Mach ich's richtig - "Töpfchentraining" -erfahrene Mamis

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von laului 11.03.10 - 10:55 Uhr

Hallo zusammen.

Meine Maus ist jetzt ca. 2,5 Jahre alt. Nun habe ich beschlossen es mal mit dem Töpfchen zu probieren. Nur zu Hause für den Anfang.

Zu unserem Tagesablauf. Giada geht morgens in die Kita, isst dort, dann hole ich sie um 13 Uhr ab, wir gehen spazieren oder einkaufen (nicht immer), dann nach Hause.
Nach dem Mittagsschlaf mache ich ihr die Windel ab. Ab und zu frage ich sie dann, ob sie Pipi muss und setzte sie aufs Töpfchen. Das macht sie auch ganz toll (Pipi) und ist megastolz (Mama auch). Gestern Abend hatten wir dann einen kleinen Unfall mit dem "Stinker", da ging es in die Hose. Ist ja nicht weiter schlimm.

Ich baue also das Töpfchen langsam in den Tagesablauf ein:
Morgens: nach der Milch, vor dem Wickeln, aufs Töpfchen
Nachmittags: ab und zu
Abends: vor dem Essen, vor dem Waschen und Pijama anziehen

Wir haben auch ein paar süsse Unterhosen gekauft, da ist sie ganz stolz drauf!!!!

So jetzt zu meinen Fragen:
- mach ich das so richtig?
- ist es normal am Anfang, dass sie nicht fragen, so man sie erinnern muss, oder ist es einfach zu früh?
- ist es normal, dass es mit Pipi klappt und mit Stinker nicht?


Könnt ihr mich noch ein paar Tips geben und Mut zu sprechen. Ich will ja nichts erzwingen, bin etwas unsicher ob es zu früh ist.


PS Toilettenverkleiner mag sie nicht so, lieber Töpfchen.


#danke

Gruss

laului mit Giada

Beitrag von tragemama 11.03.10 - 11:08 Uhr

Meine Meinung: In Ruhe lassen. Wir haben Topf und Toilettensitz ins Klo gestellt und fertig. Kathrin war von klein auf dabei, wenn sie wollte, wusste also, was man auf einem Klo tut. Und sie wurde - völlig ohne Training - mit 22 Monaten sauber.

Andrea

Beitrag von line81 11.03.10 - 11:11 Uhr

Hallo,

kann Dir da keine direkten Tip geben... ABER machen die im Kiga auch "Töpfchentraining" (total bescheurtes Wort)

Mein Großer war mit 2 Trocken und mit 2 1/2 auch schon nachts...
Mein Kleiner ist jetzt 1 1/2 und sagt von sich aus immer wenn er Pullern will. Pullert natürlich auch noch viel in die Windel, aber immer öfter auf den Topf. Ich setze ihn von alleine gar nicht drauf.

Bei uns ging auch viel von der Kita aus. Da werden Sie vor dem Schlafen und nach dem Schlafen auf den Topf gesetzt.

Sagt Sie denn, dass sie pullern muss?

LG Line

Beitrag von laului 11.03.10 - 11:27 Uhr

Hallo Line,

da stimme ich Dir zu, blödes Wort...;-)

ich habe nun mit der Kita gesprochen, dass sie dies auch vor und nach dem Essen einführen, da ist dann so ein "Moment der Hygiene" - Hände waschen, Zähne putzen, etc.. Das machen sie dann auch mit den anderen Kidis so.

Zu Deiner Frage: Nein, sie sagt es von selbst nicht. Deshalb bin ich etwas unsicher, ob es noch zu früh ist #kratz

Gruss

laului

Beitrag von xyz74 11.03.10 - 11:21 Uhr

zu dem Thema fand ich folgenden Artikel sehr interessant:

http://www.eltern.de/kleinkind/entwicklung/toepfchen-training.html

Wir handhaben dass so, dass Dominik (17M) auf den Topf oder die Toilette kommt, wenn wir sehen, dass er muss.
Mit der Zeit bekommt man dafür ein Auge.
Naja, und wenn wir es doch mal übersehen, dann landet halt was in der Windel.

Beitrag von laului 11.03.10 - 11:39 Uhr

Habe ich gelesen. Danke. Genau so denke ich auch, also liege ich ja einigermassen richtig.

Gruss

laului

Beitrag von joya77 11.03.10 - 12:09 Uhr

Hallo!

