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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von netti912 12.03.10 - 10:18 Uhr

Guten Morgen.

Ich mache eine schulische Ausbildung als Erzieherin und habe zurzeit mein Blockpraktikum, indem ich mehrere Angebote für die Kinder planen muss. 2 habe ich schon hinter mir, habe einmal mit den Kindern Vollkornbrot gebacken und einmal eine Traumreise gemacht. Natürlich mit Rahmengeschichte usw...
Aber jetzt hab ich ein Problem. Ich würde mit den Kindern gerne ein Angelmemory erstellen, das heißt, ich nehme die Deckel von Babybreigläsern und lasse die Kinder Bilder, Formen usw. malen und evtl. gestalten mit Sand, oder irgendwelchen kleinen Materialien, die dann da rein geklebt werden. Danach kommt alles in eine Box und man muss die Deckel mit einem Magneten herausgeangelt werden müssen.

Ich habe jetzt das Problem, dass ich nicht genau weiß, wie ich die Ziele definieren soll. Der Schwerpunkt des Angebotes liegt ja darin, dass die Kinder dieses Memory gestalten sollen, also die Kreativität wird gefördert. Beim Spiel selber wird durch das Angeln die Grob- und Feinmotorik gestärkt. Wenn ich bestimmte Materialien nehme, dann wird ja auch die taktile Wahrnehmung angesprochen und beim Memory sowieso das Gedächtnis. Was denn noch?
Die, die ich bis jetzt habe sind doch alles Ziele, die man am Ende des Angebotes nicht erkennen kann, oder? Wie soll ich das denn in die Reflexion reinbringen?

Wäre schön, wenn sich hier jemand finden würde, der mir da helfen möchte und kann :-)

Liebe Grüße
Netti

Beitrag von lissi83 12.03.10 - 13:59 Uhr

Hi!

Sachkompetenz: die Kinder lernen etwas über Fischarten und Pflanzen (falls du auch Meerespflanzen dabei hast)

ähm....ääääääääääähm...

Sozialkompetenz, da kann man ja eigentlich immer was drüber schreiben...die Kinder spielen ja zusammen!

Vielleicht bringst du als Spielregel noch rein, dass die Kinder das was sie geangelt haben benennen sollen, müsstest du dann aber vorher einmal alles durchgehen und mit ihnen drüber sprechen welche Fisch und Pflanzenarten sie gebastelt haben!

Das könnte dann über Selbstkompetenz in den Bereich Sprache fallen!

Das kannst du alles vorher in den Zielen zusammenfassen!

Und wenn du anschließend die Reflexion schreibst, dann kannst du doch aufschreiben, ob du der Meinung bist, dass du mit deinem Angebot die Ziele für die Kinder verfolgen könntest, wie die Kinder das angenommen haben!

Hab ich deine Frage richtig verstanden#kratz

lg

Beitrag von netti912 12.03.10 - 14:18 Uhr

Danke für dein Antwort.

Also auf die Sprachkompetenz kam ich noch nichtmal ;P Das gibt es soviel zu beachten...

In die Planung muss ich reinschreiben, ob ich mit dem Angebot in der Lage bin, diese Ziele zu verfolgen. In die Reflexion muss rein, ob ich das Ziel erreicht habe und wenn ja, wie und wenn nein, was ich besser machen muss beim nächsten mal.
Und das kann ich ja überhaupt gar nicht bewerten, oder?

Bei dem Entspannungsangebot war es noch einfacher, weil man ja sowieso nicht nachvollziehen kann, was die Kinder von der Geschichte mitgenommen haben oder nicht, zumindest nicht der Lehrer, der ja dabei anwesend ist und mich benotet.

Ehrlich, diese blöden Ziele treiben mich in den Wahnsinn.
Hier steht, "dabei gilt es wenige, möglichst erreichbare Ziele zu formulieren."
Und genau da hapert es bei mir...

