mein mann und der kinderwunsch

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von traurigtraurig 11.03.10 - 13:36 Uhr

vielleicht kann mir hier jemand ein guter tipp geben, wie ich mit all dem umgehen kann. wie ich es zu deuten habe.

bin ich naiv?
blind vor liebe?
oder will ich es einfach nicht wahr haben?

vor einem jahr war mein mann (nicht verheiratet) die treibende kraft, dass er sich mit mir ein kind wünsche.
das problem ist, er ist unterbunden und müsste diese rückkehroperation durchführen lassen.

zuerst war das problem, wegen dem geld.
als das geld zusammen war, meinte er immer, dann würde er es tun. es passierte nichts. dann wieder versprechungen. wieder nichts.

vor einiger zeit hat er dann wirklich die anmeldung für die operation abgeschickt. ich war überglücklich. nur für einen kurzen moment. er hat alles wieder abgeblasen.

er machte eine phase durch, wo es ihm nicht gut ging.
als es wieder aufwärts ging, versprach er mir wieder daten, wo er das ganze wieder in angriff nehmen wollte. wieder nichts.

nun hat er mit der sprache rausgerückt.
sein wunsch ist es ein kind mit mir zu haben, aber er habe die kraft nicht mehr dazu, das ganze durchzuführen. er hat bereits zwei kinder und sein leben war alles andre als rosig. seine situation ist sehr schwierig, und ich verstehe dass er seine zweifel hat.

aber zusammen kann man das doch schaffen.
zumal die liebe und die beziehung im einklang ist?
nur wegen äusseren einflüssen, unser wunsch in den sand stecken. uns das glück verwehren?

er wollte sogar, dass ich gehe, mir einen anderen mann suche, dass ich doch zu einem kind kommen kann.

was meint ihr dazu?

ich bedanke mich jetzt schon für eure meinungen!

es grüsst
traurigtraurig

Beitrag von lichtchen67 11.03.10 - 13:47 Uhr

Wozu genau möchtest Du jetzt eine Meinung #kratz?

Dein Mann ist sterilisiert und entgegen früherer Äußerungen traut er sich jetzt ehrlich zu Dir zu sein und sagt, er hat keine Kraft mehr für ein Kind.
Er möchte kein Kind. Da brauchts keine Meinung.

Lichtchen

Beitrag von lene1972 11.03.10 - 13:51 Uhr

ich nehme an, du hast bereits kinder?

Beitrag von lichtchen67 11.03.10 - 14:03 Uhr

Ich? Meinst Du mich? Oder die TE?

Beitrag von lene1972 11.03.10 - 14:07 Uhr

ich meine dich lichtchen67

Beitrag von lichtchen67 11.03.10 - 14:21 Uhr

Ok, ich war mir nicht sicher, weil es ja a) nichts zur Sache tut und b) meiner VK ersichtlich ist. Ja ich habe einen Sohn... und mein Partner hat ebenfalls 2 Kinder, die alle 2 Wochen bei uns sind.

lichtchen

Beitrag von lene1972 11.03.10 - 14:22 Uhr

alles klar

Beitrag von traurigtraurig 11.03.10 - 13:56 Uhr

ich frage mich, ob das ganze ein hinhalten war? das ewige hinauszögern und hinausschieben.

ich habe ihm geglaubt und ihm vertraut.
und jetzt soll alles anders ein?

ich bin traurig und enttäuscht :-(

er möchte mich ja nicht verlieren und trotzdem sagt er ich solle gehen. man kann doch eine liebe nicht einfach so aufgeben. und sein wunsch nach einem gemeinsamen kind besteht ja nach wie vor. er hat einfach angst, dass wir das nicht packen würden wegen seiner komplexen lebenssituation.

Beitrag von lichtchen67 11.03.10 - 14:03 Uhr

Ob dieser Wunsch so besteht habe ich meine Zweifel. Vielleicht verpackt er seine Worte nur so, damit Du Verständnis hast? Und er nicht knallhart sagen muss, ICH WILL DAS NICHT.

ich hatte gestern grad die Diskussion mit meinem Freund, der auch sterilisiert ist. Er sagte mir, in den Beziehungen vorher, hat er anfangs auch gerne gesagt, klar Kinder gemeinsam ist ok irgendann, ich lass das rückgängig machen - er sagte das aus Feigheit. Wenn es dann "ernst" wurde der Rückzieher, der er möchte keine Kinder mehr.

hat sich nur nicht getraut, das anfangs gleich zu sagen, weil er Angst hatte, die Beziehung wird dann nix, er verbaut sich was. Im Nachhinein völliger Blödsinn, dann ist die Beziehung eben nicht früher sondern später vor dem Aus, wenn einer unbedingt Kinder will und einer nicht - geht das irgendwie nicht. Mittelweg ist da schwer.

