Lese rechtschreibschwäche

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von mami060178 10.03.10 - 14:08 Uhr

In der Klasse meines Sohnes wurde ein so genannter LRS Test geschrieben. Dabei kam raus das er wohl an einer LRS leidet. Wir haben uns so etwas schon gedacht, weil er massive Probleme beim Lesen und schreiben hat. Wie kann ich ihm jetzt am besten helfen. Will ihn ja auch nicht unter Druck setzen. Die Lehrerin sagte er würde dann von den Zensuren befreit werden, aber ist das der Sinn der Sache.

LG.#kratz#kratz#kratz#kratz

Beitrag von 3erclan 10.03.10 - 14:34 Uhr

Hallo

erstmal langsam.

Von wem war der Test???

Es muss ein Kinderpsychiater begutachten ob es wirklcih LRS ist.

Dazu gehört auch immer ein IQ Test.

Wir machen diese Tests grad durch seit NOvember.

Wenn es sich bestätigt bekommt er Nachteilausgleich,dh. er bekommt mehr Zeit beim Diktat,Proben usw.
Diktat wird anders gewertet.Es wird im Zeugnis stehen.

Dann sollte er in eine LRS Therapie kommen.

Wenn du noch Fragen hast meld dich gerne über VK.

lg

Beitrag von mami060178 10.03.10 - 14:41 Uhr

Den Test hat die Klassenlehrerin durchgeführt und mit einer Sonderpädagogin ausgewertet. Wie kommt man zu so einer LRS Therapie.

Beitrag von 3erclan 10.03.10 - 14:45 Uhr

Hallo

da müsstet ihr nochmal die Tests machen bei einem Kinderpsychiater oder LRS Zentrum.

Auf jedenfall last euch die Testergebnisse aushändigen.

DAss sowas ne Sonderpädagogin auswerten darf ist mir ganz neu.

Ruf einfach mal wo an und frag nach.

lg

Beitrag von shorty23 10.03.10 - 16:07 Uhr

Hallo,

ich glaube das kommt darauf an, in welchem Bundesland man wohnt und was man mit dem Test bezweckt. Hier in BW ist es so, dass ein Nachteilausgleich wegen LRS nur von der Klassenkoferenz beschlossen werden kann, Gutachten von Externen (LRS Zentrum, Psychologen u.ä.) dürfen NICHT anerkannt werden!! Ich kann als Deutschlehrerin mit Einverständnis der Eltern einen Antrag bei der Klassenkonferenz stellen, wenn ein Kind über ca. 6 Monate Leistungen im Lesen / Rechtschreibung Leistungen schlechter als die Note 4 erbracht hat, dann kann der Nachteilausgleich beschlossen werden - Tests braucht man da keine, schon gar keinen IQ Test. So ist es eben hier, in anderen Bundesländern mag das anders sein, nur als Info, dass es nicht überall so ist.

LG

Beitrag von thalia.81 10.03.10 - 19:55 Uhr

In Hessen ist es auch so. In einem anderen Thread habe ich vor 2 oder 3 Tagen erläutert, wie bei uns verfahren wird. Gff. kann ich es mal einkopieren, aber im Großen und Ganzen stimmt es mit Shortys Posting überein.

Beitrag von dany2308 10.03.10 - 14:54 Uhr

Hallo,

zur Diagnose einer LRS gehört, wie schon von der Vorschreiberin erwähnt, ein IQ-Test. Ob es einheitlich ist, wann eine LRS anerkannt wird, weiß ich nicht, aber hier in Bayern wird es nur berücksichtigt, wenn
- dein Kind unter der 10%-Grenze liegt (d.h. bei einer Gaußschen Normalverteilung, von der hier ausgegangen wird, sind nur 10% schlechter in diesem Bereich als er)
- mindestens 20% Prozentpunkte Abstand zwischen allgemeinem IQ und der Lese-Rechtschreibleistung liegen
- dein Kind darunter leidet.

Trotzdem denke ich, dass so ein Test ein guter Anhaltspunkt sein kann. Wenn dein Sohn dadurch Vorteile hat (also wenn die Schule das bei der Notengebung berücksichtigt), nim sie mit, umso besser. Aber wie schon geschrieben, geh auf jeden Fall zu einem Kinder- und Jugendpsychiater (bzw. -Psychologen, der darauf, spezialisiert ist) und lass das nochmal austesten und dir eine geeignete Förderung empfehlen.

Liebe Grüße
Dany

Beitrag von 3erclan 10.03.10 - 14:56 Uhr

Hallo

wie meinst du das mit den 20%??

Meine große hat normalen IQ 118 und beim REchtschreibtest 88.

lg

Beitrag von dany2308 11.03.10 - 20:54 Uhr

Hallo,

das heißt in der Tat, dass Rechtschreiben nicht so ihre Stärke ist, aber 88 dürfte immer noch innerhalb der Standardabweichung, also im unteren Normalbereich liegen. Ich kenne zwar die genaue Verteilung nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass bei 88 schon die 10%-Marke liegt.

LG Dany

Beitrag von 3erclan 11.03.10 - 21:05 Uhr

Hallo

das hat die Kinderpsychiaterin ausgewertet und diagnostiziert eine ausgeprägt Rechtschreibstörung

lg

Beitrag von dany2308 12.03.10 - 09:50 Uhr

Na gut, die wird die Verteilung in dieser Altergruppe ja kennen :-)
Und die Differenz ist ja auch offensichtlich. Wenn deine Tochter nun z.B. bei Lese-Rechtschreibleistung auf 88 käme, aber "nur" einen IQ von 100, würde sie zwar genauso gut oder schlecht schreiben, aber die Differenz wäre eben nicht mehr da, d.h. (zumindest bei uns) würde das nicht als LRS anerkannt, sondern als normale Standardabweichung vom generellen IQ-Wert (100 +/- 15) gelten.