wechsel in eine private krankenversicherung-was meint ihr

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von frauimbestenalter 14.03.10 - 12:22 Uhr

Mein Mann liegt jetzt seit drei Jahren über der Bemessungsgrenze und daher nur noch freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert.
Jetzt hatten wir überlegt, ob er nicht in eine private wechseln soll.
Ich gehe seit diesem Jahr wieder 20 STd pro Woche arbeiten, unseren beiden Kinder sind daher über mich krankenversichert.
Da ich schon seit 13 Jahren beim gleichen Arbeitgeber bin und auch vor habe, sollte sich daran EIGENTLICH auch nichts ändern.
Denn das wäre vermutlich dann irgendwann teurer, wenn er uns alle mit dort versicherm müsste.
Und die Beiträge sind in der Regel bei wesentlich besseren Bedinungen wesentlich günstiger.

Wir haben bloß ein bisschen Angst, dass wir es nacher bereuen. Eben weil ich zb doch irgendwann nicht mehr arbeiten gehe, oder es aus sonstigen Gründen viel teurer würde.....

wie habt ihr das denn gemacht?
Könnt ihr uns irgendwie die Unsicherheit nehmen?

Beitrag von vwpassat 14.03.10 - 12:26 Uhr

Müssen Kinder nicht beim "besser" verdienenden versichert werden, wenn dieser in der PKV ist?

Beitrag von grafzahl 14.03.10 - 12:34 Uhr

Ja.

http://www.online-pkv.de/files/kv_info_kinder_wo_vers.pdf

Beitrag von lara81 14.03.10 - 20:09 Uhr

Totaler Quatsch!!!!! !!!!!!!!!!

Beitrag von anyca 14.03.10 - 20:16 Uhr

Das ist KEIN Quatsch. Meine Kinder sind über meinen Mann gesetzlich versichert, ich bin als Freiberuflerin privat versichert. Die Kasse meines Mannes verlangt regelmäßig Infos über meine Einkünfte, weil bei höherem Einkommen die Kinder nicht mehr bei meinem Mann versichert sein könnten!

Beitrag von grafzahl 14.03.10 - 21:40 Uhr

> Totaler Quatsch!!!!! !!!!!!!!!!

Damit meintest du sicher dein Statement, oder?

Beitrag von seikon 14.03.10 - 13:06 Uhr

Also wenn ihr das Geld nicht LOCKER übrig habt, dann würde ich das, sofern Kinder im Spiel sind, NIEMALS machen.
Du als Frau wirst ohnehin einen viel höheren Satz zahlen, allein wegen des Geschlechts. Wenn du lang genug in der PKV bist kannst du nicht mehr so ohne weiteres zurück wechseln. Die Kinder müssen beim besser verdienenden mitversichert werden. Das wird dann vermutlich die PKV werden.

Und ich finde so wahnsinnig viele Vorteile hat man als Privatpatient nicht. Es kommt ja auch immer auf die Police an, was man alles mit versichert. Und wenn man wirklich das Sorglospaket will, dann kostet das entsprechend.

Würde da eher in der gesetzlichen bleiben und gewünschte Zusatzleistungen ggf. über eine private Zusatzversicherung absichern oder, wenn sie denn mal anfallen, so bezahlen.

Beitrag von grafzahl 14.03.10 - 14:20 Uhr

> Du als Frau wirst ohnehin einen viel höheren Satz zahlen, allein wegen des Geschlechts.

Ist das zulässig? Darf man wegen seines Geschlechts benachteiligt werden?

Beitrag von mariella70 14.03.10 - 14:54 Uhr

In der PKV selbstverständlich! Frauen im gebärfähigem Alter sind ein "schlechtes Risiko", denn Schwangerschaft, Geburt und Nachsorge sind teuer.
In anderen Versicherungen werden Männer benachteiligt, zB, bei der KFZ-Haftpflicht. Junge Männer müssen wesentlich mehr bezahlen als Frauen, weil sie statistisch die meisten Unfälle bauen.
Die PKV verteilt Wärmflaschen ausschließlich während Hitzeperioden, danach und davor wird´s teuer.
LG
Mariella (freiwillig in der GKV wegen chronischem Asthma)

Beitrag von grafzahl 14.03.10 - 16:54 Uhr

Hallo Mariella,

zumindest die Kosten für Schwangerschaft oder Mutterschaft müssen auch die Männer tragen:

http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/private-krankenversicherung_aid_63338.html

Ich habe 2003 in die PKV rübergemacht. Meine Frau ist seit 25 Jahren "zwangsweise" in der PKV, weil sie Beamtin ist. Und da unsere beiden Kinder deshalb auch zu 80% Beihilfeberechtigt sind, fiel mir die Entscheidung für die PKV leicht, da ich die Kinder eben nur zu 20% versichern musste. Ohne diese Besonderheit hätte ich diesen Wechsel nicht gemacht. Dass ich mich überhaupt mit dem Thema befasst habe, lag an der damaligen Bundesregierung und der Diskussionen, ob man die Beitragsbemessungsgrenze nicht hochsetzen oder gleich ganz abschaffen könne. Und dann wäre es für mich richtig teuer geworden, in der GKV zu bleiben.

