Wie viel Rücksichkeit auf 'Müdigkeit' nehmen?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von schwarzesetwas 10.03.10 - 23:00 Uhr

Ich bin immer wieder erstaunt, welche zwei Gesichter mein Großer hat.
Hat er gut geschlafen, ist er gut drauf.
Hat er schlecht geschlafen, will keinen Mittagsschlaf machen, kippt die Situation ungemein.

Er haut seine Schwester, er demoliert Sachen/Spielzeug. Dreht am Rad.

Mittags will er nicht schlafen, er steht auf und wird dann ungenießbar. Mehr als anbieten, kann ich nicht.

Wenn die Kleine dann wieder wach ist, fängt der Terror, wegen Übermüdung an.

Ich hab schon zeitweise keine Lust mehr, 'tolle' Sachen nachmittags zu machen. Spazieren gehen, Einkaufen usw. gehen grade noch.
Sind Kinder hier, zeigt er sich von seiner schlechtesten Seite.

Klar, er ist müde. Ok.
Aber das kann doch nicht immer die 'Ausrede' schlechthin sein?
Wie kann ich mit seiner Müdigkeit umgehen?

Alle Erziehungshilfen versagen dann. Ich kann machen, was ich will. Nur Süßigkeiten helfen ihm, und das kanns nicht sein.

Kann doch nicht die einzige sein, wo das Ruder entsprechend kippt... #gruebel

Danke für Hilfe,
SE

Beitrag von regengucker 10.03.10 - 23:07 Uhr

Hallo,

nein, du bist nicht die einzige!
Dein Text könnte Wort für Wort von mir sein!!!
Nur dass er bei schlechter Laune insb. mich schlägt, tritt, kneift und anschreit.
Nur leider habe ich auch keine Lösung dafür.
Ich bin mal gespannt auf die Antworten.

LG
Regengucker

Beitrag von schwarzesetwas 10.03.10 - 23:28 Uhr

Ich glaube, es gibt keine Tipps.

Was soll man machen? Das Kind ist ja nicht böse, man macht wenig Fehler.
Obwohl: Wenn ich ehrlich bin, häufen sich meine Erziehungsfehler deswegen.
Ich kann manchmal einfach nicht mehr.

Hab mir ab heute vorgenommen: Ich wecke ihn um 6.00, damit er müde mittags ist.
Mehr fällt mir nicht mehr ein.

Beitrag von simimomo 10.03.10 - 23:28 Uhr

Hallo,

ja, ich kenne das auch und phasenweise war es bei uns auch echt schwierig, z.B. während der Kiga-Eingewöhnungszeit, da war meine Tochter immer mittags so fertig und wollte partout nicht mehr schlafen... Ich hätte 2 Lösungsansätze:
1. Schau, ob dein Großer vielleicht nachts länger schläft, damit er nachmittags besser durchhält. Das heißt, ggf, schrittweise abends etwas früher ins Bett bringen.
2. Auch wenn er mittags nicht mehr schlafen will:etabliere eine Ruhezeit nach dem Mittagessen, in welcher nicht getobt wird. Möglichkeiten: 1 h ruhig im eigenen Zimmer spielen, Bücher lesen, CDs hören, einfach bißchen "runter kommen" und entspannen. Das kostet vielleicht am Anfang auch ein bißchen Übung, kriegt man aber mit Konsequenz hin und dann gewöhnen sich die Kids dran. Vielleicht kannst du ja da auch die Zeit nutzen, wo deine Kleine schläft, um dich ein bißchen intensiver (ruhig!) mit deinem Großen zu beschäftigen.

Viel Glück

Simi

Beitrag von schwarzesetwas 10.03.10 - 23:44 Uhr

Das hab ich schon probiert.
D.h. er darf in dieser Zeit fernsehen.
Ansonsten nicht am Tag.
(Fernsehen mag er gern).
Bücher lesen will er eh nicht mehr, spielen ok, aber ich kann nicht den ganzen Tag NUR mit ihm spielen.
Ich gehe, wenn er fernsieht immer zu ihm, kuschel mit ihn, rede mit ihm.
Er hat schon eine Stunde Ruhe.
Aber danach ist dann schon Schluß, weil eine Stunde fernsehen reicht in seinem Alter.

