Kita:Pro und contra?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von honolulumieze 12.03.10 - 17:54 Uhr

Würde mal gerne eure Meinungen hören zur Kita. Also für Kinder ab 1 Jahr (bzw. es gibt ja sogar Kitas, die noch kleinere Kinder nehmen).

Habe meine Kleine schon angemeldet, bin mir aber nun sehr unsicher, ob ich sie auch hin schicken soll. Die Hauptfrage, die ich mir stelle ist: Entwickelt sich mein Kind anders, wenn es z.B. erst mit 2 Jahren in die Kita geht?

Andererseits: Wer kann sich schon an das Leben mit 1-2 Jahren erinnern. Wäre es sowieso egal, da sich mein Kind eh nie daran erinnern wird, was es mit 1-2 Jahren gemacht hat?

Gerade aus der älteren Generation höre ich: Wie kann man das nur tun? Kinder gehören 3 Jahre zur Mutter.

Nun habe ich sogar einen Ratgeber eines Arztes gelesen (Graf, es geht dort aber ums Impfen). Und selbst dieser Autor (der Arzt ist und keine Mutter) beschreibt, dass es gerade für Kinder bis 3/4 Jahren so wichtig ist, die Mutter bei sich zu haben. Er stellt Kitas als sehr schlecht dar.

Mein Freund und ich diskutieren schon seit Wochen und irgendwie haben wir nun die Vorstellung, dass Kitas doch eigentlich nur für ganz kleine Würmer sind, um die sich keine Großeltern kümmern können und wo die Mütter unbedingt wieder arbeiten gehen müssen.

Mit welcher Klientel an Eltern habe ich überhaupt zu rechnen? Sind es meist alleinerziehende Mütter? Die arbeiten müssen. Oder sind es Karriere-Frauen, die arbeiten wollen? Oder sind es die Geringverdiener, die ebenfalls dringend schnell wieder arbeiten müssen?

Was machen so kleine Kinder dort? Wenn mein Kind Besuch von anderen hat, verkloppen sie sich eigentlich nur. Klauen sich die Schnuller, schreien wie verrückt, weinen viel und reißen sich bestenfalls noch an den Haaren oder an den Klamotten. Wirklichen Spaß kann ich da noch nicht sehen. Sie sind doch noch so sehr auf sich selbst fixiert.

Wie ist es dort für ein kleines Baby, das nicht alleine essen kann? Nicht laufen kann? Nicht sagen kann, dass es in die Hose gemacht hat? Jetzt ist immer Mama da. Und plötzlich ist Mama weg. Kind muss warten, es schreien ja noch viele andere. Bekommt sein Essen später, muss erstmal in der vollen Windel liegen. Die Erzieherinnen verstehen sein Gebrabbel nicht, wissen nicht, warum es weint. Das Kind hat Schmerzen oder ist traurig. Aber Mama ist nicht da. Mama arbeitet ja.

Der Gedanke macht mich so krank, dass ich darüber nachdenke zu kündigen und zu warten bis mein Kind 2 Jahre alt ist. Dann ist es mobiler, kann sich eher ausdrücken. Ist nicht mehr so hilflos.

Oder muss ich irgendwann damit rechnen, dass mein Kind Langeweile bekommt ehe es 2 Jahre alt wird?

Ich kann mit niemandem darüber reden. Früher stand sowas nicht zur Debatte. Man ging erst mit 3 oder 4 Jahren in den Kindergarten. Und im Bekanntenkreis habe ich nur Mütter, die entweder Ausländerinnen sind und die es keinesfalls mehr einsehen arbeiten zu gehen (weitere Kinder folgen bald bzw. Heirat bedeutet dort: Mann versorgt Familie) oder Alleinerziehende, die vom Kindesunterhalt leben oder aber so gut verdienende Mütter bzw. solche, deren Männer ein Vermögen verdienen. Oder aber solche, die eine oder mehrere Omas haben.

Ich komme mir vor als würde ich ganz alleine mit meinem Problem stehen. Freundin A sagt: Ich würde niemals arbeiten gehen, so lange das Kind noch so klein ist. Freundin B sagt: So lange der Ex noch Unterhalt zahlt, brauche ich nicht arbeiten gehen. Und so früh würde ich mein Kind auch nicht abgeben. Freundin C sagt: Mein Mann geht arbeiten. etc. etc.

