Aufenthaltsbestimmungsrecht

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von eifelkind 14.03.10 - 13:24 Uhr

Hallo zusammen!

Ich habe eine Frage an Euch.

Meine Freundin lebt von Ihrem Mann getrennt. Sie haben ein gemeinsames Kind - beide haben das gemeinsame Sorgerecht.

Sie will ca. 600 km weit weg zu ihrem neuen Partner ziehen, Ihr Nochmann stimmt dem nicht zu. Er hat allerdings nur sporadischen Kontakt zu seiner Tochter. Es wird nun vor Gericht gehen. Meine Freundin ist sehr zuversichtlich, dass ihr das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf jeden Fall zugesprochen wird - das wäre so üblich. Sie hat bereits ihre Wohnung gkündigt und plant den Umzug... sehr bald (Anfang April).

Ich mache mir Sorgen, dass sie es überstürzt. Ich denke nicht, dass der Gerichtstermin so schnell sein wird und weiss eben auch nicht, ob sie Recht bekommt.

Wie sind Eure Erfahrungswerte?

Herzlichen Dank und liebe Grüsse
Astrid

Beitrag von sahnedanie 14.03.10 - 14:20 Uhr

sorry wegen die rechtsschreibung:
naja das wird ein harter kampf werden.

wie alt sind die kinder

Ich bin auch hoch gezogen ca 640 km und der wurde in formiert 3 mal ich hatte gute gründe gehabt zb neue job und freund mit ein kleinen jungen.

amsgericht hatte mir erst das aufenthaltsgericht zugesprochen nach dem ich umgezogen war weil ich da schon 3 monate gelebt hatte. und denn kleinen gut ging,nsch aussagen vom Jugendamt.

Leider hatte der kindesvater eine berufung eingelegt und das ging übers oberlandesgericht da wurde der kleine mit 4 jahren angehört und da wurte fest gestellt das es ihm gut geht und freunde gefunden hatte nach dem ich noch mal umgezogen war weil der der freund mich rausgeschmissen hatte bloss weil mein exmann meinde sollch ein mist zu erzählen. da wurde das gemeinsame sorgerecht einschliesslich das aufenthaltbestimmungsrecht belassen und der kleine bei mir das gewöhnliche aufenthalt ist wo ich wohne.
umgang alle 4 wochen für eine woche bei sein vater.
das ist unterschiedlich kommt drauf an wie und was das kind sagt.
oder das jugendamt
sollang dem kind gut geht dann kann eigentlich nichts passieren.

Beitrag von eifelkind 14.03.10 - 16:37 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für Deine Antwort.

Ja ich denke, es wird nicht leicht für sie werden.

Sie hat ja leider auch ziemlich überstürzt gehandelt. Ich denke, es hätte sich besser gemacht, wenn sie erst einmal abgewartet hätte, bis die ganze Scheidung und Sorgerechtsfrage abgehandelt gewesen wäre.

Liebe Grüsse
Astrid

Beitrag von lilly1985 14.03.10 - 14:58 Uhr

Eine bekannte von mir ist auch erst umgezoegen, sie konnte den kleinen aber nicht ummelden. ich denke das ist aber auch von meldeamt zu meldeamt anders. die einen fragen garnicht nach der unterschrift die anderen bestehen darauf. aber ich denke am umziehen kann sie ja keiner hindern. wäre ja zu schön wenn man deswegen nicht mehr umziehen darf

Beitrag von eifelkind 14.03.10 - 16:35 Uhr

Hallo!

Na ja... Du magst ja grundsätzlich Recht haben. Aber es ist nunmal so, dass sie momentan beide noch das gemeinsame Sorgerecht und damit ja auch das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht haben. Da muss er zustimmen - und wenn er das nicht macht, ist es für sie leider Pech.

Nun hofft sie halt, dass ihr das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen wird. Ich weiss halt nicht, wie schnell das geht.

Danke Dir trotzdem und liebe Grüsse
Astrid

Beitrag von ppg 14.03.10 - 15:28 Uhr

Sehr optimistisch Deine Freundin.

Fakten zu schaffen funktionierte früher einmal.

Wenn der KV willens ist das Kind bei sich aufzunehmen hat er innerhalb von 3 Tagen eine Eenstweilige Verfügung womit der Umzug des Kindes rückabgewickelt wird.

Frauen, die vor Gericht mit dem Umzug durchgekommen sind hatten in 100% der Fälle einen KV der das Kind nicht dauerhaft in seinen Haushalt aufnehmen wollte oder konnte.


Umzug zum neuen Partner ist vor Gericht KEIN wichtiger Grund.

Einzig Arbeitsaufnahme wäre einer und auch nur beim Nachweis , das ein gleichwertiger Job in der Heimatstadt nicht zu bekommen wäre.

Es wird bitter enden, so oder so

Ute

Beitrag von eifelkind 14.03.10 - 16:33 Uhr

Hallo Ute!

Ich danke Dir für Deine Antwort.

Das klingt für sie ja wirklich nicht so toll. Ich kann auch gar nicht verstehen, warum sie der ganzen Sache so vorgegriffen hat. Das wirft mit Sicherheit auch kein besonders gutes Bild auf sie.

Sie hat da wohl einen 400 Euro Job als Verkäuferin - aber eben nichts, was sie hier nicht auch bekommen hätte. Ihre Tochter hat sie dort auch schon im Kindergarten angemeldet.

Der Kindsvater könnte das Kind auf jeden Fall nehmen - er lebt wieder bei seinen Eltern, für Betreuung wäre auf jeden Fall gesorgt.

Ich verstehe ihren Anwalt auch gar nicht. Er muss doch wissen, dass das so einfach nicht ist.

Nochmals danke Dir!
Astrid

Beitrag von ppg 14.03.10 - 18:51 Uhr

Na ich kann den Anwalt recht gut verstehen:

Er bekommt doch sein Geld, egal wie es für seinen Mandanten ausgeht.

Ute

Beitrag von eifelkind 14.03.10 - 19:01 Uhr

Hmm... stimmt. So hab ich das noch gar nicht betrachtet. Wahrscheinlich glaube ich einfach zu sehr an das Gute im Menschen.