Völlig Verzweifelt!

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von bine8106 11.03.10 - 09:24 Uhr

Hallo,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich muss mir einfach mal alles von der Seele schreiben.
Ich bin zur Zeit völlig am Ende. Die Sache ist die, wir wohnen jetzt seit fast 2 1/2 Jahren auf dem Hof der Eltern meines Mannes. Und am Anfang lief´s auch recht gut. Wahrscheinlich, weil ich den ganzen Tag in der Arbeit war. Ich war dann aber fast ab Beginn meiner Schwangerschaft zu Hause, da mein Vertrag nicht verlängert wurde. Und da ging´s dann richtig los, das Problem mit meiner Schwiegermutter.
Sie hat vorher schon Sachen geliefert. Z.B. hat sie vor MEINER versammelten Verwandtschaft (die sie fast nicht kennt) gesagt, dass ich doch sehr gern Bier trinke. Ich hab gelegentlich mal eins zum Essen getrunken, aber es hat sich so angehört, als würde ich saufen. Na jedenfalls, als ich dann schwanger war, rief meine Oma ganz aufgeregt bei meiner Mutter an und meinte, ich dürfe jetzt nicht mehr so viel Bier trinken, wenn ich schwanger bin.
Gut, jedenfalls war ich dann zu Hause und mir ging´s richtig, richtig schlecht. Mir war den ganzen Tag extrem übel, fast 4 Monate lang. Das einzige, was von ihr kam, war, "du sitzt immer auf dem gleichen Platz, wenn ich raufkomme" (damals ist sie ständig einfach in unsere Wohnung reingeplatzt) und, "wir brauchen ein Hobby für dich". Dann wurde das mit der Übelkeit besser. Mir ging´s dann relativ gut. Im siebten Monat bekam ich dann aber leider einen Abzess am Steißbein, der operativ entfernt werden und dann offen verheilen musste. Ich konnte also fast bis zum Ende meiner Schwangerschaft weder richtig sitzten, noch liegen, noch mich bücken. Es wurde mit wachsendem Bauchumfang auch immer schlimmer. Sie hat mich in der gesamten Schwangerschaft kein einziges mal gefragt, ob sie mir helfen kann. Das hat mich sehr enttäuscht. Sie hat mich auch immer wieder übergangen, so dass ich bei Familienfeiern kein Glas, keinen Teller bekam. Da gäb´s noch mehr, aber das spar ich mir. Sie gab mir oft das Gefühl, dass ich hier unerwünscht bin. Bei unserer Hochzeit hat sie zu meiner Mutter gesagt, "jetzt hab ich auch eine Tochter". Na wenn sie ihre Tochter so behandelt hätte wie mich, bin ich echt froh dass sie keine hat. Ich geh ihr jetzt auch immer aus dem Weg um Situationen zu verhindern, in denen sie wieder was ähnliches bringen könnte.
Aber ich kann nicht mehr. Ich hab jetzt zu meinem Mann gesagt, dass ich hier weg möchte, weil ich unglücklich bin. Es wäre auch möglich, irgendwo in der Nähe ein Haus zu bauen. Aber für ihn kommt es nicht in Frage. "Wir bekommen den Hof ja in ein paar Jahren." (Erstens brauche und möchte ich ihn nicht und zweitens gibt´s dann wahrscheinlich auch Streit mit seinem Bruder.) Und außerdem würde sein Vater dann nie wieder mit ihm reden, meint er.
Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich will mich nicht trennen, aber ich will hier weg. Ich bin am Ende, mein Magen macht ständig Probleme. Was soll ich denn nur tun. Es macht mich so fertig, dass die Möglichkeit da wäre, ich sie aber nicht nutzen kann.
Vielen Dank für´s zuhören.

LG
Bine

Beitrag von petra1982 11.03.10 - 09:39 Uhr

Hy du,

Ich glaube deine Schwiemu ist wie meine Oma, sagt unpassende Dinge in einem Unpassenden Ton, ist schwer von begriff. Ich denke das Sie das alles vieleicht gar nicht so meint wie es bei Dir ankommt. Meine Oma hat auch immer dinger gebracht, wo andere den Kopf geschüttelt haben ;-)

Sprich doch mal mit Ihr und hinterfrag es mal aber in Ruhe. Schwiemu´s können manchmal sehr nervig und ansträngend sein.

Beitrag von bine8106 11.03.10 - 09:44 Uhr

Das kann sein, aber ich hab gar keine Lust mit ihr zu sprechen. Jedes mal, wenn man sowas anspricht steht sie dann da mit Tränen in den Augen und jammert rum, wie leid ihr das tut. Und dann passiert´s doch wieder. Ich hab auch Angst was zu sagen, weil ich nicht weiß, wie sie das dann bei anderen Leuten erzählt. Wenn sie genau so über mich spricht, wie über meine Schwiegeroma, dann halten mich eh alle für bösartig.
Ich glaub auch, dass sie rumerzählt hat, dass ich mit meiner Mutterrolle überfordert bin. Ich hatte am Anfang ein bisschen Babyblues, aber das weiß sie nicht.

