Bin ich unfähig?

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Forum: Liebesleben

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Beitrag von blasebalg 13.03.10 - 13:00 Uhr

Ich habe gerade interessehalber eine Anleitung zum Oralsex gelesen und bin da auf folgende Abschnitte gestoßen:

"Wenn du diese Stelle leckst und mit deiner Zunge herumspielst, wird er sehr schnell abspritzen."

und

"Kurz bevor er den Höhepunkt erreicht, wirst du Veränderungen seines Penis wahrnehmen. Diese Zeichen sind immer gleich und du kannst dich so auf seinen Orgasmus vorbereiten. Die Eichel wird noch ein wenig weiter anschwellen. Vielleicht wird er die Hüften nach vorne pressen und bei den meisten Männern tritt ein Tropfen klarer Flüssigkeit aus den kleinen, hübschen Lippen an der Spitze seines Schwanzes heraus. Wenn du dies siehst oder fühlst, steht der Moment der Wahrheit bevor: Es kommt!"

Quelle: http://forum.gofeminin.de/forum/couple2/__f18289_couple2-Tips-zum-Deep-Throating.html

Naja ich habe dann gar nicht weiter gelesen, weil mich das gleich frustriert hat. Da klingt es so, als wäre es total einfach, einen Mann zum Höhepunkt zu bringen.

Ich selbst habe das aber noch nie in meinem Leben ganz alleine geschafft (außer natürlich beim Geschlechtsverkehr an sich). Versucht habe ich es ganz konkret bei meinem jetzigen Partner und dem davor. Habe ich nun einfach zwei Exemplare erwischt, bei denen es besonders schwer ist oder bin ich unfähig?

Ich halte mich nciht für unsensibel bzw. unempfänglich für die Signale eines Mannes. Ich merke schon auch, dass ich meinem Partner große Lust bereite, ob nun manuell oder oral. Die ganzen beschriebenen Zeichen für das Bevorstehen des Orgasmus sind auch da: Lusttropfen, Anschwellen der Eichel, lustvolles Entgegenkommen mit dem Becken ... Aber trotzdem kommt nicht der Punkt, an dem er dann eben kommt ... #gruebel

Wenn ich das mit mir selbst vergleiche, was ich brauche, um zum Höhepunkt zu kommen, dann gibt es ja zuerst eine Phase, in der ich möglichst angenehme Gefühle spüren möchte, die mich immer weiter erregen, bis ich dann so weit bin, dass ich das Gefühl habe, jetzt müssen harte Berührungen kommen, die mir so richtig den 'Kick' geben, bis es zum Orgasmus kommt. Würde ein Mann nur mit den sanften Berührungen von davor weitermachen, würde ich wahrscheinlich nicht kommen. Oder andersrum, wenn er die harten Berührungen zu zeitig macht, ist es unangenehm, mein Kitzler wird überreizt und dann geht gar nichts mehr.

Würde ich von mir auf ihn schließen, müsste ich also davon ausgehen, dass es diese 'Kick'-Berührungen sind, die meinem Partnber fehlen, um zum Höhepunkt zu kommen. Nur dass in sämtlichen 'Sex-Anleitungen' nie etwas davon drinsteht. Da steht immer nur, welche Berührungen man ausprobieren sollte, die toll sind. Davon alleine kommt bei mir aber keiner! Argh!

Jetzt habe ich zusätzlich das Problem, dass ich sehr wenig Selbstbewusstsein habe und mit Kritik und Ablehnung sehr schlecht umgehen kann. Beim Sex bedeutet das, wenn mein Partner mir hinterher sowas sagt wie "das war zu doll/hat weh getan" oder "beim nächsten Mal würde ich gerne deine Zähne etwas weniger spüren", dann ist das schon immer ein kleiner Weltuntergang für mich. Deswegen trau ich mich nicht so richtig, mal etwas doller auszuprobieren. Die zwei Mal, wo er mir gesagt hat, dass es ihm zu doll war, reichen mir völlig #schwitz

Jetzt weiß ich aber einfach nicht, wie ich weiter machen soll ... ich bin dann immer an diesem Punkt, dass es ihm sehr gut gefällt, er aber einfach nicht kommt, egal wie lange ich weitermache. Irgendwann werden dann Zunge, Hand und Kopf müde, meine Beine schlafen ein etc. Dann muss ich irgendwann aufhören #gruebel