Für mich stehen folgende Varianten zur Debatte:

Ich gehe halbtags arbeiten (mehr will ich nicht mit so kleinem Kind), Kind geht in die Kita.

Ich kündige und melde das Kind ab dem 2. Jahr im Kindergarten an, nicht in einer Kita, und suche bis dahin einen neuen Job.

Bei Variante 1) springt eh an Einkommen nicht viel raus, da die Kita ja auch bezahlt werden muss.

Bei Variante 2) fühlei ch mich besser, aber es besteht die Gefahr, dass ich keinen Job finde.

Hoffe auf zahlreiche Meinungen.

Beitrag von sani80 12.03.10 - 18:08 Uhr

Wenn ich mir solche Gedanken gemacht hätte, wären meine Kids wohl nie in den Kiga gekommen #augen

Als ich meinen Sohn angemeldet habe, sagte die Leiterin, desto jünger die Kinder, desto besser kommen sie zurecht, vor allen das Sozialverhalten wäre ganz anders, als wenn ein Kind erst mit 4 in den Kiga kommt.

Und wenn ich einen Jobangebot habe, wäre ich ja doof es nicht anzunehmen, auch wenn ich einen Mann zu Hause habe, weiß man nieeeee was kommt, dann bin ich wenigstens für den Fall der Fälle abgesichert, und dafür würde ich den Kiga Platz sofort nehmen ohne lang zu überlegen

Beitrag von honolulumieze 12.03.10 - 18:10 Uhr

Du hast dir keine Gedanken darüber gemacht, wie es deinem Kind dabei geht? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Beitrag von sani80 12.03.10 - 18:53 Uhr

Doch, aber ICH bin auch noch ICH und nicht nur MAMA; die Kleine geht jetzt den ganzen Tag, und es geht ihr gut #huepf#huepf#huepf

Beitrag von purzel2312 12.03.10 - 21:34 Uhr

#pro!!!!

Bin ich froh, dass ich nicht allein diese Meinung habe!


LG Andrea

Beitrag von ratpanat75 12.03.10 - 20:51 Uhr

"desto jünger die Kinder, desto besser kommen sie zurecht, vor allen das Sozialverhalten wäre ganz anders, als wenn ein Kind erst mit 4 in den Kiga kommt. "

Das kann man pauschal nicht sagen.
Der Betreuungsschlüssel ist in den Krippen oft nicht optimal so dass eine intensive und individuelle Betreuung jedes einzelnen Kindes ist deshalb nicht möglich ist.
Für viele Kinder sind grössere Gruppen in dem Alter auch sehr stressig.

Das Sozialverhalten lernen Kinder vor allem von den Eltern im täglichen Leben, dazu müssen sie nicht in eine Krippe gehen!
In dem Alter sind Kinder noch sehr ich_bezogen und die Interaktion mit Gleichaltrigen beschränkt sich zum grossen Teil darauf, Spielzeug zu erobern oder zu verteidigen.

Mein Sohn ist auch verschiedenen Gründen erst an seinem 4. Geburtstag in den Kiga gekommen und die Erzieherinnen loben sein Sozialverhalten.
Er ist selbständig und hilfsbereit und löst Konflikte immer verbal.

"Wenn ich mir solche Gedanken gemacht hätte, wären meine Kids wohl nie in den Kiga gekommen"

Was ist schlimm daran, sich über eine qualitativ gute Betreuung seines Kindes Gedanken zu machen, gerade in einer Phase, in der die Grundlagen für das spätere Leben gesetzt werden?
Ich finde es wichtig, Prioritäten zu setzen und über Alternativen, wie z.B. Tagesmutter nachzudenken.

lg


Beitrag von 3erclan 12.03.10 - 18:41 Uhr

Hallo

meine große kam mit 2,5 Jahren in die Kita dann aber gleich als GAnztageskind.Der kleine kam mit 3 Jahren in den Kiga er hat die Zeit gebraucht und war die Entwicklung viel langsamer.

