Mit Kindern in Alleinlage wohnen...?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von maren80 10.03.10 - 15:15 Uhr

Hallo zusammen!

Mich würde mal interessieren, ob hier jemand Erfahrung damit hat mit Kind(ern) in Alleinlage zu wohnen, also ausserhalb von einer Ortschaft.

Wir möchten für uns (mein Sohn ist 20 Monate, im September kommt das Geschwisterchen) und unsere Tiere einen kleinen Reiterhof kaufen, der etwas weiter ab vom Schuss liegt. Es sind kleinere Orte drum rum und eine größere Stadt mit Schulen etc. ist mit dem Auto in 10 Minuten zu erreichen, aber es hält natürlich dort an dem Hof kein Bus. Wir sind bereit die Kinder zum Kindergarten, zur Schule und zu Freunden hinzufahren, da mein Mann selbstständig ist und ich ganz zu Hause bin ist das möglich. Auch jetzt wohnen wir schon ländlich und da hier im Ort keine Kinder im gleichen Alter sind bzw. die zwei die da waren schon früh in die Krippe kamen fahre ich jetzt schon 1/2 Stunde zum Kindertreffen. Und auch sonst sind wir dran gewöhnt alles mit dem Auto erledigen zu müssen.

Mich würden nun eure Erfahrungen interessieren. Was würde dagegen sprechen dort hinzuziehen? Ist das in Ordnung für die Kinder wenn sie nicht zu Fuß zu den Freunden können? Wieviel Aufwand ist es tatsächlich 2-3 Kinder immer zur Schule/Kindergarten/Freunden etc. zu bringen? Was für Tips könnt ihr mir geben?

Vielen lieben Dank!

Maren

Beitrag von lumani 10.03.10 - 16:18 Uhr

Hi

Ich selbst und auch jetzt meine Kinder sind bzw. wachsen so auf wie du es beschreibst!

Und was soll ich sagen...ich würde nichts anderes wollen!

Ich selber habe das Leben auf dem Land als
Kind sooo geliebt. Bei uns war es kein Reiterhof sondern ein Bauernhof...aber das ist ja jetzt kein so großer Unterschied. Ich habe die Tiere geliebt...habe es im Sommer geliebt bei der Heuernte etc. zu helfen...fand es sooo schön dass meine Eltern (Vollerwerbslandwirte) immer beide zu Hause waren...

Schön war dass immer Freunde bei uns willkommen waren...denn egal ob Sommer oder Winter, schönes oder schlechtes Wetter...für ein paar Kinder mehr oder weniger war immer Platz in Hof und Scheune

Nachteil war halt dass wir als wir etwas älter waren oft ab vom Schuss waren...aber wir hatten Fahhräder und waren so trotzdem mobil...in den Ort, Freibäder etc. sind wir auch alleine gekommen...weitere Strecken mussten meine Eltern mit dem Auto fahren


Heute leben wir immer auch wieder ausserhalb auf einem Bauernhof und meine Tochter liebt das Landleben auch! Sie kann immer fiel draußen spielen (großer Garten; mehrere Hektar Land) und Kinder sind bei uns auch immer willkommen. Hier gibt es sowohl im Sommer als auch im Winter immer die Möglichkeit sich draußen zu beschäftigen.
Super finde ich dass wir keinen Verkehr haben...ich muss nicht ständig Angst haben dass mein Kind unter die Räder kommen könnte etc.

Nachteil wir sind auf zwei Autos angewiesen da mein Mann vollzeit arbeitet und ich für alles mögliche eben ein Auto brauche (Arztbesuche, Großeinkäufe etc.) Für Erledigungen im Ort oder den Besuch der Krabbelgruppe können wir im Sommer aber wieder das Rad nutzen...

Wie gesagt ich finde die Vorteile überwiegen die Nachteile und die Kindheit auf dem Land ist einfach unbezahlbar!!!!!!

Beitrag von maren80 10.03.10 - 16:39 Uhr

Vielen Dank erstmal für deine ausführliche Antwort! Ich hatte schon Sorge, dass ich auf so eine ausgefallene Frage gar keine Antwort bekomme, es wohnen ja doch eher weniger Leute so in der Pampa... ;-)

Dass eine Kindheit auf dem Land und in der Natur unbezahlbar ist das sehe ich genauso wie du. Natürlich wären bei uns auch immer Kinder willkommen zum reiten, schwimmen, Toben auf dem Hof und für mehrere Kinder kochen macht mir auch nichts aus. Fraglich ist für mich nur ob es Eltern gibt, die ihre Kinder zu uns kutschieren, oder ob ich doch immer diejenige bin, die fahren muss. Wie auch immer, ich hab ja gesagt, dass ich da zu einigem bereit bin, zwei Autos sind auch da und mein Mann kann auch jederzeit mal fahren. Ich denke einiges ist auch mit dem Rad zu erreichen, natürlich erst wenn sie älter sind.

Ich selbst bin auf dem Land aufgewachsen, keine Disko, kein Kino und ein Schulweg von 2 Stunden mit dem Bus inkl. Umsteigen - Habs überlebt...

Einige Leute mit denen ich gesprochen habe sagen aber dennoch, dass das für Kinder doof ist, in einem Neubaugebiet wo viele Kinder wohnen sei es schöner, da bräuchten sie nur vor die Tür und hätten gleich andere Kinder zum spielen und könnten zu Fuß überall hin.
Und eben diese Stimmen lassen mich an unserem Plan zweifeln, obwohl ich selbst ein gutes Gefühl dabei hab und es so gerne möchte. Ist vielleicht auch einfach eine Gewohnheitssache für die Kinder? Oder haben meine Kinder dann wirklich Probleme Freunde zu finden? Ich möchte nur vermeiden, dass sie später sagen: Mama, warum wohnen wir eigentlich hier am A... der Welt??

Ach je, man macht sich immer so viele Sorgen....

Beitrag von nina1984 10.03.10 - 20:08 Uhr

Ich bin so aufgewachsen, die nächste Bahn für in 30-40 Minuten zu Fuß, sonst gab es nichts, außer einen Bäcker und eine Tankstelle. Nur zur Schule fuhr der Bus. Als Kind wa es super, als Teenie war es schrecklich. Wir haben vor 1,5 Jahren ein Haus gekauft, für mich war klar, dass wir ruhig wohnen wollten, aber nie so ruhig wie ich aufgewachsen war. Wir wohnen 10 Minuten von der U-Bahn und 2 Minuten vom Zug, in die Innenstadt fahren wir 20 Minuten und trotzdem kann ich egal zu welcher Uhrzeit im Garten liegen und höre NICHTS:-) Das ist die ideale Gegend für mich...