Nochmal (ernstgemeinte) ARGE Frage

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von booo 11.03.10 - 11:06 Uhr

Hallo. 4 Fragen:


Die Sachbearbeiterin meines Mannes möchte dass er monatlich seien Bemühungen vorlegt. Ich bin gerade am suchen und hab bereits 19 Stellen auf die er sich bewirbt. Reicht es wenn ich das Anschreiben einfach doppelt ausdrucke und 1 Exemplar ihr schicke oder braucht es einen anderen Nachweis?

Er muss ihr 4 Stellen vorlegen, soll ich dann alle schicken, oder nur die verlangten 4?

2.

Sie meinte, er solle die Absagen aufgrund des fehlenden Führerscheins ihr Vorlegen. Bei den meisten Stellen steht es ja so oder so dabei, dass ein Führerschein bedingung ist. Kann ich die Stellenangebote ihr auch einfach ausdrucken und schicken oder muss er sich nun auf Stellen mit Führerschein bewerben, obwohl er keinen hat, nur damit sie sieht dass vieles daran scheitert? Selbst in einer Absage steht ja oft nicht drin warum und ich kann ja schlecht in die Bewerbung schreiben, dass der Arbeitgeber bitte reinschreiben soll, wenn es am fehenden Führerschein liegt #kratz

3. Nachdem wir nie Bewerbungskosten beantragt haben, möchte ich das jetzt machen. Zäht dazu auch das Führungszeugnis? Da dieses nicht älter als 3 Monate sein darf, muss mein Mann in 3 Monaten ja wieder eins beantragen, was auch wieder 11 oder 13 € kostet?

4. Die Sachbearbeiterin sagte, ein 400 € Job wird nicht akzeptiert! Ja, wie. Soll er sich auf kleine Stellen nun garnicht bewerben? Können sie ihm so eine Stelle verbeiten?

Bekomme ich dann für jede Bewerbung einen Betrag X? Oder wie läuft das?





Danke

Beitrag von mirabelle 11.03.10 - 11:28 Uhr

Hab ich das jetzt richtig verstanden? Die 19 Stellenangebote die Du raus gesucht hast, haben alle den Führerschein zur Bedingung. Also kann dein Mann sich nicht wirklich darauf bewerben, weil ihm eine wichtige Schlüsselqualifikation fehlt.

Somit brauch er weder Bewerbungen darauf zu schreiben, noch diese vorlegen. Ich bewerbe mich ja schließlich auch nicht als Pilot, wenn ich kein Flugzeug fliegen kann.

Und genau das will Eure Sachbearbeiterin von Deinem Mann: Er soll sich auf Stellen beweben, für die er qualifiziert ist: Umzugshelfer, Verkäufer, Regalauffüller etc. Keine Phantasiejobs, die er eh nicht bekommen wird.

Wenn er bereits in der Vergangenheit Absagen hatte, weil er keinen Führerschein hat , dann soll er diese ( und nur diese ) dem SB vorlegen.

Das kann doch jetzt nicht so schwer zu verstehen sein?

Und wenn Du dann endlich mal was gefunden hast, auf die die Qualifikation Deines Mannes wirklich passt ( also KEINE Führerescheinpflicht ) dann drückst Du das Stellenangebot aus, das Anschreiben in Kopie sowie die Eingangsbestätung der Bewerbung beim AG.

Alles andere ist unvollständig und gilt nicht als Bewerbungsnachweis.
Für so eingereichte Bewerbungen kann Du Dir dann die Bewerbungskosten erstatten lassen: 5€ pro Bewerbung und max. 260€ / Jahr.

So und jetzt verschwende Deine Zeit nicht bei Urbia , sondern suche realistische Jobangebote

M.

Beitrag von booo 11.03.10 - 11:36 Uhr

>>>Die 19 Stellenangebote die Du raus gesucht hast, haben alle den Führerschein zur Bedingung. <<<

Nein diese nicht. Das sind alles Jobs quer Beet. Festeinstellungen, Helferjobs etc. OHNE Führerschein


Es ging um die evtl Bewilligung des Führerscheins seitens der ARGE mit der er vor einiger Zeit schon 2 Jobs hätte haben können. Die Sachbearbeiterin möchte dass er nochmal Absagen vorlegt die den fehlenden Führerschein als Grund haben.