Ich würde die Vorteile in der PKV nicht überbewerten wollen. Obwohl - wenn ich bei der Terminvergabe die Frage stelle, ob ich bei meiner PKV irgendwas beantragen muss, geht das manchmal doch schneller mit dem Termin... ;-)

Zahnärzte mutieren aber gerne mal zu Verkäufern und ich habe deshalb 2 Wechsel hinter mir. Einen habe ich "gekillt", weil er es sich nicht abgewöhnen wollte, mir den 3,5fachen Satz zu berechnen. Und der nächste hat uns bei der 2. Routineuntersuchung einen Kostenvoranschlag in die Hand gedrückt, weil er mir und meiner Frau unsere völlig intakten Amalgamfüllungen durch Kunststoffinlays ersetzen wollte.

Was mir an meiner PKV besonders gefällt, sind die Beitragsrückerstattungen. 2.000 € im Jahr sind durchaus sexy.

Monatlich spare ich wegen der Kinder aber nicht so furchtbar viel.

LG
Christian

Beitrag von mariella70 14.03.10 - 17:25 Uhr

Hi Christian,
für mich als "Chronische" stand der Wechsel nie zur Debatte. Mit 28 - kurz nach Studium und Zusatzausbildung kam die Diagnose Asthma, so dass ich später, als mein Einkommen entsprechend war, nur mit hohem Risikozuschlag, bzw, Auschluss hätte wechseln können.
Letzlich macht es mir nicht sooo viel aus, denn ich habe einen guten Facharzt, der alle Patienten gleich behandelt. Für die für mich als Sportfreak wichtigsten Behandlungen leiste ich mir den Sportmediziner meines Vertrauen privat - kostet selten mehr als einmal Frisör ohne färben...
Ich finde es ok, dass man für seine Gesundheit Geld ausgeben muss, wenn man auf Extras nicht verzichten kann und will.
Allerdings empfinde ich es als sehr beruhigend, dass im Ernstfall die Kasse zahlt.
LG
Mariella

Beitrag von seikon 14.03.10 - 15:01 Uhr

Ja das ist zulässig. Denn die PKV kann sich ja mehr oder weniger Aussuchen, zu welchen Konditionen sie jemanden versichert.
Das hat ja nichts mehr mit der Solidargemeinschaft zu tun, sondern man verhandelt seine Beiträge individuell. Und Frauen kosten die PKV durchschnittlich mehr, als ein Mann.

Frauen bekommen Kinder. Frauen gehen regelmäßig zum Frauenarzt. Frauen können an Brust-, Gebärmutter,- Gebärmutterhals und Eierstockkrebs erkranken, usw.

Beitrag von grafzahl 14.03.10 - 16:35 Uhr

> Ja das ist zulässig.

Nein, dass ist nicht zulässig.

http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/private-krankenversicherung_aid_63338.html

Beitrag von demy 14.03.10 - 15:10 Uhr

Hallo,
ich verdiene auch schon seit 4 Jahren über der Beitragsbemessungsgrenze, ich müsste aber als Familienvater mit dem Klammerbeutel gepudert sein wenn ich in die private KV wechseln würde.

Ich müsste dann nicht nur mich versichern, sondern ebenfalls die Kinder.
Da ist der Preisvorteil dann sehr schnell futsch.
Da ich schon privat versichert war, kann ich auch sagen, dass es mit der "besseren" Versorgung nicht so weit her ist.

Ich behaupte, wer privat krankenversichert ist, bei dem werden wesentlich mehr unnötige völlig überflüssige Dinge, dazu noch exorbitant überteuert abgerechnet, durchgeführt.

Es gibt sehr viele Dinge die gegen eine private KV sprechen.
Sinnvoll, so sehe ich das, ist eine private KV nur für Singles die nie vorhaben eine Familie zu gründen und nie im Leben krank werden, oder Leute die nicht mehr wohin wissen mit ihrem Geld, die können sich ne private KV gerne als Statussymbol "halten".

Gruß
Demy

Beitrag von lilly1985 14.03.10 - 16:04 Uhr

hmm... schwere frage wir beiden sind privat verischert und der kleine auch. Ich würde sagen ihr lasst euch informieren wie teuer das ganze für euch werden würde und dann guckt ihr nach vor und nachteilen.

Beitrag von miau2 14.03.10 - 16:25 Uhr

Hi,
wie kommt ihr darauf, dass die Kinder bei Dir versichert bleiben könnten?

Das würde sich in dem Moment ändern, wo dein Mann in die PKV wechselt (wundert mich eigentlich, dass sie jetzt noch über dich versichert sind). Wobei ich mal davon ausgehe, dass du mit 20 Stunden nicht über BBG und mehr als dein Mann verdienst.

Die Kinder müssten dann entweder freiwillig gesetzlich oder privat versichert werden.