ICh denke es kommt auf das Kind an.Klar kann sich das Kind nicht mehr dran erinnern,aber es geht um die Mutter Kind beziehung und das Urvertrauen.

lg

Beitrag von ich-so 12.03.10 - 19:40 Uhr

mein sohn wird ab april halbe tage in die kita gehen, er ist dann 2 jahre und 2 monate alt. alles andere wäre für mich indiskutabel gewesen, er war vorher einfach noch nicht so weit. er ist ein eher zurückhaltender kandidat und war bis vor kurzem auch noch nicht wirklich an anderen kindern interessiert. und auch für mich war die intensive zeit mit ihm sehr wichtig, für mich war immer klar, die ersten drei jahre sollen ganz ihm gehören.
nun haben wir mehr oder weniger zufällig eine sehr tolle private kita gefunden, in der wir ab april diesen platz bekommen können. wir waren schon ein paarmal zum spielen dort, er findet es total schön und hat spaß und ich sehe, dass er es da gut hat. deshalb gucken wir jetzt einfach mal, wie es ihm gefällt. wenn es noch zu früh ist, dann ist das eben so und wir versuchen es nächstes jahr neu, wenn er dann drei ist.

natürlich ist mir klar, dass ich mit dieser einstellung in einer ziemlich luxuriösen situation bin. ich kann derzeit auch frei (= von zuhause aus) gut arbeiten. wenn man dringend auf ein festes gehalt angewiesen ist, wird man da weniger rücksicht nehmen können, ob das kind nun so weit ist und so weiter.

in deiner situation halte ich es für das wichtigste, dass sich alle beteiligten wohl fühlen. wenn du kein gutes gefühl hast, solltest du das alles nochmal überdenken. vielleicht fällt dir die entscheidung leichter, wenn du mal einen probetermin in einer kita deiner wahl vereinbarst und guckst, wie dort alles so läuft und wie dein kind sich dort so fühlt.
viel glück #blume


Beitrag von shorty23 12.03.10 - 19:42 Uhr

Hallo,

ich kann dich sehr gut verstehen, ich habe mir auch sehr viele (und ähnliche) Gedanken gemacht. Dann liest man wieder was hier und denkt der hat recht, dann liest du was gegenteiliges ...

Da du aber geschrieben hast, dass du dich bei Variante 2 besser fühlst, denke ich, das ist der richtige Weg für dich! Denn DU musst dich wohlfühlen dabei. Bei uns ist es so: Wir verdienen beide gut und die Krippe kostet zwar, aber da bleibt noch so viel übrig, dass das bei uns kein Argument gewesen wäre, aber selbst wenn, ich WOLLTE arbeiten. Mir hat da was gefehlt. Unsere Tochter geht seit sie 1,5 Jahre ist in die Krippe (davor wurde sie 6 Mon. von der Oma betreut). Ich finde das sehr schön für sie, sie hat Kinder ihres Alters um sich rum und lernt wie man mit denen umgeht. Klar sind da auch mal nicht so schöne Erfahrungen dabei (Holzklotz auf den Kopf bekommen usw.) aber damit lernt sie da umzugehen. Ich finde es gut, wenn die Kinder nicht nur Erwachsene um sich rum haben. Das war früher ja auch nicht so (da waren es halt eher die Kinder aus der Familie oder der Nachbarschaft). Wie das bei ganz ganz kleinen Babys ist, kann ich dir nicht sagen, aber in den USA oder Frankreich oder der DDR war/ ist das ja völlig normal, dass die Mütter nach 6-8 Wochen wieder arbeiten gehen. Ich denke nicht, dass die Kinder deshalb gestörter sind als andere. Was die Kinder dort so tun? Naja, essen, schlafen, spielen, sehr viele Rituale (Begrüßung, Essen, Händewaschen, rausgehen usw), halt was man daheim auch macht. Und klar ist Mama nicht da, aber die Erzieherinnen in unserer Krippe haben 3 Kinder zu betreuen, da kriegt man schnell mit, wie jedes Kind "tickt". Außerdem weiß ich auch nciht immer sofort, was meinem Kind fehlt?!

Hast du denn schon mal über eine Tagesmutter nachgedacht? Wenn du da eine findest, die dir sympathisch ist und die nur 2 Kinder betreut, würdest du dich damit besser fühlen? Oder könntest du zB nur 2x die Woche ein paar Stunden arbeiten? Oder gibt es da keine Alternativen?

