Nebenkostenabrechnung bei gem. Eigentumswohnung

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Beitrag von blahblah 12.03.10 - 12:35 Uhr

Hallöchen!
Wir wohnen seit 16.02.2009 in einer Eigentumswohnung die wir vom Besitzer gemietet haben.

Nun hab ich heute die Nebenkostenabrechnung erhalten ABER:

1) ist die Abrechnung an unseren Vermieter Adressiert

2) Ist die Abrechnung vom 01.01.2009- 31.12.2009

und drittens ist die Abrechnung in folgende Posten aufgeschlüsselt:

Treppenhausreinigung, Versicherungsbeiträge, Müllabfuhr, Heizkosten (was ja soweit auch ok ist abgesehen davon das hier kein Treppenhaus gereinigt wurde das Jahr über)
Und dann darunter:
Rücklagen Eigentümer, Bankkosten und Hausverwaltungskosten.
Drunter steht Summe nicht auf Mieter umlegbare Kosten.

Seh ich das richtig das ich die drei untersten Posten NICHT bezahlen muss??
Immerhin hab ich ja zb mit den Rücklagen so rein gar nix zu tun.

Und sollte ich auf ne gesonderte Abrechnung bestehen?!

Oder einfach mitteilen das ich die nicht umlegbaren Posten nicht bezahle? Wenn ich die Abrechnung so hinnehm wie sie ist müsste ich 146,53 Nachzahlen, wenn ich die nicht umlegbaren Posten abziehe würde ich 800 Euro knapp zurückbekommen.

LG

die#bla

Beitrag von raena 12.03.10 - 13:17 Uhr

Die Kosten die nicht auf dem Mieter umlegbar sind must du natürlich nicht zahlen.

Bei uns ist es so, dass der Vermieter zwei Zettel bekommt einen mit den gesamten nebenkosten der Immobilie und dem Wirtschaftsplan fürs nächste Jahr und einen in dem für die Mieter die Kosten die der Vermieter zu tragen hat nicht drauf sind. Ist sozusagen ein Service unseer Hausverwaltung.

Normalerweise sollte dein Vermieter dir in einem zusätzlich Brief eine Erläuterung dazu schreiben und den exakten Betrag nennen den er auf seinen Konto erwartet! Da er das nicht gemacht hat (vielleicht kann er das auch nicht.....#schein#kratz) solltest du jetzt den Brief schreiben mit den Kostenposten die du übernimmst. Dann das ganze durch 12 teilen für die Monate und dann mal 10,5 weil ihr die wohnung ja 10 1/2 Monate nur gemietet habt. (je nachdem was halt im Mietvertrag steht. wann ihr tatsächlich eingezogen seid ist dabei egal).

Dann noch einen Satz drunter dass ihr sein Einverständnis vorausgesetzt dies bis zum xxx überweisen werdet. wenn er nicht einverstanden ist, dann soll er sich bis xx bei euch melden.

Das sollte genügen!

LG
Tanja

Beitrag von muffin357 12.03.10 - 13:42 Uhr

hi,

klaro, -- die Hausverwaltung rechnet mit dem Eigentümer ab und der muss das an euch weitergeben ... -

wurde eine zwischenablesung gemacht? -- die Heiz/Wasserkosten sollten eigentlich abgelesen sein und zum 16.2. getrennt sein -- wenn nicht, dann verteilt man alle kosten nach 1,5 Monate gegen 10,5 Monate anteil, -- normaler Dreisatz also ...

dem Eigentümer gegenüber werden natürlich ALLE kosten abgerechnet aber an euch weiterberechnen darf er NICHT: Rücklagen Eigentümer, Bankkosten und Hausverwaltungskosten, genau.

naja, -- der zusatzbrief fehlt, - aber wenn er ALLES von dir will kannst du von ihm einen "gescheiten" brief verlangen oder es eben kurz selbst ausrechnen und ihm schreiben.

lg
tanja

Beitrag von blahblah 12.03.10 - 13:51 Uhr

#danke euch!
Hab jetzt mal nen Brief aufgesetzt, mal sehen was er dazu meint.

Es wurde keine zwischenablesung gemacht hab nun einfach die umlegbaren Kosten . 12 x 10,5 gerechnet. Komm ich auf ein Guthaben von 742,87. #huepf

Ich könnte mich zwar noch um die Treppenhausreinigung streiten aber das will ich ja gar nicht...

LG

die#bla

Beitrag von raena 12.03.10 - 14:23 Uhr

wie kommst du denn auf dieses Guthaben???? #kratz#kratz#kratz#kratz#kratz#kratz#kratz#kratz

wenn ich die vorher von dir erwähnten 146,53 Euro als Nebenkostennachzahlung für die umlegbaren Kosten verwende dann rechnet sich für mich.
146,53 / 12 = 12,21
12,21 x 10,5 = 128,21 Euro!!!

