warum hab ich nur so eine sch....Angst jedesmal????

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von angelinchen 10.03.10 - 22:07 Uhr

Hallo

das ist wahrscheinlich das falsche Forum, aber irgendwo muss ich das jetzt rauslassen...

mein Sohn macht morgen mit seiner Kiga Gruppe einen Busausflug ins Kinder- und Jugendmuseum nach München, das ist von uns etwa 1-1,5 Stunden Fahrt...so schön so gut, er freut sich auch voll drauf...

wenn doch nicht jedesmal, wenn sowas ansteht, MEINE Angst davor wäre, ihn nun den letzten Tag zu sehen, weil am Ausflugstag was schreckliches passiert. Ich kriege Herzrasen etc. und fühle mich sooo mies, manchmal spielen sich vor meinem inneren Auge absoluit schlimmste Dramen ab. Ich sass vorhin sicher eine halbe Stunde vor meinem schlafenden Sohn und war fast am weinen...

ist sowas schon nen Fall für nen Psychologen? Ich hoffe, mein Kind merkt mein Gefühlschaos nicht...und noch mehr hoffe ich jedesmal, dass dieses völlig sinnlos und übertrieben war...

Sorry fürs zulabern, aber hier is so ziemlich der einzige Platz an dem ich das rauslassen kann, mein Mann is mir da leider keine Hilfe, im Gegenteil...

Anja mit Arian (5) und Adelina (2)

Beitrag von faridari 10.03.10 - 22:11 Uhr

Hallo, mir gehts auch so sitz jeden Abend noch vor meinen schlafenden Kindern und hab solche Angst um sie und denk mir immer hoffendlich passiert ihnen nichts!!Mein Mann ist da auch keine Hilfe!!

Liebe Grüße

Beitrag von bine3002 10.03.10 - 22:13 Uhr

Hm.... schwierig. Ich denke, so lange Du diese Angst mit dir selbst ausmachen kannst, deinem Sohn damit nicht auf die Nerven gehst und es sich darauf beschränkt, dass Du ne halbe Stunde an seinem Bett sitzt und FAST heulst, gehts wohl noch. Wenn Du aber merkst, dass Du morgen am Rad drehst, nicht mehr klar denken kannst, eine Spur in den Teppich läufst, heulst und total durch den Wind bist, dann würde ich echt mal zum Psychologen gehen.

NATÜRLICH kann was passieren. IMMER! Jeden Tag, egal ob mit dem Bus unterwegs oder nicht. Man sollte aber seine Lebensfreude nicht schon verlieren, bevor etwas passiert ist. Dann stimmt was nicht.

Beitrag von angelinchen 10.03.10 - 22:19 Uhr

ich heule jetzt schon!
ich denke auch ich weiss, woher das so extrem kommt...

Als ich mit ihm schwanger war, wollten meine Eltern eine Busreise machen, und ich ahnte vorher, dass was schlimmes passieren wird, habe sie gewarnt, aber das wurde lächelnd abgetan. Tja, ihr Bus ist frühmorgens von der Strasse abgekommen wegen zu hoher Geschwindigkeit, hat eine Autofahrerin in den Tos gerissen und ist gegen einen Baum geprallt, wobei meine Eltern (GsD leicht!) verletzt wurden...
seit diesem Ereignis habe ich oft Träume auch Tagträume, wo ich sehen und vor allem FÜHLEN kann, wie das Drama passiert...

Ich denke, ich werde wohl zum Psychologen gehen, auch wenn ich mir nur schwer vorstellen kann, WIE man das ablegen kann...

auf jeden Fall #danke
Anja

Beitrag von fritzeline 10.03.10 - 22:33 Uhr

Hi nochmal,
das hört sich jetzt vielleicht zynisch an, aber deine Vorahnung hat sich eigentlich gerade nicht bestätigt, da deinen Eltern nichts Schlimmes passiert ist - im Gegenteil, sie hatten richtig Glück, dass sie nur leichtverletzt waren. #klee

Stell dir vor, sie hätten auf deine Warnung gehört, wären vielleicht nicht mit dem Bus gefahren aber mit dem Auto unterwegs ... und an Stelle der Autofahrerin gewesen. Siehst du, worauf ich hinaus will...?

Beitrag von angelinchen 10.03.10 - 22:35 Uhr

Du hast völlug Recht, von dieser Seite habe ich das Ganze noch nicht betrachtet! danke für diese andere Sichtweise!
ich merke, wie ich gerade innerlich echt ruhiger werd durch die vielen aufmunternden Anworten hier!

Danke!

