Angst vorm stillen lässt mich kaum noch zur Ruhe kommen :(

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von claudiundfabi 10.03.10 - 15:14 Uhr

Hallo alle zusammen,

ich muss jetzt auch einfach mal schreiben. Bin ab ab heute in der 33. Woche und so langsam wird es ja nun doch ernst. Ich mache mir seit Wochen Gedanken um das Thema stillen und es macht mich ehrlich gesagt total fertig :(

Ich muss dazu erklären das ich bereits einen Sohn habe der nun auch schon 8 Jahre alt ist und bei ihm damals habe ich solche Schmerzen gehabt beim stillen so das ich ihn nur 6 Tage stillen konnte. Bei mir hatte sich alles entzündet und zum Schluss kam nur noch Blut statt Milch und es waren Horrorschmerzen so das mir schon jetzt wieder die Tränen kommen wenn ich nur dran denke.

Nun weiß ich nicht was ich machen soll. ich weiß das es das Beste für meine Maus ist wenn ich sie stille aber alleine beim Gedanken daran das es wieder so werden könnte wie bei Fabi bekomme ich Angst. Bin momentan eigentlich der Meinung das ich von Anfang an die Flasche geben werde aber ich will auch keine schlechte Mama sein :(

Wie habt ihr euch denn entschieden?
Würde mich über Antworten freuen aber hoffe auch ich werde jetzt nicht gleich verurteilt :(

LG
Claudi

Beitrag von schullek 10.03.10 - 15:19 Uhr

hallo,

du hast ja ein regelrechtes trauma erlitten, wehslab wohl niemand irgendetwas verurteilen wird.
ich kann dir nur empfehlen, dich mit einer ausgebildeten stillberaterin schon jetzt zu unterhalten (www.lalecheliga.de). du kannst aufarbeiten, was damals war und eventuell findet ihr ja auch, woran es gelegen haben könnte. sie kann dir sicherlich auch ein wenig die angst nehmen. denn ich befürchte, wenn das niocht passiert, wird das stillen bei euch sowieso keine chance haben. du blockst sonst so ab, dass dein kind und du wohl oder übel provbleme haben werdet.
aber es wäre so schade, wenn ihr nicht wenigstens die chance habt, es zu probieren.

die stillberatrinnen arbeiten ehrenamtlich, es kostet dich also nichts, eine anzurufen.

lg

Beitrag von xyz74 10.03.10 - 15:20 Uhr

Hallo Claudi,

abwarten und Tee trinken!
Schau doch einfach was passiert.
Such Dir vielleicht am Besten schon im Vorfeld eine gute Stillberaterin. Dann hast Du kompetente Unterstützung.
Aber im Vorfeld verrückt machen bringt ja nichts.

Beitrag von carrie1980 10.03.10 - 20:40 Uhr

Hi,

wo ich dich grad hier sehe...ich koche seit 3 Tagen den Haferbrei zum Frühstück - LECKER!!! Ich bin aber leider die Einzige die ihn mag...mein Sohn isst ihn nicht bzw mußte würgen und meine Tochter mag ihn nicht...#augen

Aber MIR schmeckts und ich bin davon total lange satt!!

Danke für das Rezept und auch die Links etc...

Lg Carrie

Beitrag von xyz74 10.03.10 - 21:11 Uhr

Hallo Carrie,

danke für die Info.
Schön, dass es Dir schmeckt :-) und das trotz Copy&Paste Fehler meinerseits.
Ich hatte heute erst gesehen, dass mir ein Fehler unterlaufen ist bei der Mengenangabe.
Das mit der Sättigung kenne ich auch von mir.
Ich frühstücke immer um 06:30 und esse erst um 13:00 Mittag.
Bis dahin hab ich Null Hunger :-)
Sogar auf meine Schwangerschaftspfunde wirkt sich das super aus :-)
In meiner letzten Schwangerschaft hab ich heftig zugenommen.
Jetzt bin ich in der 24.SSW und hab gerade mal ein Pfund mehr #huepf und alle meine Klamotten passen noch #huepf

Und was die Kids anbetrifft. Mit neuen Lebensmitteln ist das ja oft so.
Man muss sie immer und immer wieder in kleinen Mengen vorsetzen bis die Kids sich daran gewöhnt haben.
Da hab ich es einfacher, da Dominik es gar nicht anders kennt.
Er ist es einfach gewohnt, dass wir Beide das Gleiche frühstücken.

