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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von markolein 12.03.10 - 08:09 Uhr

Hallo!!!

Ich muß mich heute einfach mal ausheulen.
Es geht um das Thema Einschulung. Jana ist am 10.08.2004 geboren und somit in Bayern ein Muss- Kind:-[

Sie kam mit 3 Jahren in den Regelkiga. Leider war sie sehr verhaltensauffällig, d.h. sie hatte mit dem sprechen starke Probleme und machte sich dann auf ihre Art bemerkbar:-(
Sie wurde zunehmend aggressiver und verschloß sich. Ist ja auch kein Wunder, denn immer wenn Jana etwas sagte, wurde sie verbessert von den Kindern und auch Erzieherinnen.

Ich bin und war die einzigste die mit ihr sprechen konnte und ihr auch alles erklärt hat. Mit anderen Worten Jana brauchte sehr viel Aufmerksamkeit und vor allem Gedult#liebdrueck
Im Regelkita war sie sehr überfordert, konnte sie nicht bei den anderen Kindern mithalten, flogen sämtliche Sachen durchs Zimmer. Oft mußte ich zum Elterngespräch. Keiner verstand das mein Kind nicht blosgestellt werden will sondern lieber alleine zur Rede gestellt wird. Nach 2 Jahren Regelkita und sämtlichen Therapien (Logo, Ergo. Psychologe) entschieden wir uns die kleine in ein Fördersprachzentrum zu wechseln. Und am Nachmittag besucht sie weiterhin den normalen Regelkita.

Alles klappt super!!! Sie hat sich sehr gut entwickelt sprachlich und auch motorisch. ich weiß ich sollte mich darüber freuen, was ich auch mache.

Doch war seit Anfang des Jahres der Kampf um die Rückstellung!!! Im Förderzentrum sagte man mir das sie es schaffen werden, damit wir noch 1 Jahr haben um Jana zu fördern. Sie ist zwar schlau, doch hat sie kein Interesse an sämtlichen Dingen. (ausmalen, ruhig sitzen bleiben usw.)
Eben an vieles was sie in der Schule brauchen wird.

Dann kam vorgestern ein Anruf aus der tagesstätte für entwicklungsverzögernde Kinder, ich sollte zum Gespräch kommen. Das war gestern#schwitz Von meiner Tochter sind jetzt die Testergebnisse da#zitter

Sprache: viel besser aber es muß noch an bestimmten Buchstaben geabeitet werden

Motorik: Sie kann sich im Kopf viele Dinge einprägen auch ist das Denkverhalten das eines 8 jährigen Kindes ABER:
Sie mußte mit dreiecken nachlegen was die Erzieherin vorgemacht hat. Kein einziges konnte sie wieder geben:-(

Nichts desto trotz: Mein Kind ist schulpflichtig und mit diesen Ergebnissen wird sie definitiv im Sept eingeschult.
Ich weiß es ist bis dahin noch Zeit, doch habe ich solche Angst das sie nicht das macht was die Lehrerin verlangt. Hat Madame keine Lust macht sie es auch nicht. Wird es ihr zu blöd steht sie auf und geht:-[
Sie ist sich den Ernst der Lage ja überhaupt nicht bewußt, ich sehe jetzt schon den Kamopf mit den Hausaufgaben usw.
Und sie muß in die Regelschule, da sie die test für die Förderschule durchschnittlich gut bestanden hat. Der IQ wurde auf 100 ausgerechnet was ja normal ist.

Also werde ich mich jetzt geschlagen geben und abwarten ob das gut geht#zitter
So dass mußte jetzt mal alles raus denn jeder meiner Bekannten meint ich soll doch froh sein das es so ist#gruebel

Liebe Grüße traurige Karin die mit den anderen beiden Regelschulkinder nie Probleme hatte und sehr gute Leistungen erzielen

Beitrag von mimi1410 12.03.10 - 08:20 Uhr

Hallo!
Blöde Situation. Habt ihr ein SPZ in der Nähe? Und kann man bzgl. der Förderschule denn nichts machen? Ich dachte immer, der IQ hat nichts mit der Förderschuldiagnose zu tun, nicht jede Förderung zielt auf "reines Lernen" ab. Sprich noch mal mit der Schulleitung. Ich hab in deiner VK gelesen, dass du ein Trisomie-Kind hast - werdet ihr über den mobilen sozialpädiatrischen Dienst betreut? Mein Ältester ist stark sehbehindert und wurde da super gut betreut und uns haben die Leute vom MSD supergut weiter geholfen und andere Wege aufgezeigt!