>>Er soll sich auf Stellen beweben, für die er qualifiziert ist: Umzugshelfer, Verkäufer, Regalauffüller etc. Keine Phantasiejobs, die er eh nicht bekommen wird. <<

Das tut er. Wie sie gestern aber sagte, werden unter 400 € Jobs nicht akzeptiert.

>>>Wenn er bereits in der Vergangenheit Absagen hatte, weil er keinen Führerschein hat , dann soll er diese ( und nur diese ) dem SB vorlegen. <<<

Sie möchte aktuelles.


>>>sowie die Eingangsbestätung der Bewerbung beim AG.
<<<

Also per Einschreiben #schock Da werd ich ja arm. Ich schicke zudem viel per Email, da schriftlich nicht alles zu bewerben geht.

>>>So und jetzt verschwende Deine Zeit nicht bei Urbia , sondern suche realistische Jobangebote <<<

Das mache ich ja schon den ganzen Morgen :-)

Beitrag von mirabelle 11.03.10 - 11:52 Uhr

>>>sowie die Eingangsbestätung der Bewerbung beim AG.
<<<

Also per Einschreiben Da werd ich ja arm. Ich schicke zudem viel per Email, da schriftlich nicht alles zu bewerben geht.


Sag , Frau, noch nie eine Bewerbung abgeschickt?

Mit einer Eingangsbestätigung bestätigt Dir der AG den Eingang der Bewerbung schriftlich per Post oder Mail.
Machen heutzutage , aufgrund des hohen Aufkommens ,nicht mehr alle - also bei denen dann die Absage einreichen.

Bekommst Du alles nicht, dann dumm gelaufen; da werden dann die Bewerbungskosten nicht erstattet.

M.

Beitrag von booo 11.03.10 - 11:57 Uhr

Ich hab Bewerbungen bisher immer normal geschickt und entweder eine Einladung bekommen oder eine Absage. Noch nie habe ich eine Eingangsbestätigung bekommen.

Beitrag von mirabelle 11.03.10 - 12:06 Uhr

Das gehört sich eigentlich aber so - auch wenn es heute immer weniger wird.

M.

Beitrag von booo 11.03.10 - 12:09 Uhr

Danke, wie gesagt sowas kenne ich garnicht. Und wenn ich Bewerbungen per Mail mit Empfangsbestätigung wegschicke, wird dieses immer weggeklickt.

Beitrag von goldtaube 11.03.10 - 12:09 Uhr

<<Bekommst Du alles nicht, dann dumm gelaufen; da werden dann die Bewerbungskosten nicht erstattet. <<
Blödsinn. Die Bewerbungskosten bekommt man auch erstatt, wenn man keine Absage bekommen hat und sie deswegen nicht einreichen kann und auch wenn man keine Eingangsbestätigung hat.
Dafür werden Datum der Bewerbung, Name der Firma, Adresse und Telefonnummer usw. aufgeschrieben wo man sich beworben hat und der Ausdruck bzw. eine Kopie des Anschreibens beigefügt. Das reicht.

Beitrag von mirabelle 11.03.10 - 12:44 Uhr

Dann wird das von ARGE zu ARGE sehr unterschiedlich gehandhabt:

Kenne die Vorgehensweise von der ARGE Köln und der ARGE Pirmasens ( verschiede Bundesländer = Vorgegehensweise).

Ohne Nachweis , das da jemals eine Bewerbungs abgesendet worden ist gibbet keine Erstattung der Bewerbungskosten.

Finde ich auch sinnvoll: Sonst würde sich wohl jeder mal eben so ein paar Stellengesuche ausdrucken, ein Bewerbungsschreiben zusammenschustern und das dann zur Erstattung bei der ARGE einreichen.

Es kann aber durchaus möglich sein, das andere ARGEN keinen Nachweis verlangen

M.

Beitrag von hexlein77 11.03.10 - 15:41 Uhr

Vielleicht unterschiedliche handlungsweisen, heißt aber noch lange nicht das es rechtens ist!!!!!


Die Bewerbungskostenerstattung ist seit der Änderung des SGB III zum 01.01.2009 vollumfänglich Ermessensache der jeweiligen ARGE, d.h. diese legt fest, ob sie Bewerbungskosten zahlt und wieviel, wofür sie bezahlt - oder auch nicht.

Allerdings handelt es sich hierbei um ein sog. gebundenes Ermessen!