Beitrag von bine3002 11.03.10 - 08:46 Uhr

"Ich denke, ich werde wohl zum Psychologen gehen, auch wenn ich mir nur schwer vorstellen kann, WIE man das ablegen kann... "

Deswegen gehst Du ja zum Psychologen, denn der hilft dir dabei. Vielleicht auch nicht unbedingt dabei, das ganz abzulegen, sondern damit klar zu kommen.

Ängste zu haben ist ja ganz normal. Manchmal nimmt das nur Formen an, die nicht mehr gesund sind und daran kann man dann arbeiten. Und manchmal stört die Angst einfach nicht so sehr im normalen Leben. Wenn ich z. B. Angst vor Schlangen habe, kann ich hier in unseren Breiten ganz gut damit leben, weil mir in der Regel einfach keine begegnet. Angst vor Hunden wäre da schon störender.

Ich habe z. B. Angst vor (kleinen) Spinnen. Ich schaffe es aber, die Angst zu überwinden, weil ich sie meiner Tochter nicht weitergeben möchte. D.h. ich nehme so ein Vieh auf die Hand, bin aber innerlich total angespannt. Macht nichts, ich beisse mich durch, weil ich weiß, dass die Angst irrational ist. Und wenn man das nicht selbst schafft, dann braucht man einen Psychologen.

Beitrag von jenny111 10.03.10 - 22:13 Uhr

das gefühl kenn ich.
ich hatte das als die oma etc. geholt haben anfangs zum spazieren gehen. ich muss sagen elais war ein frühchen und hatte atem schwierigkeiten.
ich habe anfangs jede stunde angerufen und gefragt wie es ihm geht und was er macht. es ist einfach schwer die kinder loszulassen aber, das muss man (leider) lernen.

es ist schwer aber versuche damit umzugehen... ich hab mich immer mit meinem hobby (reiten)abgelenkt um nicht die ganze zeit an ihn zudenken.

lg

Beitrag von angelinchen 10.03.10 - 22:21 Uhr

danke auch dir
hm, also damals hatte ich diese Angst eigentlich nicht, ich weiss gar nicht, warum das jetzt so schlimm geworden ist...ich weiss es echt nicht.
und ablenken wird mich ja sicher meine Tochter, die ist ja zu Hause, aber es ist dennoch sehr sehr schlimm für mich. ich bin so froh wenn er wieder da ist!

LG

Beitrag von sunflower.1976 10.03.10 - 22:20 Uhr

Hallo!

Wenn solche heftigen Ängste die Ausnahme sind und Du Deinen Sohn damit nicht belastest...okay.

Sollten solche Ängste - vor allem wenn sie auch mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen usw. auftreten - öfter vorkommen, kann therapeutische Hilfe ggf. sinnvoll sein. Du würdest ja die Zeit mit Deinen Kindern nicht so genießen können, wie es ohne diese Ängste möglich wäre. Außerdem würde Dein Sohn unterschwellig Deine Ängste mitbekommen. So sehr kann man sich nicht verstellen und Kinder sind sehr sensibel.

Ich neige auch dazu, schnell ängstlich zu werden. Neulich bin ich nachts aufgeschreckt und war sicher, dass es meiner Mutter schlecht geht. Am nächsten Tag habe ich unter einem Vorwandt dort angerufen und es war alles bestens... Würde sowas öfter vorkommen, wäre für mich therapeutische Hilfe sicher sinnvoll. Aber da solche wirklichen Angstattacken extrem selten sind (alle paar Jahre mal) und ich niemanden damit beeinflusse, ist es okay.

LG Silvia

Beitrag von angelinchen 10.03.10 - 22:24 Uhr

Hmm, ich "belaste" ihn damit hoffentlich nicht, ich bemerke zumindest nix an ihm was darauf deuten könnte. MICH belastet es, wenn ich bspw. von Flugzeugabstürzen oder dergleichen derart realitätsnah träume, oder ich regelrecht den Schmerz des (nicht vorhandenen) Verlustes spüren kann...

schau mal in meine Antwort zur 2.Antwort rein...ich habe leider schon eine sich bewahrheitende Vorahnung gehabt...

LG un danke!

Beitrag von sunflower.1976 10.03.10 - 22:39 Uhr

Hallo!

Ja, Deine Antwort auf den anderen Beitrag habe ich gerade gelesen.
Da ist es nur zu verständlich, dass Du Ängste hast. Eine therapeutische Unterstützung könnte vielleicht wirklich hilfreich sein, damit Du das verarbeiten kannst.

