Abstillen - Langzeitstillen, alle nerven irgendwie

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mauselkatze 12.03.10 - 23:38 Uhr

Hallo,

ich stille meinen Sohn nun seit 2 Jahren und fast 4 Monaten (davon 10 Monate voll). Ich hab langsam keine Lust mehr. Aber das Aufhören bekomme ich einfach nicht richtig hin. Ich muss dazu sagen, dass mein Sohn seine "Mamamilch" immernoch zum Einschlafen braucht und auch zum Trost (wenn er sich wehgetan hat oder jemand geschimpft hat). Er nimmt keinen Nuckel mehr. Er trinkt aber auch zwischendurch, weil er nicht besonders "gut" isst und die Milch auch noch zum Hunger stillen benutzt. Nachts trinkt er 5 -7 mal.
Seit Januar verweigere ich ab und zu die Milch nachts (aber nur, wenn er schon 10 Minuten oder länger getrunken hat und es mich extrem nervt). Ich glaube, ich bin da auch nicht so ganz konsequent, weil ich ihn manchmal viel trinken lasse und manchmal sage, dass es jetzt reicht (nachts). Oft weint er dann, ich nehm ihn aber in den Arm und er beruhigt sich dann. Ich kann es einfach oft nicht mehr ertragen, wenn er ewig auf mir drauf hängt und an mir rumnuckelt (ich hab Rückenschmerzen und mir wird es eben manchmal echt unangenehm). Er schläft bei uns im Bett. Tagsüber lass ich ihn normal trinken (also ca. 6 mal).

Das eigentliche Problem, was ich habe, ist, dass viele Personen um mich herum ständig zu ihm sagen, dass er groß ist und die Milch nicht mehr braucht. Kuhmilch würde viel besser schmecken (woher wollen die das denn wissen?) und sowas wie "ach, die alte Mamamilch" und ihn darum ständig kritisieren. Er sagt mittlerweile schon selbst, er sei klein und ein Baby und gar nicht groß...

Ich hab dann immer das Gefühl ihn verteidigen zu müssen und sage immer, dass auch große Jungs Mamamilch trinken dürfen. Blöd ist ja nur, dass ich selbst gerne langsam reduzieren (oder am liebsten aufhören) möchte, was mir mit den Kommentaren nicht leicht fällt, weil ich ihn eben immer verteidige und ihm so das Gefühl gebe, es wäre ok. Ist es ja auch, dass er trinken möchte, nur für mich irgendwie nicht mehr, aber das traue ich mich gegenüber den anderen gar nicht zu sagen, weil dann sicher noch blödere Kommentare kommen würden.

Sollte ich ihm lieber auch klarmachen, dass er groß ist und die Milch nicht mehr braucht? Ich hab das Gefühl, ich würde ihm dann in den Rücken fallen.

Sorry, ist endlos lang geworden. Danke fürs Lesen!

Beitrag von tykat 12.03.10 - 23:44 Uhr

Hallo,

sag mal, was ißt dein Sohn denn am Tag?Wenn er tagsüber 6mal trinkt und nachts 5-7 mal...Wird er also mit seinen 2 Jahren noch fast voll gestillt?#kratz

LG

Beitrag von mauselkatze 13.03.10 - 00:09 Uhr

Hallo,

nein, er wird natürlich nicht mehr voll gestillt. Er isst eben nur nicht besonders viel, mal ein Keks, mal ein Stück Apfel, morgens geht immernoch am besten Milchbrei und mittags isst am liebsten Nudeln und Tomatensoße. Abends geht manchmal Brot (ne viertel scheibe, mehr nicht...) Es gibt Tage, da gehts, und manchmal gehts fast gar nicht, da weiß ich gar nicht, was ich ihm anbieten soll, er isst einfach nicht. Hab schon sehr viel probiert. Unser normales essen geht auch nur selten, dass er das will. An solchen tagen trinkt er dann "literweise".
Manchmal trinkt er aber auch nur 2-3 Schlucke, dann ist es wieder gut, aber das braucht er dann eben, diese paar schlucke.
Er war von Anfang an ein schlechter Esser. Hat Brei lange verweigert, wurde 10 Monate voll gestillt und dann kam lamgsam das klägliche Interesse an unserem Essen.
Wenn ich ihn frage, was er essen möchte, sagt er jetzt immerzu: gar nichts... Mamamilch!

