Langzeitbeziehung ohne Trauschein

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von 9 Jahre 13.03.10 - 14:15 Uhr

Hallo,

sind wir wirklich so "unnormal" ;-) oder gibts hier noch solche Paare?!?

Ich bin 25 und mein Partner 30. Wir haben eine gemeinsame Tochter, die 4 ist und meinen Familiennamen hat.

Wir sind seit 9 Jahren zusammen, glücklich UND NICHT VERHEIRATET! #schock ;-)

NUR das, was mich zurzeit oder eigentlich schon seit längerer Zeit total nervt sind ständig Fragen, wie: "Was 9 Jahre! Wann heiratet ihr denn?" oder "Wollt ihr nicht heiraten?" oder .... heiraten, heiraten, heiraten,.....
(Die Hammerfrage, die ich aber irgendwie verstehe, welche ich jetztmal gefragt wurde war: Ist das Kind eigentlich von DEM, mit DEM du zusammen bist?!? #schock #rofl)

Nun haben in unserem Freundeskreis letztes Jahr auch noch so viele Paare geheiratet und teilweise nach gerade einmal 2 Jahren Beziehung und ich frag mich in letzter Zeit ab und zu: Haben wir den Zeitpunkt verpasst? Warum kann man nicht - ohne ständiges Gefrage - einfach nur zusammen sein??? #kratz

Ist die EHE immernoch sooo heilig? Ich meine, 1/3 der Ehen wird eh wieder geschieden....laut Statistik. #schock

Wo seid ihr Langzeitbeziehungen ohne Trauschein???
Welche Sprüche kontert ihr bei Fragen zum Thema Hochzeit??? (Meine gehen langsam aus)

LG "9 Jahre"









Beitrag von 13,5 Jahre 13.03.10 - 14:28 Uhr

Hi,

bei uns werden es dieses jahr 14 Jahre, die wir ohne Trauschein zusammen sind.
Wir leben seit knapp 10 Jahren zusammen und haben einen 5-jährigen Sohn, der meinen Nachnamen trägt.
Der einzige Moment, in dem uns mal jemand nach Eheschließung fragte, war, als unser Sohn unterwegs war.
Damals haben wir gesagt, ein Kind ist für uns kein Heiratsgrund.
Seither hat nie wieder jemand gefragt, und ich hege den Verdacht, dass sie uns alle schief anschauen, falls wir doch noch heiraten sollten.
Ich muss aber sagen, dass wir im Bekanntenkreis mehrere unverheiratete Langzeitpaare haben, sodass von dieser Seite kein Unverständnis kommt.
Skeptischer war die Familie ...

Allerdings bin ich spontan ganz argumentlos, wenn mich einer nach dem Warum fragt. Keine Ahnung, wir sind zusammen, vermissen uns, wenn wir uns mal ein paar Tage nicht sehen, haben unsere Höhen und Tiefen und schon einiges durchgemacht, trotzdem kam das Thema Ehe für uns nie auf. Muss mir das jetzt zu denken geben? Sind wir Heiratsmuffel oder nur bequem?

LG

Beitrag von 11,5 Jahre 13.03.10 - 15:25 Uhr

2 Kinder. (uneheliche Heidenkinder)

Meine vorherige Beziehung:

7 Jahre zusammen, geheiratet, danach
7 Jahre verheiratet. Im 7. Jahr kinderlos geschieden.

Mein 11,5 Partner war nicht der Grund.

Ich finde der Trauschein wird überbewertet. AAber.
Die Versorgung im Todesfall ist gesetzlich einfach für Verheiratete besser.

11,5
die manchmal echt nur aus Rentengründen heiraten würde (Der Nachname für alle gemeinsam wäre auch nicht das schlechteste) ;-)

Beitrag von stubi 13.03.10 - 15:52 Uhr

Meine 2 besten Freundinnen sind seit Jahren (die eine 13, die andere glaub ich 7) ohne Trauschein und gemeinsamen Kindern glücklich. Nur sehen das bei uns entweder alle locker bzw. finden da nichts unnormales dran, weil dauernd nach heiraten fragen tut bei uns keiner.

LG stubi, allerdings seit 13 Jahren verheiratet

Beitrag von nakiki 13.03.10 - 17:16 Uhr

Hallo!

Mein Mann hat mich am 10. Jahrestag gefragt, ob ich ihn heiraten möchte. Für mich ziemlich überraschend, da wir zu dem Zeitpunkt schon 2 Kinder hatten und ich damit gar nicht mehr gerechnet hatte, obwohl das Thema Hochzeit immer im Raum stand.

Wir haben 2 Jahre später also noch 12 Jahren Beziehung geheiratet.
Ausschlaggebend war für mich dann das Wir-Gefühl und der gleiche Nachname, die Kinder hatten schon den Namen meines Mannes.

Die Sprüche kennen wir auch, besonders in der Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Kind. Bereits während der 2. Schwangerschaft ließen die Fragen nach und als wir dann doch meinten wir heiraten, waren sie alle überrascht.

Unser Konter bei Fragen zur Hochzeit (besonders aus dem Freundeskreis), war die Gegenfrage, wann sie denn endlich mal ein Kind bekommen.

Ob die Ehe noch heilig ist weiß ich nicht, aber auch das ein Drittel der Ehen geschieden werden interessiert mich nicht. Wieviel Prozent der Beziehungen gehen denn auseinander? Bestimmt mehr und trotzdem geht man eine ein.

