puhhhh...brauche mal Zuspruch...

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von ladyqueen83 12.03.10 - 10:18 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich glaube, ich brauche mal Zuspruch...

Momentan bin ich mit den Nerven schon ganz schön fertig. Mein Kleiner hat sich schon immer mit dem Schlafen sehr schwer getan, war/ist ziemlich quengelig und bekommt nun gerade seinen 3. Zahn. Viele Wochen und Monate hat er stundenlang am Tag geschrien, keiner wusste warum. Seit ca. 3 Monaten ists etwas besser geworden. Er lässt sich nun auch mal ablegen und kugelt/robbt in der Gegend rum :). Ist schon eine enorme Erleichterung.

Jetzt ist es so, dass er nachts super schlecht schläft (trotz Familienbett), was für mich aber gar nicht soooo schlimm ist. Ich lege ihn dann an die Brust und dann ist eigentlich auch ruhe. Morgens um 5 ist die Nacht dann zuende und tagsüber bin ich eigentlich nur damit beschäftigt zu überlegen, wie ich es schaffe, dass Corvin gut gelaunt bleibt und einigermaßen friedlich zwischendurch auch mal ein Nickerchen macht. Ist schon sehr anstrengend, aber Mama sein ist ja nunmal auch nicht leicht. Trotzdem ists natürlich wunderschön ein Kind zu haben. Aber, dass die meisten die ich frage mir erzählen, dass sie ein total pflegeleichtes Kind haben, das kaum schreit und durchschläft, frustriert mich schon ein wenig. Klar lese ich hier, dass es anderen Müttern genauso geht wie mir, aber im Bekanntenkreis werde ich immer nur mitleidig angeschaut. Selbst meine Nachbarn sprechen mich an, was mein Kleiner denn wohl immer hat....Habe sogar schon Bammel, dass sie mir wohlmöglich noch jemanden vorbeischicken um mal nach dem Rechten zu schauen. Ist wohl totaler quatsch, aber manchmal geht die Fantasie mit einem durch....
Abends ab 16 uhr gehts dann meist richtig rund. Corvin ist dann für nichts mehr zu haben, mag nicht auf den Arm, nicht spielen...gar nichts....erst recht nicht schlafen...das geht dann meist so bis 18 uhr, bis ich ihn dann ins Bett lege....bzw ich ihn in den Schlaf geleite..
Mein Mann ist mir leider auch keine große Hilfe, da er dann auch mit unserem Kleinem nichts mehr anzufangen weiß und meist eh nicht recht zeit hat, weil er gerade erst von der Arbeit gekommen ist und duschen muss etc....

Puhhhh...wäre echt über ein paar nette aufbauende Worte dankbar....

LG die ratlose Sarah mit Corvin (der gerade mal wieder quengelt bzw schreit)

Beitrag von elephant3 12.03.10 - 10:25 Uhr

Hallo,

oje das hört sich anstrengend an. Aber ich kann Dir verraten, dass selbst pflegeleichte Kinder so Phasen haben, wo nichts geht und man nach 2 Wochen einfach nur kaputt ist.

Vielleicht hilft es, wenn Du um 16Uhr oder etwas eher mit ihm spzieren gehst? Vielleicht schläft er im Wagen oder im Tragetuch?

Und vielleicht ist das Familienbett nicht ideal für ihn? Wir haben Colins Bett direkt neben meines gestellt und wenn er nachts weint und Nähe braucht, reicht ihm meistens meine Hand. Ich konnte nie fest schlafen, wenn er bei mir im Bett lag. Und auch er ist so etwas ausgeglichener...

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft und leide mit Dir.

Alles LIebe
elephant3

Beitrag von ladyqueen83 12.03.10 - 10:41 Uhr

Hi,

danke für deine nette Antwort. Die Idee mit dem Kinderwagen ist mir auch schon gekommen und ich werde es ab heute mal versuchen. Gott sei Dank ists ja abends wenigstens wieder heller.
Manchmal habe ich echt das Gefühl eine schlechte Mutter zu sein, obwohl ich echt mein bestes gebe. Aber wenn er dann so viel schreit und sich von mir wegstößt wenn ich ihn im Arm habe zerreißt es einem schon das Herz und man fragt sich, was man bloß falsch macht #heul Ich versuche einfach immer ruhig zu bleiben und zähle innerlich x mal bis 10, aber meine Unsicherheit spürt er sicher trotzdem. Dachte anfangs immer, dass sich das mit der Zeit legen wird, aber selbst jetzt nach fast 10 Monaten kann ich immernoch nicht richtig deuten, was mein Sohn hat wenn er schreit. Ich stille bzw gebe ihm das Essen nach Gefühl und lege ihn recht häufig an um ihn zu beruhigen, was natürlich auch unseren Essensplan und somit auch unseren Tagesablauf total durcheinander bringt. Ach man...fühle mich manchmal einfach nur unfähig, auch wenn mich das Mutterdasein in vielen Momenten total glücklich macht.