LG und alles Gute Mimi

Beitrag von mimi1410 12.03.10 - 08:26 Uhr

Ach ja,

schau mal auf der Seite des Ministerium (stmuk.bayern.de) welche anderen Schulmöglichkeiten du hast!
Andererseits habt ihr noch etwas Zeit, und die Kinder benehmen sich in der Schule oft anders als zu Hause!

LG Mimi

Beitrag von danni64 12.03.10 - 09:11 Uhr

Hallo Karin,

habt ihr mal über eine integrative Schule nachgedacht oder eine Sprachheilschule ?

Ich finde das gute Alternativen. Mein Junge hat auch Probleme mit der Motorik und einige Buchstaben fallen ihm schwer ,auszusprechen. Er ging das erste halbe Jahr auf eine Regelschule,weil ein Test zeigte,er könnte es schaffen. Leider ging es schief und seit Februar geht er jetzt auf die Sprachheilschule und macht ständig immer mehr Fortschritte.

1. Haben die ein Einführungsjahr. Das heisst,sie werden auf die Schule vorbereitet,lernen langsamer und es wird viel in motorischen Dingen gemacht. Auch der Sportunterricht ist auf Motorik spezialisiert. Sowas bieten Regelschulen nicht.

2. Sie lernen da langsamer,es muss nicht irgendein Stoff durchgezogen werden und es wird vieles spielerisch gemacht.Wenn die Lehrerin merkt,dass die Konzentration weg ist,dann dürfen die Kinder spielen.

Wir sind froh,dass wir uns zu diesem Schritt entschieden haben,denn mein Junge geht gerne zur Schule,macht seine Hausaufgaben inzwischen alleine,weil er es sich zutraut und sieht Erfolge. In der Regelschule hinkte er immer hinterher,was ihn sehr traurig und agressiv machte.
Inzwischen habe ich wieder einen fröhlichen und lieben Jungen,der sieht,dass Schule richtig Spass machen kann.

Übrigens sind diese Kinder absolut nicht dumm,mein Junge hat einen IQ von 99,also völlig im normalen Bereich. Diese Kinder haben eben nur ein Handycap und es gibt für sowas eben Schulen.
Er wird morgens mit dem Schulbus geholt und Mittags wieder heim gebracht. Er könnte auch ganztags bleiben,dann müsste er auf eine Warteliste.Diese Schulen sind meistens Ganztagsschulen.

Rede doch mal mit den Pädagogen in der Einrichtung wo deine Tochter ist,die müssten sich mit sowas auskennen.

Wenn du noch Fragen hast,kannst du dich gerne über meine VK melden.

LG Danni !!

Beitrag von markolein 12.03.10 - 09:30 Uhr

Hallo!!

Danke für die lieben Antworten!!!!#liebdrueck

es ist ja so das Jana in ein Sprachheilzentrum geht und auch dort eine Schule angeschlossen ist!!
Sie machte jetzt das SVE Jahr und keiner ihrer betreuer will es verantworten sie in dieser Einrichtung einzuschulen.
Für mich ist es ein zwiespalt der Gefühle. Auf der einen Seite bin ich froh das sie "normal" eingeschult wird aber andererseits habe ich Angst sie schafft die Regelschule nicht.
Die andere Seite ist das wenn sie ins Förderzentrum kommt ich Angst habe, dass Jana den Absprung gar nicht schafft und sie dann für immer dort bleibt:-(
Was ist dann später??? Beruf erlernen ect.
Ich weiß ich mache mir viel zu große Sorgen!! Wir sind jetzt so verblieben dass Jana eingeschult wird (mir bleibt ja nichts anderes übrig, komm mir so vor als ob ich nichts zu entscheiden habe) und wenn sie probleme hat die Klasse erstmal wiederholt. Dann sind wir ja genausoweit.