In meinem Freundeskreis gibt es alles: Mamas, die nach 8 Wochen wieder arbeiten gingen, Mamas, die nach 1 Jahr wieder arbeiten (die meisten), Mamas, die "erstmal" daheim bleiben. Jede muss eben entscheiden, womit sie am besten leben kann und will! Meine SchwieMu fand das auch unglaublich, dass ich schon nach 1 Jahr wieder arbeiten gehe ... tja, deal with it, es ist halt nicht ihr Leben!

So, ist lang geworden, sorry,
LG Annette

Beitrag von bine3002 12.03.10 - 19:52 Uhr

Ich finde auch, dass Kinder mindestens 2 Jahre, eher 3 Jahre zu den Eltern oder Großeltern gehören.

Ich persönlich möchte in dieser entscheidenden Jahren selbst Einfluss auf mein Kind nehmen und ihm meine wichtigsten Werte vermitteln. Das ist für mich der Hauptgrund.

Ein weiterer Grund ist, dass eine Kita - auch wenn sie noch so gut ist - niemals individuell auf mein Kind eingehen kann. Und gerade anfangs sind die Bedürfnisse doch noch sehr verschieden. Ich finde es wichtig, dass diese Bedürfnisse befriedigt werden. Meine Tochter ist z. B. ein Kuschelkind und hätte bis sie ca. 2,5 Jahre alt war nicht darauf verzichten können mit mir zu kuscheln wann immer SIE es wollte. Das war schon mit 3 Jahren schwierig (Kindergartenstart), aber es ging. Vorher wäre das undenkbar gewesen, es hätte ihr etwas gefehlt.

Kontakte zu Kindern finde ich allerdings sehr wichtig und deswegen hatte meine Tochter auch schon vor dem Kindergarten zwei bis drei Mal in der Woche Freunde zu Besuch oder war selbst zum Spielen irgendwo. Wir sind auch viel mit anderen Kindern schwimmen gegangen, waren im Musikgarten, in der Bücherei, auf dem Spielplatz usw. Sie hatte also immer auch die Möglichkeit soziale Kontakte zu pflegen. Das wiederum macht sich jetzt im Kindergarten schon bemerkbar. Sie gilt dort als sehr soziales hilfbereites kleines Mädchen und ich wurde schon gefragt, ob ich mir sicher sei, dass sie keine Geschwister hat ;-)

Beitrag von widowwadman 12.03.10 - 19:56 Uhr

Aber auch in der KiTa kann gekuschelt werden. Meine Tochter wurde von den Betreuerinnen am Anfang viel im MeiTai getragen.

Beitrag von bine3002 12.03.10 - 21:10 Uhr

Aber es ist doch nicht dasselbe... es sind noch andere Kinder da, die emotionale Ebene zwischen Kind und Erzieherinnen KANN nicht so intensiv sein wie zwischen Eltern und Kind usw. Das ist meine Meinung, von der Du mich nicht abbringen wirst.

Ich wollte auch niemanden kritisieren, der sein Kind - aus welchen Gründen auch immer - in eine Krippe geben MUSS (z. B. weil er arbeiten muss). Es gibt tolle Krippen und ein Kind wird keinen Schaden nehmen, wenn es früh in eine (gute) Krippe geht. Aber wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich mein Kind bei mir haben wollen. Die Zeit wäre mir viel zu kostbar als sie zu verschenken. Und es ist für ein Kind kein MUSS so früh schon fremd betreut zu werden, obwohl es sicher entwicklungstechnisch auch Vorteile haben kann. Und ganz vielleicht gibt es auch Kinder, für die eine frühe Fremdbetreuung gut ist. Für meine Tochter wäre das nichts gewesen.

Beitrag von widowwadman 12.03.10 - 19:54 Uhr

Meine Tochter geht seit sie 9 Monate alt ist in die KiTa und liebt es da. Sie geht Vollzeit, weil ich und ihr Vater nun mal beide Voll arbeiten.

Die Eingewoehnung fiel nicht schwer und sie strahlt morgens wenn wir sie qabgeben genauso wie wenn wir sie abends abholen.