LG und danke fürs Lesen

Beitrag von elephant3 12.03.10 - 15:54 Uhr

Hallo,

habe erst jetzt Deine Antwort lesen können. Also unfähig bist Du nicht, sonst würdest Du Dir Deine Gedanken machen. Colin stößt mich auch manchmal weg, wenn er nur noch müde ist und nicht schlafen kann oder will. Ich glaube, die Kleinen sind sich dann selbst zuviel.

Vielleicht versuchst Du ihn nicht mehr so oft anzulegen. Uns hat das auch etwas geholfen, da er so einen Tagesablauf bekommen hat, der zwar noch flexibel ist und sich nach seinen Aufstehens- und Essenszeiten richtet, aber es funktioniert. Allerdings braucht man dafür starke Nerven :-p die man nicht immer hat. Ich habe manche Tage unendlich viele Stunden draußen verbracht....

Halt durch. es lohnt sich und denk bloß nicht darüber nach eine schlechte Mutter zu sein. Denn das bist Du bestimmt nicht, hört sich für mich mehr nach einer treusorgenden Mutter an, die will, dass es ihrem Kind gut geht.

Liebe Grüße
elephant3

Beitrag von nele11 12.03.10 - 10:59 Uhr

Hallo Sarah!

Ich kann dich so gut verstehen... mein Sohn war auch so ein ewig nörgeliges, schlecht schlafendes Baby. Ich war immer fix und fertig, er war eine tickende Zeitbombe, die jederzeit losgehen konnte. Mit ihm unterwegs zu sein war nervenaufreibend, aber es hatte mir persönlich geholfen nicht nur Zuhause mit ihm zu sein. So habe ich immer versucht irgendwas zu unternehmen. Mein Glück damals war dass meine Freundin ein Schreibaby hatte (bei ihr hatten sogar mal die Nachbarn geklingelt weil ihr Sohn so viel schrie) - wir haben uns immer gegenseitig getröstet. Am liebsten sind wir im Feld oder Wald spazieren gegangen, da hat niemand unsere Zornbrocken gehört wenn sie mal wieder ausgeflippt sind.

Aber ich kann dir sagen - es wird immer besser!!! Heute ist mein Luis ein echter Schatz (der Sohn meiner Freundin übrigens auch) und keiner würde denken dass sie als Babys so drauf waren.

Ich habe das Gefühl dass die Babys die so unzufrieden sind einfach ganz schön clever sind. Sie bekommen unglaublich viel mit, und wollen immer mehr als sie können. Wenn sie anfangen zu krabbeln, und später wenn sie lernen zu sprechen, legt sich diese Unzufriedenheit und alles ist Bestens.

Also Kopf hoch und halt durch, es lohnt sich. #verliebt

Ich erlebe übrigens gerade mit unserem zweiten Kind wie es ist wenn man ein total zufriedenes Baby hat das durchschläft und so gut wie nie schreit - herrlich. Ich glaube aber sorum ist es besser, ich hatte zuerst ein sehr anstrengendes Kind und jetzt das pflegeleichte Anfängerbaby. Andersrum wäre ich wohl davon ausgegangen dass alle Babys friedlich sind und wäre dann total geschockt. :-p

LG
Inga

Beitrag von ladyqueen83 12.03.10 - 14:04 Uhr

Huhuuu,

vielen lieben Dank für deine Antwort. Die gleichen Gedankengänge habe ich übrigens auch, was ein zweites Baby angeht. Habe lange Zeit gedacht, dass ich kein zweites möchte aufgrund der ersten Erfahrungen, aber mittlerweile kann ich es mir doch vorstellen, wenn auch noch nicht sofort. Ich denke, beim Zweiten macht man sicher auch vieles anders und ist entspannter.

LG