Nun also doch...

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von morgaine01 11.03.10 - 14:29 Uhr

Hallo Ihr Lieben!
Nach zwei Wochen Ungewissheit,Diagnosen-Durcheinander, Hoffen und Ängsten ist es seit heute früh traurige Gewissheit,dass ich mein Baby nicht bekommen werde#heul
Die endgültige Diagnose kennen leider viele:Missed abortion.
Angefangen hat es mit dem sorgenvollen Blick meines befreundeten FA,dass es zu klein sei für die ssw.Paar Tage später in der 6ssw bekam ich Blutungen:-( ,aber der Arzt sah GS und Fetalanlage,meinte alles sei o.k.
Blutungen am nä Tag wurden stärker,ich wieder ins KH,Arzt meinte,er könne Eianlage nicht sicher identifizieren,ich solle nä Tag kommen zur KO.
Bei dieser KO meinte die Ärztin,der Fruchtsack sei nach unten gerutscht in den unteren Teil der GM,wahrscheinlich würde es abgehen,meine Blutungen wurden zudem heftiger.
Zur Abklärung fuhr ich zum FA,der meinte,ich hätte eine blutende zervikale SS und müsste zur AS.
Am selben Abend wurde ich aufgenommen,wobei der Arzt nochmal schallte und diesmal SS in der Kaiserschnittnarbe sah.
Diese letzten zwei Diagnosen waren Hinweise auf richtig arge SS-Komplikationen,wobei es sein könnte,dass ich mehr als nur mein Baby verlieren würde#schock#schwitz
Stationär wurde wieder US gemacht- von Expertin diesmal und jetzt hiess es,dass es doch nicht so schlimm sei,weder zervikale SS,noch Narben-SS,aber Fruchtsack zu weit unten und kein HA.Ich wurde zur AS am nä morgen angemeldet.Beim Schall am morgen kurz vor OP sah man auf einmal langsamen Herzschlag.
Ich wurde heimgeschickt,nä Termin in einer Woche.
Die Woche lag ich nur flach,traute mich kaum zu husten oder aufs Klo zu gehn,die Blutungen hörten fast ganz auf-ich schöpfte nun doch wieder Hoffnung, wer kann das nicht verstehn?!
Doch heute beim Termin die Ernüchterung,Fruchtsack ist geschrumpft,Embryonalanlage nicht darstellbar,also keine intakte SS#heul#heul
Am Montag soll ich ambulant zur Cürretage.
Ist es nicht riskant noch zu warten?Sie haben leider keinen früheren Termin!
Ich hätte es so gerne hinter mich gebracht nach diesem Horror,auch wenn das ätzend klingt,ich kann nimmer und ich hab doch Kinder zaus,die mich sehr brauchen
Grüsse an alle

Beitrag von hannah.25 11.03.10 - 14:57 Uhr

hallo morgaine,

lass dich mal gaaanz fest drücken. #liebdrueck
ich kann mich gut an deinen beitrag vor ein paar tagen erinnern und ich hab dir fest die daumen gedrückt.

umso trauriger macht es mich, dass du nun doch dein baby ziehen lassen musstest.

ich versteh deine trauer und deinen schmerz nur allezu gut. und du wirst wohl auch noch ne weile brauche zum verarbeiten. #heul
ich wünsch dir für montag alles gut. und ich drück die daumen, dass du die cürretage gut überstehst. ob das zu spät ist, weiß ich nicht. ich selbst hatte keine ausschabung.

ich wünsch dir alles, alles gute, viel kraft und viele liebe arme, die dich halten!!

