Sozialverhalten..? Mangelhaft!

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von jessy02 10.03.10 - 08:36 Uhr

Hallo, ihr Lieben!

Ich habe bisher noch nie in dieses Forum geschrieben, aber nun habe ich eine Frage, die mich sehr beschäftigt...

Ende Februar diesen Jahres haben wir "unseren" Hund aus dem Tierheim geholt. Es ist ein Dackel-Mischling, 2,5 Jahre alt.
Wir kommen seitdem gut zurecht, unser Hund ist lebhaft und freundlich zu den Menschen, denen er so begegnet. Unser Problem ist, dass er anderen Hunden gegenüber total ausrastet, wenn sie uns begegnen. Er knurrt, bellt und macht ein Riesentheater, dabei ist es total egal, ob Hündin oder Rüde, kleiner oder größer als er!

Im Tierheim war das auch schon so und man sagte uns, in der Familie (war eine Familie im Ausland), in der er vorher war, hätte man im Welpenalter so einiges verpasst, was normalen Umgang mit anderen Hunden betrifft. Und man sagte uns auch, dass sein Verhalten reine Unsicherheit sei, weil er ja nie gelernt hat, mit Artgenossen "normal" umzugehen.

Ich vermute, dass es auch mit daran liegt, dass unser Hund beim Spaziergang angeleint ist und sein Gegenüber ja meistens auch. Ich kann allerdings unseren Hund vorerst noch nicht von der Leine lassen, weil es ihm zur Zeit noch ein bisschen am nötigen Grundgehorsam mangelt. Wir arbeiten aber daran.

Morgen kommt jetzt eine Hundetrainerin zu uns, die mit dem Tierheim, aus dem unser Hund stammt, eng zusammen arbeitet, um sich sein Verhalten anzusehen und - so hoffe ich - uns Rat zu geben, was wir im Alltag anders oder besser machen können, damit sich unser Hund besser benimmt anderen Hunden gegenüber.
Da aber diese Hundetrainerin nicht gerade billig ist, kann ich das nicht oft machen und deshalb wende ich mich nun an die Hundeerfahrenen unter euch...

Wisst ihr Rat, was wir beim Spaziergang, bei der Begegnung mit anderen Hunden, machen könnten, damit es nicht jedes Mal mit wildem Gezerre, Geknurre und Gebell abgeht?

Wäre euch sehr dankbar...

LG jessy

Beitrag von glu 10.03.10 - 09:46 Uhr

Ist das Euer erster Hund? Da würde ich mich nicht auf Experimente einlassen!

Sucht Euch doch eine Hundeschule oder einen Hundeverein, Vereine haben den Vorteil das sie viel günstiger sind. Mit ein paar Besuchen ist es eh nicht getan, es gibt Hunde die nie ein vernünftiges Sozialverhalten lernen!

Versuche ihn beim Gassi gehen abzulenken wenn Du einen anderen Hund siehst, er soll sich auf Dich fixieren, arbeite mit Leckerchen oder Spielzeug, je nachdem was er lieber mag.
Lass ihn sitzen und beschäftige Dich so lange mit ihm bis der Hund vorbei ist, dann kräftig loben und weitergehen!

lg glu

Beitrag von binecz 10.03.10 - 09:55 Uhr

Das mit dem Hundetrainer ist schon mal gut.
Mein Yannick macht das auch (nicht bei jedem Hund allerdings, nur wenn der Andere sich auch für ihn interessiert).
Unsere HuSchu hat gesagt
entweder (wenn es geht) ablenken mit Leckerchen. SCHNELL sein, am besten bevor der Kleine ausrastet
oder ohne Kommentar einfach die Richtung wechseln und Hundi mit"ziehen" so das der andere Hund ausser Sichtweite kommt.

Mal gucken was dein Trainier sagt!

Beitrag von mineos 10.03.10 - 09:56 Uhr

Hallo,

bei unserer Hündin ist es genauso. Sie ist ein Fundhund aus dem Ausland und hat in ihrem Leben noch nicht viel gesehen. Wir vermuten, dass sie auf einem einsamen Bauernhof gelebt hat als Wachhund, weil eins der wenigen Dinge, vor denen sie keine Angst hat sind Landmaschinen ;-) Dafür kennt sie keine Haushaltsgeräte usw.

Sie kennt keine anderen Hunde und führt sich immer schrecklich auf, wenn sie andere Hunde sieht. Sie kannte auch keine Kinder und hatte zuerst panische Angst vor unserer Tochter, seit meine Tochter die einzige ist, die sie füttert geht es immer besser und sie werden langsam Freunde.

Ähnlich versuche ich es auch mit anderen Hunden zu machen. Wenn wir draußen einem begegnen, lenke ich sie mit Leckerchen ab. So bald ich einen anderen sehe, sofort Leckerchen raus und aufgeregt loben, wenn sie ruhig bleibt, damit sie gar nicht auf die Idee kommt, sich für den anderen Hund zu interessieren bzw. zu bellen.

Mittlerweile haben wir uns entschieden, einen Zweithund zu halten, weil sie wesentlich umgänglicher und zutraulicher ist, wenn sie noch jemand um sich hat. Am Anfang war es etwas schwierig, bis sie sich an den anderen Hund gewöhnt hat, sie wäre aus Angst vor dem Mini-kleinen Chihua-Zwergpinscher am liebsten in mich rein gekrabbelt #zitter - aber mittlerweile sind sie echt die besten Freunde und sind immer aneinander gekuschelt in ihrem Körbchen. Das muss Hundeliebe sein #verliebt

An den anderen Hunden draußen arbeiten wir aber auch noch, das dauert wohl noch etwas, bis dann immer anstandslos klappt. Wenn du noch tolle Tipps von der Hundetrainerin bekommst würde ich mich freuen, wenn du sie mir verrätst #freu

LG