lichtchen

Beitrag von traurigtraurig 11.03.10 - 14:21 Uhr

ich finde keine worte wenn es wirklich so sein soll :-(

Beitrag von lene1972 11.03.10 - 14:00 Uhr

wenn er dich wirklich liebt und diesen wunsch hat, dann wird er sich auch dafür entscheiden. sprich nochmals mit ihm und versuch ihm nahe zu legen, dass er das negative los lassen soll und das positive in den vordergrund stellen darf. ein kind ist eine bereicherung, keine last :-)

Beitrag von lichtchen67 11.03.10 - 14:05 Uhr

> wenn er dich wirklich liebt und diesen wunsch hat, dann wird er sich auch dafür entscheiden. <

Sorry, das halte ich für Blödsinn... Wenn sie ihn richtig lieben würde würde sie seinen Wunsch respektieren. So rum ginge das nämlich auch.

Hier geht es nicht um einen Ausdruck von "echter Liebe" sondern um eine Lebens-Vorstellung und -planung die offenbar voneinander abweicht.

lichtchen

Beitrag von traurigtraurig 11.03.10 - 14:20 Uhr

ich werde auf jeden fall nochmals mit ihm sprechen. ich gebe nicht einfach auf. ich möchte weder ihn, noch die beziehung verlieren. aber den kinderwunsch kann ich auch nicht begraben :-(

Beitrag von carrie23 11.03.10 - 15:10 Uhr

Aber was machst du wenn, und die Chance ist sehr hoch, die Rück OP nicht klappt?
Ihn verlassen weil er keine weiteren Kinder zeugen kann?
Er kann die OP machen lassen aber die Möglichkeit dass das klappt ist relativ gering.
Da wir uns auch schon 2008 über die Möglichkeit einer Vasektomie mit diversen Ärzten unterhalten haben, wurde uns dies ausdrücklich mitgeteilt.
Dann musst du entweder deinen Kiwu aufgeben, und das ist sicher schwer, oder du suchst dir einen anderen.
Dann aber scheint deine Liebe nicht allzu groß denn als du ihn kennengelernt hast wusstest du dass er eigentlich keine Kinder mehr zeugen kann.

Beitrag von traurigtraurig 11.03.10 - 16:05 Uhr

mir ist sehr wohl bewusst, dass die chancen bei einer rück-operation nicht sehr gross sind. nur, dann haben wir wenigstens den versuch gewagt und die natur entscheiden lassen.

so aber, verwehrt uns mein partner von anfang an diesen wunsch umzusetzen. er gibt uns keinerlei chancen.

ich würde ihn nicht verlassen, denn wir hätten ja alles dafür getan, um das glück herauszufordern. die chance war da, und die liebe ist geblieben.

nun, hätte ich von anfang an gewusst, dass er mit 100prozentiger sicherheit keine kinder mehr möchte, hätte ich mich nicht auf ihn eingelassen. da waren die gefühle ja noch nicht ausgeprägt wie 1 jahr später.

es stimmt, ich wusste von anfang an dass er ZUR ZEIT keine kinder zeugen kann, wegen dieser operation. aber sehr schnell hat er mir zu verstehen gegeben, dass er diesen schritt bereuen würde und der kinderwunsch durch mich wieder entflammt wurde. er hat abklärungen gemacht bezüglich rückoperation ohne dass ich das gefordert hätte.

also das ganze mit dem GEMEINSAMEN kinderwunsch hat er in die wege geleitet. ich habe ihm vertraut. wahrscheinlich war ich zu blind oder zu naiv, den worten (und taten mit spital besuch etc) glauben zu schenken.

Beitrag von carrie23 11.03.10 - 17:32 Uhr

Vielleicht hat er einfach nur Angst?
Angst dass es dann trotzdem nicht klappt und er praktisch der "Versager" ist?!
So KANN er nicht weil er ne Vasektomie hatte, später KANN er nicht weil er nicht kann.
Ich weis nicht ob du weist wie es ist wenn man keine Kinder zeugen kann weils einfach nicht geht.
Mein Cousin kann es nicht weil er nicht kann, auch ne OP hat nichts gebracht und er hatte keine Vasektomie.

Vielleicht hat er nur angst zu versagen.

Beitrag von nele27 11.03.10 - 14:07 Uhr

Hi,

hast Du schon Kinder?

Wenn nicht und Dein Wunsch wirklich stark ist, würde ich die Beziehung ernsthaft in Frage stellen... klingt doof, aber ich würde meinen Kinderwunsch nicht einem Partner zuliebe aufgeben.
Das Zugeständnis wäre für mich zu groß.

Wenn man schon Kinder hat und sich evtl. damit abfinden kann ist es wieder was anderes.

Alles Gute!