Essen, Windeln wechseln etx wird in der Krippe genauso gemacht wie zuhause, wie du darauf kommst dass er in der vollen Windel liegen muesste weiss ich nicht.

Wir bekommen taeglich einen Bericht darueber was meine Tochter gegessen hat und wieviel, wieviele Windeln sie brauchte und was drin war, womit sie gespielt hat etc.

Wir bereuen die Krippe nicht und selbst wenn ich noch mal in Elternzeit gehe, wuerden wir ihr die Krippe zumindest noch Teilzeit weitergoennen, weil alleine zuhause kann man einem Kind gar nicht soviel bieten.

Beitrag von bine3002 12.03.10 - 21:18 Uhr

"weil alleine zuhause kann man einem Kind gar nicht soviel bieten."

Wie kommst Du denn darauf? Bist Du so unkreativ oder was?

Meine Tochter geht in den Waldkindergarten. Und nein, das kann ich ihr nicht bieten, denn ich finde nicht genügend Eltern, die mit ihren Kindern stundenlang durch den Wald stapfen.

Ansonsten kann ich ihr aber an Basteln, Malen, Bauen, Spielen alles bieten, was im Kindergarten angeboten wird. Vielleicht bin ich da kreativer als Du, aber ich habe ja auch nicht studieret ;-)

Beitrag von widowwadman 12.03.10 - 21:42 Uhr

Was soll denn der bloede Spruch wegen dem Studium?

Ich hab als ich noch zuhause war weder die Zeit noch die Muss gehabt jeden Tag 10 Stunden lang nichts anderes zu tun als mit der Kleinen zu spielen.

Beitrag von ich-so 13.03.10 - 08:20 Uhr

"weil alleine zuhause kann man einem Kind gar nicht soviel bieten"
wenn ein kind erstmal über zwei ist, kann ich diese aussage ein stück weit nachvollziehen. aber als mein sohn neun monate alt war, musste man ihm gar nicht so viel bieten - außer nähe.

versteh mich nicht falsch, ich will dich sicher nicht angreifen, weil du dein kind für meine begriffe relativ früh in die kita gegeben hast. da gibt es nun mal sehr unterschiedliche meinungen und das ist auch ok, das soll jeder halten, wie er möchte. aber das argument des was-bietens finde ich bei einem so kleinen kind nicht zutreffend.

Beitrag von widowwadman 13.03.10 - 08:51 Uhr

Mit Nahe allein war meine Tochter schon mit 9 Monaten nicht mehr zufrieden, sondern wollte und will Beschaeftigung und Stimulation haben. Seit sie in die Krippe geht sind wir beide viel ausgegklichener. Als ich noch daheim war bin ich zwar auch viel in Gruppen gegangen mit ihr, aber wenn's mal nen Tag Leerlauf gab wurde sie griselig.

Beitrag von ich-so 13.03.10 - 09:51 Uhr

kenn ich ;-) kommt bei uns aber erst jetzt. so ist jedes kind eben anders. deshalb denk ich, das beste ist, man guckt einfach mal, wie das eigene kind sich in der kita fühlt.

bei uns gibt's die möglichkeit, vor der anmeldung mal zu "schnuppern" und wir hatten uns anfang des jahres schon mal eine kita angesehen, die für uns absolut nicht in frage kam. linus klebte an meinem bein wie mit klettverschluss befestigt und hat geheult, sobald ich mich auch nur bewegt hab. da wäre es für uns nicht in frage gekommen. in der neuen kita waren wir jetzt mittlerweile 5- oder 6mal zum spielen für jeweils ein, zwei stunden und es gefällt linus immer super. daher auch unsere entscheidung, es jetzt einfach mal zu versuchen, obwohl wir ihn eigentlich erst mit drei fremdbetreuen lassen wollten. aber wenn ein kind -wie deins- schon viel früher so weit ist und es ihm spaß macht, spricht ja überhaupt nix dagegen.