Ich "träume" auch sehr selten mal solche realistischen Träume. Als ich 18 war und ein Praktikum in Schweden gemacht habe, kamen plötzlich Gedanken, was mit meinem Opa passiert, falls meine Oma stirbt, wer sich um die Haushaltsauflösung kümmert usw. So, als wäre meine Oma wirklich schon gestorben. Die Gedanken konnte ich nicht richtig "wegschieben". Klar, meine Oma war alt und gesundheitlich nicht fit. Aber sie hatte keine akute Erkrankung. Sie starb dann wirklich ein paar Tage später, noch während meiner Praktikumszeit in Schweden. Seitdem habe ich echt Angst, falls ich mal solche "realistischen" Träume habe, wie z.B. neulich mit meiner Mutter. Klar ist nicht auszuschließen, dass ihr was passiert. Aber sie war neulich zu ausführlichen Vorsorgeuntersuchungen bei diversen Ärzten und es war alles völlig in Ordung. Ich habe meiner Mutter von diesen Gedanken erzählt und sie meinte, dass sie sowas auch kenne, aber es sich noch nie bewahrheitet habe.

Da Dich diese Träume zu belasten scheinen...such Dir Hilfe!
Ohne Dir zu nahetreten zu wollen, für mich könnten Deine Träume/Ängste (zusammen mit den dazugehörigen körperlichen Beschwerden) auf eine Angst- bzw. Panikstörung hindeuten. Das kann natürlich nur ein Fachmann wirklich feststellen. Es gibt keinen Grund, dass Du (unnötig) solche Ängste hast!

ALLES GUTE!

LG Silvia

Beitrag von fritzeline 10.03.10 - 22:26 Uhr

Hi,
ich kenne das Gefühl total. Gerade abends, beim Zubettbringen oder vorm Selbereinschlafen überkommen mich diese Ängste, manchmal mit einer Wucht, dass ich heulen möchte. Aber...ich denke, so platt und simpel sich dieser Ratschlag anhört, so wahr ist er: Diese Gedanken darfst du nicht zulassen.

Wenn du sie zulässt, dich darauf einlässt, dann wäre die logische Folge, dein Kind einzusperren, in Watte zu packen und niemals loszulassen.

Also: Sobald dich so eine Idee überkommt, denk sofort an etwas Schönes, Positives. Daran, wieviel Spaß dein Kind haben wird, dass es etwas ganz besonderes für ihn ist und du ihn sowieso wohlbehalten zurückbekommen wirst. Schmiede Pläne für die nächsten gemeinsamen Unternehmungen, stell dir vor,was ihr im Sommer alles schönes machen könnt etc. :-)

LG, f. (die manchmal denkt, dass ihre blöden Ängste sie noch krank machen werden #gruebel)

Beitrag von angelinchen 10.03.10 - 22:29 Uhr

danke dir für deine Worte das hat grad echt gut getan!
ich habe die Ängste bisher nicht zugelassen, naja, nicht nach aussen.
am schlimmsten war es bisher bei seiner Zahn-OP unter Vollnarkose, da bin ich schier im Dreieck gesprungen, das war seeeehr schlimm. aber auch das haben wir ja überstanden...

es ist halt so, dass es hier seit Tagen vor allem auch heute, extrem windig ist und morgen soll auch noch leichter Schneefall kommen...

hach, es wird schon gut gehen!
LG

Beitrag von marathoni 10.03.10 - 22:28 Uhr

Du begleitest deine Kinder in deren Leben immer nur ein Stück. Danach müssen sie alleine weiter gehen. Selbständig. Und für das Schiksal bist du nicht verantwortlich. Wenn was passieren soll, dann passiert es. Auch zu Hause. Vor der Tür. In deinem Auto usw. Lass dein Kind ziehen. Und vertraue darauf, dass nichts passsiert. Du kannst es nicht in Watte packen.
Kinder haben ganz feine Antennen. Die merken das , wenn es dir dabei schlecht geht. Versuche loszulassen. Du schaffst das, versuche es deinem Kind zuliebe.
Ich kenne das Gefühl nur zugut. Es frisst mich auch manchmal auf, aber dann versuche ich immer tief durchzuatmen und einfach Vertrauen. Eine andere Chance hast du nicht- oder du und dein Kind werden wahnsinnig.....

