Habe ich eine "Kinderphobie"?!

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von warumbinichso 09.03.10 - 23:21 Uhr

Hallo,

also mein Problem mag sich ja für manche hier komisch anhören,aber es macht mir echt zu schaffen. :-(
Sobald kleine Kinder in meiner Nähe sind fühle ich mich unwohl..ja sogar ein leichtes Gefühl der Panik steigt in mir auf.

Gut, man könnte mir jetzt natürlich raten, ich solle mich einfach nicht in die Nähe kleiner Kinder begeben, wenn ich mich dort unwohl fühle, aber das ist in meinem Fall etwas schwierig. Ich habe einen Partner und dieser hat einen kleinen Sohn (knappes Jahr alt).

Ich habe ihn kennen und lieben gelernt, da war er noch mit seiner Exfreundin zusammen und er war ohne Kind. Kurz vor deren Trennung stellte sich dan heraus, dass sie schwanger war und jetzt ist er also Papa.

Ich dachte am Anfang, dass ich damit kein Problem hätte...habe ich mir zumindest immer schön eingeredet. Ich kannte ihn halt nur ohne Kind und die Gefühle kann man ja nicht einfach wieder aussschalten.
Naja mein Problem ist nun, dass ich noch nie wirklich mit kleinen Kindern zu tun habe...ich fühle mich einfach hilflos und total überfordert, wenn eins in meiner Nähe ist.
Zur Zeit ist es so, dass er seinen Sohn 2 mal im Moment besucht...der Kleine lebt etwas weiter weg. Aber irgendwann will er ihn natürlich auch mal hier her holen und davor graut es mir schon ganz gewaltig. #zitter

Es ist nicht so, dass ich Kinder hasse oder so...ich find sie toll...wenn ich nichts mit ihnen zu tun habe. Mich überfordert die ganze Situation total.
Ich habe ihm das auch schon gesagt...naja nicht ganz so direkt, wahrscheinlich hält er mich dann für total bescheuert, denn wie kann jemand schon Panki vor Kindern haben.
Ich hab einfach keine Ahnung was ich machen soll. :-( Ich würde diese "Phobie" gerne loswerden aber ich weiß nicht wie.

Weiß jemand einen Rat? Ich weiß, ich hab da wirklich ein komisches Problem, aber Probleme kann man sich ja net aussuchen.

Danke fürs Zuhören.

Beitrag von breeze86 09.03.10 - 23:36 Uhr

Also ich hab echt keine Ahnung was ich dir zu deinem eigentlichen Problem raten soll. Ich hab schon viel gehört, von Leuten die Kinder einfach nicht mögen, die keine Kinder wollen und von solchen die die Kinder ihrer Partner nicht wollen, oder solche die keine fremden Kinder wollen und ihr eigenes lieben, aber noch nie von jemanden der vor Kindern Angst hat...
ABER ich kann dir raten, dass du mit deinem Partner darüber sprichst. Du willst es ja ändern, also bitte ihn dir dabei zu helfen. Vielleicht könnt ihr gemeinsam einen Weg finden, vielleicht kann er dir sein Kind näher bringen, die die Dinge erklären, die der Umgang mit Kindern erfordert und dadurch deine Angst schmälern oder wegbekommen. Vielleicht hilft ja so eine

Wenn dass nicht hilft, kannst du dir immer noch professionelle Hilfe suchen.

Aber hat du prinzipiell vor Kindern Angst oder nur vor diesem? Hast du nicht vielleicht Angst vor der Verantwortung die ein Kind mit sich bringt?
Hast du vielleicht Angst, dass du aufgrund mangelnder Erfahrung deinen Partner enttäuschen könntest, was den Umgang mit seinem Kind betrifft? Hast du Angst, dass du was falsch machen könntest und dann passiert was? Oder ist es wirklich Angst vor Kindern?
Stell dir die Fragen mal und beantworte sie ehrlich - dann findest du eher heraus, wie ihr dir helfen könnt.

