Frage zu NK-Abrechnung durch Firma.Ärger mit Mieterin....

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von luc224 12.03.10 - 13:02 Uhr

Huhu!
Wir haben ein MFH und eine unserer Mieterin sorgt immer wieder für miese Stimmung im Haus. Warum wieso weshalb ist jetzt nicht so wichtig.
Jedenfalls bekam sie die jährliche NK-Abrechnung und musste knapp 200 Euro nachzahlen. Sie ist natürlich gleich zur Verbraucherzentrale gerannt und die haben festgestellt dass die Warmwasserkosten nach einer Formel berechnet wurden die seit 2009 nicht mehr gültig ist. Laut ihrer Aussage müsste sie 30 Euro oder so weniger zahlen. Wir haben dann versucht uns schlau zu machen und haben von allen Seiten was anderes gehört so dass wir beschlossen haben die Heiz- und WArmwasserkosten nun von einer Firma machen zu lassen. Wir wollten natürlich vermeiden dass uns wieder ein Fehler unterläuft.
Jedenfalls bekamen wir jetzt heute die fertigen Abrechnungen von der Firma laut der die Mieterin sogar etwa 20 Euro mehr zahlen muss und natürlich werden ja auch die Kosten für die Ablesung und Abrechnung der Firma auf die Mieter umgelegt. Nun muss sie etwa 70 Euro mehr zahlen als bei ihrer "alten" unkorrekten Abrechnung.
Ich wollte die Abrechnung nun heute los schicken und bereite mich schon mal darauf vor dass bei uns direkt das Telefon klingelt und sie sagt dass sie die Kosten der Abrechnung für die Firma nicht zahlen wird nur weil wir es nicht anders hinbekommen haben.
Aus diesem Grund wollte ich mich vorher schon mal schlau machen ob es denn so ok ist oder ob sie die Kosten trotzdem zahlen muss.
Ich meine sie hat sich ja schließlich beschwert und wollte nun eine korrekte Abrechnung haben. Was ja auch völlig in Ordnung ist. Nur kostete der "Spaß" natürlich auch was...
Wer kann mir da Auskunft geben???

Beitrag von muffin357 12.03.10 - 13:08 Uhr

hallo --

also rechtlich müssen die Mieter die Kosten für die Abrechnungserstellung bezahlen.

nuja -- da gäbs einen Grenzfall beim WEchsel, den dir vermutlich jeder anders vorrechnen wird, -- ich sage, wenn ihr zukünftig wechselt, dann teilt dies den Mietern mit und ab der Abrechnung 2010 müssen sie die kosten bezahlen ...

die kosten für die abrechnung 2009 ein zweitesmal durch ne Firma machen zu lassen, nur weil was falsch war auf die mieter abzuwälzen halt ich für n grenzfall --

warum macht ihr es nicht so? -- dann wisst ihr wenigstens, dass es ab 2010 korrekt abgerechnet wird und bezahlt die abrechnungskosten 2009 halt einmal aus eigener tasche, falls ein widerspruch kommt?

lg
tanja

Beitrag von bezzi 12.03.10 - 14:15 Uhr

"also rechtlich müssen die Mieter die Kosten für die Abrechnungserstellung bezahlen. "

Falsch. Verwaltungskosten sind NICHT umlagefähig. Das Erstellen der Nebenkostenabrechnung gehört zur Verwaltung.

Beitrag von cinderella2008 12.03.10 - 13:08 Uhr

Also meiner Meinung nach gehören die Kosten für die Firma, die die Abrechnung macht, zu den Verwaltungskosten und sind somit nicht auf den Mieter umlagefähig.

Aber vielleicht ist ja noch jemand da, der Dir zu 100 % eine kompetente Antwort geben kann.

Beitrag von zwiebelchen1977 12.03.10 - 13:12 Uhr

Hallo

Nein, das stimmt nicht. Die Kosten können auf den Mieter umgelegt werden. Wo ist denn das bitte Verwaltung???
Der Vermieter muss den Verbrauch der Mieter ermitteln. Die Mieter haben den ja in Anspruch genommen. Wieso sollten sie es nicht zahlen?

Bianca

Beitrag von cinderella2008 12.03.10 - 13:15 Uhr

Dann habe ich das Anliegen der TE falsch verstanden. Ich habe es so verstanden, dass sie eine Fa. beauftragt hat, die die Abrechnung gemacht hat, nachdem die Werte vorlagen.

Beitrag von zwiebelchen1977 12.03.10 - 13:17 Uhr

Hallo

Nein, die Firma liest ab und erstellt dann die Rechnung. Und das darf umgelegt werden.

Bianca

Beitrag von cinderella2008 12.03.10 - 13:39 Uhr

Ja, das schon.

