Artikel "Neue Ernährungsempfehlung"

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sharlely 10.03.10 - 22:08 Uhr

Wegen der Beikost Diskussion unten. Hab hier mal nen Artikel gefunden, den ich sehr interessant fand und wollt euch den nicht vorenthalten! ;-)
Ist zwar nur ein Artikel in ner Zeitschrift, aber wenigstens sind hier mal anständige Quellen genannt! :-)


Eins vorweg, das soll nur rein informativ gedacht sein und ich will damit niemanden angreifen. Ich bin der Meinung jeder sollte das tun, was er für richtig hält.

Habs ja unten schon mal geschrieben, ich zitiere: ;-)

Ich denk jeder kennt sein Kind am besten und man sollte das machen, hinter dem man 100% steht. Alles andere macht sowieso kein Sinn. Keine Studie der Welt, kann jemanden überzeugen, der doch ein schlechtes Gefühl hätte, das anders zu machen!

Also bitte nicht gleich steinigen!

http://www.eltern.de/baby/gesundheit-und-ernaehrung/allergierisiko.html

LG S.

Beitrag von dianaanni 10.03.10 - 22:20 Uhr

NAAAAAAAAAAAAAAAAAA keine Steine ???

Schlafen wohl alle schon #rofl#rofl#rofl

Beitrag von tina4370 10.03.10 - 22:35 Uhr

#Danke für den Artikel!

Ist wirklich interessant (und klingt auch ziemlich einleuchtend)!

Letztlich bin ich auch der Meinung, dass jeder das tun aollte, was er für richtig hält, aber ein paar Informationen können ja nicjt schaden.

Liebe Grüße!
Tina mit Maria Elisabeth *10.09.09 (die gerade mit Beikost anfängt - Hmmm, Möhrchen! ;-) )

Beitrag von tykat 10.03.10 - 22:53 Uhr

Hallo,

warum denn Steine?
Endlich mal ein konstruktiver Beitrag zu dieser ganzen undendlichen Diskussion;-)#pro
Ich orientiere mich auch nach den Richtlinien in dem Artikel, da es für mich sehr plausibel ist.
Aber wie du schon sagst, jeder wie er möchte oder wie er es am besten für sein Kind empfindet.

LG,Tykat+Tom

Beitrag von nashivadespina 10.03.10 - 23:31 Uhr

Vorab..

Die Allergologie ist bisher sehr wenig erforscht..deshalb gibt es ständig neue Richtlinien/Artikel und verschiedene Ansichten-sogar unter den Allergologen selbst.

dann zitiere ich aus dem Artikel:

"..Es gibt aber keine Belege dafür, dass längeres Vollstillen – bisher waren sechs Monate empfohlen – den Ausbruch von Allergien verhindert."

..genauso wenig gibt es Belege dafür dass ein früher Beikostbeginn Allergien verhindert etc. etc.

Dann gibt es weitere zahlreiche Punkte die nicht ganz richtig sind. Zum Beispiel dass ein Kind Risikogefährdet ist wenn mindestens ein Geschwister oder Elternteil Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis hat.

1. ist ein Kind auch bei allergischen Hautreaktionen und anderen allergischen Reaktionen eines Geschwister oder Elternteils gefährdet

2. besteht auch ein Allergierisiko wenn der Großvater als Beispiel Allergien hat

3. birgt Neurodermitis kein Allergierisiko in dem Sinne..denn bis Heute weiß man Schulmedizinisch nicht weshalb Neurodermitis definitiv entsteht und ob es vererbbar ist. Es gibt keine einzige Therapieform bei Neurodermitis die schulmedizinisch Betrachtet meistens oder häufig Heilung erziehlt. Neurodermitis ist schwer heilbar und noch weniger im Vergleich zu Allergien erforscht.