Lasse ich ihn nicht fernsehen, also gar keine solch Auszeit, beziehe ihn also in den Haushalt ein usw. ist es noch schlimmer.
Dann haut er nur noch um sich.

Ja, es mag nur eine Phase sein, aber ich mag nimmer grad.

Und ich selbst brauche einfach etwas Zeit, um in der Wohnung zu wischen usw. Ich hab keine Putzfrau. Die bin ich.
Und ich mag nicht den ganzen Tag mit Putzen verbringen, sondern nur vormittags etwas, mit viel Spielpausen, mittags mach ich viel, nachmittags nix.

Beitrag von christianeundhorst 11.03.10 - 00:40 Uhr

Hallo Du,
ist bestimmt total stressig für Dich. Das glaub ich Dir #liebdrueck Ich wollte dazu nur sagen, daß fernsehen in dem Alter nicht erholsam ist ( auch wenn er sich dabei ruhig verhält ), sondern sehr viel Input, was erst verarbeitet werden muß und daher bestimmt nicht die gewünschte Wirkung hat.
Gibt es nicht irgendwas anderes ruhiges, was ihn auch entspannt? Vielleicht lernt er ja zu entspannen, wenn Du das eine Weile mit ihm zusammen "übst" bevor er das alleine "können muß".
Könntest Du Dir das vorstellen?

Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 20 Monate

Beitrag von mel130180 11.03.10 - 06:34 Uhr

Hi,

ich kann dir leider auch nicht helfen, ich kann dir nur sagen dass es bei uns momentan genauso ist.

Wir sind gestern auf halbem Weg zum Spielplatz wieder nach Hause abgedreht, weil sie es geschafft hat auf 200 Meter Vier Bockanfälle zu schiessen. Wegen nichts. Dinge, die ich nicht hätte abwenden oder vermeiden können. Nein, die sie sich meiner Meinung nach nur um des Bockens Willen aus dem Finger saugt, weil gnadenlos übermüdet ist, sich aber mit aller Kraft gegen Mittagsschlaf wehrt.

Ich wünsch uns starke Nerven.

LG
Mel

Beitrag von leo_twins 11.03.10 - 07:18 Uhr

Guten Morgen,

oh ja... bei uns läuft es genau gleich jeden Tag... Ab 3/4 Uhr nachmittags sind die Jungs so überdreht, dass sie Spielzeug & alles was sie in die Finger kriegen nur noch rumschmeissen. Bei uns hilft, wenn ich mich hinsetze und was vorlese (allerdings geht´s danach gleich wieder weiter...). Oder ein bisschen Malen (bevorzugt Wasserfarben), das hilft auch. Am ehesten geht´s noch, wenn wir draussen sind, aber momentan ist es einfach noch zu kalt, um wirklich den ganzen nachmittag draussen zu verbringen. Ich hab mir auch angewöhnt, dass ich spätestens um 17/17.30 Uhr das Abendessen für die zwei fertig habe. Danach geht´s dann relativ schnell ins Bett. Spätestens um halb 7 schlafen die beiden innerhalb von 5 Minuten ein, da sind sie wirklich k.o. Bin gespannt wie´s im Sommer läuft, ich denke, dass die Kids dann allgemein etwas ausgeglichener sind, aber ob sie dann auch so früh schlafen gehen, das bezweifle ich... #gruebel
Vielleicht kommt hier ja noch der ultimative Tipp, ich würd mich auch freuen :-).
LG, Moni & co

Beitrag von bine3002 11.03.10 - 08:37 Uhr

"Nur Süßigkeiten helfen ihm, und das kanns nicht sein."

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Tochter nicht immer müde, sondern manchmal einfach unterzuckert ist. Wenn sie also rummault, dann bekommt sie erstmal was zu futtern, z. B. Banane oder Apfel und manchmal auch Süßes. Das hilft ihr dann und sie wird freundlicher.

Ansonsten war die Übergangszeit nach dem Kindergartenstart auch schwierig. Mittagsschlaf ging schon länger nicht mehr, aber nach dem Kindergarten war sie müde und spätestens um 17 Uhr dann total grantig. Das wurde dann aber nach und nach besser.