psychiater bittet zum gespräch

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von chuckwalla 09.03.10 - 22:03 Uhr

guten abend!
ich habe in letzter zeit mehrfach gepostet. es gibt immer wieder ein paar probleme mit der exfrau meines mannes.
also, heute ist folgendes:
das gemeinsame kind der beiden geht derzeit zum psychiater, weil er angeblich total verhaltensauffällig ist. in welcher form können wir nicht sagen, da die mutter in keinster weise mit sich reden lässt und nur kleinere häppchen hinwirft als information.
nun möchte der psychiater des kindes mit meinem mann reden.
in meinen augen ein hoffnungsschimmer, denn endlich kann mein mann mitwirken dem jungen zu helfen.

hat jemand erfahrung, was bei so einem gespräch herausgefunden werden soll? wie soll mein mann sich verhalten?
er befürchtet, dass aussagen "gegen ihn verwendet werden können", ist also verunsichert.
wie läuft so ein gespräch ab?

danke für eure antworten.

lg

Beitrag von zenturio 09.03.10 - 22:51 Uhr

Hallo,

ich hatte auch schon einige Gespräche mit Psychologen, teilweise freiwillig, teilweise im Rahmen eines gerichtlich veranlaßten Gutachtens.

Wie ein solches Gespäch abläuft, kann man nicht sagen, solang nichts über Inhalt und Ziel bekannt ist.

Wenn das Verhältnis zwischen den Eltern belastet ist, kann das natürlich schwere Auswirkungen auf das Kind haben. Dies ist wahrscheinlich hier der Fall. Dann wird der Psychologe mit den Eltern ein Gespräch führen und diese darauf hinweisen, dass sie in der Verantwortung stehen, ihren Zwist beizulegen. Andernfalls könnte dies dramatische Auswirkungen für das Kind haben.

Der Psychologe ist zunächst einmal ein behandelnder Arzt und kein Rechtsbeistand der Mutter. Seine Aufgabe ist es, eine Lösung vorzuschlagen, keine Aussagen gegen irgend jemanden zu verwenden. So würde ich völlig unbelastet in das Gespräch gehen.

Beitrag von frau.mecker 10.03.10 - 08:58 Uhr

bei euch scheint ein Rosenkrieg zu laufen (gegen ihn verwendet etc).
Sowas schadet dem Kind, ebenso die Beeinflussung der Mutter oder aber das Verhalten des Kindes spiegelt sich in euer allen Verhalten wider.

Was für ein Gerichtsprozeß wird angestrebt? Wenn es kein Prozeß ist, wovor hat dein Mann Angst.
1. Hat der Psychiater Schweigepflicht und kann nur in Ausnahmefällen entbunden werden und das auch nur durch Gerichtsanordnung oder Unterschrift eurer Seite.
2. Soll es doch dem Kind dienen.

Lebt ein Kind den Alltag bei der Mutter, treten häufig ganz andere Konflikte auf, als am Wochenende beim Papa, denn da bekommt das ganze Aufmerksamkeit, Geschenke und besondere Ausflugziele geboten, was bei der Mutter entfällt.
Auch die versch. Erziehungsstile wirken mit ein und es gibt durchaus Kinder, die Verhaltensaufällig bei der Mutter sind und auch in der Schule und am Wochenende (keine Verpflichtungen) sich alles reguliert.

Dein Mann kann u.U. die Mutter wegen Beeinflußung des Kindes (PAS) anklagen, sollte sich daraus etwas negatives Ergeben.
Im übrigen kann dein Mann bei gemeinsamen Sorgerecht alle Behandlungsschemata einfordern.

mfg

Beitrag von kruemlschen 10.03.10 - 09:51 Uhr

Hallo,

das Kind geht zum Psychiater (bezweifle ich übrigens, ist es nicht eher ein Psychotherapeut?) weil es scheinbar Probleme hat und die KM versucht ihm mittels einer Therapie zu helfen.

Wenn Dein Mann den Hoffnungsschimmer hat endlich dabei mitwirken zu können dem Jungen zu helfen, dann verstehe ich 1. nicht warum Du sagst er wäre angeblich verhaltensauffällig, wenn Dein Mann scheinbar schon länger das Bedürfnist hat dem Kind "zu helfen" muss ja wohl was vorgefallen sein und 2. warum Dein Mann nicht einfach nur seinen Termin war nimmt und offen und ehrlich mit dem Therapeuten spricht - eben um seinem Sohn zu HELFEN!

Der Therapeut handelt im Sinne des Kindes und er hat Schweigepflicht, was sollte da "gegen ihn verwendet werden können"? Und überhaupt, warum hat Dein Mann denn eigentlich Angst, dass irgendetwas gegen ihn verwendet werden könnte? Hat er sich etwas zu schulden kommen lassen?

Gruß Krüml