Ist es richtig, dass... (Frage zum Elterngeld)

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Beitrag von xyz09 12.03.10 - 18:24 Uhr

Ja, ich habe mich schon durch die Seiten des BMFSFJ gearbeitet, aber es ist einfach noch Neuland für mich, vielleicht könnt ihr mir helfen, bevor ich dann in meinen Osterferien (bin Lehrerin) mal dort anrufen würde.

Ich bin verheiratet und bekomme (voraussichtlich) im September mein 1. Kind. Laut Elterngeldrechner bekomme ich 1754€ Elterngeld für ein Jahr (ich weiß, dass das Mutterschutz(?)geld für die ersten zwei Monate darauf angerechnet wird). Theoretisch könnte ich ja auch das Elterngeld auf zwei Jahre splitten und käme dann auf 877€. Soweit ist mir noch alles klar.
Nun geht es aber um die Zeit danach, wann gehe ich wie wieder arbeiten. Der Plan ist nämlich, dass es nicht bei einem Kind bleiben soll :-) (und ja, ich weiß, dass es nicht alles so gut zu planen ist und wir vielleicht nicht so ein Glück haben wie bei diesem, das im 3. Zyklus nach Absetzen der Pille entstanden ist).

Hier nun meine Überlegungen, mit der Bitte zu sagen, ob das stimmt (immer mit der Voraussetzung, dass Mutter Natur mitspielt, wir nach dem ersten immer noch weitere Kinder wollen, uns keine schweren Schicksalsschläge treffen etc.):

Wenn ich für 12 Monate Elterngeld beantrage, innerhalb dieser sofort wieder schwanger werden würde und quasi wenn das 1. Kind ein jahr alt ist, das nächste bekommen würde (nein - um Gottes Willen - das habe ich nicht vor ;-)) würde ich meines Wissens (so habe ich das gelesen) wieder 1754€ Elterngeld bekommen. Ist das richtig?

Meine Frage:
Wenn ich das Elterngeld auf 24 Monate splitte und dann innerhalb der 24 Monate das zweite Kind bekommen würde, ohne also zwischendurch gearbeitet zu haben), habe ich dann auch wieder Anspruch auf diese 1754€?

Ich habe ja zum Glück noch ein paar Monate Zeit, um mir über alles so richtig klarzuwerden. Meine Schule ist leider über 60km weit weg, so dass es wenig Sinn macht, Teilzeit wieder einzusteigen (zumal ich 4 Tage die Woche mindestens wieder hingehen müsste). Es spielen auch noch andere Überlegungen mit hinein, die aufzuführen hier aber zu lang wären.

Es wäre klasse, wenn ihr mir weiterhelfen könntet :-) Falls ich mich nicht verständlich ausgedrückt habe, tut es mir leid.

Vielen Dank!

Beitrag von ballroomy 12.03.10 - 19:34 Uhr

Hallo,
der erste angenommene Fall stimmt.
Wenn Du nach 12 Monaten wieder ein Kind bekommst, hast Du wieder das gleiche Elterngeld.
Das Splitten ändert aber nichts. Wenn Du nach 2 Jahren wieder ein Kind bekommst, erhälst Du nur die 300 Euro plus 75 Euro Geschwisterbonus. Es sei denn Du arbeitest im zweiten Jahr wieder.


Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von xyz09 12.03.10 - 19:53 Uhr

Alles klar, vielen Dank!
Dann werde ich wohl oder übel doch wieder arbeiten gehen (müssen), denn 300 Euro sind ja sehr wenig. Hätte mich aber auch sehr gewundert, wenn es anders gewesen wäre.

Beitrag von susannea 12.03.10 - 23:10 Uhr

Das ist etwas pauschal gesagt, denn bei 24 MAOnten dazwischen sind durch den Muttershcutz ja auch noch Monate von vor der 1. Geburt, die angerechnet werden. bei der Höhe, die sie nun Elterngeld bekommt, könnte das auch bei 2 oder 3 MOnaten die angerechent werden noch deutlich mehr werden.

Beitrag von susannea 12.03.10 - 23:14 Uhr

Bei bis ca. 15 Monate Unterschied kannst du noch auf das Elterngeld kommen, wobei es dann ja noch den Geschwisterbonus gibt und du dann sogar mehr hättest (1754+175,40= 1929,40 Euro).

