Insemination - Chef informieren?

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von she. 14.03.10 - 15:38 Uhr

Hallo ihr Lieben,
ich habe schon wieder #hicks habe vor einigen Tagen schon einmal einen Beitrag verfasst bzgl. einer Insemination. Gerne würde ich die Frage nochmal aufgreifen, mit einem anderen Schwerpunkt.

Das nur vorweg für die Leute, die meine Frage damals gelesen haben. Möchte niemanden nerven.

Es geht darum das mein Mann und ich im April/Mai unsere erste Insemination durchführen lassen möchten. Nun habe ich durch meinen letzten Beitrag erfahren, das man doch sehr flexibel sein muss und nicht alles zeitlich abstimmen kann so wie man es vielleicht gerne hätte #schein.

Meine Frage nun, würdet ihr mit eurem Chef über sowas sprechen? Ich kann mir in meinem Job keinen Urlaub oder einen Tag mal so einfach frei nehmen. Unser Urlaub ist festgelegt und ausser der Reihe ist es sehr schwierig. Es ist nicht unmöglich, aber dafür müssen alle Karten auf den Tisch. Wir sind ein sehr kleines Team, daher ist es nicht so einfach.

Ich frage deshalb, weil ich gerade mal ein dreiviertel Jahr an meiner neuen Arbeitsstelle bin. Sonst hätte ich auch keine Skrupel meinen Chef zu fragen bzw. mit ihm offen darüber zu sprechen.

Auf der einen Seite ist mein Kinderwunsch so groß das es mir gleich ist, aber auf der anderen Seite habe ich natürlich auch Sorge das mir Steine in den Weg gelegt werden oder ich gar gehen muss.

Es ist eine Zwickmühle. Was würdet ihr tun oder mir raten?

Danke für's zuhören!
#herzlich eure she.

Beitrag von rothe 14.03.10 - 15:43 Uhr

bei mir wissen alle alles und das ist auch gut so --- faher sehr gut damit (auch wenn ich darum manches nicht so machen darf, wie ich gern würde, weil ja alle wissen, dass ich vorhab "bald" zu gehen, auch wenn wir schon 3 Jahre "üben" ;-) )

Beitrag von she. 14.03.10 - 15:47 Uhr

Generell bin ich auch dafür, zumal ich nicht gerne Dinge verheimliche. Aber würdest du auch so handeln, wenn du erst wie ich erst dreiviertel Jahr dabei wärst?

Beitrag von rothe 14.03.10 - 15:54 Uhr

ja würde ich ... ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und mir wurde bislang viel gedankt und wenig schlechtes entgegengebracht

Beitrag von she. 14.03.10 - 15:59 Uhr

Ich danke dir! Bei meinem letzten Arbeitgeber war ich fast sieben Jahre und da wusste auch jeder Bescheid über meinen Kiwu. Allerdings musste ich da weg, es gab verschiedene Gründe und einer war auch der Kiwu. Dachte mit einem neuen Job usw. könnte ich ein bisschen Abstand nehmen vom Kiwu, aber das war nichts. Denn eigentlich bin ich ein fairer Mensch! Puh, das wird nicht einfach....

Beitrag von fraeulein-pueh 14.03.10 - 16:05 Uhr

ich denke, es kommt auch auf den chef an bzw. eben darauf, wie er damit umgeht. meiner z. b. ist recht verständnisvoll und würd meinen befristeten vertrag sicherlich auch verlängern, wenn ich dann schwanger wäre. (jedenfalls hat er es bisher bei anderen auch gemacht ;-) )

Beitrag von hippogreif 14.03.10 - 16:05 Uhr

Auch wenn ich eigentlich nicht hierher gehöre, misch ich mich trotzdem mal ein...
Meine Freundin hat ihren Chef über den Ablauf der künstl. Befruchtung informiert, ging auch gar nicht anders, weil es doch ziemlich viele, kurzfristige Termine waren.
Ich würde es vom Charakter des Chefs abhängig machen, aber wenn er halbwegs freundlich ist, dann würd ich es ihm sagen. Mit Ehrlichkeit fährt man da meistens besser als wenn man sich blöde Ausreden einfallen lassen muß.
Wünsch Dir alles Gute.