Ich find man kann garnicht hinter etwas zu 100% stehen....mein Kind und ich sind selbst von Neurodermitis und zahlreichen Allergien betroffen..da kann man nicht nur auf den Bauch hören sondern man muss sich eben auch weiter informieren und wissen aneignen..und so vielleicht auch mal seine Meinung diesbezüglich ändern damit man mit der Krankheit besser zurecht kommen oder auch verhindern kann. Wenn eine Mutter zb sagt..dass sie aufjedenfall mit Monaten zufüttert...egal was andere sagen..kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Wenn man auf Stur stellt..sich nicht informiert und nur seinen eigenen Weg geht kann das auch schnell schief gehen ;-)

Dein Zitat:

"Keine Studie der Welt, kann jemanden überzeugen, der doch ein schlechtes Gefühl hätte, das anders zu machen! "

..teilen daraufhin hoffentlich nicht viele sondern sind eben dazu in der lage..eigene ansichten wenns drauf ankommt zu überdenken.

Beitrag von nashivadespina 10.03.10 - 23:32 Uhr

ein fehlerteufelchen... ich meinte:

enn eine Mutter zb sagt..dass sie aufjedenfall mit 3 Monaten zufüttert...egal was andere sagen..kann ich nur mit dem Kopf schütteln....

Beitrag von mamavonyannick 11.03.10 - 07:33 Uhr

Und warum sollte man von seiner Meinung abweichen und plötzlich die Ansicht IRGENDEINER Mutter annehmen, wenn selbst die Wissenschaftler und Ärzte sich nicht einig sind, wann welche Nahrung am besten ist?
Dich scheint doch der Artikel auch nicht wirklich zu beeindrucken. Warum verlangst du es von der Gegenseite? Sind deine Quellen etwa RICHTIGER?#kratz

Beitrag von nashivadespina 11.03.10 - 12:32 Uhr

Ich habe nicht geschrieben dass man die Ansicht IRGENDEINER Mutter dann annehmen soll. Ich meine lediglich dass in solche gesundheitlichen Aspekten das Bauchgefühl alleine meist nicht ausreicht um den richtigen Weg zu gehen-deshalb sollte man nicht stur zu 100% *seinen* Weg gehen um gravierende Gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Schulmedizinisch aus Allergologischer Sicht betrachtet gibt es schon auch Dinge die feststehen was man dann wiederum ja mit dem Bauchgefühl kombinieren kann. Eine unwissende Mutter die Ihrem Kind mit 2-3 Monaten Karotte füttert und sich diebezüglich nix sagen lässt handelt meiner Meinung nach verantwortungslos.

Beitrag von mamavonyannick 11.03.10 - 13:18 Uhr

Es ging aber aus dem Artikel nicht hervor, dass zufüttern mit 2-3 Monaten unbedenklich ist. Man sprach von langsamen Beginn nach dem 4. Monat. Und selbst das ist bei Urbia verschrien, obwohl dieser Artikel da nun eindeutig eine andere Meinung hat, als "Gesamt"Urbia.

Beitrag von sharlely 11.03.10 - 12:18 Uhr

Mit meinem Zitat bin ich eigendlich davon ausgegangen, das man für sein Baby, eine Ernährungsform gefunden hat, die man für plausibel hält, ein gutes Bauchgefühl dabei hat und sich nicht durch ständig neue Studien oder Mütter die es anders machen, verunsichern lässt. ;-)

Mal aus der Luft gegriffen: Wenn es hieße Stillen sei gar nicht so gesund, aus welchen Gründen auch immer, hätten Vollstill Mamis, trotzdem kein gutes Gefühl dabei wenn sie abstillen würden.;-)

Wir z.B. halten uns an das Baby led weaning Konzept. D.h. das Baby isst am Tisch mit. Soweit das halt funktioniert. Am anfang, da war unsere Maus vier Monate alt, hat sie mehr auf den Sachen rumgelutscht, als sie wirklich zu essen. Mittlerweile, isst sie mittags vom Tisch mit, bekommt Vormittags und Nachmittags Obst oder Gemüse, auch mal als Brei und in der Früh und am Abend bevorzugt sie ihre Flasche. Ausser am WE, wenn mein Mann und ich Frühstücken, da isst sie auch mit und lässt die Flasche links liegen. Glässchen oder Fertigbrei, gibts bei uns nicht, es sei denn man ist unterwegs, da ist es dann schon schwer was zu finden, das nicht gewürzt ist.