Die Beiträge sind vielleicht beim Einstieg günstiger. Mein Mann hat den Fehler vor einigen Jahren gemacht, in die PKV zu wechseln. Was er an Beitragssteigerungen in der PKV hinnehmen musste in den letzten Jahren hätte jeden Gesundheitsminister KOpf und Kragen gekostet, wenn es sich so in der gesetzlichen entwickelt hätte - die Beitragssteigerungen in der GKV waren nichts dagegen. Unsere zwei kleinen haben wir dann aus verschiedenen Gründen auch freiwillig gesetzlich versichert.

Er würde es nicht wieder so machen, sondern statt dessen gesetzlich versichert bleiben mit einer vernünftigen Zusatzversicherung für das, was an Extra gewünscht ist.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von jono 14.03.10 - 19:36 Uhr

Hallo,

sagen wir mal so, Deine Kinder wären dann auch in der PKV, also ca. 160 bis 180 € Beiträge zusätzlich, das solltet ihr bedenken.
Wir sind alle 4 in der PKV und würden das, im Gegensatz zu meinen Vorschreibern, immer wieder so machen. Wir sind sehr jung in die PKV gegangen und haben dementsprechend sehr hohe Rückstellungen fürs Alter, so dass das Alter und steigende Beiträge wohl kein Problem werden (früher war die Beitragsrückstellung keine Pflicht, das ist der Grund warum jetzt viele Ältere in der privaten Probleme haben).
Die guten Seiten liegen klar auf der Hand, sehr schnelle Termine, meistens von einem Tag auf den anderen, sehr gute Versorgung, keine Wartezeiten, alles wird übernommen.
Nervig ist die Vorauszahlung, geht aber, wenn Du ein wenig monatlich zur Seite legst, keine Mutter-Kind-Kur u.s.w.. Holt Euch Vergleiche ein und rechnet noch einmal alles durch. Bei uns käme die GKV teurer.

Beste Grüsse
JOno

Beitrag von r.le 14.03.10 - 21:16 Uhr

Hallo frauimbestenalter,

<wie habt ihr das denn gemacht?>

wir leben das 'überholte' Modell der Ein-Ernährer-und-Hausfrau-Familie und sind dementsprechend freiwillig GKV-versichert.

Dass dies auch in Eurer Konstellation die Versicherung der Wahl ist, wurde ja bereits erläutert. Ich sehe das genauso.
Aus eigener Erfahrung habe ich bisher auch keine negativen Erlebnisse was Wartezeiten oder Terminschwierigkeiten angeht, gehabt.

<Könnt ihr uns irgendwie die Unsicherheit nehmen?>

Vielleicht anhand einiger Fakten: Die häufig ins Feld geführte Chefarztbehandlung oder die Unterbringung im Einzelzimmer sind auch kritisch zu hinterfragen. Nicht immer ist der Chefarzt der bessere Mediziner. Ein erfahrener Oberarzt, der weniger Managementaufgaben, Öffentlichkeitsarbeit und Vortragsreisen im Kreuz hat, ist nicht unbedingt verkehrt.

Sehr viele Krankenhäuser bieten darüber hinaus grundsätzlich Zweibettzimmer als Standard an, so dass der gesetzlich Versicherte auch hier keine Nachteile hat.

Zu guter Letzt: wenn wirklich der Fall eintritt, das man Leistungen über das Maß der GKV hinaus in Anspruch nehmen will oder muss, kann man dies als Selbstzahler tun. Wenn man über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, sollte das, wenn es nicht gerade um chronische Erkrankungen mit dauerhaften Krankenhausaufenthalten geht, auch drin sein.

Gruß

Ralf

Beitrag von gr202 14.03.10 - 21:22 Uhr

Wenn Dein Mann und die Kinder dann privat versichert sind, gibt es kein "Kindkrank" mehr für Euch, also Krankengeldfortzahlung bei krankem Kind. Das Problem hat meine Freundin auch (ist jetzt mit dem 5. Kind schwanger)

Mein Mann könnte sich auch privat versichern, wird es aber auf keinen Fall machen.

Gruß
GR

Beitrag von frauimbestenalter 15.03.10 - 12:04 Uhr

danke für die infos!
da bin ich nun doch etwas schlauer, bzw. seh das mit der privaten nicht mehr ganz so sinnvoll.
ALLERDINGS bin ich jetzt nun doch verunsichert, denn ich bin mir recht sicher, dass bei meiner freundin die kinder über die frau weiterhin gesetzlich versichert sind, während der mann privat versichert ist. hierbei verdient ER auf jeden fall auch mehr geld....
bei einer anderen mutter mit 3 kindern habe ich auch mal von ihr gehört, dass sie auf jeden fall noch weiterhin arbeiten gehen müsse, einfach alleine aus dem grund, damit die kinder weiterhin über sie gesetzlich versichert sein könne, und damit nicht der hohe beitrag für die drei kinder von der privaten versicherung anfällt...

hm, ist das denn neu? ich meine, dass immer der besserverdienende automatisch die kinder versichern muss?
und gilt das nur für die private? denn meine kinder sind ja nun auch über mich gesetzlich versichert, da kam bisher noch keine "beschwerde" von der krankenkasse.