehabt. Wenn du ihn nicht reiten kannst, weil du deine Pfunde loswerden willst, kannst du doch das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und mit deinem Haffi an der Hand wandern gehen. Er sieht jede Menge und das an der Hand seiner Vertrauensperson...
Egal für was du dich entscheidest, ich wünsche dir viel glück, dass er ruhiger wird (den Rest bringt die Zeit)
Viele Grüße

Beitrag von jrc 10.03.10 - 16:27 Uhr

Ich denke auch, daß man das Pferd nur durch Reiten und Vertrauensaufbau ruhig bekommt. Eventuell etwas am Futter ändern.
Solltest du beim Reiten angespannt sein, hilft es, wenn du vor dir her singst.
Hat mir selber auch geholfen. Meine Stute damals hielt man für nicht einreitbar, da sie so wild war. Heute kann jeder sie reiten, auch Kinder.
Wünsch dir alles gute