lange HAusdebatte

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von snake10.04 11.03.10 - 11:32 Uhr

Muß mich mal ausplaudern. Seit Jahren reden wir immer wieder hin und her, ob`s nicht besser wär, ein Haus zu kaufen. Wir sind alles andere als reich, aber glücklich in unseren Berufen. Mein Mann hat eine volle Stelle, die aber leider wacklig ist, ich unbefristet eine 3/4 Stelle. Er hat aus 1. Ehe 3 fast erwachsene Kinder, die finanziell aber noch lange nicht auf eigenen Beinen stehen, gemeinsam haben wir 2 Kinder. Wir zahlen Miete für 2 Wohnungen (unsere Familienwohnung und kleine Wohnung für ein Kind in Ausbildung) und unterstützen 2 weitere Kinder in Ausbildung. Auf die Dauer ist alles zusammen mächtig teuer und auch nur mit Unterstützung der Schwiegereltern überhaupt möglich. Schwiegerpapa würde uns sogar ein Voraberbe geben, damit unser HAuswunsch realistischer wird, aber mir geht`s damit gar nicht gut:
Schwiegermutter keift hinter unserem Rücken herum: "Das schaffen die doch nie!" und "Immer wollen sie unser Geld" #wolke

Ich würde lieber alles allein mit meinem Mann finanzieren können, um endlich mal aus dem Scheiß Druck von Abhängigkeit herauszukommen, aber wie???

Hinzu kommt, dass wir beide uns gerade überhaupt nicht einigen können: Ich hätte am liebsten ein bezahlbares Haus, mein Mann träumt vom Bau einer Eigentumswohnung in einer Baugenossenschaft mit allerlei ökologischen Vorteilen für 260000 Euro#schock und argumentiert, dass ein altes Haus mit lauter Renovierungen zusammengerechnet ebenso teuer wäre.

Wie habt Ihr Euere Hausträume verwirklicht? Es kann doch nicht wahr sein, dass nur Superreiche im eigenen Haus leben. Wir wollen nicht ewig Miete zahlen und auf die Dauer brauchen wir mindestens noch ein weiteres Zimmer (5 statt 4), solche Mietwohnungen gibt`s kaum und wenn, dann sind sie unbezahlbar.

Freu mich über wertschätzende Kommentare.


Beitrag von braut2 11.03.10 - 11:39 Uhr

Ach ja, ich kenn das. Wir sind grad dabei uns vom Archi ein Haus zusammenstellen zu lassen. Wir haben auch lang überlegt und lange gesucht. Allerdings sind bei uns hier (Rheingau) die Mieten, die Grundstücke und die Häuser sowas von überteuert.......
Und da wir nun selbst für ein renovierungsbedürftiges Haus aus den 70-ern knapp 300.000Euronen zahlen müssten (und ich rede da von Reihenhäusern), haben wir uns entschieden zu bauen. Und es soll ein Doppelhaus geben, da wir uns ein Grundstück teilen müssen, weil sonst zu teuer *schluchz*
Und alles in allem..........landen wir wohl bei unseren 350.000Euros. Allerdings auch nach ENEV und KfW gebaut.

Mein Mann ist Alleinverdiender. Ich hab nen 400Euro Job. Den rechnen wir nicht an. Er verdient gut. Sonst gings nicht. Wir haben ein bisschen EK, kriegen ein Hessen-Bau-Darlehen und den Rest von der Bank. Alles zu guten Konditionen. Also alles real gerechnet. Nix beschönigt.

Wir zahlen jetzt schon eine hohe Miete. Wir brauchen noch mind. 1 Zimmer mehr, für DIE Miete können wir auch ein Haus abbezahlen.

Beitrag von jans_braut 11.03.10 - 12:16 Uhr

Hallo,

nur eine kleiner Denkanstoss: wenn du kein EK hast und viel Geld von der Bank leihen musst, dann ZAHLST du möglicherweise lebenslang ZINSEN, die möglicherweise eine Miete darstellen.
Bei einer Wohnung musst ihr auch Hausgeld zahlen. Bei einem Eigenheim musst ihr die Rücklagen auch so gebildet haben.
Wenn dein Mann arbeitslos wird, dann musst DU mit einer 3/4 STelle für alles aufkommen, klappt es denn?

Wann könntet ihr die 260000 Euro abgezahlt haben?

Voraberbe: fände ich nicht gut. Deine Schwiegereltern könnten es selbst benötigen, eine teure Pflege könnte ja auch noch hinzu kommen. Die Altersheime sind nciht wirklich günstig.

Sind nur ein paar Gedanken.

Wie wäre es mit einem Mietshaus erstmal - und der Azubi zieht zu euch?

