Angst um meinen Sohn. 3,5 Jahre

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von dannie1 10.03.10 - 21:04 Uhr

Hallo zusammen

Ich mach mir etwas Sorgen um meinen Sohn (3,5 Jahre alt).
Er hat überhaupt keine Angst vor fremden Männern. Letzte Woche kam meine Schwester mit ihrem neuen Freund zu uns zu Besuch. Und was macht er... er hängt sich schnurstracks an ihn und möchte mit ihm spielen, meine Schwester hat er dabei einfach übergangen. :-[
Oder letzte Turnstunde ging er einfach zu einem anderen Papa und hat sich an sein Bein gehängt. Einen Fremden, den er noch nie gesehen hat...
Meine Angst ist einfach das ihm mal was passiert, wenn ich ihn einen Moment aus den Augen lasse. Er würde ja mit jedem fremden Mann mitgehen...
Bei Frauen ist er etwas vorsichtiger.
was würdet ihr tun? Ich habe es ihm schon mal versucht zu erklähren, doch er versteht es einfach nicht.

Beitrag von unipsycho 10.03.10 - 21:47 Uhr

Hallo!

Also wir haben das Problem auch und mein Sohn geht tatsächlich mit Fremden auch mit. #zitter
Mein Standardspruch ist "Nach 3 Tagen mag er dann wieder heim".

Was soll ich machen? In meinem Kind eine Generalangst vor Fremden schüren?? Ich bin jetzt als Erwachsene sehr distanziert, habe mich aber als Kind auch ständig an Fremde gehängt.
Ich behalte meine Sohn im Auge. Bin immer präsent, wenn er mit Fremden umgeht, aber so diskret, dass der Kleine selbst Lernen kann, wie viel Distanz von Fremden erwünscht ist.
Sind wir ind er Stadt unterwegs läuft Sohnemann sowieso an der Hand.
Nähert er sich Fremden in geschlossenen Räumen, ist das für mich in Ordnung. Denn sollte derjenige mir komisch vorkommen, habe ich die ganze Zeit die Kontrolle und kann meinen Sohn wegziehen.

Sohnemann muss selbst die Erfahrung machen, wie man mit Fremden umgeht. Er hat oft die Gelegenheit dazu und ich bin guter Dinge, dass er mit der Zeit eine gesunde Distanz entwickeln wird.

Beitrag von kleine1102 10.03.10 - 21:57 Uhr

Hallo,

grundsätzlich ist es ja erfreulich, wenn Kinder extrovertiert und weltoffen sind. Aber auch abgesehen von den damit ggf. verbundenen Risiken müssen die Kleinen lernen, sowohl ihre eigene als auch die Privat- und Intimsphäre von Anderen zu respektieren.

Sprich', mit 3,5 Jahren sollte ein Kind sich nicht ihm völlig unbekannten Menschen einfach "um den Hals werfen" bzw. ans Bein klammern. Freundlich und offen auf andere Leute zugehen, ihnen vielleicht "hallo" sagen, sie etwas fragen, okay- aber gleich so sehr auf "Tuchfühlung" zu gehen, ist absolut unangemessen. Und das kann man einem Kind in dem Alter durchaus schon sachlich und ohne viel "Tamtam" erklären. Und vor allem auch, ohne dabei unnötig Angst vor fremden Personen hervor zu rufen. Aber ein gesundes Maß an Zurückhaltung sollte spätestens ab dem Kindergarten-Alter schon vorhanden sein. Es geht schließlich nicht nur darum, dass Dein Sohn sich mit diesem Verhalten selbst gefährden KÖNNTE, sondern, dass es völlig fremden Menschen vielleicht auch einfach unangenehm oder nicht recht sein wird, wenn ihnen der Kleine so völlig distanzlos "auf die Pelle rückt".

Unsere ältere Tochter war/ist auch sehr offen und kontaktfreudig. Sie kommt meist schnell mit Menschen ins Gespräch und hat bisher nur positive, freundliche Reaktionen erlebt. Bis kurz vor ihrem zweiten Geburtstag wäre sie wahrscheinlich auch recht bedingungslos mit so ziemlich Jedem mitgegangen #schwitz. Natürlich wollten wir ihr keine übermäßige Angst vor Fremden einflößen, aber eben ein gesundes Mißtrauen und ein sinnvolles Maß an Zurückhaltung. Interessanter Weise wurde Lina im Rahmen unserer Hausbau-Phase ganz von allein zurückhaltender. Hier gaben sich ja ständig diverse Personen "die Klinke in die Hand", die meisten natürlich Männer (Handwerker). Zwar waren alle total nett zu unserer Maus, Lina hat dennoch um einige lieber "einen Bogen gemacht" ;-), was wir auch ohne irgendeine akute Gefahr ganz begrüßenswert fanden.

So hat sich das irgendwie fast von selbst geregelt, wobei Lina sich auch als Kleinkind niemandem einfach ans Bein gehängt hätte oder wildfremden Menschen einfach auf den Schoß geklettert wäre. Kommunizieren jederzeit, aber verbal und nicht derart grenzüberschreitend. Heute erklären wir Lina, dass niemand gegen seinen Willen berührt werden darf und dass man dies manchmal auch gar nicht möchte- erst recht nicht von "Jedem". Das gilt für sie selbst, aber eben auch für ihr jeweiliges Gegenüber- besonders, wenn diese Person ihr unbekannt ist. Das klappt gut und ohne "Panikmache", ein gesundes Mittelmaß ist eben wichtig.

Lieben Gruß #blume,

Kathrin & #huepf Lina Emilia (*10/06) & #baby Antonia Maria (*12/08)

Beitrag von begilu 10.03.10 - 22:02 Uhr



Hallo,

das ist bei meinem Sohnemann genau dasselbe!
Er nimmt wildfremde Männer an die Hand und lässt sich rumführen, oder will den Männern etwas zeigen. Bisher finde ich es noch lustig, da ich immer in unmittelbarer Nähe bin.
Ich kann ihn auch verstehen und irgendwie ist es auch nützlich, dass er sich für sein Geschlecht interessiert, denn schließlich möchte er auch einmal ein Mann werden. Schließlich ist er stets von Frauen umgeben, Betreuung, Freundinnen von mir, Mütter... Mit Männern verbringt er eher weniger Zeit. Da muss es nicht verwunderlich sein. Aber ja doch, es kann auch gefährlich werden und sein. Deshalb sollten die Eltern immer ein Auge darauf werfen mit wem der Kleine Kontakt hat.