Zur Wohngemeinschaft und Alg 2 ?????

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von schnubbel-mutti 13.03.10 - 16:01 Uhr

Hallo zusammen meine Schwester rief mich gerade an und hatte die gloreiche idee mit ihrem nochmann eine WG zu gründen auf grund der kinder

Also er arbeitet und sie auch bekommt aber erg. ALG 2 sie haben zwei kinder und wollen nun eine WG gründen also jeder sein zimmer ( zwischen den beiden läuft auch echt nix mehr sind auch beim Einwohnermeldeamt als Getrennt lebend eingetragen) ist das so einfach möglich?????

Oder gelten sie dann wider als bedarfsgemeinschaft nur das wollen sie ja nicht sein sondern nur der Kinderwegen zusammen wohnen bleiben

Wenn es möglich sein sollte was muß sie den beacheten???

danke euch im vorraus

Beitrag von mirabelle 13.03.10 - 16:24 Uhr

Ich denke das wird den Beiden so keine ARGE abnehmen. Warum auch?? Wenn sie für sich beschließen, wie Bruder und Schwester zusammenzuleben, dann können die Zwei das doch auch wie gehabt finanzieren.

Auf mich wirkt das wie ein Versuch höheres ALG II durch Mietsubvention einzukratzen, sonst nichts

M.

Beitrag von melli-1981 13.03.10 - 16:32 Uhr

Hallo ,
also meine freundin wohnte mit ihrem EX-Freund noch als WG zusammen und mußte vor kurzem auch ALG2 beantragen. Und das amt wollte ihr nix bezahlen weil sie mit ihm zusammen wohnt.... laut amt muß man 2 küchen und 2bäder haben. Und jetzt mußte sie hoch schwanger aus der wohnung ausziehen.weil sie kein Geld bekommen würde weil er ja zahlen kann. Sie sind aber auch wirklich nur noch befreundet.

LG Melli

Beitrag von hexlein77 13.03.10 - 17:45 Uhr

Sorry, aber das mit den 2 Küchen und den 2 Bädern ist absoluter nonsens! Das kann keine ARGE verlangen und ist absolut rechtswidrig!

Beitrag von melli-1981 15.03.10 - 14:16 Uhr

willst du mir jetzt erzählen das ich lüge?? Ich hab es doch selber gehört das hat die im amt so gesagt!!!!

Beitrag von nicole.1983 13.03.10 - 16:39 Uhr

Hallo

Ich denke ganz Stark das das so nicht klappt, wie will sie denn Nachweisen das sie nichts mehr miteinander haben, soll da 24std ein aufpasser sein #augen

Wenn das so einfach gehen würde dann würde das ja jeder so machen.... Erzählen könn se dem Amt ja viel.
Sie gelten weiterhin als Bedarfsgemeinschaft....


lg Nicole

Beitrag von engelche3805 13.03.10 - 17:33 Uhr

24std ein aufpasser sein #rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl derjenige würde sich bestimmt freuen.......

Beitrag von hinterwaeldlerin09 13.03.10 - 16:48 Uhr

Sie wohnen in einer Wohnung, sind verheiratet, haben 2 Kinder...und sind beim Einwohnermeldeamt als Getrennt lebend eingetragen????#kratz

Viele Paare leben so in Deutschland...bleiben wegen der Kinder zusammen, sind verheiratet, leben aber wie Bruder und Schwester...sie sind doch IMMER NOCH eine Bedarfsgemeinschaft...?

Das Amt fragt doch nicht danach, ob sie sich noch lieb haben...#augen

...ich möchte deine Schwester nicht abwerten, finde diese Idee aber ehrlich gesagt...ziemlich naiv...

lg die Hinterwäldlerin

Beitrag von duchovny 14.03.10 - 17:35 Uhr

Das Amt fragt doch nicht danach, ob sie sich noch lieb haben...

Das ist echt gut!!!!#rofl#heul#freu

Beitrag von silbermond65 13.03.10 - 17:35 Uhr

Na das ist ja mal ne Idee.Aber wird wohl nicht klappen.
Die beiden haben gemeinsame Kinder in der Wohnung.
Wer soll das denn glauben und vor allem kontrollieren.

Beitrag von hexlein77 13.03.10 - 17:50 Uhr

Nein, sie können nicht zusammenbleiben und mehr ALG II bekommen!

Sie sind alleine schon wegen der Kinder eine BG bzw eine Verantwortungs- und Einstehgemeinschaft!

Nach § 7 Abs. 3 Nr. 3c SGB II gehört: "eine Person, die mit einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen," mit zu dessen Bedarfsgemeinschaft.

Welche Voraussetzungen dafür vorliegen müssen, damit der Leistungsträger eine sog. Verantwortungs- und Einstehgemeinschaft vermuten darf, hat der Gesetzgeber in § 7 Abs. 3a SGB II festgelegt:
Ein wechselseitiger Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen, wird vermutet, wenn Partner
1. länger als ein Jahr zusammenleben, oder
2. mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben, oder
3. Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder oder
4. befugt sind, über Einkommen oder Vermögen des anderen zu verfügen.


Beitrag von tve 13.03.10 - 18:30 Uhr

Dann wünsche ich jetzt schon mal viel Spaß zwischen Hausbesuchen, Verhören bei der Polizei und munter lustigen Gerichtverhandlungen.
Weil das einer Arge plausibel klar zu machen, dürfte fast ein Ding der Unmöglichkeit werden.
Theoretisch möglich ist es zwar, aber der Beweis dürfte schwer fallen.

Beitrag von schwarzesetwas 13.03.10 - 22:15 Uhr

Ich glaube die brauchen nichts zu beachten.
Die werden damit (zum Glück!) nicht durchkommen.

So blöde sind selbst die Arge-Mitarbeiter nicht.

Lg,
SE

Beitrag von vwpassat 14.03.10 - 00:07 Uhr

Das glaubst Du doch selbst nicht, oder?

Beitrag von windsbraut69 14.03.10 - 07:42 Uhr

Ich denke nciht, dass es eine Gesetzeslücke für solche Konstellationen gibt, da sie m. E. kein Paar mehr sein müssen, wenn sie mit (noch dazu gemeinsamen) Kindern zusammen leben.

Davon mal abgesehen - welche Vorteile versprechen sie sich denn? Wenn sie auch keine Bedarfsgemeinschaft mehr wären, würde sich an der Unterhaltspflichtig doch nichts ändern....

Gruß,

W

Beitrag von vwpassat 14.03.10 - 10:12 Uhr

Was ist eigentlich "beim Einwohnermeldeamt als Getrennt lebend eingetragen"???

Beitrag von vwpassat 14.03.10 - 12:22 Uhr

Danke, wieder was dazu gelernt.

Aber wie's die ARGE sieht......

Beitrag von manavgat 14.03.10 - 13:19 Uhr

Leben Eltern mit gemeinsamen Kindern zusammen, dann zählt das als Bedarfsgemeinschaft.

Ohne Diskussion und/oder Verhandlungsspielraum.

gruß

Manavgat