Kann mir jemand weiterhelfen? #schwitz

Beitrag von gleichfalls 13.03.10 - 13:12 Uhr

Hallihallo,

nein, ich kann dir auch nicht weiterhelfen. Ich kann dir nur sagen, dass es mir mit meinem Mann genauso geht. Ich habe es noch nie geschafft ihn durch Oral oder Manuel zum Orgasmus zu bekommen. Er genießt es immer sehr und es sind auch alle Anzeichen, die du beschrieben hast da, aber er kommt erst zum Höhepunkt, wenn er selbst Hand anlegt oder halt in mir ist.
Es ist allerdings der 1. Mann, bei dem das nicht klappt. Die Vorgänger waren immer sehr zufrieden und ich auch. Es ist halt schön ein Erfolgserlebnis zu haben:-p

Ich habe mich jetzt damit abgefunden und versuche es erst gar nicht mehr. Wir bauen Oralsex ins Vorspiel sehr gerne ein aber zum richtigen Zeitpunkt ändern wir dann die Position.

Liebe Grüße

Beitrag von blasebalg 13.03.10 - 15:37 Uhr

Das baut mich etwas auf! ;-)

Beitrag von freckle06 13.03.10 - 13:36 Uhr

Hallo!

Grundsätzlich halte ich solche Anleitungen für schwachsinnig, aber gut...

Weißt du denn, ob er überhaupt kommen will? Die orale Befriedigung kann ja für den Mann sehr schön und anregend sein - dient wohl aber auch oft nur als "Anstoß", kommen will er dann vielleicht erst beim "eigentlichen Akt".
Großartig weiterhelfen kann ich dir nun auch nicht - aber mein Partner z.B. "zeigt" mir, wann, wo und wie er "zum Ende" kommen will. Vielleicht auch mangelnde "Kommunikation" zwischen euch im Bett?
Bevor du wieder Kritik zu hören bekommst würde ich mal fragen, wie er es gern hätte und ob er überhaupt so kommen möchte - andererseits hat er nämlich vielleicht auch "Skrupel", einfach so "ungefragt" in deinem Mund/oder in Richtung Gesicht abzuspritzen? (Würde ja von Respekt zeugen!) Habt ihr darüber schon geredet?

Gruß

M. :-)

Beitrag von blasebalg 13.03.10 - 15:44 Uhr

also er will schon kommen und er hat auch keine Hemmungen, dies in meinem Mund zu tun. Das macht er auch öfter, aber dazu muss er selbst 'mithelfen'.

Es ist aber so, dass er nach meinem ersten Versuch, als ich unglücklich darüber war, dass es nicht geklappt hat, zu mir gesagt hat, dass er sich selbst zurückgehalten hat mit dem Kommen, damit er es länger genießen kann. Da war ich dann schon etwas sauer, weil ich ihm ja vorher gesagt hatte, dass ich davor Angst habe, quasi zu 'versagen' und mich deshalb auch eine Weile nicht getraut habe, bei ihm 'Hand anzulegen'. Da hätte ich von ihm schon erwartet, dass er mich zumindest beim ersten Mal so unterstützt, dass ich möglichst 'Erfolg' habe. Ist ja auch dumm von ihm, den ganzen Akt aus egoistischen Gründen zu verlängern, aber dabei zu riskieren, dass ich hinterher so demotiviert bin, dass ich gar nicht mehr will.

Ich muss ihn aber nun glatt nochmal darauf ansprechen, ob er das etwa immernoch macht mit dem Hinauszögern ...

Beitrag von sranchen 13.03.10 - 13:56 Uhr

Ich denke mal wenn es ihm eigentlich gut gefällt, dann kann es ja so falsch nicht sein... Ihr solltet einfach offen miteinander darüber sprechen, was ihn anmacht oder nicht. Hinterher Kritik zu äußern bringt wirklich nur Frust, aber er könnte dich ja auch ein bisschen anleiten, während du gerade dabei bist und dann sagen wie er es vielleicht anders haben möchte. Sex ist schließlich ein Miteinander!