Die Erzieher sind der Meinung das das problem ganz woanders ist. Jana wurde immer aussortiert. Sprich mein Exmann holte nur die 3 großen, an Jana hatte er kein Interesse. Alle gingen in den Regelkita- Jana mußte ins Förderzentrum. Und jetzt soll sie wieder aussortiert werden. Man glaubt es liegt daran und es tut ihr gut, sie endlich wieder auf die normale Schiene zu begleiten. kann alles so sein aber ICH weiß der Schuß kann (muß nicht so sein) nach hinten los gehen.
Ich hoffe die haben Recht und sie macht sich gut in der Schule!!

bei uns ist es sehr schlecht mit Integration usw. ich habe das mit meinen Down- Kind durch. Für ihn blieb nur ein Platz in der Lebenshilfe wo er völlig fehl am Platz ist. Ihm gefällt es zwar aber lernen wird er nichts. Er geht in die 2. Klasse und kann noch nicht mal ausmalen.
Hier fehlt es hinten und vorne an Betreuungsmöglichkeiten!!!
Da kann ich nur hoffen das alles seinen Gang geht!!

Vielen Dank nochmal lg

Beitrag von danni64 12.03.10 - 09:56 Uhr

Hallo Karin,

ich muss dir darauf noch mal antworten,denn das verstehe ich gerade nicht,wenn ich ehrlich bin #kratz.

Deine Tochter geht in ein Sprachheilzentrum,wo sie trotzdem so schlechte Beurteilungen bekommt. Sie haben da eine Schule und man traut sich nicht,sie dort einzuschulen #kratz.

Mein Junge ging in einen Regelkiga mit Integrationskraft. Und trotzdem fiel ihm die Regelschule echt schwer.

Was bringt es,wenn dein Kind in eine Regelschule geht,wo sie kein Kind kennt und dann noch mit Handycap #zitter ?

Das würde mir ehrlich gesagt,viel mehr Sorgen machen. Was ist das da für eine Einrichtung,wenn sie nicht möchten,dass sie in die angehörige Schule geht ???

Mein Junge wird jedes halbe Jahr getestet,ob er weiter auf die Sprachheilschule muss oder in die Regelschule wechseln kann. Diese Schulen kosten nun mal mehr,als eine Regelschule und da die Städte sparen müssen,werden sie dein Kind in die Regelschule schicken,wenn sie aufgeholt hat.

Glaub mir,eine Regelschule ist echt hart,da wird irgendwie der Stoff durchgezogen und wer nicht mitkommt,der bleibt auf der Strecke. Ich will dir keine Angst machen,aber so ist es wirklich.

Mein Junge ging mit Kindern aus dem Kiga in die Schule und so kannten sie sein Handycap,so hatte er auch Freunde in der Regelschule. Deine Kleine kommt aber zu fremden Kindern,wo man nicht weiss, ob die anderen Kinder mit dem Handycap klar kommen. Und Kinder können grausam sein :-( !!

Wenn man was für sein Kind erreichen will,dann muss man heute echt kämpfen. Setze dich mit dem Schulamt in Verbindung,frage,welche Sprachheilschule für euren Bezirk zuständig wäre und mache einen Termin in der Schule,um dein Kind da testen zu lassen.
Lass die Lehrer da entscheiden,was für dein Kind das Beste ist.
Ich kenne dein Kind nicht,aber wenn ich alles so lese,bin ich der Meinung,dein Kind ist in der Regelschule überfordert. Dir scheint die Regelschule ja auch leichtes Bauchweh zu machen.

Was ist dir lieber,ein Kind was in der Schule Fortschritte macht oder eines,was immer nur hinterher hinkt ? Bei uns in NRW können die Kinder in der ersten Klasse nicht sitzen bleiben,sie werden mitgezogen.

Tue das,was für dein Kind das Beste ist und nicht für irgendwelche Schulen oder Betreuer.

Ich hätte meinen Jungen gerne von Anfang an auf dieser Sprachheilschule gehabt,weil mein Gefühl mir sagte,das wäre es einfacher für ihn. Aber die Pädagogin und der Rektor der Regelschule meinten,der würde es schaffen. Das mein Gefühl recht hatte,zeigte sich ja.
Und warum wollte der Rektor das,weil er sonst nicht genug Kinder gehabt hätte,um drei Klassen zu machen #aerger ! Der leidtragene war mein Junge,der dann nach einem halben Jahr aus dem Klassenverband gerissen wurde und sich neue Freunde suchen musste. Die hat er Gott sei Dank nach zwei Wochen gefunden.

Sehe es nicht als Aussortieren. Es kann ja auch sein,dass sie in der Regelschule aussortiert werden muss,weil sie es doch nicht schafft oder immer hinten an hängt.

Entscheiden kannst aber nur du als Mama,denn du kennst dein Kind am Besten und höre auf dein Bauchgefühl,denn das täuscht uns Mamas nicht ;-) !!