#kerze für dein sternchen

alles liebe
hannah mit #stern niklas und #stern sarah im herzen

Beitrag von morgaine01 11.03.10 - 15:07 Uhr

Vielen Dank fürDeine lieben Worte und Dein Mitgefühl..es tut so gut,verstanden zu werden..
es hilft mir die Tränen fließen zu lassen,von denen ich dachte,sie seien schon verbraucht.#heul
Ich hab mich schon gewundert,wie gefasst ich die endgültige Gewissheit aufnahm...jetzt kann ich die Gefühle auch wieder zulassen und ich denkes ist besser so
Alles alles Liebe für Dich #liebdrueck
Patricia

Beitrag von mausi6375 11.03.10 - 15:08 Uhr

fühl dich fest gedrückt!!!!!

das tut mir soo leid für dich, alles hoffen und bangen und es hat leider nix genutzt.

ob es zu früh oder zu spät ist kann ich dir nicht sagen, bei mir wurde direkt am nächsten tag die as gemacht.

aber ich kann dich verstehen. ich hab den arzt auch zum nächsten termin gedrängt, weil ich mit der vorstellung nicht klar gekommen wäre, damit noch über s wochenende rumzulaufen.

mit den gedanken horcht man ja doch immer wieder in den körper rein.

hast du mal im krankenhaus angerufen und gefragt ob s nicht früher geht? mein fa hat damals auf einen früheren termin gedrängt, mit der begründung ich hätte blutungen.
(ich hatte keine!)

ich wünsch dir alles alles liebe

maren mit ida im herz#kerze

Beitrag von schnullabagge 11.03.10 - 15:46 Uhr

Hallo!
Meine Op war am Dienstag. Eine Woche nachdem ich erfahren habe, dass die Schwangerschaft nicht intakt ist. Mir hat die Zeit geholfen, mich von dem Baby oder vielmehr auch dem Gedanken an das Baby zu verabschieden. Ich habe oft (auch unbewusst) meinen Bauch gestreichelt. Dann der Eingriff und nun die Zeit danach. Es dauert noch ein bisschen bis ich das alles genau verstehe oder verarbeite, auch meinem Mann geht es ähnlich. Aber wir sind zuversichtlich und geben nicht auf, irgendwann noch ein gesundes Kind zu bekommen.
LG Steffi

Beitrag von jezero 12.03.10 - 08:34 Uhr

Hallo Morgaine,

ich kann dich so gut verstehen.

Ich bin trotz Spirale schwanger geworden, habe dies in der 7. SSW erfahren, da war alles in Ordnung. Nur mir ging es körperlich sehr schlecht, anders als in den vorhergegangenen Schwangerschaften. Nach gut einer Woche bekam ich dann Blutungen, aber über eine Woche lang war das Wachstum und die Herzaktivität völlig in Ordnung... Bis dann am Montag auf einmal keine HA mehr da war. Das Baby war exakt zeitgerecht entwickelt, alles sah trotz des Bangens wegen der anhaltenden Blutungen so gut aus.

Mein Frauenarzt hat mich dann aufgrund der Blutungen sofort stationär eingewiesen, am Dienstag mittag konnte dann die Ausschabung gemacht werden. Da es mir danach auch körperlich wegen des Blutverlustes nicht so gut ging, bin ich dann erst Mittwoch mittag entlassen worden.

Ich bin einerseits froh, dass die Ausschabung zeitnah war, andererseits hat mir die kurze Zeit auch geholfen, das alles zu verarbeiten.

Ich kann gut verstehen, dass du jetzt das Ende möchtest. Auch wenn es sich jetzt schlimm anhört: Ich habe seit Beginn der Blutungen immer mit der Fehlgeburt gerechnet und als sich mein Verdacht dann nach zwei Wochen Hoffen und Bangen bestätigt hat, war ich auch irgendwie ein wenig erleichtert - bei aller Trauer.

Jetzt geht es mir körperlich wieder wesentlich besser und ich kann mich wieder gut um meine Jungs (3 und 6 Jahre alt) kümmern. Das hilft mir.

Ich wünsche dir alles Gute. Wenn du eine schnellere OP möchtest, sprich das doch im Krankenhaus einfach noch einmal an. Mir gegenüber waren alle so verständnisvoll und bemüht, dass ich denke, sie hätten das auch für mich möglich gemacht. Und ein Versuch kostet ja nichts...

Liebe Grüße

Petra