Beitrag von petra1982 11.03.10 - 10:16 Uhr

Babyblues? ;-)

Ist schwierig, aber Ihr wohnt unter einem Dach und solltet miteinander Reden. Was sagt dein Mann/Freund zu der sache? Es gibt eben leider Menschen die weniger Sensibel sind, sich bei manchen Dingen nichts denken oder es gar böse meinen, und sich dessen leider nicht bewusst sind.....

Beitrag von bine8106 11.03.10 - 13:11 Uhr

Er sagt nicht viel dazu, wie immer. Ich hab das Gefühl, dass seine Eltern wichtiger sind als seine Familie.
Ich kann im Monemt nicht mit ihr reden. Ich kann da für nichts garantieren.

Beitrag von petra1982 11.03.10 - 13:32 Uhr

Dann würd ich mal schnell ein Gespräch suchen, willst du da wohnen bleiben? Wenn nicht sag Ihm entweder sucht Ihr euch eine neue Wohnung/Haus oder du und dein Kind alleine dann wohnt man getrennt....Er wird da eventuell mal aufwachen.....Oder geh mal für ein paar Tage mit deinem Kind zu deinen Eltern....

Beitrag von bine8106 11.03.10 - 13:49 Uhr

Ich will hier nicht bleiben. Er weiß das auch. Ich hätte auch schon Möglichkeiten gefunden, hier wegzuziehen. Er will aber nicht. Sein Vater würde ja dann nie wieder mit ihm reden. Und außerdem wäre ER dann unglücklich. Aber das bin ICH jetzt auch.

Beitrag von petra1982 11.03.10 - 13:51 Uhr

Und wenn du ein paar Tage zu deinen Eltern oder Freunden gehst? Es kann ja auch nicht sein, das er nicht hinter Dir steht wenn seine Mutter so ist, aber dann auch noch fordert das ihr dableiben müsst.

Ne Wohnung im gleichen Ort schliesst doch dann nicht aus das er dort nicht mehr mithilft? Aber eltern werden wohl stur sein oder

Beitrag von bine8106 11.03.10 - 13:54 Uhr

Ich hab so ca in 4 Woche die Möglichkeit mich etwas zurückzuziehen. Da zieht meine Mieterin aus. Ich werde die Wohnung nicht wieder vermieten, erst mal. Aber eine Dauerlösung ist das nicht.
Ich hab ihm auch gesagt, dass er weiterhin helfen kann. Aber er will hier bleiben. Das ist seine Heimat. Aber ich fühl mich hier wie ein Fremdkörper.

Beitrag von connie36 11.03.10 - 09:43 Uhr

hi
ich würde dir auch empfehlen, sprich mit ihr, mach ihr klar, welche konsequenzen ihr verhalten hat, sprich das ihr evtl. wegziehen würdet.
viell. ist sie so wie meine schwiegi, wenn die ihre 5 min hat, und sagt was, um jemanden zu verletzen,w eil sie selber scheisse drauf ist,(hat meine gott sei dank nur wenige min. im jahr, und ich spür das mittlerweile in meinen knochen, so kann ich ihr aus dem weg gehen)
aber ich würde mit ihr reden. sage ihr was du bisher nicht sonderlich toll fandest.
lg conny

Beitrag von bine8106 11.03.10 - 09:48 Uhr

Ich hab halt einfach Angst, dass sie das wieder so hindreht, dass ich die Böse bin und sie ja gar nichts dafür kann. Und mit wegziehen brauch ich ja nicht "drohen" da mein Mann nicht hinter mir steht, in dieser Beziehung.

Beitrag von petra1982 11.03.10 - 10:18 Uhr

Das ist aber schlecht, denn auf Dauer tut euch das nicht gut, auch nicht eurer Ehe. Mein Mann wollte auch als wir auf Haus suche waren, zu seinen Eltern ziehen und Anbauen. Ich habe klipp und klar gesagt, ich mag Deine Eltern aber ich will nicht da Einziehen das würde auf Dauer eine Katastrophe und meine Schwiemu ist lang nicht wie Deine.

Beitrag von bine8106 11.03.10 - 13:13 Uhr

Wär ich doch auch nur so schlau gewesen. Aber ich lass mich immer überrumpeln. Außerdem gab es für ihn auch keine andere Möglichkeit.

Beitrag von petra1982 11.03.10 - 13:30 Uhr

Warum?

Beitrag von bine8106 11.03.10 - 13:46 Uhr

Weil sein Vater ihm den Hof übergeben will. Sein Bruder ist unfähig. Und da gibt es keinen Spielraum. Entweder hier oder gar nicht.

Beitrag von petra1982 11.03.10 - 13:49 Uhr

Da muss er dann mitarbeiten oder wie

Beitrag von bine8106 11.03.10 - 13:55 Uhr

Ja, und das will er auch. Er ist ja sooo glücklich hier; auf meine Kosten, hab ich das Gefühl.