Nele

Beitrag von traurigtraurig 11.03.10 - 14:17 Uhr

leider habe ich noch keine kinder und bin auch schon im fortgeschrittenen alter.

um so enttäuschter bin ich, weil er das alles wusste.
weil er von sich aus zuerst das ganze forciert hat. und jetzt dieser rückziehner? ich verstehe das einfach nicht :-(

sein wunsch ist es auch.
und nur wegen äusseren einflüssen welche das ganze nicht einfach machen wird, gibt er alles auf. er geht schlussendlich auch das risiko ein, dass ich gehe?

ich weiss nicht mehr weiter!

Beitrag von nele27 11.03.10 - 14:27 Uhr

Ich will Dich wirklich nicht "aufhetzen" - aber überlege noch mal für DICH ALLEIN in Ruhe:

Würdest Du auf Kinder Deinem Partner zuliebe verzichten?
Wirst Du es auch nicht bereuen, wenn es zu spät ist?

Oder andersherum wirst Du eine Trennung wegen unerfülltem Kinderwunsch bereuen??

Eine Freundin von mir ist 44. Sie verzichtete ihrem Partner zuliebe ... dieser ist nun mit einer Jüngeren verheiratet und Vater #schock

Überlege genau und treffe eine Entscheidung!
Ganz viel Kraft!

Beitrag von traurigtraurig 11.03.10 - 14:31 Uhr

ich bin so hin und her gerissen.
ich habe mir schon oft vorgestellt ihn zu verlassen deswegen. aber ich schaffe es nicht. ich liebe ihn zu doll :-(

ich frage mich dann auch, bin ich so schnell nach der trennung bereit, mich auf einen neuen mann einzlassen?
ich bin ja schon 39 jahre alt. alles müsste sehr schnell gehen, damit sich der kinderwunsch erfüllen kann. wieder einen neuanfang starten in das ungewisse?

und eine grosse liebe aufgeben :-(

ich kann deinen gedankengängen folgen. vielleicht bin ich einfach noch nicht so weit. vielleicht habe ich immer noch die grosse hoffnung, dass er sich doch noch anders entscheiden wird.

Beitrag von nele27 11.03.10 - 15:10 Uhr

Die Zeit zum Nachdenken musst DU Dir jetzt auch noch nehmen. Darauf kommts nicht mehr an.

Naja und um mal ein posititves Beispiel zu nennen: In meinem Bekanntenkreis gibt es gerade eine 37-Jährige, die hat 8 Jahre mit ihrem Partner gehofft, Kinder zu kriegen. Er wollte nie. Erst studieren, dann Karriere, jetzt bReisen.

Sie verlies ihn.

Heute hörte ich, dass sie schwanger ist mit ihren neuen Partner....

Aber um diese Entscheidung zu treffen, musst Du ganz tief in Dich reinhören - das können wir Dir nicht abnehmen.

Beitrag von traurigtraurig 11.03.10 - 15:21 Uhr

danke für dein positives beispiel.
es müsste mir mut machen.
aber ich habe eben angst, meine grosse liebe aufgeben zu müssen für meinen kinderwunsch (was ja eigentlich unser wunsch war).

ich möchte ja nicht irgend ein vater für mein kind.
und in jeder beziehung wurde ich diesbezüglich enttäuscht, getäuscht.

irgendwann verliert man wohl den mut und den glauben an einen neuanfang. zumal es um so schwieriger ist, wenn man den partner über alles liebt.

Beitrag von nick71 11.03.10 - 14:10 Uhr

"sein wunsch ist es ein kind mit mir zu haben,"

Naja...irgendwie kaufe ich ihm das nicht so wirklich ab.

Vielleicht sagt er das deshalb, weil er merkt, wie doll du dir ein eigenes Kind wünscht...dass er selber dahintersteht, kann ich mir nicht recht vorstellen.

Zumal sein Gedanke ja offensichtlich mal der war, dass er mit der Familienplanung abgeschlossen hatte...ansonsten hätte er sich nicht sterilisieren lassen.



Beitrag von traurigtraurig 11.03.10 - 14:19 Uhr

und weshalb hat er das ganze vor einem jahr so forciert? dann hätte er sich ja auf die ganze beziehung nicht einlassen müssen. weil das von anfang an ganz klar definiert wurde.

ich kann es nicht glauben und hoffe immer noch, dass er sich umentscheiden wird.

so ein toller schauspieler kann er nicht sein.
wenn er davon spricht, dass es auch sein wunsch sei. tränen in den augen hat u.s.w.

Beitrag von nele27 11.03.10 - 14:29 Uhr

Nun ja du sagst es selbst... er wusste, dass es evtl. nix wird mit der Beziehung, wenn er von vornherein NEIN gesagt hätte.

Vielleicht schwindelte er gar nicht in böser Absicht! Er wollte eben diese Beziehung... und nun hat er sie und kann sich aber nicht soweit verbiegen den Worten auch Taten folgen zu lassen.