Freundin setzt Tochter unter Druck....

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von juki 09.03.10 - 20:35 Uhr

Huhu

meine Maus (1.Klasse) hat eine Freundin, die in ihre Klasse gekommen ist....Die Mädels haben sich total gefreut....
Anfangs schien auch alles super zu klappen....
Mittlerweile ist es so, dass die Freundin Kim unter Druck setzt und ihr sagt "Wenn du nicht mit mir spielst bin ich nicht mehr deine Freundin" oder sie einfach ignoriert wenn sie mit jemand anderem gespielt hat....
Darüber ist meine Maus sehr traurig und sagt nun schon manchmal, "Schule ist doof, weil die...immer so zickig ist", das hat sie vorher nie gesagt...
Ich sage ihr immer wieder du MUSST überhaupt nicht mit ihr spielen wenn du nicht willst usw. usw....

Habe mir schon überlegt, ob ich mit der Mutter mal rede, allerdings ist die sehr empfindlich und ich denke sie ist dann beleidigt, auch wenn wir befreundet sind...

Soll ich trotzdem mit ihr reden oder meine Maus einfach weiter bestärken....

LG

Beitrag von anja1968bonn 09.03.10 - 20:42 Uhr

Mein Sohn hatte zu Kindergartenzeiten auch so einen Freund - entweder die beiden waren ein Herz und eine Seele, oder mein Sohn war gekränkt, weil sein Freund auch mit Sprüchen wie "Wenn Du nicht spielst, was ich will bist Du nicht mehr mein Freund", meinen Sohn unter Druck gesetzt hat. Zum Die beiden Jungs sind nicht auf eine Schule gekommen, so dass sich das Problem inzwischen erledigt hat.

Stärke das Selbstbewusstsein Deiner Tochter im Zickenkrieg: Natürlich soll sie selbst bestimmen, mit wem sie spielt, und sich von der Freundin nicht erpressen lassen. Mit der Mutter kannst Du zwar reden, aber nach meiner Erfahrung bringt so was nicht viel, selbst wenn sie um die Schwäche ihrer Tochter weiß.

LG

Anja

Beitrag von mansojo 10.03.10 - 08:04 Uhr

Hallo,

ich denke auch das Du ihr Selbstbewusstseinstärken solltest

in den Konflikt selbst würde ich mich nicht einmischen

mein Sohn war 2x in dieser Situation
und beide male hat es sich nach ein paar Wochen in Wohlgefallen aufgelöst

LG Manja

Beitrag von connie36 10.03.10 - 08:11 Uhr

hi
meine tochter war seit kindergartentagen mit den selben zwei mädchen befreundet. wir eltern dadurch auch.
sie waren immer das kleeblatt.
nun sind sie in der 2.klasse, und das eine mädchen vereinnahmt die anderen beiden. meine tochter ist selbstbewusst, bei ihr traut sie sich das nicht offensiv, nur hintenrum, das sie anderen mädchen verbieten möchte mit meiner tochter zu spielen.
bei der dritten im bunde, deren selbstbewustsein ist eher gering ausgebildet, kommen auch so sätze, du bist nicht mehr meine freundin, oder, tolle freundin, wenn du das nicht machst....und sie knickt leider dann immer wieder ein.
meiner tochter geht das meistens auf den senkel, so das sie auch tacheles mit ihr gesprochen hatte, und gesagt hat, wenn sie damit nicht aufhören würde ihr andere freunde zu gönnen, würde ihre gemeinsame freundschaft kaputtgehen, und xy stünde dann alleine da.
ich hoffe sie nimmt es sich etwas zu herzen.
xy hat es etwas schwerer, freunde zu finden und klammert deshalb umso stärker an denen die sie hat.
viell. trifft das bei dem mädchen aus der klasse deiner tochter auch zu.
lg conny

Beitrag von kleinjano 10.03.10 - 09:40 Uhr

Hallo,

Etwas Ähnliches hatten wir auch schon (auch 1. Klasse).
Meine Kleine hat auch enorm drunter gelitten und sich unter Druck setzen lassen.
An sich ist sie keine schwache Persönlichkeit. Ich hab immer versucht bzw. versuche es, sie zu bestärken. Den anderen Eltern gegenüber hatte ich keine Erwartungshaltung, die wussten über diese Machtspielchen Bescheid und haben schon versucht auf ihre Tochter einzuwirken. Aber im Endeffekt war klar, dass die beiden Mädchen das unter einander lösen müssen, wenn sich dauerhaft etwas ändern soll.
Im Grunde waren und sind sie ja sehr gute Freundinnen.
Irgendwann würde es meiner Tochter zu bunt und zahlte mit gleicher Münze heim (dies hab ich ihr nie so geraten). Seitdem geht es gut. Wie lange keine Ahnung...

Es geht bei (sich entwickelnden) Freundschaften immer wieder darum, seine Position zu finden und die des anderen zu erkennen. Es wird ausprobiert, wo stehe ich, wo der andere. Was kann ich machen, wo ist seine/ihre Grenze.

Sich selbst abgrenzen lernen ist etwas ganz Wichtiges. Aber wir müssen das unseren Kindern beibringen und es nicht für sie erledigen.

LG und alles Gute
kleinjano