Also ich muss auch sagen: #pro

Habe den Link gelesen und würde das sofort unterschreiben! Meinen Kleinen setze ich, seit er 9,5 Monate ist (seit er fest Sitzen konnte) immer nach den Mahlzeiten auf den Topf. Es hat auch von Anfang an super geklappt. Er sieht es ja auch bei uns. Nach dem Mittagessen liegt die Erfolgsquote bei 100 %, ansonsten eher 50 %. Aber der Weg ist das Ziel!

Jetzt, mit 1 Jahr, ist er in der Krippe und auch dort werden alle Kinder selbstverständlich auf den Topf gesetzt. Meine Meinung, nur so können sie es lernen! Ich selbst bin das beste Beispiel, bei uns war es früher das Normalste der Welt, da waren viele Kinder schon mit 1 1/2 Jahren trocken (tagsüber). Und es hat keinem von uns geschadet, im Gegenteil! Für viele ist dies nämlich nur eine gute Ausrede, um sich den "Stress" zu ersparen!

Finde es grauenvoll, wenn Mütter eines 3 jährigen oder noch älteren Kindes fragen, wann sie mit dem Töpfchen beginnen sollen. Ist mir total unverständlich!

Viele Grüße

joya mit Spatz 13,5 Monate

Beitrag von xyz74 11.03.10 - 12:38 Uhr

Ob es wirklich der "Stress" ist.
Will ich niemanden unterstellen.
Wenn ich mir hier aber viele Postings durchlese, hab ich oft eher das Gefühl, dass viele Eltern Sauberkeitserziehung oder Erziehung als Solches oftmals mit Gewaltanwendung gleichsetzen.
Ich selber lese schon mal ganz gern Erziehungsratgeber.
Denke aber, dass man wenn man diese gelesen hat auch immer noch den gesunden Menschenverstand einsetzen sollte und das Gelese reflektieren sollte.
Oft habe ich aber das Gefühl, dass viele Eltern durch solche Ratgeber mehr verunsichert werden und dann gar nicht mehr wissen was sie tun sollen.
Oder so sich so strikt an diese "Gebrauchsanweisung" halten, dass sie sich und ihrem Kind jede Weiterentwicklung sehr schwer machen.

Letztens war ich zb total erstaunt als ich mit einer kinderlosen Kollegin Essen war. Wir trafen uns in der Kantine. Es war mein freier Tag und ich hatte meinen Kleinen dabei. Er saß in seinem mobilen Kinderstuhl und löffelte munter sein Essen.
Meine Kollegin guckte ihn total erstaunt an:
"Der kann ja allein essen!? Meine Schwägerin füttert immer noch" #schock

Sag ich:
"Naja, so ganz klappt das noch nicht. Ich muss zwischendruch schon noch etwas mithelfen. Und hinterher jede Menge wischen. Es geht noch eine Menge daneben!
Deiner Schwägerin geht es sicher nicht anders"

Sagt meine Kollegin:
"Naja, der Unterschied zwischen Deinem Kleinen und meinen Neffen: Deiner ist erst 16 Monate alt. Mein Neffe wird dieses Jahr eingeschult!"#augen

Das fand ich schon sehr krass!

Beitrag von aeternum 11.03.10 - 12:43 Uhr

"Naja, der Unterschied zwischen Deinem Kleinen und meinen Neffen: Deiner ist erst 16 Monate alt. Mein Neffe wird dieses Jahr eingeschult!"

#kratz #augen #gruebel #schock ...au Backe..

Beitrag von inajk 11.03.10 - 12:49 Uhr

> Nun habe ich beschlossen es mal mit dem Töpfchen zu probieren.

Ich finde du machst es nicht richtig. Und zwar genau an der Stelle.
Das sauberwerden ist eine Entwicklung, die sich beim Kind vollzieht. Von selbst. Genau wie alle anderen koerperlichen Entwicklungen. Zu beschliessen, dass es jetzt mal Zeit ist mit dem Sauberwerden zu beginnen, ist ungefaehr so sinnvoll wie bei einem halbjaehrigen Baby zu beschliessen, dass es jetzt mal an der Zeit ist zum Krabbelnlernen, das Baby darum 5x am Tag auf die Knie zu hocken und seine Arme und Beine in Krabbelbewegungen zu bringen.

Aehnlich hilfreich ist was du tust. Du setzt sie auf den Topf, mal kommt was, mal nicht - aber auf die Funktion, die du erzeugen willst, naemlich die bewusste Kontrolle, hat das keinerlei Einfluss. Das Pipi kommt wenn es kommt, und manchmal ist halt zufaellig ein Toefchen drunter. Mehr nicht.