Für uns passt das perfekt in unseren Alltag und unser Baby hat damit keine Probleme, deswegen würde ich mich persönlich auch nicht von irgendwelchen Studien oder anderen Müttern verunsichern lassen. Obwohl ich mich trotzdem nicht gegenüber anderen Meinungen komplett, sperre.

Meine Freundin z.B. stillt noch und hat erst vor kurzem (ihr Kleiner ist auch 9 Monate alt) mit der Beikost angefangen. Klar zwischendurch hat sie sich auch mal Gedanken, wegen der Eisenversorgung vom Baby gemacht, aber ihm und ihr gings gut mit dieser Art der Ernährung, warum hätte sie das ändern sollen? :-)


Bin im übrigen auch der Meinung, das man nicht nur auf den Bauch hören sollte was die Ernährung angeht.
Aber man kann vll. auch manches lockerer angehen und für andere Ernährungsformen offen sein.
Mir ist schon öfter aufgefallen, das sich die Mütter regelrecht die Köpfe einhauen, wenns ums Thema Ernährung geht.

LG S.

Beitrag von nashivadespina 11.03.10 - 12:44 Uhr

..ich rede nicht von den Müttern die ein Baby haben und lange weiterstillen (oder auch nicht) welches nicht allergiegefährdet ist...ich meine die Mütter die Wissen, dass ein Allergierisiko besteht/bzw schon Allergien entstanden sind..da kann man sich als Mutter nicht hinsetzten und sagen:

Ich still jetzt noch 10 Jahre oder ich fange mit der Beikost sehr früh an obwohl es wissenschaftliche Belege dafür gibt dass es sich schädlich auf die Gesundheit auswirkt..oder die Allergien sich dadurch verschlimmern. Es gibt doch tatsächlich Mütter die ihrem Baby weiter Karotte geben obwohl es darauf Allergisch reagiert! #zitter Oder Mütter deren Kinder mit Allergien reagiert haben und die sich diesbezüglich überhaupt nicht informieren und einfach nach Ihrem Gefühl gehen. Tut mir leid aber ich finde dass reicht nicht aus! Allergien können sich schwerwiegend entwickeln so dass da eben Fachwissen wichtig ist! Gerade weil die Studien diesbezüglich noch nicht weit sind und sich Empfehlungen verändern..sollte man schon auch sehen dass man ab und an den eigenen Weg überdenkt und ggf. auch ausprobiert..bzw sehr stark zum Thema informiert bevor man aus Affekt allein handelt. Es gibt ja zahlreiche Dinge die seit langem feststehen -was helfen kann und wie man am besten Vorbeugt. Ich finde nach so mancher richtlinie sollte man schon gehen und sich beeinflussen lassen!

Ansonsten sehe ichs übrigens genau wie du.

Beitrag von kleinaberfein 11.03.10 - 08:35 Uhr

Guten Morgen,

ich habe diese Elterzeitschriftausgabe zu Hause und habe das auch vernommen. Trotzdem mache ich es wie ICH es hier für richtig halte bzw. bei meinem großen Sohn schon gemacht habe.

1. Stillen bis ca. 4-5 Monate und dann langsam Beikost mit weiterhin Stillen bzw. PRE-Milch. Und zwar langsam mit Beikost beginnen wie früher nicht wegen der Allergieprävention, sondern wegen dem empfindlichen Magen der Babys.

2. Auch bei Nick werde ich - da ich definitiv vor dem ersten Geburtstag abstillen werde - NUR PRE-Milch geben. Keine 1er und der Rest ist absoluter Mist, was im Regal steht.