Glg, und viel #klee Breeze

Beitrag von warumbinichso 09.03.10 - 23:48 Uhr

Ich würde gerne mit ihm darüber reden,aber irgendwie schäm ich mich auch ein bißchen. Bis jetzt habe ich noch nie jemanden kennengelernt, der dieses Problem hat und es fällt mir schwer mit ihm darüber zu reden, weil ich ja auch nicht will dass er es falsch versteht. Ich will nicht, dass er denkt, ich hätte etwas gegen das Kind.

<<Hast du vielleicht Angst, dass du aufgrund mangelnder Erfahrung deinen Partner enttäuschen könntest, was den Umgang mit seinem Kind betrifft? Hast du Angst, dass du was falsch machen könntest und dann passiert was?>>

Diese beiden Fragen kann ich eindeutig mit "Ja" beantworten. Vorallem die erste.

Beitrag von breeze86 10.03.10 - 11:03 Uhr

Dann trau dich einfach. Red mit ihm. Er wird dich schon nicht auslachen, oder böse sein, wenn er merkt, dass du es ernst meinst. Du willst ja, dass es sich ändert und brauchst dafür Hilfe.
Sag ihm auch, dass du nicht nur so Angst vor Kindern hast sondern eben:

<<Hast du vielleicht Angst, dass du aufgrund mangelnder Erfahrung deinen Partner enttäuschen könntest, was den Umgang mit seinem Kind betrifft? Hast du Angst, dass du was falsch machen könntest und dann passiert was?>>

genau das. Sag ihm das. Das zeigt nur davon, wie wichtig er dir ist und dass du im Grunde von der Verantwortung die ein Kind mit sich bringt weißt.
Es wird sicher nicht besser, wenn du alleine versuchst das wegzubekommen und ihm nichts sagst. Vielleicht wundert er sich, wenn er deine Einstellung zum Kind jetzt merkt (ich glaub nicht, dass man Angst so gut verbergen kann) und dann kommt es erst recht zu Missverständnissen. Ich würd offen darüber reden.

Ich drück dir die Daumen #klee
Glg, Breeze

Beitrag von warumbinichso 10.03.10 - 20:41 Uhr

Danke. Ich werds aufjeden Fall mal versuchen. Ich denke auch, dass er das verstehen wird, aber ich komm mir halt damit manchmal echt selbst blöd vor. Ich hoffe, dass ich das in den Griff bekomme.

Beitrag von Kommunikation 10.03.10 - 07:53 Uhr

jedes mal wenn ich lese <nach der Trennung stellte sich raus das sie schwanger ist>
weiß ich nicht ob ich lachen oder heulen soll


ich glaube das Du kein Mann mit Anhängsel haben willst

zieh Dich zurück wenn sein Sohn da ist

Beitrag von justagirl22 10.03.10 - 20:43 Uhr

Hi,

ja das ist auch so..ich wollte nie einen Mann mit Kind...aber wie gesagt ich hatte ihn ja ohne kennen und lieben gelernt. Ich dachte einfach, dass ich in die Situation schon irgendwie reinwachse..wie auch immer...aber es ist halt nicht so leicht wie ich mir das anfangs vorgesellt hatte.

Beitrag von thyme 10.03.10 - 08:12 Uhr

Hallo
Hast du das bei allen Kindern? Fall ja: Ich glaube nicht, dass du so einzigartig bist. Viele Leute sind unsicher im Umgang mit Kindern. Mit Kinder zurecht zu kommen braucht, wie alles im Leben, etwas Übung. Falls es dich tröstet: Ich habe meinen Sohn nach der Geburt kaum anfassen können vor lauter Angst, ihn kaputt zu machen #klatsch.


LG thyme

Beitrag von warumbinichso 10.03.10 - 20:44 Uhr

Hi,

ja ich hab das bei allen Kindern.

Beitrag von yoleena 10.03.10 - 08:41 Uhr

Hallo,

hast du schon mal überlegt woher die "Panik" kommt? Ich kann nur von mir sprechen und sagen, dass es mir ähnlich ging bevor ich selbst Mutter wurde.