Beitrag von angelinchen 10.03.10 - 22:33 Uhr

danke dir!
ja, bisher schaffe ich es ja auch jedesmal, mich von der Freude anstecken zu lassen. ich lasse ihn das nicht spüren...aber es ist schwer!
ich glaube das was mir am meisten schwer fällt, ist in diesem Punkt ANDREN zu vertrauen. das geht mir mittlerweile aber in fast allen Lebenslagen so. Ich habe extrem Flugangst entwickelt, ich bin ein ganz übler Beifahrer, sobald ich etwas nicht selbst in der Hand habe (wobei man das ja auch nie wirklich hat, ich weiss) fühle ich Panik und sehe Horrorszenarien vor mir...

aber morgen das wird schon werden
LG Anja

Beitrag von souka 10.03.10 - 22:48 Uhr

also ich kenne das auch.....und wie!!!
es gibt bessere und schlechtere zeiten.
am schlimmsten wars die ersten 2 jahre mit meinem sohn, hatte solche angst ihn wieder zu verliehren.
habe manchmal so angst dass uns ein schweres schicksal geschieht, dass ich
fast nicht mehr glücklich sein kann. denke mir dann die schlimmsten szenarien aus, in alle einzelheiten. echt schlimm!
aber ich kenne das seit meiner kindheit.
Ich weis nun, dass ich mich vor schlagzeilen (Bild) schrecklichen geschichten /schiksalsschläge oder auch gewissen filmen schützen muss.....denn ich versuche es dann 1 zu 1 nachzufühlen #zitter und kann dann dieses gefühl aufrufen wenn mein sohn mit dem Kindergarten weg fährt.
was mir wirklich etwas geholfen hat war meine naturheilärztin.
und komischerweise habe ich weniger ängste jetzt wo ich wieder schwanger bin!!?

Beitrag von angelinchen 10.03.10 - 22:54 Uhr

wow, da hat jemand dasselbe Problem wie ich!
ich kan auch keine (auch leichten) Horrorfilme oder so sehen! Ganz schlimm! ich bekomme dann richtig Panik!

meine 2. Schwangerschaft hat bei mir leider nix gebessert. Im Gegenteil. Meine Tochter war dermassen anstrengend, dass ich oft Dinge gedacht (oder gesagt) habe, die man einfach NICHT sagt/denkt...und ich befürchte ganz doll, dass sich das irgendwann in irgendeiner Form "rächt". Ich habe z.B. JETZT wo sie mit ihren knapp 2,5 Jahren ab und an mal 1 Nacht durchschläft, morgens soooo eine Panik, dass sie nun tot ist...ich FÜHLE dann diesen schrecklichen Schmerz----um dann zu sehen dass doch alles in bester Ordnung ist....

also, wenn ich meine Antworten so lesen, dann komm ich selber nur zu dem Schluss, den Gang zum Psychologen doch mal zu wagen, schaden kann es sicher nicht (auch wenn mein Mann mich deshalb verspottet)

LG und danke dir!
Anja

Beitrag von krokolady 10.03.10 - 22:55 Uhr

die Angst hab ich immer wenn ich sie in den KiGa bringe....also fast täglich.

Aber ich glaube diese Art der Angst ist "normal".....also eine gesunde Angst.
Solange du normal im Alltag weitermachst ist es ok.......wenns aber so ist das du bei solch Ängsten echt heulend zu Hause rum sittz und zu nix fähig bist.......dann solltest dir wirklich Hilfe holen.

Beitrag von braut2 11.03.10 - 09:48 Uhr

Ich find das völlig normal. Gerade weil man einfach momentan soooo vieles in den Medien hört und mitbekommt wie schnell sowas gehen kann- und plötzlich kommt jemand nicht mehr nach Hause #zitter
Das alles macht mir auch Angst. Natürlich nicht so, daß es meinen Alltag komplett beeinflusst. Aber mir kommen auch manchmal die Tränen wenn ich an bestimmte Situationen denke oder grad mal wieder was schlimmes im Fernsehen gesehen habe......

Übrigens: meine Freundin hat ihren gerade erst geborenen Sohn auch Arian genannt. Bis dahin war mir der Name völlig unbekannt. jetzt les ich ihn schon zum 2.mal ;-)

Lg

Beitrag von fee1972 11.03.10 - 09:57 Uhr

Huhu !

Laß dich mal #liebdrueck !

Ich kenne solche Ängste . Das hört auch beim 5. Kind nicht auf ;-) .

Bei mir ist es wenn meine beiden Ältesten mit dem Roller unterwegs sind . Oder mein Ältster mit Kollegen zu verschiedenen Baustellen fährt ( er macht seine Ausbildung im Elektrohandwerk ) . Oder wenn meine 3. alleien zum Fußballtrainig fährt mit Fahrrad oder Inliner und sie an einem kleinen Waldstück vorbei muß .