Bei älteren Kindern hilft oft auch erklären.
Die Tochter (5) einer Kollegin hat Asthma und war auch immer sehr anfällig für Erkältungen.
Als sich mal wieder was angebahnt hat, hab ich meiner Kollegin ein Rezept für einen Reisbrei gegeben der gut bei Husten hilft.
Ihr Tochter hat zwar zu erst auch nicht so begeistert geguckt.
Als sie ihr erklärt hat, dass ihr das hilft Gesund zu werden, hat sie es doch gegessen und das sogar mehrmals am Tag.
Ich glaub, die Kleine war selber die Ganzen Erkältungen leid.
Jedenfalls war der Reisbrei sehr erfolgreich und die Kleine recht schnell wieder fit. Seitdem isst sie freiwillig Getreidebreie zum Frühstück#freu

Beitrag von carrie1980 10.03.10 - 21:50 Uhr

Oh...welche Mengen stimmten denn nicht?? Zu wenig Haferflocken stimmts?? *g*

Also echt lecker - mit Rosinen statt Aprikosen mochte sie es heute morgen recht gern. Pickte aber eher die Äpfel raus.Morgen wollte ich es mal mit geriebenen versuchen statt kleingeschnittenen.

Ach echt lecker....nochmal danke! Werd mal auf Reisflocken setzen für Julius...er ist sehr interessiert an dem Brei aber die Apfelstücke und Flocken hat er nicht gepackt..mußte dann doch wieder würgen.Vielleicht gehts wenn es noch feiner und "matschiger" ist..

Danke! Lg Carrie

Beitrag von xyz74 10.03.10 - 22:00 Uhr

Es können mehr Haferflocken sein aber das ist meistens eher Geschmackssache.
Ich rühre den Brei tatsächlich fester an, auch weil es dann für Dominik einfacher ist ihn zu essen #schein
Er "klebt" dann besser am Löffel

Es können aber mehr Mandeln sein. Damit der Brei etwas fetter ist.
Außerdem sind die Mandeln neben den Aprikosen eine super Kalziumquelle. Da Dominik keine Kuhmilch bekommt, achte ich darauf, dass er anders Kalzium bekommt.
Falls Du nach Alternativen suchst für Milch:
http://www.gzl.com/vitalitaet/gruene-gemuese-sind-gute-kalziumquellen.html
Hier sind echt gute Tipps.



Äpfel feinreiben geht natürlich auch.
Man sollte das dann einfach nach Geschmack machen.
Ich reibe auch mal ganz gern Birnen dazu.
Wenn Du die Flocken über Nacht einweichst, wird das Ganze auch etwas "matschiger".


Die Reisflocken sind an sich etwas matschiger.
Ich mische die auch schon mal unter die Haferflcoken.

Beitrag von lalal 10.03.10 - 15:21 Uhr

Hallo,

du bist keine schlechte Mama wenn du dich gegen das Stillen entscheidest!

Versuchen solltest du es aber schon;-)

Hast du eine Hebamme die das Stillen unterstützt und dich während der ersten Zeit auch betreut? Sie könnte dir helfen oder du kontaktierst eine Stillberaterin. Wenn du jemanden hast der Ahnung vom Stillen hat und dich aufbaut dann klappt das ganz sicher. Versuch es, es wird sicher klappen.

lg

Beitrag von qrupa 10.03.10 - 15:23 Uhr

Hallo

das was du da beim ersten Mal erlebt hast ist wirklich nicht schön.
ich würde dir raten such dir jetzt schon eine ausgebildete Stillberaterin, die dich unterstützt und dir hilft damit es gar nicht erst soweit kommt wie beim letzten mal. Die Allermeisten Probleme lassen sich nämlich vermeiden, wenn man von anfang an richtig gezeigt bekommt wie es funktioniert (was in den allermeisten Kliniken leider nicht der Fall ist). und wenn du merkst es geht nicht, dann still ab, bevor es so schlimm ist wie beim letzten mal. Dann kannst du dir wenigestens nie Gedanken machen ob es vielleicht doch geklappt hätte.

LG
qrupa

Beitrag von diana1101 10.03.10 - 15:50 Uhr

Hallo Claudi,

entscheide wenn deine Kleine da ist. Probier es. Abstillen kannst du dann immer noch.

Und ja, es ist das Beste wenn Babys gestillt werden. Aber es ist nicht das Beste wenn sich Mama deswegen fertig macht.
Ich hatte keinen Milcheinschuß, selbst nach 5 Tagen nicht.
Habe lange dem stillen hinterher getrauert, aber was sollte ich machen? Johanna lag auf der Neo...dadurch das ich keine Milch hatte, hatte sie keine Flüssigkeit, dadurch konnte sie ihren BZ und ihre Temp. nicht halten und wurde Gelb.

