Bin so verzweifelt....

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von schnegge1986 13.03.10 - 21:50 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich muss jetzt einfach mal meine Sorgen los werden.
Meine Kleine ist so bockig und stur und zickig...
Ich weiß gar nicht wie ich das in Worte fassen soll.

Bekommt sie nicht was sie will, schmeißt sie sich auf den Boden und veranstaltet Theater.
Sie hört nicht, wenn ich ihr beispielsweise etwas verbiete, sondern macht weiter und lacht mir noch ins Gesicht.

Erwische mich dann oft selbst dabei, das ich sie anschreie, obwohl ich es gar nicht will und es tut mir dann auch gleich wieder leid.
Bessern tut sich durch das anschreien auch nichts, im Gegenteil.
Aber ich habe einfach das Gefühl, das sie mir entgleitet, das ich es nicht schaffe ihr Grenzen aufzuweisen.

Habe mich vor kurzem auch erst von ihrem Papa getrennt, aber er sieht sie verhältnismäßig oft, will auch nicht alles darauf schieben.

Heute war ich nach ihrem Gezicke einem Zusammenbruch nahe, ich weiß einfach nicht mehr was ich noch machen soll...

Bin so verzweifelt.
Sorry das es so lang wurde...
Vielleicht hat jemand ein paar Tips für mich? Ich betone Tips und Erfahrungen und keine Vorwürfe oder ähnliches.

Ich danke euch
liebe Grüße
Sina

Beitrag von anna223 13.03.10 - 22:03 Uhr

hallo sina

ich hab das gleich problem wie du....meine vanessa ist erst 18 monate... wenn sie ihren willen nicht bekommt lasse ich sie einfach bocken irgendwann sieht sie es ein das ihr gezicke bei mir nicht zieht....anschreien bringt nichts...erwische mich auch oft dabei und es tut mir auch hinterher leid...versuch einfach mal ruhig zu bleiben...;-)

viele grüsse #liebdrueck

Beitrag von corre76 13.03.10 - 22:09 Uhr

Hi Sina,
mein Sohn (2 und paar zerquetschte) fängt grad auch ähnlich an, außerdem kenn ich das nur zu gut von meiner Großen (ja, auch mit knapp 4 1/2 noch manchmal...)

Ich geh auch nicht jeden Tag super-souverän damit um, wenn ich einen schlechten Tag (bzw. Nacht) hab, motz ich auch mal mehr.

Was helfen könnte:
- geh in solchen Momenten aus der Situation, dass du für dich Gedanken/Kraft/Nerven sammeln kannst, in ein Zimmer, wo du kurz die Türe zumachen kannst
- bei richtig heftigen Wutanfällen hilft bei meiner Großen "Festhalten" - da kommt sie bisschen schneller runter
- konsequent sein: wenn sie was macht, was sie nicht darf: wegsetzen, Spielzeug, was rumgeworfen wird, kommt weg, wird am Tisch Theater gemacht, ist das Essen beendet usw.

Klar kommt bei dir noch die Trennung dazu, hast du jemand, der die Kleine mal abnehmen kann?

Ach so, was bei uns immer guttut: rausgehn (auch wenn das Anziehen ein Kampf ist...)

Schicke dir eine große Portion Nerven

Corre

Beitrag von schnegge1986 13.03.10 - 22:14 Uhr

Ich danke dir für deine aufmunternden Worte.

Wie gesagt hab manchmal das Gefühl keine Kraft mehr zu haben, die Situationen zu bewältigen und denke dann immer, das ich ne schlechte Mutter bin und so Sachen.

Naja meine Eltern nehmen mir die Kleine schon ab und an mal ab, und ihr Papa auch soweit das geht, aber im Moment fühle ich mich einfach mit der Situation so richtig überfordert...

