Übertherapieren?-Lang

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tschaggi 10.03.10 - 21:32 Uhr

Ich muss mich jetzt mal hier erkundigen. Mein Sohn (5 1/2) hat einen leichten Unterbiss und dadurch zu wenig Spannung in der Unterlippe und Schluckstörungen. Diese merkt man als Nichtfachmann nicht.

Die Kieferorthopädin hat uns zur Logopädie geschickt. Dort macht er gute Fortschritte.

Jetzt möchte die Logopädin aber unbedingt, dass ich meinen Sohn zur Ergotherapie, zum Kinderyoga oder zu einer psychomotorischen Therapie schleppe.

Warum? Weil er bei ihr auf dem Stuhl nicht ruhig sutzen bleibt und sich bei ihrem Computerspiel manchmal nur 4 Dinge statt 5 merken kann (ein Einkaufsspiel wo die Stimme sagt kaufe ein....und das Kind muss später aus 10 Dingen auswählen).

Komischerweise sitzt er zuhause und im Kiga ganz normaln und Kinderärztin und Schuluntersuchung waren sehr zufrieden mit ihm. Er ist motorisch sehr geschickt und fährt seit er 3 ist ohne Stützräder Fahrrad. Geht Schwimmen und in die Leichtathletik.

Ich bin jetzt verunsichert. Soll ich ein fröhliches, gesundes Kind therapieren lassen? Mein Bauch sagt nein aber ich will ihm auch jede Unterstützung geben die er (evtl.) braucht.

Wie würdet Ihr hier vorgehen? Inzwischen hab ich nämlich auch schon gehört dass eine Ärztin dringend von dieser Logopädin abrät....

Liebe Grüße

Tschaggi

Beitrag von bine3002 10.03.10 - 21:47 Uhr

Die Logopädin hat als Argument, dass er bei ihr nicht ruhig auf dem Stuhl sitzen bleibt. Bei dir und im Kindergarten tut er es aber. Da er dort mehr Zeit verbringt, würde ich auf dein eigenes Urteil und das der Erzieherinnen vertrauen und ihn nicht therapieren lassen.

Beitrag von sunflower.1976 10.03.10 - 21:50 Uhr

Hallo!

Aus der Entfernung ist natürlich schwer zu sagen, ob bzw. welche Unterstützung Dein Sohn braucht.
Aber mehr als drei Termine (also Logo, Leichtathletik und Schwimmen oder irgendwas anderes) würde ich auf keinen Fall für ihn festlegen. Dann bleibt zu wenig Zwit für freies Spiel (was die Kinder ja auch "fördert") und Treffen für Freunde.

Psychomotorik finde ich persönlich vom Ansatz her sehr gut. Was die Ergotherapie anbelangt, würde ich mal den Arzt oder auch die Erzieherinnen nochmal konkret wegen dieser Empfehlung befragen. Das wird manchmal vorschnell empfohlen (und das sage ich als Ergotherapeutin ;-))

Mein Sohn (wird im Juni 5) geht zwei Mal wöchentlich zur Logopädin, allerdings am späten Vormittag, so dass die Nachmittage frei sind #schwitz Zusätzlich geht er zum Kinderturnen und zum therapeutischen Reiten. Letzteres ist mit Sicherheit auch nicht unbedingt nötig, da mein Sohn außer mit der Sprache keine Probleme hat. Aber es hilft ihm sehr, Selbstbewusstsein aufzubauen, das unser seiner Sprachstörung doch stark leidet. Daher haben wir uns für diese zusätzliche, wenn vielleicht auch nicht wirklich nötige Unterstützung entschieden. Und unser Sohn hat richtig viel Spaß beim Reiten und das alleine ist Grund genug, dass er hingehen darf. Als Therapie sieht er es überhaupt nicht an.

LG Silvia