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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von clinical 14.03.10 - 01:40 Uhr

ich hab gestern mein ergebnis vom fa bekommen das ich keine antikörper habe. was echt sch... ist, hab ja 4 katzen.
hab bissl im inet rumgelesen an was ich mich alles anstecken kann.
jetzt meine frage. kann ich mich auch anstecken wenn meine katzen im katzenklo waren und dann auf dem bett oder sofa rumlaufen und evtl den staub vom streu noch an den pfoten haben und ich damit in berührung komme?
und durch was stecke ich mich an? weil wenn ich mit den händen ans katzenklo gehe kann ich sie danach ja gründlich waschen. ist ja nicht wie mit erdbeeren die ich dann im körper habe wenn ich die gegessen habe.
ich find leider nix genaueres darüber im internet.
nur eben an was ich mich anstecken kann aber nicht wie.

vielleicht kennt sich ja jemand von euch damit aus.

Beitrag von murmel2010 14.03.10 - 01:46 Uhr

Hallo ... kann da etwa auch jemand nicht einschlafen?;-)

Also ich hab das hier gefunden:


Übertragung

Ein häufiger Übertragungsweg ist der Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch- oder Fleischprodukten, insbesondere vom Schwein oder Schaf, z.B. Schweinemett, Salami, roher Schinken usw.

Eine wesentliche Bedeutung als Infektionsquelle haben auch die Ooysten, die über Katzenkot in Garten- und Ackerboden gelangen und durch "Hand in den Mund"-Übertragung Menschen infizieren können. Oozysten können aber auch durch Insekten wie Fliegen aus Katzenkot auf Lebensmittel übertragen werden. Der direkte Kontakt mit Katzen ist ohne Bedeutung. Einmal Infizierte sind anschließend ihr ganzes Leben lang immun.

Infiziert sich eine Schwangere erstmalig, kann der Erreger auf das Kind übergehen. Je später sich eine werdende Mutter im Verlauf ihrer Schwangerschaft infiziert, desto wahrscheinlicher ist eine Infektion des Fötus. In etwa der Hälfte der Fälle gehen die Erreger auf das Kind über. Steckt sich eine Frau vor einer Schwangerschaft an, ist das Kind und jedes andere folgende Kind durch ihre Immunität geschützt.


Symptome

Eine Infektion mit Toxoplasma gondii zeigt im Allgemeinen keine Symptome. Die Infektion lässt sich dann nur durch eine Antikörper-Testung des Blutserums nachweisen. Nur in seltenen Fällen führt eine Infektion zur Erkrankung Toxoplasmose. Dabei können unter anderem auftreten:

Fieber
Müdigkeit
Mattigkeit
Kopfschmerzen
Muskel- und Gliederschmerzen
gelegentlich Durchfälle
Lymphknotenschwellungen
Bei Menschen mit geschwächtem (HIV-Infizierte) oder unterdrücktem Immunsystem (Transplantationspatienten) kann es zu schweren Krankheitssymptomen kommen. Am häufigsten ist das Gehirn befallen, was zu verschiedenen neurologischen Störungen führen kann. Bei diesen Menschen ist eine unbehandelte Toxoplasmose lebensbedrohend.


Symptome des Kindes bei einer Infektion in der Schwangerschaft

Gehen die Erreger auf das Kind über, befallen sie hauptsächlich Nervengewebe. Die Stärke der Erkrankung hängt vom Zeitpunkt der Infektion ab. Eine Ansteckung in der Frühschwangerschaft kann zu schwer missgebildeten Kindern mit Gehirnschädigungen und Wasserkopf aber auch zu Fehlgeburten führen. Im Mutterleib infizierte Kinder können aber bei der Geburt auch zunächst völlig unauffällig sein. Sie erkranken dann aber meist während des Heranwachsens nach Monaten oder Jahren schwer, wenn die Erreger nicht durch Medikamente bekämpft werden. Typisch sind Entwicklungsstörungen, geistige Verlangsamung und Augenveränderungen.


Ärztliche Diagnose

Bei Verdacht auf Toxoplasmose stehen mehrere Verfahren zum Nachweis der Erreger beispielsweise in Gewebe- oder Blutproben oder durch Testung auf Abwehrstoffe (Antikörper) im Blut zur Verfügung.

Es lassen sich sowohl Zeitpunkt als auch Stadium der Infektion erkennen. Dies ist wichtig um beispielsweise bei Schwangeren entscheiden zu können, ob es sich um eine frische Erstinfektion handelt, da diese unbedingt behandelt werden muss, oder ob sie die Krankheit schon einmal durchlaufen hat. Durch eine Fruchtwasseruntersuchung kann zudem das ungeborene Kind auf eine Infektion hin untersucht werden. Ist eine Infektion während der Schwangerschaft nachgewiesen oder besteht der Verdacht, kann auch das Blut von Neugeborenen untersucht werden.

Die Mutterschaftsrichtlinien schreiben im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge eine Untersuchung auf Toxoplasmose nur bei begründetem Verdacht vor. Für Schwangere ist es jedoch wichtig zu wissen, ob eine Immunität und damit ein Schutz des Neugeborenen durch vorausgegangene Infektionen vorliegt oder nicht. Fachleute des Berliner Robert Koch-Instituts für Infektionskrankheiten empfehlen daher allen Frauen mit Kinderwunsch und unklarem Immunstatus am besten vor, aber spätestens bei eingetretener Schwangerschaft eine Untersuchung auf Toxoplasmose.

Beitrag von schnuffihdl 14.03.10 - 02:27 Uhr

huhu!

du kannst dich am katzenkot anstecken! aber erst wenn der katzenkot 48 stunden alt ist! das is zB bei uns NIE der fall weil der kot nicht solange im klo liegt!

ich hab selbst 2 katzen und hab keinen toxo schutz! das katzenklo macht meißtens mein freund sauber und wenn ich das mache trag ich eben handschuhe und wasche mir danach die hände!

liebe grüße schnuffi 30.SSW

Beitrag von akak 14.03.10 - 02:27 Uhr

Hallo,
ich habe seit ich lebe mit Katzen zusammengelebt. Mal mit nur einer, bei den Schwiegereltern mit bis zu 10 in besten Zeiten und aktuell bei mir zu Hause mit zweien. Ich hatte noch keine Toxoplasmose. Und das, obwohl unsere Katzen auch überall rumlaufen und rein können.

Meine Tierärztin hatte auch noch keine Toxoplasmose und meint: Wenn man die bis heute nicht bekommen hat, bekommt man die nicht augenblicklich in einer Schwangerschaft. Pass halt auf, dass Du das Katzenklo immer jeden Tag sauber machst und wasch Dir halt regelmäßig die Hände, bevor du ißt und nachdem du das Katzenklo gemacht hast. Logischerweise könntest du dich am mit Kot beschmierten Katzenstreu anstecken. Aber mir ist es bis jetzt nur durch das zusammenleben mit Katzen noch nicht passiert.

Alles Gute, Anke