GLG Danni !!

Beitrag von markolein 12.03.10 - 10:11 Uhr

ich glaube ich habe mich blöd ausgedrückt#hicks

Sie kennt schon Kinder wenn Jana in die Regelschule geht, schließlich geht sie nachmittags noch in den Regelkita.

Die Leute vom Förderzentrum sind der meinung das sie zu gut für diese Einrichtung ist und sich evtl. langweilt.

Es geht hauptsächlich ja um dieses Verhalten und ihre Einstellung. Ich hoffe ja das es in der Schule sich zum guten verändert. Gebessert hat sich schon einiges und wir haben ja noch bis Sept.

Ich kann nicht mehr als den Erziehern zu vertrauen, leider!!

LG

Beitrag von frau.mecker 12.03.10 - 09:48 Uhr

Hallo
ich frage mich gerade, wie kannst du als Mutter es verantworten, dein Kind 2 Jahre ungefördert und trotz massiver Probleme im Kindergarten zu lassen, bei inkomeptenten Erzieherinnern?
Du solltest dir dahingehend passende Ärzte suchen (ADHS (falls diagnostiziert) kann zur Folge haben dass die Kinder zwar geistig intelligent sind, aber zu motorischen, räumlichen Defiziten neigen), einen passenden HOrt (es gibt Horte die speziell auf "spezielle" Kinder ausgegrichtet sind) und dir integrativen Beistand für die Schule suchen.
Das fliegt dir leider nicht zu und du musst Integration usw selbst beantragen und wirst auch hier erst einmal auf Ablehnung stoßen, da Integration sehr teuer ist.
Ich würde dem Kind auf jeden Fall eine Chance geben in der Schule, bevor es auf eine Förderschule (früher Sonderschule) wechselt.
Im übrigen werden die Lehrer sich schnell wehren, falls das Kind wirklich extrem verhaltensauffällig wird.

Zu den räuml. Fähigkeiten deines Kindes. Darf ich vorsichtig anfragen, ob dein Kind ein neurologisches, diagnostiziertes Defizit hat, da du ja auch schreibst, daß es auch motorische Defizite hat (evtl. durch vorgeburtliche Schädigungen) hervorgerufen? Hast du das abklären lassen?

Beitrag von frau.mecker 12.03.10 - 09:51 Uhr

Nachdem ich deine Antwort nun verspätet gelesen hab, würde ich in Erwägung ziehen vielleicht wegzuziehen oder bist du in deiner Heimat so fest verwurzelt. Denn ich glaube kaum, daß beide deiner Kinder so wirklich eine Chance haben.

mfg

Beitrag von markolein 12.03.10 - 10:23 Uhr

Gerne würde ich hier wegziehen aber so müßten wir das Haus verkaufen, jeder sich einen neuen Job suchen (was nicht einfach ist) und die anderen Kinder ja auch die Schule wechseln. Deren Leistungen sind super!! Mein großer geht jetzt ab Sept. aufs Gymnasium. Er hat schon einmal Schule gewechselt und ich glaube so nimm ich auch ihnen alles.

Es ist alles so kompliziert.

Ich hoffe ja nur das Jana es schafft und Luca wird in der Lebenshilfe bleiben und auch dort dann die Werkstätten besuchen um eine Ausbildung zu machen.
Ich habe auch schon überlegt Luca in ein Internat zu geben wegen der besseren Förderung, doch kann ich es nicht. Dann werde ich abgestempelt als wenn ich ihn abschiebe. Auf dem Land ist es leider so.

Beitrag von markolein 12.03.10 - 10:15 Uhr

Gesundheitlich ist mit ihr alles in Ordnung. Sie kam mit 3 Jahren in den Regelkindergarten und immer wieder hieß es ich soll ihr noch Zeit geben das wird schon. Was dabei rausgekommen ist sehe ich ja. Aber nun kann ich es nicht rückgängig machen, so leid es mir tut!!!
LG

Beitrag von moonerl 12.03.10 - 09:56 Uhr

Hallo,

es zählt doch immer noch der Elternwille !!

Meine Bekannte hat ihr Kind ein Jahr zurückstellen lassen.
Dieses Kind war auch schulpflichtig - hatte aber keine Probleme !!

Geh mal zum Kinderarzt und erkundige dich dort !!

