hat mein Kind schon Depresionen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von susi-28 10.03.10 - 21:53 Uhr

Hallo, habe mich gerade hier angemeldet weil ich gern ein paar Meinungen zu meinem anliegen von euch hätte.

Es geht darum men Sohn 6 Jahre ist seit einigen Wochen zeitweise richtig traurig jedenfalls kommt es mir so vor er schaut ganz traurig, hat auf nix Lust. Frage ihn dann immer was ist denn mit dir? Und er meint immer nur es ist nich alles ok

Gestern hatte ich mit seiner Kindergärtnerin gesprochen das ist ne ganz liebe da er auch nicht mehr in den Kiga will seit einer Woche er kommt ständig mit neuen schmerzen einmal hat er Halsschmerzen dann Zahnschmerzen und dann wieder Bauchschmerzen so versucht er mich dann immer rum zu bekommen das ich ihn zu hause lasse was ich aber nicht mache denn ich merke ob er wirklich schmerzen hat hab da so meine Tricks. Naja jedenfalls meinte seiner Erziehrina uch das er ihr immer traurig vorkommt. Hab sie gefragt ob denn was vorgefallen ist und sie meinte nein es ist alles ok. Er hat viele Freunde nicht nur im kiga auch so also es ist nich so das keiner was mit ihm zu tun haben will.

Bin langsam verzweifelt er hat auch immer Angst das er ärger bekommt wenn er was falsch macht ich frage mich wie er auf sowas kommt. Sage dann immer zu ihm jeder Mensch macht Fehler keiner ist perfekt.

So das wars erstmal von mir vieleicht habt ihr ja ein paar Tips. Sollte ich mal zu nem Psychiologen mit ihm gehen?

Lg Susi

Beitrag von kleine1102 10.03.10 - 22:54 Uhr

Hallo Susi!

Erstmal #herzlichlich willkommen hier im Forum :-)!

Klingt wirklich ziemlich betrübt, was Du da von Deinem Sohn schreibst :-(. Er sagt ja selbst schon auf Nachfrage, dass eben "nicht alles okay ist". Mein erster Gedanke beim Lesen war, dass der Kleine vor irgendetwas Angst hat. Das muss gar nichts Akutes sein, es kann sich z.B. auch um Verlustängste handeln. Beispielsweise derart, "Während ich im Kindergarten bin, passiert Mama oder Papa vielleicht etwas Schlimmes." Dies ist meist zwar völlig unbegründet, für ein Kind in dem Alter aber in seinen Vorstellungen leider oft sehr realistisch und entsprechend bedrückend. Das kann auch ein Grund sein, warum der Kleine nicht mehr in den Kindergarten gehen mag.

Wie "weit" fragst Du denn nach, was ihn so traurig macht? Und vor allem, WIE fragst Du? Ich würde "einsteigen" damit, dass Du den Eindruck hast, dass Dein Sohn im Moment nicht sooo glücklich ist. Die Frage nach dem "Warum" ist leider meist wenig hilfreich bzw. die Zwerge möchten oder können das nicht so einfach benennen. Eine Möglichkeit wäre, ihm anzubieten, dass er nichts SAGEN muss, sondern vielleicht nur nicken oder den Kopf schütteln, wenn Du ihn fragst, woran es liegen könnte. Wenn er sich darauf einlassen kann/möchte, kannst Du z.B. fragen, ob er vor etwas oder Jemandem Angst hat, ihn jemand ärgert oder ungerecht behandelt, etc. . Natürlich nicht in Form eines "Verhörs" ;-), sondern in einer angemessenen, entspannten Atmosphäre.

Falls dies nicht zu einem Ergebnis führen sollte bzw. auch je nachdem, was dabei "heraus kommt", solltest Du auf jeden Fall auch Euren Kinderarzt um Rat fragen. Eine Traurigkeit, die über einen relativ langen Zeitraum anhält bzw. immer wiederkehrt, ist in dem Alter nämlich schon ungewöhnlich. Und wenn Dein Sohn von allein nicht mehr aus der Situation heraus findet und Ihr als Eltern ihm auch nicht dabei helfen könnt, wäre es durchaus sinnvoll, sich professionelle Unterstützung zu suchen.

Lieben Gruß & alles Gute für Euch #blume!

Kathrin & zwei Mädels

Beitrag von janamausi 11.03.10 - 20:22 Uhr

Hallo!

Ich würde nicht gleich zum Psychologen gehen, sondern estmal zum Kinderarzt. Zum einen ein Blutbild machen und zum anderen kann dir auch der Kinderarzt gute Ratschläge geben, Bücher empfehlen etc.

Meine Tochter hatte sich auch mal stark verändert. Nach einer Blutentnahme ist rausgekommen, dass sie Probleme mit der Schilddrüse hat. Sie musste dann Tabletten nehmen und es wurde wieder besser. Auch haben Kinder gute Chancen, dass die Schilddrüse sich nach einer gewissen Zeit der Tabletteneinnahme wieder einstellt (so war es auch bei meiner Tochter).

LG janamausi