Wenn in der EinV drinn steht, das Eigenbemühungen gefordert sind MUSS die ARGE die Kosten übernehmen. Wollen sie, das der Eingang der Bewerbung bestätigt wird, was eben nur durch ein Einschreiben machbar wäre, müssen sie ebenfalls die Mehrkosten tragen.

Sollten sie die Kostenübernahme verweigern, handeln sie Rechtswidrig, da es zu einer rechtwidrigen Unterdeckung des Existenzminimums kommt. Außerdem wäre die Forderung von Eigenbemühungen ohne Gegenleistung sittenwidrig und wegen unangemessener einseitiger Benachteiligung unwirksam.

Damit ergibt sich de facto ein Rechtsanspruch - aber nur, wenn Eigenbemühungen vereinbart oder rechtsverbindlich gefordert wurden.

Beitrag von butler 11.03.10 - 12:17 Uhr

Wenn Der Führerschein der Punkt ist , das er keinen Job bekommt, Es gibt viele Fahrschulen. Die Theorie incl. prüfung kann man sich vom Munde absparen. Für Fahrstunden kann man sparen. Oder sollte das Jobcenter den Führerschein bezahlen? Das kann dann ja locker 1000-2000€ sein.
Ich könnte dich verstehen wenn es um eine Staplerschein oder Kettensägenschein geht, die Summe ist überschaubar und direkt mit dem Job dann in Verbindung zu bringen.
Denn selbst als Führerscheinfrischling wird er ja wohl kaum als Kurierfahrer anfangen wollen?

Was hat er den gelernt? Sonntag früh um 6 Uhr von der tankstelle die Morgenpost geholt und schwups hat man viele Stellenangebote.
LG.

Beitrag von booo 11.03.10 - 12:21 Uhr

Wir wollten ein Darlehn, aber das gibt es nicht. Wenn dann gibt es nur ie Möglichkeit dass die ARGE den Führerschein finanziert.

>>>Denn selbst als Führerscheinfrischling wird er ja wohl kaum als Kurierfahrer anfangen wollen? <<<

Nein, aber für manche Stellen ist ein Führerschein eben notwendig, sei es nur für den Arbeitsweg.

Beitrag von zwiebelchen1977 11.03.10 - 12:33 Uhr

Hallo

Habt ihr denn ein Auto, damit er zur Arbeit fahren könnte?

BIanca

Beitrag von booo 11.03.10 - 12:35 Uhr

Ja, ich.

Beitrag von butler 11.03.10 - 13:58 Uhr

Na, dann macht er halt immer eine Fahrstunde wenn Ihr das Geld dafür habt? Das hat ein Bekannter von mir gemacht und hat es auch geschafft
Bekommt Ihr zu Geburtstagen aus der Fam. Geschenke? Dann lasst euch Fahrstunden schenken.... . Wohnt Ihr soweit außerhalb? Ich wohne auf dem Dorf und weiß wie doof es ist wenn der Bus in den Ferien nur 2x täglich fährt. Es gibt auch Fahrschulen wo man einen Teil in Raten abzahlen kann.(jedenfalls bei uns)
lg.

Beitrag von booo 11.03.10 - 14:42 Uhr

Nein, wir wohnen direkt in der Stadt, Stellen sucht er aber auch außerhalb.

Beitrag von goldtaube 11.03.10 - 11:36 Uhr

In der Regel bekommt man vom SB so einen Zettel wo man die Bemühungen drauf einträgt. Manche verlangen zusätzlich noch den jeweiligen Ausdruck bzw. eine Kopie des Anschreibens.

4 ist das Minimum. Je mehr desto besser. Also alle angeben.

2.
Nur die Stellenangebote ausdrucken bringt nichts. Wenn in einer Absage steht, dass es wegen dem fehlenden Führerschein ist, dann das einreichen. Ansonsten nach so einer Absage nochmal beim Arbeitgeber nachfragen.

3.
Wegen der Bewerbungskosten beachte, dass man sich erst beim SB einen Antrag auf Bewerbungkostenerstattung holen muss. Da steht dann das Datum drauf an dem man den Antrag abgeholt hat. Dann werden alle Bewerbungen die nach diesem Datum anfallen dort eingetragen.
Und dann kannst du dir die Kosten erstatten lassen.
Bewerbungen vor diesem Datum, werden nicht berücksichtigt.
Die Kosten für das Führungszeugnis können berücksichtigt werden.