Heute war übrigens ein guter Tag und trotzdem trinkt er hier gerade im halbe Stunden-takt...Das nervt schon irgendwie.

Beitrag von mike-marie 13.03.10 - 10:05 Uhr

Ich habe echt nichts gegen LZS Mamas, finde das sogar super das es Frauen gibt die nicht mit dem 6. Monat sofort aufhören aber ich denke du bist selber Schuld das er so ein schlechter esser ist dadurch das du ihn 10 Monate vollgestillt hast. (Warum überhaupt?)
So ein "großer" Junge kann doch nicht mehr seinen Vitamin und Nährstoffhaushalt decken durch ein paar Kekse und einen Apfel.
Hast du dich mal an eine Stillberaterin gewendet? Ich denke du müsstest anfangen konsequenter zu werden.

LG

http://www.still-lexikon.de/90_beikost_einfuehrung.html

Beitrag von ratpanat75 13.03.10 - 10:23 Uhr

"aber ich denke du bist selber Schuld das er so ein schlechter esser ist dadurch das du ihn 10 Monate vollgestillt hast. (Warum überhaupt?)"

Es gibt Kinder, die Beikost strikt verweigern.
Ich habe beide Kinder knapp ein Jahr voll gestillt, weil sie vorher höchstens mal 5 mg Birne oder 1/10 Kartoffel gegessen haben.
Natürlich habe ich mit 6 Monaten begonnen, Beikost anzubieten, aber man kann nichts erzwingen.
Die 6 Monate sind ja auch nur eine Richtlinie, es gibt Kinder, die etwas länger brauchenen, manche Kinder laufen ja auch mit 9 Monaten und andere erst mit 18.
Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus.

Meine Kinder sind übrigens sehr "gute"Esser und sie habe immer aus freien Stücken und mit Genuss gegessen.

Also bitte nicht urteilen, ohne die näheren Umstände zu kennen, und mit Schuldzuweisungen sollte man vorsichtig sein.

LG

Beitrag von mike-marie 13.03.10 - 10:26 Uhr

Desswegen habe ich nach dem warum gefragt ;-) Es gibt auch Mütter die zwingen ihre Kinder dazu.

Beitrag von jumarie1982 13.03.10 - 11:28 Uhr

#rofl #rofl #rofl

na da hat ja wiede jemand Ahnung...!

Man kann ein Kind nicht zum Stillen zwingen...funtioniert nicht!

Beitrag von mike-marie 13.03.10 - 14:42 Uhr

Klar, ich kenne jemanden die ihrem Kind vor dem ersten Lebensjahr keine Beikost gegeben hat wegen angeblicher Allergieprophylaxe.

Soviel dazu.

Beitrag von lalal 13.03.10 - 15:25 Uhr

;-)

na klar, die schwester von deinem Freund dessen Nachbarin hat eine Tante die hat das sicher gemacht:-)

#rofl

Beitrag von lalal 13.03.10 - 12:45 Uhr

#rofl#rofl#rofl

du hast sowas von keine Ahnung und selbst davon noch zuviel#rofl

Beitrag von mike-marie 13.03.10 - 14:42 Uhr

Bist du blöd oder was?

Beitrag von ayshe 13.03.10 - 13:16 Uhr

du meinst, daß sie den kindern/babies einfach kein essen geben, notfalls auch wieder aus den händen reißen und sie stattdessen an die brust drücken?


das würde ich auch gern mal sehen ;-)

Beitrag von mike-marie 13.03.10 - 14:43 Uhr

Ja sowas habe ich erlebt. Da gab es vor dem ersten Lebensjahr keine Beikost wegen angeblicher Allergieprophylaxe.

Beitrag von ayshe 13.03.10 - 16:16 Uhr

das arme kind, zumindest, wenn es denn selber gen beikost gehabt hätte.

ich denke aber nicht, daß es hier in diesem fall um so etwas wie zwangsbeikostverweigerung der mutter geht ;-)

verrückte leute gibt es immer, das ist klar, auch schlagende, auch richtig fiese, auch welche, die ihre kinder einfah gar nicht versorgen usw.

