mit laufen die tränen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sonnenschein195 09.03.10 - 23:47 Uhr

Hallo ihr lieben
ich brauch mal euren rat,meine mama hat am 11märz geburtstag,sie ist am 31.12.2009 von uns gegangen.bei der beerdigung bin ich schon zusammen gebrochen.
ich bin jetzt in der 29ssw und hab eine fast 14monate alte tochter.ich weiss irgendwie nicht was ich machen soll. ich wollte auf dem friedhof gehen und zu dem Grab meiner mama gehen,aber ich weiss ganz genau wenn ich davor stehe fang ich an zu heulen.ich hab angst das es ein bisschen zuviel für mich wird.
würdet ihr hin gehen ?mir ist es jetzt gerade selbst zuviel ich sitze vor dem pc und mir laufen die tränen,ich weiss auch nicht was los ist.
ich dachte eigentlich ich wäre über den tod meiner mama hin weg aber ich hängt doch noch sehr nah :(
morgen kommt meine hebi die will mich bestimmt mal abtasten und schauen wie tief der kleine liegt.
der kleine ist heut ziemlich boxfreudig ich glaub der merkt das ich traurig bin ,oder ?

was würdet ihr machen?
danke schon mal für eure antworten.

lg vanessa mit maja fast 14monate und bauchzwerg Julian 29ssw

Beitrag von mama.ines 09.03.10 - 23:52 Uhr

hinweg kann man über sowas nie kommen man kann nur anfangen damit zu leben!
dein kind und dein bauchbewohner merken natürlich wie es dir geht.
versuch dich abzulenken und fröhliche dinge zu machen und in keinen sumpf zu verfallen.
als meine oma von uns ging(war wie meine mutter)war ich s mit meinen beiden mädels.ich bin erst zu den grab hingegangen da waren die ich glaube knapp 1jahr alt.denn ich wollte damals vermeiden in ein schwarzez loch zu fallen ..lass dir zeit deine mama wird es verstehen

Beitrag von baduk88 10.03.10 - 07:11 Uhr

Hallo liebe Vanessa

Mein Papi ist am 23. April 2007 gestorben. Der errechnete Termin für mein Kind ist der 29.04.2010.
Die Zeit nach dem Tod meines Papis war gaaanz schlimm und ich war ein Jahr neben der Rolle. Mit viel Hilfe von Aussen wurde mein Leben wieder normal. Jetzt wo sich der Todestag jährt und ich mein Kind erwarte bin ich plötzlich emotional wieder aufgewühlt und ich ertappe mich auch dabei "grundlos" in Tränen auszubrechen. Ich denke das ist normal. Die Hebamme hat mir auch gesagt, dass vor und während der Geburt sehr vieles hochkommen kann. Wichtig ist glaub auch, dass man halt dem Kind im Bauch erklärt warum man traurig ist. Versuch einfach deine Trauer "gesund" zu halten.
Und ich bin ganz sicher unsere Eltern sind die stolzesten Omas und Opas im Himmel und werden ein Sternenfest veranstalten!
Alles liebe
Baduk88 mit Fleur unter dem Herzen

Beitrag von nickel-79 10.03.10 - 07:23 Uhr

#liebdrueckWenn ich Deinen Beitrag lese, laufen mir auch die Tränen.
Meine Mama ist schwer krank, ganzer Körper voller Metas, wobei momentan keine mehr zu sehen sind, nach einer schlimmen Chemo.
Am 31.12.09 habe ich sie angerufen gesagt das wir schwanger sind, da wusste noch keiner wie es in Ihrem Körper aussieht, und sie sagte: Egal was passiert, ich werde mein Enkel noch im Arm halten...

Ich habe mich oft mit dem Thema sterben auseinander gesetzt, vor allem im letzten Jahr, ich kann Dir keinen genauen Tip geben, aber ich weiß, deine Mama wird es verstehen wenn du nicht ans Grab gehst.
Du denkst soviel an sie, das weiß sie da wo sie jetzt ist.
Dein Sohn wollte Dir gestern bestimmt die traurigen Gedanken " wegboxen".
Ich denke nicht das es wichtig ist am Grabe zu stehen, wenn man eigentlich nicht stehen kann.
soviele heucheln das indem sie am Grabe stehen.
Das was in deinem Herzen ist, das wird auch morgen den ganzen Tag sein und ich bin in Gedanken ganz fest bei Dir.
Zünde eine Kerze an und deine Mama wird es sehen.#liebdrueck

Nicole 14. SSW

Beitrag von -frucht-zwerg- 10.03.10 - 07:41 Uhr

Also ich bin der Meinung, man muss nicht vor dem Grab stehen um an eine Person zu denken, zu trauern usw.
ich habe immer für meine Oma an gedenktagen eine Kerzen angemacht und ein Gebet gesprochen, das half mir und ein schelchtes Gewissen hatte ich auch nie.. weil ich dachte ja an sie...
Vor kurzem ist auch eine sehr nahestehende Freundinn von mir gestorben.. total unerwartet...
ich war auf der Beerdigung, aber schaffe es bis heute nicht nochmal ans Grab zu gehen...und ich weiss, das sie es auch verstehen wird!!