Beachte, dass es pro Jahr maximal 260 Euro sind die erstattet werden. Wieviel genau ist unterschiedlich. Kann eben je nach Arbeitsagentur bzw. ARGE auch weniger sein oder gar nichts.
Auch ist es unterschiedlich geregelt ob man die tatsächlichen Kosten (Quittungen müssen vorgezeigt werden) erstattet bekommt oder eine Pauschale von 5 Euro pro Bewerbung.

4. Natürlich soll er sich auch auf kleine Stellen bewerben. Aber Vorrang haben eben sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen.
Er soll sich auf beide gleichermaßen bewerben, wenn er dann eher einen 400 Euro Job bekommt, kann er den natürlich annehmen. Er wird sich aber weiter auf sozialversichungspflichtige Stellen bewerben müssen.

Beitrag von booo 11.03.10 - 11:40 Uhr

Danke. So einen Zettel hat er nicht bekommen. Dann werde ich alles einreichen auf was er sich bewirbt.

Danke, dann werde ich so einen Antrag stellen.

Dass er sich dann weiter bewirbt ist klar. Aber 1. ist doch ein Minijob besser als garnichts und 2. aus einer Tätigkeit bewerben um sich zu verbessern, sieht doch auch immer gut aus.

Ich wurde damals als Minijobber angestellt, hab auf 400 € gearbeitet und nach 1 Monat auf Teilzeit. So kanns ja auch gehen.....

Danke dir!

Beitrag von marion2 11.03.10 - 14:20 Uhr

Hallo,

mach dir ne Tabelle:

Unternehmen mit Adresse, Stellenbezeichnung, Ausschreibung vom, Quelle (Arbeitsagentur, Zeitung,...), Beworben am, Reaktion am, Ergebnis

Da trägst du alles ein und dein Mann gibt das so ab.

Reicht! Du musst nicht alles kopieren.

Und: Klasse Überblick für euch ;-)

LG Marion

Beitrag von booo 11.03.10 - 14:43 Uhr

#danke

Beitrag von engelche3805 11.03.10 - 11:42 Uhr

Hallo,

1) Ja eine Kopie des Anschreibens reicht aus, wenn er nur 4 vorlegen muss dann reicht das, wenn es mehr sind ist es auch gut.

2) Normaler Weise bekommt man einen Zettel von der Arge, wo man ausfüllt : Wo man sich bewirbt (Anschrift usw..) wann und wie (telefonisch,schriftlich, persönlich, e-mail) und das Ergebnis.....
Wie du schon schreibst, kann man ja nicht erwarten, dass die Arbeitgeber das reinschreiben....
Auf Stellenangebote, wo schon drin, dass man einen Führerschein braucht, sollte dein Mann trotzdem anrufen.....und wenn er schon am Telefon mitgeteilt bekommt, dass er ohne Führerschein ihn nicht einstellen kann würde ich das aufschreiben und der Arge vorlegen.

3) ja die Kosten vom Führungszeugnis übernehmen sie auch...aber erst dann, wenn es vom Arbeitgeber verlangt wird...

4) Nein, dass wäre mir neu, dass sie im einen 400 € Job verbieten dürfen aber aus eigener Erfahrung, weiss ich, dass ein Mini-Job nicht ausreicht, wenn ihr weiter von der Arge Geld bekommt, dann müsste dein Mann neben dem Minijob noch einen Zusatzjob suchen.....


Mit dem Geld von den Bewerbungskosten glaube ich, dass 5 €uro pro Bewerbung (schriftlich) genehmigt werden....bin mir aber nicht sicher....

Hoffe konnte etwas helfen, viel Glück Euch

Beitrag von booo 11.03.10 - 11:43 Uhr

Danke

Beitrag von tve 11.03.10 - 15:50 Uhr

"Mit dem Geld von den Bewerbungskosten glaube ich, dass 5 €uro pro Bewerbung (schriftlich) genehmigt werden....bin mir aber nicht sicher.... "

Die 5 € sind ein alter Hut, gibt keine Pauschalen mehr, nur noch tatsächliche Kosten.

Beitrag von mirabelle 11.03.10 - 18:04 Uhr

Stimmt nicht, meine Freundin hatte gestern die Erstattung der Pauschale auf dem Konto.

Ich weiß das so genau, weil ich ihr das Geld für einen neuen Staubsauger vorgestreckt habe und sie das mit den Eingang der Pauschalzahlung an mich zurückerstattet hat.


M.

Beitrag von king.with.deckchair 11.03.10 - 20:13 Uhr

Unfug.

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