Ich hoffe es wird besser und werde deine Tips beherzigen :)

Lieben Gruß

Beitrag von fiona85 13.03.10 - 22:15 Uhr

Oh je... lass dich erst mal #liebdrueck
Ich kenne das auch! Und das Trotzalter fängt bei Leon erst an... er ist jetzt 20 Monate.
Wenn er jetzt rumbockt setze ich ihn in sein Kinderzimmer auf die Gästematratze und sag ihm dass er wieder rauskommen kann, wenn er wieder lieb ist. Die Tür lasse ich auf. Das klappt nicht immer aber oft!
Ich bin auch oft genervt, wenn ich ihm am Tag zum 20. Mal sage, dass er z.B. nicht über die Couch rennen soll, nicht am Fernseher spielen soll oder mit der Schaufel im m Katzenklo wühlen...
Versuche konsequent zu bleiben, die Zeit geht auch irgendwann rum!
LG
Carina

Beitrag von schnegge1986 13.03.10 - 22:35 Uhr

Ich danke dir für deine Antwort, das mit der Matraze hab ich auch schon ausprobiert..
Klappt manchmal aber nicht immer...

Lieben Gruß

Beitrag von nimi-84 13.03.10 - 22:16 Uhr

Hallo Sina,

zu meinem Mann sag ich immer (in Bezug auf unsere Tochter): Schlechtes Benehmen ignorieren und gutes loben....

Aber mir gehts manchmal auch nicht anders.
Mia bockt auch oft momentan wenn sie dass nicht bekommt was sie will. Ich versuche diesen Situationen immer aus dem Weg zu gehen, indem ich keine prinzipiellen "Neins" aufstelle sondern wirklich nur "nicht erlaube" wenns nicht anders geht, gefährlich ist usw.

Prinzipiell diesen Weg zu gehen "sie braucht nicht immer allles das zu bekommen wa sie will" finde ich schwachsinn, wenns wnicht anders geht, gefährlich ist...dann klar-gibts Grenzen-die auch durchgesetzt werden. Mit Grund aber. Und dann darf sie auch mal bocken.

Aber sie zum Bsp. bocken/weinen zu lassen, weil sie nicht in den KIWA will (solche Situationen habe ich schon sehrt oft gesehen) obwohl ich sie eigentlich hätte reinsetzen wollen,finde ich doof,dann läuft sie eben oder wird getragen, was ist da dabei. Hier muss ich mich nicht durchsetzen. Dem kann ich aus dem Weg gehen. Es gibt noch viele andere Situationen im Alltag, in denen ich, als Mutter mich durchsetzen muss und sie auch ein "Nein" kennenlernt.

Liebe Grüße,

Nina

Beitrag von sohnemann_max 14.03.10 - 08:24 Uhr

Hi,

ich denke schon, dass das was mit der Trennung zu tun hat. Du bist bestimmt in einer Lage, wenn auch unbewusst, dass Dir die Trennung nachgeht - Deinem Kind auch. Auch wenn sie ihren Papa häufig sieht, die Lebenssituation ist einfach anders.

Kinder zeigen ihre Gefühle einfach anders. Und in Deinem Fall wird es mit bocken, zicken und Wut ausgedrückt.

Du musst irgendwie versuchen, Normalität reinzubringen. Eine gewisse Beständigkeit und konsequent sein. Klar bringt Anschreien nicht wirklich viel, aber hin und wieder schadet es auch nicht wirklich. Versuche Dir nicht auf den Kopf herumtanzen zu lassen. Aber eben mit angemessen Methoden. Schnapp sie Dir immer und immer wieder und rede im Ruhigen mit Ihr, zeige Ihr Konsequenzen auf, verbiete Ihr was sie gerne macht für z. B. Fersehschauen oder was sie halt gerne macht. Darf natürlich nicht zu lange dauern.

Unser Sohn hat z. B. seinen besten Freund mit den Worten "geh jetzt nach Hause, mir ist mein PC Spiel wichtiger" einfach nach Hause geschickt. Das Ende vom Lied war, dass er für den Tag komplett Fernsehverbot und für eine Woche PC Verbot bekommen hat. Das hat gewirkt.

Sicherlich versucht er mich ab und zu auf die Palme zu bringen, was ihm aber nicht gelingt. Riegel vor und gut ist es. Und vor allem nicht nachtragend sein. Fehler aufzeigen, schimpfen, Konsequenz aufzeigen und gut ist es.

Liebe Grüße
Caro mit Max 5,5 Jahre und Lara 9 Monate