3. Im privaten Umfeld bei mir haben alle fast ein Jahr vollgestillt und ganz spät mit der Beikost begonnen. Natürlich aus dem Hintergrund weil eine Allergiegefährdung genetisch bestand. Trotz des Stillens haben ALLE (ich kenne natürlich nicht so viele, dafür aber bei den wenigen ALLE) trotzdem Neurodermitis, Allergien, Ekzeme etc.... Wir sind nicht vorbelastet - weder mein Mann bis hin zum Opa, noch bei mir bis Eltern und mein Großer hat noch keinerlei Allergien entwickelt. Bei Kleinen kann man das mit 3 Monaten noch nicht sagen.

4. ALLE hier (Ärzte, Eltern, Bekannte machen es anders als hier bei Urbia empfohlen). Da fragt man sich schon, warum bei Urbia die Frauen es besser wissen als real existierende Personen, die sowohl fachlich medizinisch oder aus der Lebenserfahrung heraus es anders machen. Mein Mann bekommt schon die Krise, wenn ich den Satz mit "aber bei Urbia sagen die..." Mittlerweile vermutet er, dass es hier eine Art Sekte ist, die mit uns eine Gehirnwäsche betreiben will. ;-)

5. Informieren ja, Hinterfragen ebenso und dann einen eigenen Weg finden. Das ist meine Devise. Solange eine Mutter sich Gedanken macht und nach Lösungen sucht, um ihr Baby glücklich zu machen, kann man (fast) nichts falsch machen. Ich betone dabei, dass man sich vorher schon ein paar fachliche Aussagen eingeholt hat und sich daran orientiert und nicht völlig aus der Luft gegriffene Experimente macht.

Ich denke, dass ich damit ganz gut fahre, denn ich fühle mich mit diesem Weg sehr wohl.

Lg
kleinaberfein

Beitrag von schwilis1 11.03.10 - 10:09 Uhr

ich merke jetzt schon dass mein kleiner 19 wochen alt heute :) auf gewisse dinge mit bauchschmerzen reagiert. milchprodukte und eier, wahrscheinlich sogar auf tierisches eiweiss, klar nur mit milchschorf der ihn tierisch juckt, aber warum soll ich mich dann an das halten.
das mag vll für die Breite masse so stimmen, aber nicht für jeden einzelnen (statistiken schoen und gut, sagen aber nichts über den einzelnen aus)
ich werde meinem Kind mit sicherheit keine Kuhmilchprodukte im ersten LJ geben und auch kein tierisches Eiweiß.
Seit ich Vegan esse hat er kein Bauchweh mehr, sein milchschorf ist innerhalb weniger Tage verschwunden. kein jucken mehr es geht ihm gut.

Deswegen muss jeder selber entscheiden wie er sein Kind ernährt. ach ja klar ich stille voll :)

Beitrag von nashivadespina 11.03.10 - 12:47 Uhr

die natürliche Anamnese ist momentan das beste um allergien festzustellen..und das machst du gerade aus dem bauchgefühl heraus..

Beitrag von marysa1705 11.03.10 - 10:19 Uhr

Hallo,

ich will einfach zu bedenken geben, dass Allergieprävention zwar ein wichtiger Punkt beim Thema Stillen und Beikost ist, aber eben bei weitem nicht der einzige.

Dass es in Bezug auf Allergieprävention keinen Unterschied macht, ob man 4 oder 6 Monate ausschliesslich stillt, war schon vor einigen Jahren bekannt, wurde aber erst jetzt so in die Ernährungsempfehlung zur Allergieprävention der DGE aufgenommen und darauf bezieht sich der Artikel in der "Eltern".

Wie gesagt, kommt es aber nicht nur auf die Allergieprävention an. In Bezug auf Magen-Darm-Infekte weiss man z.B. dass es vorteilhafter ist 6 Monate lang ausschliesslich zu stillen und erst dann Beikost einzuführen.
http://www.cochrane.org/reviews/de/ab003517.html

(Und - weil das vor kurzem in einer Diskussion ein Thema war - es handelt sich hierbei um eine äusserst seriöse Seite; wer daran zweifelt der möchte einfach mal kurz beispielsweise auf wikipedia unter "cochrane library" nachsehen. ;-) ).


LG Sabrina

Beitrag von jumarie1982 11.03.10 - 11:54 Uhr

#danke