Die Firma meines Partners - ein absolut komischer Verein *silopo*

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nightwitch 12.03.10 - 12:11 Uhr

Hallo,

das ist mal ein "Berufbeitrag" anderer Art #rofl

Also, mein Partner macht zur Zeit eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer. Soweit alles schön und gut. Mal abgesehen davon, dass er die ersten 5 Monate "alleine" auf dem Gelände war (alleine im Sinne von: "hier haste, mach mal" bzw kein direkter Ansprechpartner und auch niemanden, der ihm geholfen hat, obwohl die Arbeit selbst für 3 Leute zuviel war) und teilweise echt täglich Überstunden machen musste (früher anfangen, erst 3-4 Std nach Arbeitsende wirklich Feierabend undundund).

Nunja, da er aber auch so mal zwischendurch frei bekommen hat, OHNE dass ihm ein Urlaubstag abgezogen wurde und der Chef auch so ihm entgegen gekommen ist, war es okay (nach dem Motto: eine Hand wäscht die andere). :-)

Also unterm Strich kann man sich echt nicht beklagen.

Aber gestern und heute ist mal wieder die Härte :-D

Aufgrund privater Umstände wäre es toll gewesen, wenn er heute hätte frei machen können. Kurzfristig ist immer so ne Sache, aber er hat zumindest gefragt und auch so alles vorbereitet, damit der andere Azubi heute im Falle des Falles alleine klar kommt.
Vorarbeiter hat den Urlaubstag abgesegnet, Chef hat den Urlaub abgesegnet, alles tutti ;-) Sollte man zumindest meinen.

Kurz vor Feierabend kam aber noch ein Kunde und wollte seine Ware gezählt haben (Stahlpakete mehr als 5000 Stück auf dem ganzen Gelände verteilt). Und das natürlich bis heute Mittag 12 Uhr.:-[
Alleine für den anderen Azubi neben dem normalen Tagesgeschäft nicht zu erledigen. Also Urlaub gestrichen.
(ist zwar blöde für uns, aber durchaus nachzuvollziehen).

So, nu kam mein Freund dann auf die Idee, nen halber Tag ist besser als nix, also frag ich mal ob ich dann so um 12 / 13 Uhr gehen kann ;-)

Vorarbeiter: Japp, geht klar, Chef: Japp, geht klar, Disponent: nö, geht nicht. #schock

Chef ist dummerweise schon ausser Haus, Disponent dann die Vertretung und derjenige, der das Sagen hat.

Problem: Disponent ist nicht gut auf meinem Freund zu sprechen. Grund: Der Disponent hat öfters große Schnauze (im wahrsten Sinne des Wortes) und macht meinen Freund für alles, was schief läuft verantwortlich. Auch für Sachen, die verbockt wurden, wenn mein Freund nachweislich nicht im Betrieb war, z.B. während des Blockunterrichts in der Berufsschule. Letztens hat dann mein Freund gesagt, dass er nicht der Sündenbock für alle wäre und dass er nicht die Schuld von anderen auf sich nehmen würde. Der Disponent hat ihn dann richtig zur Sau gemacht und gemeint, wer er denn sei und ob er nicht wisse, mit wem er spricht.

Dummerweise war der Chef in der Nähe und hat den Disponenten dann seinerseits zur Sau gemacht. #rofl Seitdem ist das Verhältnis natürlich etwas getrübt und der Disponent versucht eben mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern, dass meinem Freund entgegen gekommen wird.

So wie heute halt.

Am Montag wird er wahrscheinlich wieder einen auf den Deckel bekommen, weil mein Freund doch nicht frei machen konnte, aber für heute ist die Sache natürlich gegessen.

Im Grunde kein Beinbruch, aber schon etwas ärgerlich.
Ich weiss, Lehrjahre sind keine Herrenjahre, aber dennoch darf man sich doch nicht alles gefallen lassen, oder?
Vorallem, wenn es wirklich so eindeutig ist, dass man es nicht war.
Zum Glück steht der Chef in diesen Situationen bislang immer auf der Seite meines Freundes. Aber ich mag echt nicht daran denken, was passieren würde, wenn dies nicht mehr der Fall ist.#zitter

Sorry fürs Silopo, ich geniesse jetzt erstmal meinen "Männe-freien" Tag und bring die Wohnung auf Vordermann... die Kiddies schlafen ja zum Glück

Lieben Gruß
Sandra

Beitrag von vwpassat 12.03.10 - 12:40 Uhr

Ich würde den Zirkus nicht mitmachen.

Hier wird ein Auszubildender nicht ausgebildet, sondern als billige Arbeitskraft mißbraucht.

Beitrag von nightwitch 12.03.10 - 12:51 Uhr

Nun,

da mein Freund in ca 4 Wochen seinen LKW-Führerschein hat, wird er nicht mehr in der Firma direkt sein, sondern unterwegs.
So wie jeder andere Azubi vor ihm auch, die übrigens fast alle seit gut 10 Jahren übernommen werden. Die Lohne der Fahrer sind alle mindestens Durchschnitt und es wird auch viel Wert auf gesetzliche Vorgaben bzgl. der Lenk- und Ruhezeiten bzw der Geschwindigkeiten, Ladungssicherung und und und gelegt.

Nur, weil ein Mitarbeiter meinen Freund auf den Kieker hat, wird dieser mit Sicherheit nicht die letzte Chance in seinem Leben noch eine Ausbildung machen zu können, aufgeben um dann im Mindestlohnsektor wieder deinen Vorurteilen recht geben zu können.

Er gehört in seiner Berufsschulklasse zu den besten Schülern und hatte noch nie eine Arbeit schlechter als 2-

Von daher, kann die Ausbildung in dieser Firma ja nicht so schlecht sein!
Mal abgesehen davon war die Zeit der Überstunden auch nur, weil der zweite Azubi, der zeitgleich eingestellt wurde, schon nach wenigen Wochen das Handtuch geschmissen hat (er hat gemerkt, dass ihm Büroarbeit doch eher liegt) und der Vorarbeiter länger Zeit erkrankt war).

In diesem Sinne :-)

Gruß
Sandra

Beitrag von vwpassat 12.03.10 - 13:27 Uhr

Ich meinte ja auch nicht, dass er es hinschmeißen soll.

Mit 26 hat man doch genug Axxxx in der Hose um sich durchzusetzen.