Nicht dass es grossartig schaden wuerde... aber ich kenne nettere Arten, die Zeit mit einem Kleinkind rumzubringen :-) Und die Erfahrung zeigt, dass das Trockenwerden am leichtesten verlaeuft, wenn man sich da als Eltern gar nicht einmischt, und auf ein deutliches Signal des Kindes wartet. Also: Wenn das Kind von sich aus sagt, ich will keine Windeln mehr, dann konsequent die Windeln weglassen, und das Kind ist ueblicherweise innerhalb einer Woche verlaesslich und ohne Missgeschicke trocken.

Waehrend wenn es dann schon 1 Jahr immer aufs Toepfchen geht, hat sich so ein Gemenge aus Gewohnheit und Routine eingeschlichen, das viel schwerer durch bewusstes Lernen zu ersetzen ist. Was ich meine ist: Ein Kind kann mit dieser Methode monatelang kaum Missgeschicke haben, ohen im Wortsinn trocken zu sein. Einfach weil sich durchs "Ueben" feste Pipizeiten eingespielt haben, die man dann mit dem Topf abgreift. Trotzdem hat das Kind keinerlei bewusste Kontrolle darueber. Und die dann zu erzeugen ist umso schwieriger, weil das Kind ja fuer jedes Pipi gelobt worden ist, und jetzt nicht schnallt, was es nun anders machen muss.

Also, meine Meinung. Einfach lassen und abwarten. Die Bluete oeffnet sich nicht schneller, indem man an den Bluetenblaettern zieht.

LG
Ina

Beitrag von andrea87 11.03.10 - 12:51 Uhr

Ob du das richtig machst? Keine Ahnung. ICH trainiere Mika das Töpfchen gehen nicht an, sondern er kann selbst entscheiden ob und wann er aufs Töpfchen gehen mag.

Jaja und er wird mit 5 mit Sicherheit keine Windel mehr brauchen;-)

LG Andrea

Beitrag von cludevb 11.03.10 - 13:02 Uhr

Hi!

Wir haben das ohne Training gemacht. Mein Grosser hatte mit 1,5 einen Klositz mit Treppe bekommen, ich hab ihm immer knapp erklärt was ich da auf dem Klo mache wenn er gefragt hat, bei Wunsch durfte er alles ;-) gucken.

Mit 23 Mon stand er abends mal unsicher vor mir und hat mir erzählt - beine zusammengekniffen - "Pipi?!", wir aufs Klo, und seitdem ist er trocken :-D#ole

Töpfchen würd ich nicht machen, gerad weil dein Zwerg ja schon in die KiTa geht... naja wenigstens ich würd den Erzieherinnen nicht auch noch zumuten die Sch*** aus dem Topf zu kratzen :-p:-p:-p
Dort gibts auch Klos und überall wo ihr hinkommt wird es nur Klos geben... und ich glaub nicht dass du Lust hast auf jeder Fahrt egal wohin n Töpfchen mitzuschleppen, weil deine Kleine NUR noch darauf geht?!

Ausserdem kannst du ihr schlecht beibringen, dass sie z.b. auch AA aufs Töpfchen machen kann... oder bist du in der Lage ihr da ein gutes Vorbild zu sein? *grins*

Und das dauernd-draufsetzen hab ich sein gelassen, er hat gesehen wofür ein Klo da ist und ist dann halt auch drauf gegangen weil er das als natürlich angesehen hat.
Ich wollte ihm schließlich nicht beibringen, dass man zu geregelten Zeiten aufs Klo geht, sondern dass er dann aufs Klo geht, wenn er MUSS... und selber bemerkt, dass er muss!

Von der Logik geht eigentlich erst AA ins Klo... einfach weil man das besser vorher bemerkt und das nicht pauschal so schnell läuft wie Pipi ;-)

LG Clude, Lukas (3) und Michel (10 Mon)

Beitrag von viva-la-florida 11.03.10 - 15:39 Uhr

Hallo,

da gehen die Meinungen ganz schön auseinander.
Ich persönlich habe mir Moritz kein Training in dieser Art gemacht.

Er hätte mit dem Ding wohl alles mögliche angestellt, aber nicht den eigentlichen Zweck verfolgt ;-)

Er war halt oft im Bad mit dabei und fand die Toilette schon immer interessant.

Man sagt ja, das "Trocken-/Sauberwerden" mit der Hirnreife zu tun hat und nicht mit Training.

Irgendwann hat Moritz bescheid gesagt, wenn die Windel voll war. Heute sagt er bescheid, wenn er muss.

Es klappt noch nicht immer, aber immer öfter.

LG
Katie