es ist raus ...!

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von dapa 11.03.10 - 21:34 Uhr

Hallo,
ich habe seit einigen jahren problem mit mir selbst. habe aber niemanden was gesagt. viele haben zwar gemerkt das was nicht stimmt aber ich habe immer die starke gespielt. innerlich bin ich am ende und hatte angst das es niemand ernst nimmt. jetzt habe ich aufgrund meines sohnes eine mutter.kind.kur beantragt. dazu benötigte ich verschiedene schreiben von Ärzten. da musste ich zum meinem Hausarzt und berichten. leider war es mir nicht möglich es zu erzählen. ich also alles aufgeschrieben. Es ist jetzt alles raus. ich bin einerseits froh, habe aber auch angst. denn es ist schon fast zu spät. habe jetzt antidepressiva bekommen, muss zum neurologen, psychologen und es wird ein langer weg. Seit dem ich darüber geredet/geschrieben habe gehts mir aber schlechter. komisch, oder? seit jahren (4 - 5 ) habe ich alles in mich reingefressen. beziehnungspropleme. erziehungprobleme, überforderung, Überlastung auf arbeit .... ect. Aber ich habe angst vor den medikamenten. was ist wenn ich die immer brauche????? Ich will nicht "verrückt sein"sein. Diangnose vom Arzt ist - wahrscheinlich Depressionen.
Mist!!! Warum habe ich nur so lange gewartet???? Habe angst das sie mich auch stationär behandeln wollen. Was wird dann aus meinem Kind? Die trennung würde er und ich nicht verkraften. Aber ich kann einfach nicht mehr. habe zu nichts mehr kraft. Stehe nur noch für mein Kind auf, sonst wäre mir alles egal.
Sorry für lange blabla.
dapa

Beitrag von antares01 11.03.10 - 21:42 Uhr

Hallo,

kenne mich nicht wirklich aus. Aber ich denke, es geht Dir vor allem schlecht, da Du alles, was Dich krank macht, aufgeschrieben hast und Dich somit damit konfrontiert hast. Bisher hast Du alles von Dir weggeschoben.

Du hast es ganz sicher richtig gemacht, es ist höchste Zeit für Hilfe. In Deiner jetzigen Verfassung leidet Dein Sohn doch auch sehr.

Versuche, Hilfe anzunehmen, das ist nicht peinlich, sondern ein Zeichen von Stärke.

Alles Gute!

Beitrag von drusilia 11.03.10 - 21:48 Uhr

Hallo!
Gut dass du das getan hast. Das es dir jetzt schlechter geht liegt daran dass du dich auch selber mehr damit konfrontiert hast und dass du dich anderen mitgeteilt hast. Das Schamgefühl und das schlechte Gewissen kommen dann oft hervor.


Aber: es ist besser für dein Kind. Glaub mir. Meine Mutter hat uns als Kindern jahrelang ihre Depression vorgelebt (bei uns gab es zeitweise nicht mal sauberes Geschirr da sie es nicht mehr geschafft hat, Zuwendung schon gar nicht), es gibt nichts schlimmeres und es macht eine Kinderseele kaputt.

Stationär wird eigentlich nur in wirklich sehr schlimmen Fällen behandelt. Warte erst einmal die Therapie mit dem Antidepressivum ab, oft hilft die schon gut aus dem Loch raus, dann noch ein guter Psychotherapeut und du mußt nicht stationär.

Ich drück dir die Daumen dass die schnell geholfen wird.

LG
drusilia

Beitrag von nordseeengel1979 12.03.10 - 11:26 Uhr

Hallo dapa,

genauso ging es mir 2006 auch.

Nachdem ich es ausgesprochen hatte und mit Therapie/Medikamenten angefangen habe gings nochmal richtig bergab... aber dann arbeitet man sich das Leben wieder und es wird wieder besser, glaub mir :-)

Und es gibt viele Kliniken da kannst Du Dein Kind auch mitnehmen ;-) Es gibt auch Tageskliniken...

Und was die Medis angeht brauchst Du keine Angst haben... hört sich so an als hättest Du Angst vor Abhängigkeit... Antidepressiva machen nicht abhängig... Aber nicht wundern, am Anfang können die ersten 2-3 Wochen Nebenwirkungen eintreten, dann nach 3-4 Wochen tritt erst die Wirkung auf, das ist ganz normal also nicht hibbelig werden :-) Und im Durchschnitt bekommt man Antidepressiva mindestens 1-1,5 Jahre, damit man nicht schnell ein Rückfall bekommt...

Lg Nordseeengel
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