Beitrag von stubi 13.03.10 - 15:47 Uhr

Ich glaube, es ist schon für einige Männer ein Problem, bei der Stimulation mit der Hand oder dem Mund der Partnerin einen Höhepunkt zu erreichen, weil die Partnerin eben zu fest oder sanft zupackt. Das erfordert schon etwas Übung und ein offenes miteinander reden, damit es für beide wirklich super wird. Und Teile des von dir eingefügten Links sind schon hilfreich, nämlich der, die Geschlechtsorgane des Partners wirklich mal ohne Scheu und sehr offen zu betrachten und versuchen rauszufinden, an welchen Stellen sie besonders empfindlich sind. Sex, egal in welcher Art praktiziert, ist für mich kein schnelles zum Orgasmus bringen, sondern auch nach vielen Jahren immer noch neue Sachen zu entdecken, die beiden Spaß machen. Dazu gehört auch, dass mein Partner mir während des Oralsexes oder der Befriedigung mit der Hand ohne Scheu sagen kann, ob ich fester oder sanfter sein soll.
Wichtigste Voraussetzung: frei machen im Kopf und es nicht als Zwang ansehen, den Partner nun möglichst schnell zu befriedigen.

Beitrag von blasebalg 13.03.10 - 20:58 Uhr

Also seinen Penis offen zu betrachten, das kann ich schon ganz gut ;-) Das mache ich eigentlich auch vor jedem Oralsex. Weil ich früher viel schüchterner war und mich das nicht getraut hätte und weil mich das selbst total scharf macht, wenn er mich untenrum anschaut. #hicks

Naja auch die empfindlichen Stellen kenne ich denke ich ganz gut. Ich denke ja wie gesagt auch, dass ich mit dem Erregen usw. kein Problem habe. Ich möchte ihn ja auch gar nicht jedes Mal so schnell wie möglich zum Orgasmus bringen. Ich stelle mir das wirklich sehr aufregend vor, wenn man genau weiß, wie man den anderen zum Kommen bringen kann und diesen Moment aber absichtlich hinauszögert, um ihn ein bisschen zu foltern #schein Und immer neue Sachen auszuprobieren, die ihn verrückt machen, da habe ich auch Lust zu!

Aber um da erstmal hinzukommen, müsste ich doch wissen, wie ich es denn jetzt nun genau zum Abschluss bringe :-( Ich würde quasi gerne erstmal die Basics lernen, damit ich mich mit den Extras austoben kann!

Dass wir aber offensichtlich zu wenig reden, habt ihr mir nochmal deutlich gemacht. Wusste ich zwar auch schon, dass das eins meiner Probleme ist, #schwitz aber ich habe mir vorgenommen, gezielt was dieses Thema angeht, es mehr mit Reden zu probieren.

Mir geht es oft so, dass ich zwischendrin denke: "Hm, das-und-das müsste ich ihm mal sagen, das wäre in dieser Situation gerade hilfreich gewesen." Aber dann will ich nicht in dem sexuellen Moment darüber reden, um die Stimmung nicht zu versauen und nehme mir vor, da später drüber zu sprechen. Aber wenn ich dann aus der Situation raus bin, kommt es mir total komisch vor, das Thema anzusprechen. Z.B.: "Du, ich würde dir gerne was zum Thema Deep Throat sagen. Ich mach das gerne, aber nur, wenn ich dabei liege und nicht, wenn ich über dir knie. Also versuch bitte nicht mehr, deinen Penis weiter rein zu schieben, wenn ich oben bin." Könntet ihr das einfach so ansprechen? Beim Abendessen? Oder in der Werbe-Pause des Abend-Blockbusters? #schock

Beitrag von öüäöüä 13.03.10 - 16:48 Uhr

Hallo!

Die Anleitung kenne ich auch und die eigentlich Quelle ist die:
http://www.mondhexe.org/hauptseiten/seite_2.htm

Kann dein Partner nicht ein bißchen mithelfen, dir zu zeigen, wie es ihm gefällt?
Ich nehme z.B. immer die Hand mit dazu und spiele dabei mit der Zunge an dieser Stelle an der Eichel rum, wie quasi ne "Naht" ist. Nach ner Zeit muss ich dann schneller machen. So kommt er immer ratzifatzi ;-)
Ich wollte es einmal ohne Hand versuchen, da hat er sie genommen und hingeführt. So wusste ich Bescheid.

Wie machst du es denn?

LG

Beitrag von blasebalg 13.03.10 - 20:35 Uhr

Naja, wenns nach ihm geht, dann möchte mein Partner möglichst tief in meinen Rachen rein ;-)

Das ist auch ok für mich, aber ich kann mich nur im Liegen dafür genug entspannen. Das ist ja dann sehr passiv von meiner Seite aus. Ich möchte ihn aber auch mal aktiv zum Orgasmus bringen, ohne dass ich dafür einen 'deep throat' machen muss #schein. Wenn man irgendwas darüber liest, klingt es immer so, als gäbe es so vielfältige Arten und Weisen, IHN zum Kommen zu bringen. Mir würde ja eine aktive schon mal ausreichen :P

Was ich genau mache ist ne gute Frage. Ich probier eigentlich alles mögliche aus und wenn ich das Gefühl habe, er mag etwas sehr gerne, dann bleibe ich erstmal dabei. Ich streichle ganz sanft seine Hoden oder seinen Damm, ich berühre ihn sanft an der Eichel, ich lecke seine Eichel. Besonders gerne wird er da berührt, wo die Vorhaut anfängt. Da spiele ich mit der Zunge herum oder stimuliere ihn mit dem Daumen.