Ich habe allerdings gar nicht gewusst, dass es auch Vermieter gibt, die die Rechnung alleine erstellen, wie das die TE bisher gemacht hat.

Beitrag von bezzi 12.03.10 - 14:09 Uhr

Das hast Du falsch verstanden !

Die Firma erstellt die Nebenkostenabrechnung und verlangt Geld dafür.

Das Erstellen der Nebenkostenabrechnung ist aber Sache des Vermieters. Das gehört zu den Verwaltungskosten. Verwaltungskosten können NICHT auf die Mieter umgelegt werden !

Beitrag von wasteline 12.03.10 - 17:37 Uhr

Die Kosten für die Hausverwaltung dürfen NICHT auf den Mieter umgelegt werden.

Beitrag von windsbraut69 13.03.10 - 08:20 Uhr

In diesem Fall aber nicht.
Die Werte (und eine reklamierte Nebenkostenabrechnung) lagen ja bereits vor.

Beitrag von bezzi 12.03.10 - 14:12 Uhr

Die Kosten für das Erstellen der Nebenkostenabrechnung kannst Du definitiv NICHT auf die Mieter umlegen. Das sind Verwltungskosten, die der Vermieter tragen muss.
Es ist die Pflicht eines Vermieters, eine korrekte Nebenkostenabrechnung zu erstellen. Wenn er jemanden anderen dafür beauftragt, muss der Vermieter die Kosten dafür selber tragen.

Die Kosten für das Ablesen der Heizung sind wiederum umlagefähig.

Beitrag von susaheld 12.03.10 - 20:11 Uhr

Doch, die Kosten für die Abrechnung darf den Mietern anteilig berechnet werden. Siehe §7 Abs. 2 HKV (Heizkostenverordnung)

Beitrag von luc224 12.03.10 - 14:52 Uhr

Also vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe mich wohl etwas falsch ausgedrückt.
Ja, wir haben bisher Heiz- und Warmwasserkosten immer selber abgerechnet mit einem speziellen PC-Programm. Wir haben nur eine Gaszentralheizung und Wärmezähler an den Heizkörpern und das Warmwasser muss pauschal abgerechnet werden da bisher keine Wasseruhren vorhanden sind (altes Haus und wir müssen nach und nach aufrüsten).
Die Kosten die uns jetzt durch die Abrechnung der Firma entstanden sind, sind definitiv umlagefähig und die Firma hat sie auch direkt mit auf die Abrechnungen für die Mieter anteilsmässig mit aufgeführt.
Meine Frage war jetzt eigentlich nur: was ist wenn unsere Mieterin nun sagt dass sie die kosten der Firma in diesem Jahr nicht zahlen will weil wir zuerst eine falsche Abrechnung ausgestellt haben und nun eine Firma beauftragen mussten die eine korrekte Abrechnung erstellt".
Das wir ab nächstem Jahr wieder die Firma beauftragen werden weiß sie und auch dass die Kosten dann wieder durch alle geteilt werden. Es geht mir nur um dieses Jahr in dem uns dieser Fehler passiert ist und ich hier jetzt die Rechnung von knapp 200 Euro von Firma XY liegen habe.
Vielleicht war es jetzt etwas verständlicher???

Beitrag von bezzi 12.03.10 - 15:00 Uhr

"Meine Frage war jetzt eigentlich nur: was ist wenn unsere Mieterin nun sagt dass sie die kosten der Firma in diesem Jahr nicht zahlen will "

Dann hat sie Recht. Ich könnt versuchen, die Kosten gerichtlich einzutreiben, werdet aber damit scheitern.

"Die Kosten die uns jetzt durch die Abrechnung der Firma entstanden sind, sind definitiv umlagefähig"

und das ist definitiv falsch.

"und die Firma hat sie auch direkt mit auf die Abrechnungen für die Mieter anteilsmässig mit aufgeführt."

Das bedeutet nicht, dass es auch erlaubt ist.

Die EUR 200,- wirst Du bezahlen müssen. Jetzt und in Zukunft.

Beitrag von luc224 12.03.10 - 15:47 Uhr

Die Kosten für Abrechnung von Heizung- und Warmwasser sind umlagefähig!!!!
Um die anderen NK geht es ja nicht...das machen wir ja selber!

Beitrag von zwiebelchen1977 12.03.10 - 19:37 Uhr

Hallo

Sie lassen das Warmwasser und die HEizkosten von einer Firma ablesen und die erstellt dann die Rechnung.

Und das ist umlagefähig.

Bianca

Beitrag von windsbraut69 13.03.10 - 08:22 Uhr

Wo steht das denn????
Es geht um die Abrechnung!