Beitrag von puffie 12.03.10 - 20:27 Uhr

Hallo,

unsere Tocher war mit 1 1/2 Jahren bei der Tagesmutter und dann mit 3 im Kiga. Die Eingewöhnung beim Kiga war völlig unproblematisch und unsere kurze hat sich schon von klein auf an eine Kindergrupper gewöhnt und ein gutes sozialverhalten hat sich entwickelt. Wir bereuen das nicht.

lg Torsten

Beitrag von anyca 12.03.10 - 20:44 Uhr

Ich werde meine Kleine (wie auch die Große) mit einem Jahr zur Tagesmutter geben. Ich habe nicht studiert, um dann (bei zwei Kindern) 6 Jahre daheim zu sitzen und dann so lange "raus" zu sein, daß ich nie wieder eine annähernd adäquate Tätigkeit kriege ... allerdings bin ich selber auch schon mit unter einem Jahr von einer Kinderfrau betreut worden. Damals gab es ja kein Elterngeld o.ä. und meine Mutter hat erst nach der Geburt meines jüngeren Bruders mal einige Jahre ganz ausgesetzt im Job.

Vielleicht habe ich im Gegensatz zu Deinen Bekannten einfach das Glück, daß ich meinen Job ganz gerne mache und als willkommenen Ausgleich zum WindelvollMamavorlesenNeinnichtdasKabel-anknabbern - Alltag empfinde ?;-)

Beitrag von specki1009 12.03.10 - 20:47 Uhr

Ich wollt meine mit 2 Jahren ganztags in Kiga geben und hatte sie bereits mit nem Jahr vorangemeldet da ich sie ab 1,5 vormittags bringen wollt damit ich mich um Jobsuche kümmern kann und auch für den Fall vorbereitet bin dass ich schnell ne Arbeit finde. Es kam natürlich anders und ich fand vorher ne Arbeit und wir entschieden uns dafür sie innerhalb weniger Tage in Kiga einzugewöhnen und: es war eine harte Zeit. Pauline war zu der Zeit 1 Jahr 4 Monate und es gab für mich keine Möglichkeit Teilzeit zu arbeiten ABER mein Arbeitgeber gab mir einen Monat zur Einarbeitung in dem ich paar Stunden weniger machen durfte d.h. ich konnte sie wenigstens einen Monat lang früh bringen und nachmittags gleich nach dem Schlafen holen. Das war dann ok. Sie hat ungefähr nen viertel Jahr lang beim Abgeben früh geweint, sich aber sofort beruhigt als ich weg war und viel Spaß im Kiga gehabt und sich sehr gut eingelebt.

Meine Erfahrung: es war eine sehr harte Zeit und ich mußte aber als neu Zugezogene die Chance ergreifen und den Job annehmen und es war in dem Moment die richtige Entscheidung.

Ich persönlich würde die Variante wählen wo du Teilzeit arbeitest denn dann hast du noch genug Zeit für dein Kind und es ist später auch einfacher falls du mehr Stunden arbeitest... Ich finde 1 Jahr auch sehr jung aber wenn die Betreuung stimmt dann mach es. Wie wichtig ist dir denn dein Job? Magst du ihn gern behalten oder wärest du froh auf diesem Weg nen Ausstieg zu finden?

Mit 2 in Kiga finde ich persönlich perfekt aber es geht eben nicht immer und viele Mamas sind auch wesentlich zufriedener wenn sie zumindest paar Stunden arbeiten gehen...

Liebe Grüße
Carolin

Beitrag von turmmariechen 12.03.10 - 20:47 Uhr

Huhu, ich mag Dir gern berichten. ich habe zwei Söhne und beide sind schon früh in die Kita. Die Gruppe umfasst ja anders in "normalen" Gruppen bei den U3 Kindern nur 15 Kinder und es gibt 3 Erzieherinnen. Die Stimmung dort war immer sehr familiär und meine Kinder hatten eine gute Beziehung zu den Erzieherinnen. Die Familien waren alle "normal" . Natürlich waren alle Mütter berufstätig sonst bekommt man den Platz garnicht. Da die Plätze sehr teuer sind (NRW) waren keine Geringverdiener dabei ( erwähne das nur, da Du gefragt hast). Grundsätzlich bin ich der Kleinkind Betreeung gegenüber sehr positiv eingestellt. Meiner Meinung nach bietet die Kita viel mehr als man zu Hause bieten könnte - jeden Tag raus, basteln, Geselligkeit. Meine Kinder sind beide sehr selbstständig und vor allem sozial eingestellt. Ich erwarte mein 3. Kind und für mich ist klar, dass auch dieses wird früh dorthin geht. Ich finde 3 Jahre zu Hause viel zu lang. Deutschland ist ja m.E. auch fast das einzige europ. Land wo man das noch macht. Aber das ist meine persönliche Meinung. Sicher steht und fällt auch vieles mit der Qualität der Kita!