Bei 24 Monaten wird es eine ziemliche Rechnerei, denn es zählen grundsätzlich die letzten 12 vollen Kalendermonate vor der Geburt, aber alle Monate in denen Elterngeld oder Mutterschaftsgeld bezogen wird (Bezugszeitraum ist beim Elterngeld maximal 14 Monate für alleinerziehende, sonst nur 12) werden durch Monate vor dem 1. Kind ersetzt.

Beitrag von xyz09 13.03.10 - 09:52 Uhr

Also ist es aber für die Berechnung des Elterngeldes bei Kind 2 (wenn es nach 24 Monaten käme) egal, ob ich das Elterngeld auf 24 Monate gesplittet hätte, oder 12 Monate und 12 Monate einfach nicht gearbeitet hätte. Das Elterngeld bliebe ja gleich bei 300 Euro plus Geschwisterbonus, oder?

Beitrag von susannea 13.03.10 - 10:02 Uhr

Genau, das ist egal.

Du bekommst mindestens die 300 Euro plus 75 Euro Geschwisterbonus. Wobei das eben dann gesplittet nur 150+37,50 sind.

Aber bei dem Einkommen (müßten ja ca. 2690 Euro monatlich sein) wären schon zwei anrechenbare Monate ausreichend um mehr als 300 Euro zu erhalten!

Beitrag von xyz09 13.03.10 - 11:02 Uhr

Danke, susannea, dass du dich so bemühst, mir alles verständlich zu machen :-)

Ja, ich bekomme (Vollzeit arbeitend) 2690 Euro monatlich, denke aber momentan, dass ich später nur mit 50% wieder einsteigen werde, dann würde ich ungefähr 1500 € bekommen. Wieviel Elterngeld das dann wiederum wäre, hab ich mir auch schon ausgerechnet :-)
In meinem Beruf ist es "erwünscht" zum Halbjahres- bzw, Schuljahresbeginn wieder einzusteigen. Natürlich ist das nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber wenn ich mitten im Schuljahr wiederkommen würde, sind die Chancen, an meine alte Schule zurückzukommen noch geringer. Ich kann es mir momentan aber nicht gut vorstellen, schon am 1.8.2011 wieder anzufangen (das Kind soll Ende September kommen, das heißt, es wäre erst zehn Monate alt) und es dann schon in Fremdbetreuung zu geben. Momentan denke ich, dass ich zum 1.2.2012 mit 50% wieder einsteigen würde. Dann müsste ich aber bis zum zweiten Kind wieder ein Jahr gearbeitet haben, um "gutes" Elterngeld zu bekommen.
Es ist halt alles ein Rechenexempel. Ich werde meinem Mann noch mal vorschlagen, dass ich zum 1.8.11 wieder arbeiten gehe und er dann noch vier Monate Elternzeit nimmt, dann müsste das Kleine noch nicht ganz so früh abgeben werden.

Meine Frage wurde auf jeden Fall ausreichend beantwortet, alles andere sind reine Rechenbeispiele, die wir in den nächsten Monaten sicher noch öfter durchspielen werden :-)

Beitrag von susannea 13.03.10 - 11:45 Uhr

Aus welchem Bundesland kommst du? Bei uns ist es überhaupt nicht unüblich mitten im Schuljahr (wobei natürlich Schuljahresbeginn bzw. Haljahr bevorzugt werden) einzusteigen.

Und mit dem zurückkommen an die alte Schule hängt hier stark vom Schulleiter ab, meine Mutter ist sogar nach 7 Jahren an "ihre" Schule zurückgekommen.


Wenn du dann zwischen den Kindern sogar noch Teilzeit arbeitest gibts ja auf jeden Fall deutlich mehr als den Sockelbetrag!

Beitrag von xyz09 13.03.10 - 21:01 Uhr

Ich komme aus Niedersachsen. Ich weiß nicht, wie das hier so üblich ist, nur sind wir nur eine sehr kleine Schule und meine eine Kollegin kommt im Sommer aus dem Mutterschutz zurück und dann wäre eh jemand "über". Sollte sich dann innerhalb der nächsten anderthalb jahre nichts an der Situation ändern, hab ich keine Chance...
Aber wer weiß, wie es bis dahin ausschaut. Ich hab ja zum Glück auch noch ein wenig Zeit, mich zu entscheiden.