Grüßle :-)

Beitrag von markolein 12.03.10 - 10:18 Uhr

Das war bei uns auch mal so aber es fehlen eben Kinder und da unsere Grundschule wegen zu wenig Kinder das schließen droht müssen alle Kinder die den Test bestehen eingeschult werden.
Ich bin nicht die erste und einzigste Mutter die kämpft.

Und Jana hat den Test gut bestanden, was nicht so toll war wird weiterhin gefördert.

Lieben Dank für die Antworten

Beitrag von 3erclan 12.03.10 - 10:24 Uhr

Hallo

ich bekomme es aber auch mit dass es bei uns in Bayern sehr schwer ist ein Kind zurückstellen zu lassen.

lg

Beitrag von loeckchen_2004 12.03.10 - 11:44 Uhr

Die endgültige Entscheidung trifft der Rektor der Grundschule, der bezieht sich natürlich auf die Empfehlungen des Kindergartens & des Kinderarzt.

Wenn du nicht willst das dein Kind eingeschult wird (ob es die richtige Entscheidung ist oder nicht) gehst du zur Schulanmeldung und stellst dort einen Antrag auf Zurückstellung, dann mußt du zum Amtsarzt. Dieser gibt dann noch zusätzlich seine Empfehlung beim Rektor ab und erst dann wird die endgültige Entscheidung getroffen

Beitrag von markolein 12.03.10 - 12:15 Uhr

Danke für deine Antwort, genau diesen Weg haben wir bereits hinter uns gebracht:-(

Es wurde zwar festgestellt, dass Jana nach kurzer zeit schon sehr unkonzentriert war aber die Ergebnisse alle in der Norm lagen.
Und da wir ja noch bis Sept. Zeit haben bekommt sie weiterhin in ihren Schwachpunkten Förderung. Alle Personen die sie getestet haben, sind zum Entschluß gekommen, dass Jana schulreif ist.

Ihre mangelnde Konzentration sei normal und gibt sich nach deren Aussage mit der Zeit.

Das ICH mein Kind tagtäglich erlebe und weiß das es besser wäre noch zu warten hat bisher keinen Interessiert.
Als Antwort bekam ich: nur aufgrund des Verhaltens ist noch kein Kind zurückgestellt worden:-[
Also Augen zu und durch, was bleibt mir auch anderes übrig.
LG

Beitrag von loeckchen_2004 13.03.10 - 09:01 Uhr

Naja aber ist doch auch so, das sich Kinder bei den eigenen Eltern immer anders verhalten als bei anderen Menschen. Ich denke das die Konzentration immer davon abhängt ob man sich für etwas interessiert oder nicht, ein Kind was kein Interesse an Zahlen hat, wird sich auch mit 9 Jahren noch nicht richtig darauf konzentrieren....

Aber ich glaube, es geht uns allen gleich, wir wollen unseren Kindern noch etwas mehr Kindheit und Zeit zum spielen gönnen und können uns nicht vorstellen das die kleinen Mäuse, die doch eben erst in den Kiga gekommen sind jetzt schon in die Schule kommen sollen #zitter

Beitrag von brille09 12.03.10 - 14:16 Uhr

Naja, das ist natürlich eine blöde Situation für dich. Aber wahrscheinlich ist es gar nicht so schlecht, dich auf die Expertenmeinung zu verlassen. Auch wenn das als Mutter schwer ist und man natürlich meint, man würde sein Kind schließlich am besten kennen. Aber gerade der "unverbaute" Blick des Psychologen bietet oft andere Aspekte als der "voreingenommene" (nicht negativ gemeint) der Eltern. Vielleicht tut deinem Kind die Schule und gerade das "Nicht-Zurückgestellt-Werden" sehr gut. Zeige ihr, dass du dich freust, dass sie in die Schule darf (denn damit ist ja "bewiesen", dass sie "ganz normal" ist), kauft mit Freude Schulsachen und verhindere mit aller Macht, dass sich deine Angst auf sie überträgt.
Andere Sache: Habt ihr schonmal an Hochbegabung gedacht?! Das hört sich für mich nämlich genau in diese Richtung an. SPZ ist sicher eine gute Sache.
Aber behandelt sie so "normal" wie möglich und schleppt sie nicht zu zu vielen Experten. Denn oft ruhen sich Kinder dann auf ihrem "Anderssein" aus.