Besonders mag er es aber, wenn ich seine Eichel in den Mund nehme. Ich denke mal, weil er dann hofft, ich nehme den ganzen Penis noch weiter rein. Aber es gefällt ihm wahrscheinlich auch so, wenn ich nur seine Eichel mit meinem Mund umschlossen habe. Ich finds nur immer schwierig, dann was zu machen, weil man da so bewegungsunfähig ist. Ich mache dann meist solche leichten rein-raus-Bewegungen und versuche, mit der Zunge besagten Teil zu stimulieren, wo die Vorhaut beginnt.

Beitrag von öüäöüä 13.03.10 - 20:59 Uhr

Ja, so rein-raus-Bewegungen sind doch gut. Vielleicht solltest du die etwas schneller machen und nicht zu zaghaft. Und probiers doch mal, die Hand dazuzunehmen. Ich bin dann immer mit der Zunge nicht da, wo die Vorhaut anfängt, sondern da an der Spitze unten drunter, wo dieses quasi-Dreieck ist. Aber wahrscheinlich meinen wir das Gleiche ;-)

LG

Beitrag von 13.03.10 - 19:03 Uhr

Nö, ich denke, das ist unterschiedlich. Mein Exfreund stand überhaupt nicht darauf und kam auch nicht, wenn ich es ihm mit dem Mund gemacht hab. Für meinen jetzigen Freund gibts quasi nix besseres und er kommt dann auch sehr schnell und ist restlos begeistert. Ist wohl jeder anders. ;)

Beitrag von blasebalg 13.03.10 - 20:39 Uhr

Also er steht da schon sehr drauf, das ist leider nicht das Problem. Wenn er es einfach nicht mögen würde, wäre das ok für mich, dann würden wir es nicht machen. Aber er mag gerne Oralsex und ich würde mich einfach sicherer dabei fühlen, wenn ich das auch selbstständig zu Ende bringen könnte. So hänge ich immer irgendwann in der Luft, wenn ich nicht mehr weiter machen will und muss ihm irgendwie signalisieren, dass er jetzt selbst fertig machen muss oder wir zum richtigen 'Akt' übergehen müssen ;-)

Beitrag von soto 13.03.10 - 22:54 Uhr

Eigentlichist es ganz einfach .. sag ich jetzt mal .. Mund auf Ding rein .. tüüüüüüüt und fertig ..

Problematisch wird es da beim "Kraftaufwand" ..

Was ihr dort dann im Mund habt ist weder eine Bifi ( Zähne aus dem Spiel lassen des macht Aua ) noch ein Calippo Fizz was man runternuckeln muss ..

Sachte anfangen und nach und nach "vorsichtig" mit Zunge und Lippen den Druck erhöhen, und wie gesagt immer darauf achten das die Zähne nicht dazwischen kommen.

Wenn man zu dolle an die Sache geht wird es nur frustrierend.

Auf das geplänkel mit dem "Zunge an den Lippen" spielen würd ich ggf verzichten sonnst denkt er du willst da was rauspuhlen .. also eher die Eichel umkreisen anstatt sie so gezielt zu traktieren ..

und für den Fall der Fälle noch als "Tip" hinterher .. Sinnvoll ist es den Oralvorgang des Mundes mit der Hand zu begleiten .. sprich beim auf und ab des Saugens mit der Hand hinter herkommen ABER auch hier .. icht zu doll nicht zu fest und vorallem NICHT ZU TIEF .. gerade bei beschnittenen Männer ist nicht mehr genug Haut vorhanden das man die bis zum Hoden runterziehen kann ..

Beitrag von blasebalg 14.03.10 - 06:32 Uhr

Danke schön! ;-)

Mal eine Anleitung aus Sicht eines Mannes - sehr hilfreich! ;-) Das ist zwar alles schon irgendwie bekannt gewesen, aber so zusammengefasst hilft mir das auf jeden Fall weiter! Ich bin jetzt motiviert für den nächsten Versuch! ;-)