Ich habe abgestillt, und es geht mir gut damit. Sie wächst, gedeiht, ist fröhlicht und hatte bisher auch nur einmal schnupfen.

Wenn ich nochmal ein Kind zur Welt bringen sollte, dann wird von Anfang zugefüttert..und gestillt.. das mir mein Baby nach 2 Tagen "weggenommen" wird, das will ich nicht nochmal erleben.

Fühl dich #liebdrueck..

Alles wird gut.

LG Diana

Beitrag von sako2000 10.03.10 - 15:52 Uhr

Du bist keine schlechte Mams, nur weil Du nicht stillst.

Wenn es Dir so viel Angst macht, dann hoer auf Dich und stille NICHT!!!

Nur dann kannst Du die erste Zeit richtig geniessen. Ich kenne so viele, die sich die erste Zeit damit kaputt gemacht haben.


Zwinge Dich zu nichts, sondern geniesse die Zeit mit Deiner Maus.

VG und eine schoene Geburt,
Claudia (die selbst stillt)

Beitrag von nini00 10.03.10 - 17:11 Uhr

Huhu,

meine erste still erfahrung war auch nicht schön! #schmoll dachte immer ich were die einzige... #schein
ich hatte auch starke schmerzen! meine warzen wurden wund , milchstau probleme die hebi musste mir die milch rausdrücken weil das saugen sooo weh tat! Geblutet habe ich auch. vor jeden anlegen hatte sie angst und dann hätte ich #heul können vor schmerzen. meine tochter war auch sehr hibbelig und unruhig dabei...
bis ich dann gesagt habe ich möchte nicht mehr, war echt fertig.
aber weil ich das beste wollt für meine kleine, habe ich versucht abzupumpen, was dann auch dann für mich besser war als das saugen! die milch wurde immer weniger und habe dann zugefüttert, meine milch war dann von allein weg!
also hat mein tochter nur 3-4 wochen muttermilch bekommen.
wenn ich mein zweites kind bekomme weiß ich nicht ob ich wieder versuchen soll zu stillen #zitter hab auch angst vor! vieleicht werde ich dann wieder versuchen zu pumpen ...

lg,nini #liebdrueck

Beitrag von claudiundfabi 10.03.10 - 17:28 Uhr

Danke für eure vielen lieben antworten, ich hab vorhin mit meiner Hebamme gesprochen und habe nun nächste woche dienstag Termin und dann werde ich mal mit ihr über meine Ängste reden.

Beitrag von jacky 10.03.10 - 17:36 Uhr

Dann gibst du halt eben einfach die Flasche. Und? Hab ich auch gemacht. Meinungen anderer haben mich nicht interessiert, alles verlief super und meinem Kind geht es auch hervorragend.

Beitrag von kyrilla 10.03.10 - 18:21 Uhr

Hallo Claudi,

ich kann dich gut verstehen, die Stillzeit mit meinem zweiten Sohn hat auch alles andere als angenehm angefangen. Ich habe zwei Wochen beim Anlegen geweint und immer schon Angst vor seinem Löwenmäulchen gehabt.
Ich hätte sicherlich auch nicht durchgehalten, wenn ich nicht vom ersten Kind schon gewusst hätte, wie schön und entspannend das Stillen noch wird. Blutige Milch zu trinken ist übrigens für das Kind ungefährlich (weiß ich aus eigener Erfahrung #zitter)

Hast du die Möglichkeit schonmal eine Stillgruppe zu besuchen? Dort sind auch Schwangere willkommen und du kannst schonmal deine Ängst etwas abbauen.

Stillen ist aber auch etwas sehr psychisches, wenn du dich im Vorfeld schon verkrampfst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich tatsächlich Probleme ergeben.

Schön, wenn deine Hebamme dir vielleicht schonmal weiterhelfen kann.
Versuchen würde ich es auf jeden Fall, abbrechen kannst du immer noch.

Alles Gute
Kyrilla

Beitrag von kili77 10.03.10 - 22:15 Uhr

Hallo Claudi

ich würds an deiner Stelle versuchen...abbrechen kannst dus immer, wenn es nicht klappt.

Aber wer weiß, vielleicht dockt Nr 2 im KS an und es klappt alles super? Klar tuts am Anfang auch mal weh, aber dafür kommen danach so viele schöne, innige Momente.

Kann dir nur raten versuch es und such dir ne gute Hebi, die dir bei den Problemchen hilft.

Is ja doch schon ne Weile her und seit damals haben sich die Hebi Tipps usw bestimmt total geändert.

Mein Tipp noch, hol dir das Stillbuch von Hanna Lohtrop...meine Stillbibel!

LG Kili77 mit 2. Stillkind *2.12.09