Gruß nakiki

Beitrag von Tausend_schön 13.03.10 - 17:29 Uhr

Unverheiratet langjährig zusammenleben ist nicht so besonders, wie du denkst.
Wenn dich jemand fragt, ob ihr heiraten wollt, sage einfach nein, warum machst du das so kompliziert und suchst nach Sprüchen? Du bist niemandem Rechenschaft schuldig.
Kann es sein, dass du gerne heiraten würdest und krampfhaft nach "Sprüchen" dagegen suchst?
"1/3 der Ehen wird eh wieder geschieden" Das sollte kein Grund sein, nicht zu heiraten. Weißt du, wie viele Beziehungen ohne Trauschein auseinandergehen?

Beitrag von tini13 13.03.10 - 18:25 Uhr

also ich bin mit meinem schatz jetzt im april 10 jahre zusammen und bisher sind wir auch noch nicht verheiratet!!! bei uns war es auch so das dass thema hochzeit schon angesprochen wurde aber bisher hat es nicht sein sollen...

naja nun habe ich im dezember von meinem schatz einen antrag bekommen und wir werden nächstes jahr heiraten!!!

ich denke auch das man nicht danach gehen sollte wieviele ehen geschieden werden denn man heiratet ja mit der überzeugung das es ewig hält ob es dann auch so ist das kann niemand vorher sagen!!! aber man geht halt immer davon aus....

und diese lästigen fragen wann heiratet ihr endlich oder wann kommt denn endlich nachwuchs finde ich persönlich auch sehr lästig und nicht angebracht... ich sage dann immer wenn es soweit ist....

lg

Beitrag von heike74 13.03.10 - 18:32 Uhr

So exotisch ist das gar nicht. Wir sind seit fast 12 Jahren ein Paar und nicht verheiratet. Wenn einer fragt wegen Heirat etc. sag ich: "Wir versuchen es erst mal im Guten." Das kommt immer ganz locker und witzig an.
Wenn einer dann doch in die Tiefe gehen will und weiter nachhakt, führe ich ihm vor Augen, dass man mit gemeinsamen Kindern und gemeinsamer Immobilie mehr aneinander gebunden ist als durch einen Trauschein und sich bei zwei in Vollzeit berufstätigen Partnern auch kaum Steuervorteile ergeben.
Mittlerweile sind wir beide auch beruflich unter unserem jeweiligen Nachnamen so etabliert, dass eine Hochzeit mit gemeinsamem Familiennamen für den Part, der den bisherigen Namen ablegt, einfach unpraktisch wäre. Ein Doppelname wäre ellenlang, also auch unpraktisch. Argument "gemeinsamer Familienname" zieht also auch nicht. Unsere Kinder tragen übrigens den Namen meines Partners.
Einander lieben, ehren und treu sein kann ich auch ohne mich vor dem Standesamt dazu zu verpflichten.

LG Heike

Beitrag von rhodochiton 13.03.10 - 19:17 Uhr

Hier

Wir sind Heiratsmuffel;-)

Wir sind seit 10 Jahren einander treu und sehr glücklich zusammen in allen Punkten. Unsere Kinder krönen das Glück.

Mich nervte anfangs das fragen auch, vorallem von Leuten die nicht mal einen Partner hatten. Aber wenn ich mir dann die Argumente anhörte, warum Jemand heiraten will, musste ich mir auch an den Kopf recken!

"Es ist ja sooo romantisch"#augen
Nein ist es nicht, es ist nämlich ein Papier, sozusagen sogar einen Vertrag um sich zu binden. Nicht verheiratet zu sein ist romantisch!

Oder eine sagte mir ganz hochnässig "ICH will 100 % JA
sagen zum Partner"#gaehn
Ja das mache ich ja auch, desshalb haben wir ja zu Kinder gesagt und sind einander treu.

Dann meine Freundin "ich wollte schon immer heiraten".
#gruebel
Ist das ein Grund zu heiraten, weil man es schon immer wollte. Beim näher fragen gibt es dann aber keine Grund. Wenn schon sollte sie dann schon etwas wie Absicherung, gleicher Name oder so parat haben. Aber nein, es geht ums Fest. Sooooo dämlich!

Dann hat mich extrem genervt als ein Bekannter (schon geschieden) uns eindringlich auquetschte und als ich lustlos sagte wir hätten noch keine Zeit gehabt (2 Geburten, Hausbau, Garten selber machen usw) sagte die doofe Nuss mir tatsächlich dass sei keine Ausrede (er Lehrer, dauernd frei, extrem viele Ferien) ich solle doch auf LASVEGAS! ich wäre ihm am liebsten an den Kopf gesprungen. Seine Ex benennt er als "dumme Kuh".

Rechtlich gesehen oder im Todesfall, wäre es schon besser. Finanziell profitieren wir davon, obwohl dies nicht das Argument für uns war.

Ein verheirateter Freund sagte uns, es sei gemein, dass er mehr Steuern zahlen müsse, als wir, der ärmste:-)

Ich finde es schön so wie es ist, sage aber niemals nie:-)

Was mich ärgert ist, das manche Leute meinen wir seien unseriös oder meinen es in der Partnerschaft nicht ernst und solch ein Blödsinn.

Was wir als Gegenargument bringen ist jedesmal was anderes, je nach Lust und Laune. Aber weil dann immer was dagegen kommt ist meine neue Version:

Wir sind so momentan glücklich, sagen aber niemals nie.

Und wen jemand aufdringlich eindringlich wird ;-) sage ich, dass dies nur mir und meinen Partner was angehe und dass dies nur für UNS stimmen muss, pasta