Beitrag von sushi3 12.03.10 - 20:48 Uhr

Nabend

unsere 3J Tochter kam mit 1 J in die Krippe. Wohl gemerkt, in eine tolle Krippe. Eingewöhnung war perfekt, im Krippenbreiche 2 Erzieherinnen auf 6 Kinder unter 3.
Wir würden das immer wieder so machen.

Wenn du deine Arbeit gerne machst, geh doch halbtags arbeiten. EIne zufriedene MUtter ist auch ausgeglichen und glücklich daheim.

Aber in der KIta würd ich zuvor das Gespräch suchen und über deine Sorgen reden. Oder eine andere Kita noch angucken.

Viel Erfolg! Sushi

Beitrag von juliane1978 12.03.10 - 20:56 Uhr

Hallo,
also erstmal vorweg - ich glaub kein Kind bekommt einen "Schaden" davon. Egal ob es mit 1 Jahr bereits in die Kita kam oder ob es bis 3 oder 4 zu Hause war.
Ich persönlich war insgesamt 5,5 Jahre zu Hause. In der Elternzeit der Großen kam der Kleine. Die Große kam mit genau 3 in den Kindergarten und der Kleine mit 2 3/4. Ich habe die Zeit absolut genossen. Man ist die Kinder eh so schnell wieder los.
So wie eine Vorrednerin schreibt "sie hat nicht studiert um 6 Jahre zu Hause zu bleiben", denke ich mir "ich hab keine Kinder bekommen, um sie so klein schon herzugeben". Ich finde jede soll es so machen, wie sie persönlich es für richtig findet und es sich leisten kann.
In unserer Krippe ist die Elternschaft total gemischt. Von der Karrieremama über die Geringverdienerfamilie zur Mama mit dem 3. Kind, die zwar zuhause ist, aber wieder Zeit für sich braucht.
Warum mußt Du eigentlich kündigen? Dir stehen doch bis zu 3 Jahre Elternzeit zu. Oder hat sich da mit dem Elterngeld was geändert. Das Geld gibt es nur 1 Jahr, das weiß ich, aber man kann doch trotzdem noch 3 Jahre zu Hause bleiben, in denen der Arbeitsplatz aufgehoben werden muß.
LG
Juliane

Beitrag von littlesam2007 12.03.10 - 21:19 Uhr

Hallo!

Wir sind gerade in der Eingewöhnung von meinen zwei Jungs (2 1/2 Jahre und 1 Jahr). Bisher klappt es super und die Erzieherin ist total lieb.

Leider mußten wir wegen Krankheit die Eingewöhnung beim Kleine unterbrechen, aber der Große ist schon total dort angekommen. Vor der Krankheit hat sich der Kleine auch sehr wohl dort gefühlt. Klar, wenn er die Wahl hatte Mama oder Erzieherin, hat er natürlich Mama gewählt. Aber wenn ich nicht da war (durfte schon im Nebenzimmer "abtauchen"), dann war das auch in Ordnung.

Bei uns ist das keine reine Krippe sondern schon der richtige Kindergarten. Die Gruppe ist gemischt und es sind auch Kinder dort, die im Sommer in die Schule gehen.

Bin mir auch immer wieder mal unschlüssig, ob das wirklich die richtige Entscheidung war. Aber ich denke immer, dass er dort doch besser aufgehoben ist, als alleine bei der Oma. Er hat dort seinen Bruder, viele tolle Spielsachen und andere Kinder die ihn verhätscheln (gerade ältere Mädchen). Und am Nachmittag hat er eine glückliche Mama, die sich mit ihm beschäftigt. Und das wahrscheinlich sogar intensiver, als wenn ich die ganze Zeit zu Hause bin.

Letztendlich ist es Deine Entscheidung. Du mußt damit Leben und glücklich werden.

Liebe Grüße
littlesam

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