Gruss

Beitrag von snake10.04 11.03.10 - 12:46 Uhr

Danke! Der Gedanke mit evtl. Pflege für die Schwiegereltern ist gut, haben wir noch nie drüber geredet...
Eigenkapital fehlt einfach. Wir versuchen, welches anzusparen, denn eine Vollfinanzierung wollen wir nicht, da zahlt man sich ja echt dumm und dämlich und wie gesagt, zu riskant.
Mietshaus (und dann mit ELW) fänd ich auch gut, aber die gibt`s fast gar nicht und erst recht nicht für 5 PErsonen. Ich suche händeringend nach dieser Zwischenlösung. Es ist das selbe Dilemma wie mit Mietwohungen, zu klein oder unbezahlbar (1000 EURO und mehr KM). Deshalb haben wir ja 2 Mietwohnungen... und der eine Azubi wohnt im selben Haus mit uns, die anderen in WG`s...

Beitrag von flogginmolly 11.03.10 - 12:48 Uhr

Huhu,

man muss in der Tat nicht superreich sein um ein Haus zu kaufen, aber es sollte schon realistisch und bezahlbar sein.
Wenn ihr jetzt schon nicht über die Runden kommt, wir das mit einem Kredit nicht besser. Dazu kommt, das kaum eine Bank, jemandem mit wackeligem Job einen so hohen Kredit gibt. Es wird alles durchleuchtet, und wenn dann noch die Kinder ins Spiel kommen die Finanziell unterstütz werden müssen sieht es echt bitter aus. Und Druck / Abhängigkeit wirst du auch haben wenn ihr Eigentum habt. 1. Müsst ihr ALLE Reparaturen und anfallenden Kosten selber tragen, ihr werdet so wie es sich anhört horrende Zinsen zahlen und die Raten, Versicherungen, Steuern und und und, nebenbei bleiben die Lebenshaltungskosten etc.
Klar ist das immer ne schöne Vorstellung, aber ich denke ohne die Schwiegereltern werdet ihr das in der Tat nicht stemmen können.
Aber das entnehme ich nur dem geschriebenem, vielleicht liege ich auch falsch.

LG

Beitrag von ina_bunny 11.03.10 - 13:26 Uhr

Ihr kommt jetzt noch nicht mal allein über die Runden?
Müßt jeden Monat deine Schwiegermutter um Geld bitten?

In solch einer Situation denkt ihr an einen Hausbau??? #kratz

Das ist nicht euer Ernst, oder.

LG Ina

Beitrag von karna.dalilah 11.03.10 - 14:52 Uhr

Wir haben es folgendermaßen gemacht.
Wir sind zur Bank , haben das Grundgehalt meines Mannes angegeben und gefragt, wieviel Kredit wir problemlos bekommen würden.
(Schichtzulagen, Sonderzahlungen, Gelder von mir oder der Kinder haben wir nicht angegeben)
mit dem benannten Betrag von xxEuro hatten wir eine Hausnummer und haben uns ein Haus in dem Bereich gesucht.
Klar ist viel zu tun- aber so haben wir es gewählt ;-)
Dafür können wir das Haus auch bei Arbeitslosigkeit halten.
Geld von unseren Eltern? -never
man muss sich nicht noch mehr Abhängigkeiten schaffen.
Abhängigkeiten bringen oft bösen Ärger.

Karna

Beitrag von wort75 15.03.10 - 14:20 Uhr

in der schweiz ist alles anders. wenn du stadtnah sein willst um zur not auch einen anderen job zu finden, dann musst du mit 1 million für grund und haus rechnen. 200'000 muss man selber bringen, den rest übernimmt die bank. der 5tel eigenanteil kann aber auch aus der gesetzilchen pensionskasse genommen werden, dann hast du aber mit einigem pech im alter nix mehr... nix mehr weiter als das haus, natürlich.
ca. 5% hypozins muss man verkraften können - so hoch ist er zwar nicht, aber zur not muss es so gehen. sonst arbeitest du nur noch, um das haus halten zu können, wenn die wirtschaftslage mal schlecht ist. ausserdem muss bedcht werden, dass bei einem haus immer was zu renovieren ist...

ich dachte, ich könnte einen guten erbvorbezug machen und dies zum bauen nehmen.also wollte ich klar ein haus. wann, wenn nicht mit kleinen kindern? aber da das mit dem erbvorbezug nicht geht, lassen wirs doch sein. man ist zu sehr gebunden. was, wenn wir den job verliehren, ein kind krank wird...

ich baue nur, wenn ich maximal die hälfte der alters vorsorge dadurch einbringen muss