Beitrag von mauselkatze 13.03.10 - 16:31 Uhr

Bei mir war das nicht der Fall.

Liebe Grüße,

mauselkatze

Beitrag von akti_mel 13.03.10 - 13:36 Uhr

#rofl Schlaufuchs!

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal XXX Du weißt schon.

Beitrag von mike-marie 13.03.10 - 14:43 Uhr

Dito, solltest du dir selber mal zu herzen nehmen #klatsch

Beitrag von ratpanat75 13.03.10 - 19:34 Uhr

Du hast ihr aber die Schuld an der Situation gegeben ohne die Gründe zu kennen.
Ich denke, man sollte sich die Gründe erst anhören, BEVOR man urteilt.

Beitrag von mauselkatze 13.03.10 - 12:44 Uhr

Danke für deine Antwort,

bei mir wars auch so...

Wenn er einen halben Teelöffel gegessen hat, war das viel. Ich hab ihn nie gezwungen. Kann man ja auch nicht...

Liebe Grüße,

mauselkatze

Beitrag von ratpanat75 13.03.10 - 19:31 Uhr

Das wird schon :-).
Mein Sohn hat mit 2 auch noch viel gestillt.
Ich habe ihm seine Zeit gelassen und er hat von selbst immer mehr gegessen und sich von alleine abgestillt.

LG

Beitrag von mauselkatze 13.03.10 - 11:46 Uhr

Hallo,

anscheinend weißt du noch nicht, dass es Kinder gibt, die sich (leider) nicht an diese Beikostpläne halten. Das war so bei meinem Sohn. Er hat alle Arten von Brei verweigert. Ich hab ihm mt 6,5 Monaten regelmäßig Brei angeboten. Erst mit 10 Monaten kam leichtes Interesse an Brei und Fingerfood auf...

Weißt du, wie viele von diesen Plänen zur perfekten Beikosteinführung ich damals gelesen hab und mich gefragt hab, wieso es bei uns nicht klappt? Ich hätte meinem Kind nie den Brei verweigert.

Ich glaube also nicht, dass ich selbst schuld bin, an seinem Essverhalten. Ich weiß leider auch, dass er an einigen Tagen seinen Nährstoffhaushalt wahrscheinlich nicht durchs Essen decken kann und glaube, dass er an manchen Tagen deshalb so viel trinkt. An anderen Tagen will er nur Trost und Nähe...

Ich finde, du solltest mit Schuldzuweisungen vorsichtiger sein, ich hätte mich jetzt ziemlich gekränkt fühlen können.

Ich überlege auch, eine Stillberaterin aufzusuchen. Danke nochmal für diesen Tipp. Ich wünsch dir ganz ganz ehrlich, dass es bei dir und deiner Tochter mit der Beikosteinführung problemlos klappt. Alles Gute! Und verzweifel nicht, falls es nicht nach Plan läuft. Jetzt weißt du, dass es auch anders laufen kann.

Liebe Grüße,

mauselkatze


Beitrag von mike-marie 13.03.10 - 14:46 Uhr

Das sollte eigentlich nicht so böse klingen. Ich habe es aber im Bekanntenkreis erlebt das Kinder erst nach dem 1. Lebensjahr Beikost bekommen haben wegen angeblicher Allergieprophylaxe. Darum habe ich auch gefragt warum du so spät angefangen hast.

Entschuldige wenn es falsch rüber gekommen ist #liebdrueck

Beitrag von mauselkatze 13.03.10 - 16:34 Uhr

Ist schon in Ordnung.

Wie gesagt, wünsch dir alles Gute für euren Beikoststart, habt ja noch ein paar Monate Zeit...

Liebe Grüße,

mauselkatze

Beitrag von ayshe 13.03.10 - 16:31 Uhr

bei eisen muß man wohl aufpassen, aber ansonsten:

Mein Kind will nicht essen. Dr. Carlos González
http://www.velb.org/docs/kongressbericht2002-mein_kind_will_nicht_essen.pdf


Beitrag von mauselkatze 13.03.10 - 16:38 Uhr

Echt interessanter Artikel.

Liebe Grüße,

mauselkatze