Ganz schlimm ist es , wenn ich mit den beiden Kleinsten spatzieren gehe und Emily gerne ein wenig vorläuft und dann nicht hört , wenn man sagt sie soll stehen bleiben . Hatte schon ganz böse Träume deswegen .

Oder wenn in den Medien wieder etwas böses auftaucht und ich mir vorstelle wenn es eines meiner Kinder wäre .

Meine 11. Jährige würde gerne mal in einer anderen Stadt schlafen , beim Vater ihrer Freundin . Nein , ich will es nicht , ich kenne den Menschen nicht !

Ach , ich könnte noch soviele Dinge aufzählen . Ich denke die Ängste werden nie aufhören , auch nach einem Loslassen in die Erwachsenenwelt nicht . Die Ängste verlagern sich dann einfach nur , denn man bleibt immer Mama und es ist immer ein Teil von dir !

Ich gehe auch oft vor dem Schlafengehen nochmal durch jedes Zimmer und betrachte meine Kinderschar ;-)

Aber mir geht es auch zu Herzen , wenn meinen Kindern etwas kaputt geht , wo sie dran hängen , sowas tut mir so leid und ich versuche dann Ersatz zu suchen .


Also Kopf hoch !

Solange deine Ängste nicht Überhand nehmen und nicht deinen Tag sprengen , ist alles in bester Ordnung .

LG Dany

Beitrag von giks 11.03.10 - 13:09 Uhr

Hallo liebe Anja,

natürlich sind solche Ängste, bis zu einem gewissen Punkt, normal. Ich hab mal dieses Zitat gehört:

"Die Entscheidung Kinder zu haben ist von großer Tragweite, denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz ausserhalb des Körpers herumläuft!"

... und genau so ist es doch auch. Unsere Kinder müssen ihren Weg gehen und ihre Erfahrungen machen, um zu selbstbewußten und vernünftigen Menschen heranzuwachsen. Dabei können wir sie nicht rund um die Uhr beschützen, und wir müssen sie wohl oder übel machen lassen, auch wenn sie unser Herz bei sich tragen.

Ich denke schon, dass das Erlebnis mit Deinen Eltern etwas mit Deiner ganz konkreten Angst zu tun hat, aber es scheint mir, als ginge das tiefer. Vielleicht erinnerst Du Dich, dass meine Eltern vor nicht allzu langer Zeit innerhalb von 2 Jahren einfach völlig unerwartet tot umgefallen sind (Herzinfarkt und Gehirnblutung). Das war (und ist!) natürlich wahnsinnig schlimm für mich, und es hat mir gezeigt, dass jederzeit alles passieren kann.

Eine Zeit lang habe ich mir ständig Sorgen um alle geliebten Menschen gemacht. Aber nach einer Weile hat sich das umgedreht: eben weil jederzeit alles passieren kann, hilft es überhaupt nicht, sich immerzu verrückt zu machen. Das hat mich irgendwie gelassener gemacht.

Ich denke übrigens schon, dass ein Psychotherapeut Dir bei Deinen Ängsten, und auch Deinem Drang zur Kontrolle, weiterhelfen kann. Und selbst wenn es alles im Bereich des normalen sein sollte, kann es doch nicht schaden, darüber mal mit jemandem zu sprechen, der sich auskennt, oder? Sonst läufst Du vielleicht wirklich irgendwann Gefahr, Dich selber und auch Deine Familie zu sehr zu belasten. Ich würde es einfach mal versuchen.

Ganz liebe Grüße, und Arian einen schönen Ausflug!

Angelika

Beitrag von angelinchen 11.03.10 - 22:37 Uhr

Hallo, meine liebe Angelika!
das hast du sehr schön geschrieben, ich danke dir!
Ich habe seit gestern über einiges nachgedacht, und irgendwo ist bei mir wirklich was nicht so ganz in Ordnung (klingt DAS blöd). Ich werde einen Termin machen, denn es gibt tatsächlich Ängste, deren ich nicht mehr Herr werde----zum Beispiel die Angst vorm Fliegen, Höhenangst und eben die Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren.
Ich habe mittlerweile vor soooo vielem Angst, vor Einbrechern, vor Monstern (ja, auch im Erwachsenenalter noch #hicks), dass ICH sterbe und so weiter und so weiter. Ich habe manchmal das Gefühl, gar nicht mehr ich selber zu sein.

Ich werde das in Angriff nehmen, denn einige Dinge belasten zumindest meinen Mann stark...Naja.

Ich wünsch euch alles alles Liebe und danke dir nochmal für deine lieben Worte!

LG Anja (man liest sich ;-))