Liebe Grüße

Beitrag von lissi83 12.03.10 - 14:39 Uhr

Oh ja furchtbar...diese schreiberei#augen

Nun ja, im Grunde kannst du beinahe alles aufschreiben wenn du es nur begründen kannst und genau da liegt meistens der Teufel im Detail;-)

Also:

*In die Planung muss ich reinschreiben, ob ich mit dem Angebot in der Lage bin, diese Ziele zu verfolgen. *

Manchmal echt unlogisch was da so steht...klar bist du der Meinung, dass du mit dem Angebot in der Lage bist, deine Ziele zu verfolgen...sonst würdest du ja gleich ein anderes Angebot machen, wenn du deine Ziele nicht erreichen könnstest;-)
Und das ist die Sache mit der Begründung!
Du schreibst dann eben einfach : Ich bin der Meinung, dass ich mit dem Angebot, meine Ziele verfolgen kann weil...bla bla bla, dass muss man dann gut verpacken und begründen!

Reflexion:

Du kannst im Ansatz schon erkennen, ob du deine Ziele verfolgen konntest!
Z.B. die Sachkompetenz, dein Ziel war es dass die Kinder die Fischarten kennenlernen und sie bennen (Sprache-Selbstkompetenz) ....haben die Kinder die Fischarten kennengelernt und sie genannt, dann hast du dein Ziel mit dem Angebot erreicht!

Haben die Kinder immer schön die Pärchen zusammengeangelt, hast du auch hier dein Ziel im Bereich Selbstkompetenz-Gedächtnis/Erinnerung, erreicht!

Haben sie gut geangelt, ist das Ziel erreicht- Motorik wurde gefördert!

Hätten sie es z.B. nicht geschafft, die Fischarten zu erkennen, hättest du dieses Ziel nicht erreicht und müsstest dann überlegen, was du besser machen könntest wie z.B. vorher öfter über diese Fischarten sprechen usw.!

Also eigentl. kannst du das schon bewerten!

Man muss manchmal sehr über Eck´denken:-)

Beitrag von netti912 12.03.10 - 14:44 Uhr

Du hast schon Recht, man muss wirklich sehr lange und viel schreiben und denken :-P
Aber bin ja gerade erst im ersten Lehrjahr und muss ersttmal schauen, wie ich die Zusammenhänge da erkennen kann. Aber du hast mir schonmal ein wenig weiter geholfen.

#danke

Beitrag von arimum 12.03.10 - 15:05 Uhr

Du machst es dir zu kompliziert :-p Such dir einfache Ziele, möglichst wenig (ich weiß nicht welche konkrete Vorgabe ihr habt)

Du packst zuviel rein. Ich persönlich würde auch den Hauptfokus auf die Kids richten und danach die Ziele formulieren, sollte auch in deinem Sinn sein. Kreativität würde ich als positiven Nebeneffekt für sich stehenlassen, ohne Zielformulierung.


Ziel 1 wäre dann z.B. die Förderung der Feinmotorik. Auf einer Linie Motive ausschneiden, Bilder malen, Schere richtig halten, Materialien aufkleben, Stift richtig halten.

Ziel 2 würde dann die soziale Kompetenz betreffen, warten bis ein andere DIESEN Stift nicht mehr braucht, Nachfragen wenn man Hilfe benötigt, Kindern denen es schwer fällt helfen etc. Aber auch das Einhalten von Regeln sowohl während dem Basteln, wie auch beim Spielen selber.

usw.

Pack nicht zuviel rein, sonst kommst du nachher ins Schwimmen.

Such dir greifbares wie Sozialverhalten, Feinmotorik oder auch Sachwissen erwerben (Was lebt im Meer? Was nicht?) oder Differenzierungsfähigkeit: was lebt im Meer was nicht ;-)

Es geht ja nicht darum, dass du alles aufschreibst was mit dem Angebot erreichbar wäre, sondern was du erreichen willst- und in der Reflexion, ob du es erreicht hast.

LG arimum

Beitrag von netti912 12.03.10 - 18:58 Uhr

Danke auch dir für die Antwort.
Du hast schon Recht, ich mache es mir total kompliziert, weil ich das einfach nicht verstanden habe :-P

Wir sollen ein Hauptziel und höchstens 3 Teilziele benennen...

Aber so langsam geht mir ein Licht auf.

Liebe Grüße
Netti