Als mein Sohn zur Welt kam hab ich die ersten Male ständig die Schwester kommen lassen, damit sie ihn mir gibt, weil ich keine Ahnung hatte wie ich ihn aus dem Bettchen nehmen und halten soll.

Als ich mich dann ans Baby gewöhnt hatte ging es mir so mit größeren Kindern. Mittlerweile geht mein Sohn zur Schule und ich behaupte mal ganz gut mit Kindern umgehen zu können.

Bei mir kam es wohl vor allem daher, dass ich als Einzelkind groß geworden bin und auch meine Cousins und Cousinen alle etwa in meinem Alter sind. Selbst meine Freunde hatten irgendwie immer nur ältere Geschwister #gruebel

Langer Rede kurzer Sinn: Sprich mit deinem Freund darüber und versuch' es einfach. Mit ein bißchen Übung bekommt man das hin :-)

LG Yoli

Beitrag von warumbinichso 10.03.10 - 20:47 Uhr

Hi,

ich hab mir auch schon überlegt woran das liegen könnte. Ich bin auch Einzelkind und hatte mit Kindern eigentlich nie etwas zu tun. Die Schwester von meinem Ex hatte 2 kleine Kinder und die wurden mir immer "aufgezwungen". Also mir praktisch als Baby in die Hand gedrückt, obwohl ich das nicht wollte...vielleicht liegt es mit ein nißchen daran. Ich möchte den Kontakt dann gerne selbst aufbauen und nicht auf diese Weise mit Babys in Kontakt gebracht werden.

Beitrag von xyz74 10.03.10 - 21:17 Uhr

für mich hört sich das eher nach Unsicherheit an.
Du hast keine Erfahrung mit solchen Würmchen und hast einfach Angst etwas falsch zu machen.
Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich normal.

Beitrag von *** 10.03.10 - 11:42 Uhr

Also, ich schreib dir auch mal dazu.

Ich hab mehrere Kinder und kann nur mit meinen was anfangen.

Fremde Kinder interessieren mich überhaupt nicht, hab auch keine Lust, mich mit ihnen zu befassen. Mir graut es schon, wenn sie mich was fragen oder mir was erzählen wollen.

Keine Ahnung, warum das so ist, mit meinen kann ich super umgehen, bei anderen bin ich nur genervt.

Gruß

Beitrag von ich habe kinder 10.03.10 - 11:51 Uhr

Hallo,

weißt Du, ich habe selber zwei Kinder großgezogen. Trotzdem komme ich mit dem Kind meines Partners nicht klar, es nervt mich einfach. Ich habe mich von der Zeit, die mein Mann mit seinem Kind verbringt, fast komplett zurückgezogen. Es ist seine Angelegenheit. Was es leichter macht ist, daß wir getrennte Wohnungen haben.

Zwischendurch mache ich immer mal wieder einen Versuch, aber ich komme mit dem Kind einfach nicht klar. Wenn ich daran denke, daß gemeinsame Zeit mit dem Kind ansteht, bekomme ich auch Panik.

Ich war schon mal kurz davor, mich wegen dem Kind trennen zu wollen. Damals habe ich an jedem Kinderwochenende teilgenommen.

Mein Partner hat dann aber akzeptiert, daß ich nicht dabei sein möchte. Das war ein langer Prozeß, aber er wollte mich halten.

Ich hatte schon früher "Schwierigkeiten" mit Kindern. Eigentlich wollte ich gar keine Kinder haben, weil sie mich so nervten.

Irgendwann ist dann doch ein Kinderwunsch aufgekommen. Meine eigenen Kinder haben mich auch nie genervt. Mit ihnen bin ich gut klargekommen. Aber fremde Kinder, das brauch und will ich nicht.

Beitrag von maily 10.03.10 - 12:29 Uhr

Hattest du diese "Phobie" schon immer? Also auch vor der Schwangerschaft der Exfreundin deines Partners?

Beitrag von warumbinichso 10.03.10 - 20:48 Uhr

Hi,

ja diese "Phobie" habe ich schon immer...nicht erst seit ihrer Schwangerschaft.