Also beträgt eure Nachzahlung 128,21 Euro!

LG Tanja

Beitrag von wasteline 12.03.10 - 17:35 Uhr

Wenn im Nachzahlungbetrag von 146,53 € die nicht umlegbaren Kosten enthalten sind und man die rausrechnet, dann kommt mit Sicherheit schon ein ordentlicher Rüchzahlungsbetrag zusammen.

Beitrag von raena 12.03.10 - 20:03 Uhr

#klatsch


... wer lesen kann ist klar im Vorteil ... du hast natürlich recht.


... aber irgendwie scheinen mir die ganzen Zahlen völlig unplausibel....

... die nicht umlegbaren Kosten sind im normalfall nicht variable Kosten, da eigendlich ALLES was verbrauchsabhängig ist umlegbar sind. Damit weiß man bei den nicht umlegbaren immer ganz gut was da zahlen muss. In ihrem Fall kommt eine Nachzahlung bei den nicht umlegbaren Kosten von über 900 Euro #schock
Ich hab selbst seit Jahren eine Eigentumswohnung aber zahle ich in 4 Jahren keine 900 Euro nicht umlegbaren Nebenkosten geschweige denn NACHZAHLEN ..... irgendwo ist da der Wurm drinnen ....#kratz#kratz#kratz#kratz#kratz

Entweder der Vermieter hat gar nix gezahlt, ..... der Verwalter ist eine absolute Null und gehört gefeuert, .... die Abrechnung wurde falsch gelesen, .... man einmalige Kosten nicht aus den Rücklagen genommen sonder über eine Nachzahlung umgelegt (ich sags ja der Verwalter macht Quatsch) .....
.... oder ich bin heut echt zu doof!

Beitrag von muffin357 12.03.10 - 19:55 Uhr

- so klingt die Berechnung richtig, -- schick ihn ab und wart auf die reaktion ...

lg
tanja

Beitrag von bezzi 12.03.10 - 14:04 Uhr

Wenn die Nebkostenabrechnung an Euren Vermieter adressiert ist, dann ist sie auch für ihn bestimmt.
Wieso machst Du sie dann überhaupt auf ? #kratz

Beitrag von blahblah 13.03.10 - 02:54 Uhr

Na der Vermieter hat einen Brief an uns geschrieben mit der Bitte die Nachzahlung auf sein Konto zu überweisen.

Als zweiter Zettel war da die Berechnung. Umlegbare + nicht umlegbare Kosten - Vorauszahlung= 150 Euro Nachzahlung.

Ich komme auf ein Guthaben von etwas über 700 Euro wenn ich die nicht umlegbaren Kosten herausnehme, unsere Vorauszahlung zusammenrechne und das gegen die Umlegbaren Kosten für 10,5 Monate rechne.

Bin ja mal gespannt der Vermieter wird sicher nicht begeistert sein...

LG

die#bla

Beitrag von myimmortal1977 12.03.10 - 14:49 Uhr

Wenn die Abrechnung an Euren Vermieter adressiert ist und er sie Euch nicht einfach so in den Briefkasten gesteckt hat, musst Du sie auch dem Vermieter geben.

Er muss Euch, an Euch adressiert, eine ordentliche Nebenkostenabrechnung erstellen. Er kann auch denn, wenn er nett ist, eine Kopie der Nebenkostenabrechung der Verwaltung mit dran hängen.

Sofern Ihr keine ordentliche Nebenkostenabrechnung VON IHM an Euch erhalten habt, würde ich da gar nichts bezahlen.

Macht Euch ne Kopie von dem Ding und lasst sie Eurem Vermieter zukommen.

Viele Grüße

Janette

Beitrag von grafzahl 12.03.10 - 20:52 Uhr

Wenn die Abrechnung der Nebenkosten an euren Vermieter adressiert war, frage ich mich, warum ihr sie geöffnete habt bzw. warum sie überhaupt bei euch im Briefkasten gelandet ist.

Diese Abrechnung muss natürlich euer Vermieter bekommen, der mit dieser Abrechnung die Abrechnung für euch erstellen kann.

Dabei muss er selbstverständlich darauf achten, den korrekten Zeitraum abzurechnen (10,5 von 12 Monate) und nur die umlagefähigen Kosten abzurechnen.

Und bitte nicht die Nachzahlung, die euer Vermieter leisten muss um die nicht umlagefähigen Betriebskosten "bereinigen". Was ihr erstattet bekommt bzw. nachzahlen müsst, richtet sich nach dem Betrag, den ihr als Betriebskostenvorauszahlung an euren Vermieter gezahlt habt. Ihr werdet sehr wahrscheinlich weniger an ihn gezahlt haben, als er an die Verwaltung.