Beitrag von schullek 13.03.10 - 13:26 Uhr

hallo,

also viele möglichkeiten habt ihr jetzt nicht. mein sohn ist am 10.8 2005 geboren, bei uns aber kann kind udn wird dementsprechend erst mit 7 eingeschult werden, oebwohl er absolut fit für sein alter ist udn keine der probleme deiner tochter hat. daher kann ich deine sorgen absolut verstehen. mir würde es nicht anders gehen.

ich würde weiter versuchen dafür zu kämpfen, das sie zurückgestellt wird. nützt das alles nichts, such eine gute privatgrundschule. auch wenn es bissl monatlich kostet, ist das wohl, wenn sie denn schon eingeschult werden muss, die beste alternative für deine tochter.

lg

Beitrag von amorvincitomnia 14.03.10 - 19:33 Uhr

Hallo,

wieso ist sie als Sechsjährige auf dem Stand einer Achtjährigen, kann aber keine geometrischen Formen legen? Das klingt merkwürdig. Je nach Bundesland ist die Rückstellung nicht mehr möglich, bei uns in Schleswig-Holstein beispielsweise geht es seit Jahren nicht mehr. Die Vorgeschichte klingt gar nicht nach einer Regelschule. Habt Ihr die freie Schulwahl? Wenn Ja:

Unser Sohn hatte Sprachprobleme aufgrund einer Mittelohrschwerhörigkeit. Wir haben schlimme Dinge hinter uns, dann bekamen wir Hilfe aus dem Förderzentrum Hören in Schleswig (es gibt für jede Einschränkung und jedes Bundesland bestimmte Fördereinrichtungen; ich schreibe das nur als Beispiel). Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen: Unser Sohn wurde zwei Mal hinsichtlich des IQs getest, beide Male über 140. Der Prof in der Uniklinik hat mich angebrüllt, wieso wir "als Akademiker" "dieses Kind" auf die "Sonderschule" schicken wollten. Aber wenn er doch nicht oft genug gut genug hören konnte? Das wäre ein solcher Kampf geworden, wir hatten es ja gerade durch mit drei (!) Kindergärten.

Diesen Blödsinn, wir sollten doch froh sein, dass unser Sohn die Regelschule besuchen DÜRFE, haben wir uns auch anhören müssen. Mein Instinkt hat mir gesagt, dass wir ohne die Internatsschule binnen weniger Wochen einen traurigen, einsamen, kleinen Kerl Zuhause sitzen haben, der nicht mehr mag, weil er Wochen am Stück nicht hören kann. Die Kinder haben keine Freunde, wenn sie Glück haben, haben sie einen Übersetzer. Das ist doch kein Leben!

Wir haben uns durchgesetzt, unser Sohn besucht die Internatsförderschule Hören und wird zur 3. Klasse in die Regelgrundschule umgeschult. Der Hörfehler hat sich verwachsen, die Defizite hat er aufgeholt, er hatte ganz viel Zeit, mit anderen Kindern zu spielen, was vorher gar nicht möglich war aufgrund der ständigen Krankenhausaufenthalte und auch Therapien. Die Förderschule war absolut perfekt für ihn, und er hatte so einen sehr guten Start in die Schule, hat Spezialinteressen natürlich, Hochbegabung halt, aber ist beliebt und ordentlich und vorbildlich vom Sozialverhalten her.

Wenn Du also das Gefühl hast, Du tust Deinem Mädchen keinen Gefallen, dann lasse sie in einer speziellen Schule einschulen. Was das sein kann, musst Du vor Ort und in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt beispielsweise entscheiden. Aber nach Regelschule klingt das nicht. Was vor der Schule noch die Eltern (oder Mütter) von behinderten Kindern einstecken müssen, bekommen ab der Schulzeit die Kinder ab. Ich kann mich nicht mehr vor mein Kind stellen. Ich kann nur dafür sorgen, dass er in einem Umfeld ist, das gut mit ihm umgeht. Das wünsche ich Dir auch, dass Du das findest.

Schau mal bei den Handicappis, falls Du nicht schon dort bist, ansonsten lies Dich doch mal bei rehakids rein,

Barbara

Beitrag von hei28 15.03.10 - 15:55 Uhr

uns wollte man damals auch einreden,daß unser Sohn nicht zurück gestellt werden kann.
Wir mußten ihn damals in der Sprachheilschule vorstellen und dort wurde dann beschloßen,daß er ein Jahr länger in den Kiga mit besonderer Föderung gehen kann.Unsere Kiärztin und die Logopädin und Ergotherapeutin haben uns auch sehr unterstützt.
Seit Ihr in nen SPZ in Behandlung ?