Unterhalt ohne Titel

Archiv des urbia-Forums Trennung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von kleinnadine 10.03.10 - 12:21 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe mir kann jemand meine Fragen zum Unterhalt beantworten.

Meine Tochter ist jetzt 4,5 Jahre alt. Ich verstehe mich mit ihrem Vater sehr gut. Mittlerweile sind er und ich jeweils in einer neuen Beziehung und auch beide jeweils verheiratet.

Wir haben uns getrennt als Joyce 8 Monate alt war. Ich habe damals Geld von der Unterhaltsvorschusskasse bekommen, da er ALG 2 Empfänger war und nachwievor ist. Durch meine Hochzeit ist dieses Geld nun weggefallen. Seit dem ist es so, dass ich keinen Unterhalt bekomme. Er ist nun mal arbeitslos und kann nicht zahlen. Ich habe keine Titel erwirkt und dies eigentlich auch nicht vor.

Jetzt steht er endlich kurz davor einen Job zu bekommen und das Thema Unterhalt kam auf. Da wir alles ohne Behörden etc regeln habe ich ihm gesagt, dass er sich dann einfach die Tabelle schnappen soll und schaut, was er dann überweist. Er hat erstmal, ohne dass er die Tabelle gesehen hat zugestimmt. Dann hat er sich diese angesehen und meinte, dass das ja viel zu viel wäre! Und er Betrag x verdienen müsse, damit sich das arbeiten für ihn dann auch lohnt..... dann bleibt er lieber ALG 2 Empfänger #schock

Mal davon abgesehen, dass das eine ziemlich dämliche Einstellung ist, hat er mir dann vorgeschlagen, dass er sich ausrechnet, was er verdient und mit mir einen Betrag "verhandelt"... Ich meinte zu ihm, dass wir nach Tabelle gehen... Joyce steht das Geld nun mal zu! Wir sind zu keinem Ergebnis gekommen. Es steht auch noch nicht fest, ob er den Job bekommt, aber seine Ansicht hat mich jetzt ins Grübeln gebracht. Es ist ja nicht so, dass ich ihn ausnehmen will, aber wie gesagt es steht Joyce zu und geht dann eh auf ihr Sparbuch.

Wir werden bald wieder in die Situation kommen, dass wir drüber reden müssen..... ich bleibe bei meinem Standpunkt, soviel steht fest. Ich hoffe nur, dass sich unser gutes "Verhältnis" dadurch nicht verschlechtert.

Mein Mann ist über die ganze Geschichte ziemlich sauer, da er meint mein Ex würde viel zu gut "davon kommen". Er hat für seine Tochter jahrelang gezahlt und mein Ex versteckt sich hinter dem ALG 2....

Wie gesagt, ich hatte eigentlich nicht vor einen Titel gegen ihn zu erwirken... habe ich noch eine andere Möglichkeit außer mir den Mund fusselig reden?

Gruß Nadine

Beitrag von swety.k 10.03.10 - 12:41 Uhr

Hallo Nadine,

geht mal gemeinsam zum Jugendamt und laßt Euch beraten. Dort kann man auch eine Vereinbarung über Unterhalt treffen, ohne das Gericht zu bemühen. Die Beratung kostet auch nix.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von kleinnadine 10.03.10 - 13:21 Uhr

Hi Swety,

das ist eine gute Idee... nur können wir uns leider nicht treffen, da er in Berlin wohnt und ich in Hessen.

Aber das es sowas gibt, wusste ich nicht. Würde eine schriftliche Vereinbarung zwischen uns, auch ohne Jugendamt Bestand haben? Also wenns wirklich mal zum Äußersten kommt.....

Gruß Nadine

Beitrag von swety.k 10.03.10 - 13:27 Uhr

Das weiß ich leider nicht. Aber vielleicht läßt Du Dich erstmal allein beim Jugendamt beraten und stellst Deine Fragen dort? Die wissen da auf jeden Fall Bescheid.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von nick71 11.03.10 - 13:18 Uhr

"..... dann bleibt er lieber ALG 2 Empfänger"

Na, das ist doch mal ne klare Ansage.

Für dich stellt sich die Frage, ob du lieber einen geringeren Betrag akzeptierst als den Tabellenunterhalt oder halt weiterhin keinen Cent von ihm siehst.

Denn wenn er partout nicht arbeiten will, wirst du ihn schlecht zwingen können. Du könntest ihm einige Unannehmlichkeiten bereiten, aber das war's dann wahrscheinlich auch schon.



Beitrag von elsa345 11.04.10 - 22:19 Uhr

Hallo,
einige Typen sind echt nicht zu fassen. Und dann erzählen uns die bekannten Gutmenschen immer, es gäbe diese faulen Typen gar nicht, sind alles nur Opfer des Systems. Ich könnte grade wieder ko.... sorry. Aber es ist ja nun mal so, daß der UV nicht vom Himmel fällt, sondern von den Steuerzahlern aufgebracht werden muß und zwar für einen Typen der zu faul ist und einfach nicht will, weil er ja sonst zuwenig übrig behält. Der Kindesvater hat sehr wohl die verdammte Pflicht seinen Arsch zu bewegen um den Unterhalt für sein Kind zu bezahlen, das ist nämlich seine und nicht unsere (Steuerzahler) Angelegenheit. Und der Unterhaltsvorschuß ist für wirklich Bedürftige gedacht und nicht für solche Typen. Gehe zum JA und erwirke einen Titel, so wie andere Frauen auch und dann wollen wir mal sehen, ob er nicht auch gezwungen werden kann zu arbeiten. Andere Väter werden nämlich sogar angehalten einen Zweitjob anzunehmen um ihrer Unterhaltspflicht nachzukommen. Ausserdem sollte Dein Typ mal bedenken, daß es sich um einen Vorschuß handelt, den er zurückzuzahlen hat.