Egal was du machst, viel Kraft dabei

LG -frucht-zwerg- mit Bauchzwerg (12+ 2)

Beitrag von dgks23 10.03.10 - 07:42 Uhr

Hallo!

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist immer sehr schmerzhaft!!!
Ich würde an deiner Stelle in dich horchen und deine körper und deine Seele wird dir schon die Antwort geben nach der du suchst!

Deine Mutter wird so oder so wissen das du sie sehr vermisst! Ob du nun an ihren Grab stehst oder nicht!

Und was deine bauchmaus betrifft, die kann schon gewisse regungen deines gefühlsleben mitbekommen!
Aber die Kleinen werde so auch auf das Leben vorbereitet!

Ich wünsch dir alles Liebe und Gute!
Und viel Kraft!

glg dgks23

Beitrag von estelle75 10.03.10 - 07:52 Uhr

Hallo Maja!!

Meine Mama ist 10 Wochen vor der Geburt miener ersten Tochter gestorben.....das ist mittlerweile 14 Jahre her.
Und ich kann heut noch nicht zu ihrem Grab gehen ohne in ein Loch zu fallen.
Den Todestag und ihr Geburtstag sind für mich ganz schlimme Tage an denen ich mich immer wieder, Jahr für Jahr, verkrieche.
Ich hab dies an meine Kinder verebt.
AUch sie können nicht ans Grab ohne in Heulkrämpfe zu verfallen. Und sie kennen ihre Oma nicht einmal.

Ich werde nie über ihren Tod hinweg kommen.....ich versuche damit umzugehen.
Und jetzt wo ich schwanger bín erst recht.
Es macht mich sehr oft traurig. Aber ich denk mir, sie passt ja trotzdem auf uns auf.....

Fühl Dich geknuddelt.
Sie wird immer da sein...in Deinem Herzen.

GLG JEssica

Beitrag von nici.c.v. 10.03.10 - 08:30 Uhr

Hallo Vanessa

Ich arbeite in der Trauerarbeit und die frage ob du hingehen sollst kannst nur du dir selber beantworten, aber auch wenn du für dich in ein Loch fällst aber du es wirklich möchtest dann geh auf den Friedhof und Trauere - lasse deinen Tränen freien lauf, nehm vielleicht eine Freundin mit und vielleicht einen klapp stuhl - hat mir immer geholfen auch im unschwangeren zustand als miene über alles geliebte Omi vor mittlerweile fast 5 jahren gestorben ist.

Und vor allem eines lass die Trauer zu, weine schreie - lebe deine Trauer so wie du sie brauchst wie gut es für dich ist..

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen..

Nici ET - 6

Beitrag von binecz 10.03.10 - 08:37 Uhr

Oh man, jetzt heul ich auch #heul
Zum Glück leben beide meiner Elternteile noch. Aber ich habe mich mit Mama mal über den Tod unterhalten und sie meinte "wenn ich mal sterbe wünsche ich mir, dass ihr eine weiße Bank an mein Grab stellt. Dann wißt ihr das ihr immer einen Platz habt zu dem ihr kommen könnt wenn es euch schlecht geht und ich werde zu hören und immer für euch da sein".

Und ich denke so ist es auch mit deiner Mama. Natürlich muss man nicht zu einem Grab gehen um Kontakt zu einem geliebten Menschen aufzunehmen. Aber manchmal hilft es eben auch. Weil man besser wieder zurückfinden kann. Ich meine...wenn du zu ihr gehst und weinst und weinst und weinst, dann ist das völlig ok! Und vielleicht ist es ja so dass du dann besser zu dir zurück finden kannst wenn du wieder nach Hause gehst.

Wie gesagt, noch habe ich meine Beiden zum Glück, daher ist das für mich nur eine Vorstellung. Aber als mein Opa starb (emotional eng verbunden) hat mir das Grab sehr geholfen.

Ich wünsche dir alles Gute! #liebdrueck