Beitrag von she. 14.03.10 - 16:10 Uhr

Danke dir. Du kannst dich gerne einmischen ;-)
Ich bin auch nicht der Typ, der sich kurzfristig dann einfach mal eben krank meldet.
Allerdings habe ich auch ein bisschen Sorge, weil mein Chef sowas schon mal mitgemacht hat. Eine ehemalige Kollegin hatte vier künstliche Befruchtungen und ich bin nicht sicher, ob er sowas nochmal unterstützt. Herje ist das schwierig....

Beitrag von sovania 14.03.10 - 18:40 Uhr

Hallo,

ich arbeite in einer Arztpraxis und wir sind nur zu zweit.
Dazu kommt das die KiWu-Praxis fast 1 1/2 Stunden von meinem Arbeitsplatz entfernt liegt.

Ich habe es geschafft die 1. IUI ohne wissen meines Chef's aber mit wissen meiner Kollegin durch zu ziehen.
ABER das war Stress pur und war nicht grad förderlich für die ganze Sache an die man eigentlich Stress frei rangehen sollte.

Bei mir ist das wie bei Dir. Ich kann auch nicht einfach so Urlaub nehmen oder mal ein Tag frei. Also was machen?

Ich bin nach der 1. IUI direkt zu meinem Chef und hab ihm alles erzählt und.. es war super. Er hat so toll reagiert und meinte auch nur das es ihm klar ist das irgendwann seine Mitarbeiter schwanger werden.
Und er könne sich vorstellen wie schwer das ganze so schon für mich ist und das ich mir keine Sorgen machen müsse, er würde mich deshalb nicht kündigen.

Und jetzt hab ich schon 3 IUI's und 1. IVF hinter mir.
Letzteres sogar mit Krankenhausaufenthalt wg Überstimulation.

Mein Chef ist klasse und meine Kollegin auch. Seine Frau kommt dann immer in der Zeit zum helfen wo ich dann unterwegs bin oder wo ich im Krankenhaus lag.


Ich persönlich bin froh das ich es ihm erzählt habe, es macht den Kopf um einiges freier und ich habe gemerkt, das es einfach für einen selbst auch besser ist wenn eine Sorge weniger da ist.

LG

Beitrag von she. 15.03.10 - 13:49 Uhr

Ich bin auch in einer Arztpraxis und auch wir sind nur zu zweit. Daher ist es auch sehr schwierig. Ich weiß von einer ehemaligen Kollegin das sie es offen gesagt hat. Sie hatte vier künstliche Befruchtungen und mein Chef hat das wohl alles mit getragen. Aber ob er nochmal so loyal ist? Davor habe ich Angst, kann mir das nämlich nicht vorstellen.

Beitrag von alexandraundtom 14.03.10 - 18:51 Uhr

Hallo,

letztendlich mußt Du das für Dich selber entscheiden, ich kenne Deinen Chef ja nicht...

Ich würde so etwas allerdings auf keinen Fall meinem Arbeitgeber mitteilen...

(Fast) jeder ist ersetzbar/austauschbar, mein Chef würde das bei der nächsten Gelegenheit gegen mich verwenden, zumal zur Zeit sooo viele Stellen abgebaut werden usw... Nee nee, das wäre mir zu riskant...

LG Alex

Beitrag von sovania 15.03.10 - 20:33 Uhr

Und was soll man machen wenn man seine Termine hat.
In einer Arztpraxis ist das pech ja, das man meist gleiche Sprechzeiten hat wie die KiWu.
Wie soll man da raus kommen ohne sich ständig krankschreiben zu lassen?

Und wenn ich mir so überlege, was verkraftet ein Chef eher.. die Wahrheit und das fehlen einiger Stunden mal am Tag oder ständig einen gelben Schein auf den Tisch liegen zu haben.

Die Entscheidung ist natürlich schwer und in beiden Fällen kann es böse für einen Enden.

Letzten Ende sollte man sein Bauchgefühl entscheiden lassen ob man den oder den weg geht.

Gibt Chef's die unterstützen einen, und andere kündigen einen sofort.

Schwere Entscheidung.

Ich wünsch Dir viel Glück und Kraft das du den richtigen Weg findest.

Lg

Beitrag von she. 16.03.10 - 10:39 Uhr

Da hast du wohl Recht.
Ich danke dir #herzlich