Beispiel:
Meine Mieter zahlen an mich 210 € Betriebskosten und ich zahle an die Verwaltung 350 € Wohngeld, weil ich eben nicht alles umlegen kann. Wäre ja noch schöner... ;-)

LG
Christian

Beitrag von blahblah 13.03.10 - 03:05 Uhr

Das habe ich schon bedacht es ist ja aufgeführt das Summe x Vorausgezahlt wurde, allerdings ist Summe x etwas höher als das was wir gezahlt haben wegen der anderthalb fehlender Monate.
Also um es einfach zu machen:

Wir haben gezahlt 2100 Euro Nebenkosten.

Es werden hier berechnet:
Umlegbar : 1550,69 €
Nicht Umlegbar: 787,01 €
Gesamtsumme: 2337,70 €

Der Vermieter hat auf 12 Monate 2191,17 € Vorausgezahlt, also sogar noch weniger als wir geleistet haben (zahlen 200 Euro im Monat).

Nun hab ich gerechnet:

Umlegbare Kosten 1550,69 : 12 Monate= 129,23 € (gerundet)
129,23 x 10,5 Monate= 1356,92 (gerundet)
Meine Vorauszahlung 2100€ - 1356,92€

Ergibt ein Guthaben von 743,08€ . Richtig?!?!#kratz#huepf#schock

Netterweise steht sogar auf der Abrechnung drauf Umlegbare und NICHT umlegbare kosten, der Vermieter hat aber nur die Nachzahlungssumme von 146 Euro eingekreist und drunter geschrieben bitte auf das bekannte Konto überweisen #kratz

Beitrag von grafzahl 13.03.10 - 09:20 Uhr

> der Vermieter hat aber nur die Nachzahlungssumme von 146 Euro eingekreist und drunter geschrieben bitte auf das bekannte Konto überweisen

O.k., jetzt hast du mich überzeugt, dass dein Vermieter ziemlich ahnungslos ist.

Deine Berechnung ist korrekt, berücksichtigt aber vermutlich nicht die Grundsteuer, die euer Vermieter bezahlen musste und die ihr tragen müsst, wenn es im Mietvertrag vereinbart ist.

Ich würde eurem Vermieter jetzt mal keine böse Absicht unterstellen - vermutlich macht er das noch nicht so lange. Er soll sich am besten mal ein Handbuch für Vermieter kaufen. Und dann soll er euch eine Betriebskostenabrechnung erstellen. Denn das was ihr bekommen habt, ist nicht eure Betriebskostenabrechnung sondern seine Wohngeldabrechnung, mit der er eure Betriebskostenabrechnung erstellen kann.

Und achtet drauf, dass er eure Betriebskostenvorauszahlung reduziert (auf ca. 150 € im Monat).

Beitrag von blahblah 13.03.10 - 15:35 Uhr

Von Grundsteuer steht nix im Mietvertrag, dahher denk ich mal das das so ok ist.

Ja unser Vermieter ist ziemlich ahnungslos, er hatte hier selber gewohnt früher, wollte die WOhnung verkaufen. Aufgrund der Lage und seiner Preisvorstellung ist er sie nicht losgeworden und hat sie dann komplett renoviert und schön gemacht und dann zum Vermieten angeboten.

Mit nem Mietvertrag wo drin steht Besenrein verlassen #schock.

Da hatt ich mich ja schon gewundert. Aber gut sollten wir ausziehen (was dannach nicht aussieht) werden wir ihm schon streichen.

Bin mal gespannt was er nun zu meinem Schreiben sagt.

LG

die#bla

Beitrag von grafzahl 13.03.10 - 19:27 Uhr

> Ja unser Vermieter ist ziemlich ahnungslos, er hatte hier selber gewohnt früher, wollte die WOhnung verkaufen. Aufgrund der Lage und seiner Preisvorstellung ist er sie nicht losgeworden

Du darfst genau einmal raten, wie ich zum Vermieter geworden bin.

Aber wenn man sich dann für Vermietung entscheidet, muss man sich schon mit dem Thema auseinandersetzen. Oder sich professionelle Hilfe einkaufen.

Beitrag von hvs2010 29.03.10 - 22:43 Uhr

www.hausverwaltung-sommer.de die prüfen es für 20 euro.

Beitrag von manavgat 30.03.10 - 11:08 Uhr

Die Abrechnung ist nicht korrekt und somit auch nicht fällig.

Sehr geehrter Herr xy,

versehentlich haben Sie uns die Abrechnung Ihrer Hausverwaltung weitergeleitet. Bitte erstellen Sie eine Abrechnung für uns als Mieter, die den gesetzlichen Bestimmungen entspricht bis zum (2 Wochen Frist).

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen


und alles wird gut.

Gruß

Manavgat